Klaus-Peter Enghardt - Im Paradies des Teufels

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Als Monteur in einem Land, in dem die Märchen aus tausendundeiner Nacht entstanden – dem Irak. Umgeben vom Zauber des Orients, dem Duft fremdländischer Gerüche in den Basaren, köstliche unbekannte Speisen und das quirlige Leben Arabiens. Farbige Lichterketten und gegrillte Speisen in den Lokalen am Tigris. Der Genuss arabischen Tschais und dem Rauch einer Nargila. Heulende Sirenen, die einen Bombenangriff ankündigen, Trommelfeuer aus hunderten Gewehren, schreiende Menschen, explodierende Munitionstransporte – auch das ist der Irak während der Zeit des ersten Golfkrieges. Der Autor erlebte beides – »Im Paradies des Teufels – dreißig Monate zwischen Bomben und Jasmin«.

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„Warte mal ab“, grinste mein Kollege, „gleich wirst du sehen, was das für einen Sinn hat, das Hühnchen ist nämlich nur Tarnung.“

Kurz darauf verstand ich den Grund des Spieles, denn als der Mann aufstand und sein Hühnchen auf den Arm nahm, lag im Rinnstein ein Haufen und der war definitiv nicht vom Hühnchen.

Wir gingen dann zum Al Tahir Square mit seinem großen Betonrelief, welches dem irakischen Volk vor der Revolution am vierzehnten Juli 1958 gewidmet war und eine beeindruckende Länge von zirka fünfzig Metern und eine Höhe von etwa acht Metern aufwies. Es zeigte den Ankömmlingen vom Saadun oder von der Jumhuriya Brigde schon von weitem den Busbahnhof an.

Der befand sich nämlich unmittelbar vor diesem Monument in einem riesigen Kreisverkehr, so dass wir diesen Platz als Buskreisel bezeichneten. Der Kreisel war für alle Monteure ein leicht zu findender Treffpunkt. Unter dem Buskreisel reihte sich Geschäft an Geschäft und es war angenehm, dort einzukaufen, da es erfrischend kühl in den Katakomben war.

In der unmittelbaren Nähe des Buskreisels befand sich ein großes Lokal in englischem Kolonialstil mit großen Säulen im Innenraum. Dieses Lokal gehörte vor vielen Jahren zu einer Karawanserei und war besonders am Donnerstagabend oder am Freitag, dem Sabbat, immer voll besetzt. Aber auch an jenem Tag, einem Mittwoch, gab es fast keinen freien Stuhl. Schließlich fanden wir dann aber doch noch zwei freie Plätze und ich stellte fest, dass Richard in diesem Lokal bereits gut bekannt war, die überschwängliche Begrüßung ließ darauf schließen. Wir bestellten zwei Flaschen Bier und bekamen jeder ein Schälchen Pistazien dazu gereicht. Ebenfalls zu unserem Bier wurde uns die typische arabische Musik serviert, mit der wir die ganze Zeit über beschallt wurden, doch gerade diese Musik machte das arabische Flair komplett und passte in diese Atmosphäre.

Nach ein paar weiteren Besuchen in diesem Lokal wurde ich ebenso freundlich begrüßt wie Richard und ich war sicher der erste ausländische Gast, von dem eine komplette Kassettenseite der britischen Hardrockband „Black Sabbath“ über die Lautsprecher der Gaststätte gespielt wurde, die ich kurz zuvor bei einem Musikhändler gekauft hatte.

Erst als die erste Seite vollständig abgelaufen war wurde ich gefragt, ob es möglich wäre, auf Wunsch der anderen Gäste wieder arabische Musik zu spielen. Mir war das unerhört peinlich und ich nahm mir vor, dass mir so eine Entgleisung nicht noch einmal passieren sollte.

Als ich wenig später ebenfalls zu den Stammgästen gehörte, die das Lokal etwa ein bis zweimal pro Woche besuchten, hatte man mir meinen kleinen Fehltritt längst verziehen. Platzprobleme kannte ich inzwischen ebenfalls nicht mehr.

Einmal wurden sogar Gäste umplatziert, damit Richard und ich einen freien Tisch bekamen. Zwei Männer mussten sich dabei gar einen Stuhl teilen und taten das lächelnd. Auch das war mir peinlich, doch die beiden Männer gaben uns zu verstehen, dass sie uns ihre Plätze gern überlassen hatten.

Eine Gastfreundschaft, die von uns Deutschen schwer zu verstehen war.

Nach dem Restaurantbesuch waren es dann nur wenige Schritte bis zu unserer Bushaltestelle.

Von dort überquerten wir den Tigris über die Jumhuriya Bridge und fuhren über die Yaffa Street, die 14. Juli Street und die Gailani Street zurück nach Abu Ghraib.

Wir kamen an riesigen Saddam-Hussein-Monumenten und Wandgemälden vorüber, auf denen er, mit einer Dschellaba bekleidet, eine Maschinenpistole in der Hand hielt, als entschlossener Freiheitskämpfer mit erhobenem Karabiner dargestellt wurde, als Bauer hinter dem Pflug, oder in kurdischer Kleidung mit Säbel.

Das war allerdings umso verlogener, da Saddam Hussein Zeit seiner Regierung einen ständigen Kampf mit der kurdischen Bevölkerung ausgefochten hatte. Selbst in Bussen, Taxis, ja sogar in Privat-Pkws konnte man die Bildnisse von Saddam Hussein sehen. Sie waren ähnlich einem heiligen Schrein, bunt geschmückt.

Der Saddam-Kult war übergroß und ich nahm zum Beginn meines Aufenthaltes im Irak an, dass dies große Achtung, Ehrfurcht und Liebe ausdrücken sollte. Später stellte ich fest, dass es oft nur dem Selbsterhaltungstrieb diente, um vor dem System nicht aufzufallen, abgesehen von einigen verblendeten Regimeanhängern, die dem Kult aus Überzeugung frönten.

Mir selbst war dieser Mann zum Beginn meines Aufenthalts ebenfalls sehr sympathisch, allerdings war das eine rein visuelle Wahrnehmung, sein wahres Wesen eröffnete sich mir erst Monate später.

Wenige Jahre vor meinem Einsatz erstarkte im Süden des Landes die Schiitenbewegung, eine fundamentale Glaubensrichtung, die Saddam Hussein bis auf den Tod hasste, denn er war Sunnid.

Der bedeutendste Schiitenführer mit großem Einfluss war der damals in Nadjef lebende Ajatollah Khomeini. Dieser wurde 1964 vom Schah Reza Pahlevi aus dem Iran ausgewiesen und lebte seitdem in dieser Stadt, einer der heiligen Städte im Irak und scharte dort unzählige Anhänger um sich.

Saddam Hussein hatte im Jahr 1978 mit dem Schah einen Vertrag über die Nutzung des Schatt Al Arab abgeschlossen und im Gegenzug unbequeme Gegner des iranischen Regimes im Irak aufgenommen. Als der Vertrag ratifiziert war, wies Saddam Hussein allerdings im gleichen Jahr alle Iraner aus dem Land aus, darunter auch den Ajatollah Khomeini.

Khomeini ging in das Exil nach Paris und arbeitete dort am Sturz des Schahs.

Inzwischen wütete der irakische Geheimdienst unter den Schiiten des Landes und nahm reihenweise Exekutionen vor.

Über 20.000 Schiiten flohen daraufhin in den Iran und ließen ihre Häuser und ihr Hab und Gut zurück. 1979 kehrte auch der Ajatollah Khomeini in den Iran zurück und stürzte mit seinen Anhängern den Schah. Gleichzeitig versetzte er damit das Land hunderte Jahre zurück in eine islamische religiöse Diktatur. Heute würde man sagen, dass er ein Kalifat gegründet hatte. Saddam Hussein warnte daraufhin auf den arabischen Konferenzen die anderen arabischen Nationen vor dem Regime Khomeinis und hatte damit Erfolg. Er gewann zunehmend Einfluss bei den übrigen arabischen Staaten und erhielt von ihnen Unterstützung. Hussein machte den arabischen Staaten klar, dass nur ein Krieg das Regime Khomeinis im Iran zerstören konnte.

Am zweiundzwanzigsten September 1980 fielen seine Armeen mit 100.000 Soldaten auf einer Breite von 600 Kilometern in den Iran ein, um die Erdölprovinz Chuzestan zu erobern und begannen damit einen beispiellosen Krieg, der alles bisher an Brutalität, Grauenhaftigkeit und Vorstellbarem übertraf und Unvorstellbares zu Tage treten ließ.

Zwar wurde im Herbst 1980 nach blutigen Kämpfen die Stadt Choramschahr am Persischen Golf eingenommen, aber es wurden keine nennenswerten Geländegewinne erzielt. Von einem von Saddam Hussein geplanten Blitzkrieg konnte nun keine Rede mehr sein, die Kampfhandlungen entwickelten sich zu einem verbissenen Stellungs- und Grabenkrieg, bei dem auf beiden Seiten unzählige Opfer zu beklagen waren.

Sollte dieser Krieg zunächst einmal die Vorherrschaft am Persischen Golf regeln, dehnten sich die Kämpfe zunehmend entlang der irakisch-iranischen Grenze aus. Doch sie blieben nicht nur eine militärische Auseinandersetzung zwischen den Armeen beider Länder, sondern bezogen auch zunehmend die schiitische Bevölkerung im Süden des Landes, die noch verblieben war, sowie die Kurden im Norden in die Kriegsgeschehnisse ein.

Es entwickelte sich im Irak selbst schließlich ein Widerstand, der sich gegen die irakische Armee richtete und mit der Taktik der kleinen Nadelstiche durchgeführt wurde.

Kein Militärkonvoi, der durch die unwegsamen kurdischen Bergschluchten fuhr, konnte sicher sein, nicht auch einem Anschlag der gefürchteten Freiheitskämpfer, den „Peschmergas“, zum Opfer zu fallen.

Der Vorsatz, einen autonomen kurdischen Staat zu gründen, ließ diese Kämpfer alle erdenklichen Strapazen und Repressalien auf sich nehmen. Der Hass auf den Diktator Saddam Hussein war bei der unterdrückten kurdischen Bevölkerung ohnehin riesengroß.

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