Johanna Rahner - Einführung in die katholische Dogmatik

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Einführung in die katholische Dogmatik: краткое содержание, описание и аннотация

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Die Dogmatik fasst die wesentlichen Glaubensinhalte einer Religion zusammen und verkörpert das verbindliche Lehrgebäude. Besonders in der katholischen Kirche spielt die Dogmatik als lehramtliches ›Rückgrat‹ eine wichtige Rolle. In diesem Einführungsband wird über die wesentlichen Inhalte dieser Dogmatik informiert. Sowohl ihre historische Entwicklung als auch die philosophisch-theologischen Grundlagen werden erörtert, wobei besonders auf die didaktische Struktur und die verständliche Anordnung des Stoffes geachtet wurde. So kann sich jeder Interessierte in die theologische Disziplin der Dogmatik schnell einarbeiten.

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2. Dogmatik, Fundamentaltheologie oder ‚systematische Theologie‘?

„Die Theologie ist wie ein großer, zugebundener Sack. Die Fundamentaltheologie nimmt diesen Sack in die Hand, interessiert sich aber gar nicht für seinen Inhalt, sondern nur für den Absender und für die richtige Art und Weise den Sack zu öffnen. Ihn wirklich zu öffnen, daran denkt sie nicht. Dazu reicht sie ihn an die Dogmatik weiter. Diese packt den Inhalt aus und interessiert sich ihrerseits nicht mehr für den Sack, für den Absender, und für die Art und Weise, wie man den Sack öffnen konnte.“

([7] 449)

Apologetik

In dieser klassischen Unterscheidung findet die Fundamentaltheologie ihre Aufgabe darin, glaubwürdig und damit verpflichtend zu verteidigen, dass Gott sich den Menschen offenbart, dass er dies in Jesus Christus getan hat und dass diese Offenbarung Gottes der Kirche – insbesondere der römisch-katholischen – und ihrem Lehramt zur Bewahrung und Verkündigung anvertraut ist. Daher bezeichnet man Fundamentaltheologie bis ins letzte Jahrhundert hinein als ‚Apologetik‘ , d.h. als Verteidigung‘ des christlichen Glaubens auf allen ‚Angriffsfronten‘ ([10] bes. 457–461). Die Aufgabe der Dogmatik ist dagegen, die einzelnen Inhalte des Glaubens zu entfalten, aufzuzeigen, dass sie tatsächlich in den ‚Offenbarungsquellen‘ und Lehrverkündigungen der Kirche enthalten sind, ihre Zusammenhänge zu verdeutlichen. Da Glaubwürdigkeit und Glaubensverpflichtung im Vorfeld schon durch die Fundamentaltheologie aufgewiesen sind, hat es die Dogmatik nicht mehr nötig, bei jedem ihrer Einzelinhalte noch einmal nach Glaubwürdigkeit etc. zu fragen.

Diese Unterscheidung von Dogmatik und Fundamentaltheologie erhält ihr eigentliches Gewicht erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als die Angriffe von außen gegen eine sich immer mehr verhärtende und nach außen hin abschottende katholische Theologie zunehmen. Unter der Voraussetzung des veränderten Offenbarungsverständnisses nach dem Zweite Vatikanum ist aber deutlich, dass ein Nachdenken über die Bedingungen der Möglichkeit einer angemessenen Rede von Gott und Mensch nicht mehr an eine theologische Spezialdisziplin (die Fundamentaltheologie) pauschal zu delegieren ist, sondern dass dies in die dogmatische Aussage mit hinein gehört, d.h. genuiner Bestandteil der Aufgabenstellung der Dogmatik selbst ist. Zugleich ist der methodisch neutrale Standort des Argumentierens der Fundamentaltheologie verloren gegangen, denn die für die klassische Apologetik entscheidende Differenzierung von ‚Sack‘ und ‚Inhalt‘ – Ergangensein (,dass‘) und Inhalt (,was‘) der Offenbarung – ist durch das neue Offenbarungsparadigma methodisch eingezogen worden. Fundamentaltheologie und Dogmatik durchdringen sich heute sowohl was ihre Inhalte als auch was ihre Methode angeht (vgl. [8] 22f.).

fundamentaltheologische Methode

Die Entwicklung beider Disziplinen führt letztendlich dazu, dass die Fundamentaltheologie zur methodischen Leitwissenschaft der systematischen Theologie geworden ist. Ihre Aufgabe geht in eins mit der Grundreflexion aller Theologie auf die theologischen und anthropologischen Grundlagen ihres Theologietreibens. Dies ist so selbstverständlich geworden, dass auch die Dogmatik ohne solche Fragestellungen nicht mehr vorstellbar ist ([4] 34). Fundamentaltheologische Grundfragen und Methoden sind zu Grundfragen und Methoden der Dogmatik geworden. Und so ist es vielleicht heute eher eine Frage der Schwerpunktsetzung wie der Arbeitsteilung, der Verteilung bestimmter Themen in die einzelnen Disziplinen, die die Zweiteilung in Dogmatik und Fundamentaltheologie sinnvoll erscheinen lässt.

II. Themen und Arbeitsweisen dogmatischer Theologie

Welche Arbeitsweisen entwickelt nun die katholische Dogmatik unter diesen Vorgaben und was sind ihre konkreten Themen und Objekte?

1. Was ist ein ‚Dogma‘?

a) Eine mögliche Definition

„Mit göttlichem und katholischem Glauben ist ferner all das zu glauben, was im geschriebenen oder überlieferten Wort Gottes enthalten ist und von der Kirche – sei es in feierlicher Entscheidung oder kraft ihres gewöhnlichen und allgemeinen Lehramtes – als von Gott geoffenbart zu glauben vorgelegt wird.“

(Erstes Vatikanum, Dogmatische Konstitution Dei Filius DH 3011)

Definition

Ein Dogma besteht nach diesen Vorgaben aus mindestens zwei Komponenten: der göttlichen Offenbarung und der kirchlichen Vorlage in verbindlicher Weise ([17] 25f.). Man könnte also wie folgt definieren: „Ein Dogma ist 1. seinem Inhalt nach eine Offenbarungswahrheit, 2. seiner Form nach ein Lehrsatz, 3. seiner objektiven Gültigkeit nach eine unfehlbare Glaubensaussage, 4. seinem subjektiven Geltungsanspruch nach eine jeden Gläubigen der Kirche im Gewissen verpflichtende Richtschnur und 5. seinem Werdegang nach eine im Lauf der Geschichte durch die Kirche vorgenommene Feststellung.“ ([19] 129). Freilich rekurriert diese Definition auf ein Verständnis von ‚Dogma‘, wie es sich erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt hat ([16]).

b) Entstehungs- und Problemgeschichte

Der griechische Begriff ‚dogma‘ bedeutet 1. Meinung oder philosophische Lehre; 2. Befehl, Beschluss, Erlass. Beide Bedeutungen sind in den christlichen Sprachgebrauch eingegangen. Die Theologen der frühen Kirche verwenden ihn, um die christliche Theologie und ihre ‚Lehren‘ der heidnischen Philosophie gegenüberzustellen. Dennoch bleibt gerade in der griechisch sprechenden Kirche des Ostens das Bewusstsein wach, dass das Sprechen von christlichen Überzeugungen (dogmata) immer auch Gebets- und Verkündigungscharakter hat.

paratheke/depositum

Irenäus von Lyon

Vinzenz von Lerin

Bereits Irenäus von Lyon (135–220) vergleicht nun die Kirche mit einem „reichen Vorratsraum“, „in dem die Apostel alles, was zur Wahrheit gehört, in größter Vollständigkeit zusammengetragen haben“ ([15] 323). Schnell etabliert sich daher der Begriff der paratheke, des depositum als Umschreibung des überkommenen Glaubensgutes. Vinzenz von Lerin († vor 450) setzt in seinem Werk ‚Commonitorium‘ daher das ‚alte Dogma‘ der Kirche den Neuerungen der Irrlehrer ( novatores – Neuerer) entgegen ([15] 324).

„Das Depositum ist nicht etwas, was Menschen sich ausgedacht, sondern was sie (von Gott) empfangen haben, nicht was sie sich zurecht gemacht, sondern was ihnen (von Gott) anvertraut ist, eine Sache also nicht menschlichen Witzes, sondern der (überkommenen) Lehre, nicht privaten, beliebigen Gebrauchs, sondern öffentliche, d.h. alle verpflichtende Überlieferung, eine Sache, nicht von dir hervorgebracht, sondern dir zugeführt, wo du nicht Urheber, sondern Hüter bist, nicht Lehrer, sondern Schüler, nicht Führer, sondern Jünger. Es gilt, das dir anvertraute Talent des katholischen Glaubens unverletzt und unversehrt zu bewahren.“

Vinzenz v. Lerin, Commonitorium (434)

Authentische Bewahrung der Überlieferung ist aber keine Weitergabe erstarrter Formeln, sondern ein lebendiger Vorgang der geistinspirierten Aktualisierung des ‚depositum‘ ([15] 362f.). Dafür spielt jedoch weder in der Alten Kirche noch im Mittelalter der Begriff ‚Dogma‘ eine zentrale Rolle.

Orthodoxie/Häresie

regula fidei

Das liegt zum einen daran, dass sich in der Anfangszeit des Christentums Zuschreibungen wie Häresie (griech. hairesis ‚Wahl, Präferenz, Entscheidung‘; aber auch ‚Meinung, Ansicht, Schule, Partei‘) und Orthodoxie , also Irrlehre und echter Glaube, erst abklären müssen. Der Häretiker unterscheidet sich zwar vom Schismatiker dadurch, dass er sich nicht nur einfach von den anderen abspaltet, sondern dass er falsch über Gott denkt (vgl. Augustinus , f. et symb 21), doch nicht jedes Andersdenken ist sofort häretisch. Es gibt auch eine legitime Diversivität in der Diskussion offener Lehrfragen. Zur konkreten Abgrenzung bedarf es daher immer eines längeren Diskussions- und Reflexionsprozesses ([15] 376f.). Erst angesichts der Vehemenz der Auseinandersetzungen im vierten und fünften Jahrhundert äußert sich das Glaubensbewusstsein der Kirche dann mit einer präzisen Terminologie und einer differenzierten Kriteriologie, die zu einer konkreten Formulierung von zu Beginn durchaus vielfältigen Kurzformeln des Glaubens als Ausdruck der Glaubensregeln (regula fidei) führt und in die Glaubensbekenntnisse (symbola) mündet (s. III.1.a). Davon zu unterscheiden sind die konziliaren Definitionen . Sie dienen der dogmatisch prägnanten Abwehr der Irrlehren. Verbunden mit den zumeist gleichzeitig formulierten Verurteilungen (anathema) stellen sie die notwendig gewordene verbale Grenzziehung zur Irrlehre dar.

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