Klaus-Peter Enghardt - Im Paradies des Teufels

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Als Monteur in einem Land, in dem die Märchen aus tausendundeiner Nacht entstanden – dem Irak. Umgeben vom Zauber des Orients, dem Duft fremdländischer Gerüche in den Basaren, köstliche unbekannte Speisen und das quirlige Leben Arabiens. Farbige Lichterketten und gegrillte Speisen in den Lokalen am Tigris. Der Genuss arabischen Tschais und dem Rauch einer Nargila. Heulende Sirenen, die einen Bombenangriff ankündigen, Trommelfeuer aus hunderten Gewehren, schreiende Menschen, explodierende Munitionstransporte – auch das ist der Irak während der Zeit des ersten Golfkrieges. Der Autor erlebte beides – »Im Paradies des Teufels – dreißig Monate zwischen Bomben und Jasmin«.

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Ich werde in meinem ganzen Leben das Gefühl nicht mehr vergessen, als ich im Landeanflug auf diese traumhafte Stadt schaute und alle Moscheen farbig angestrahlt waren. Entlang des Tigrisufers waren die zahlreichen Cafés mit bunten Lichterketten versehen und die Straßen erstrahlten als einziges Lichtermeer.

Die Stadt war so riesig groß, dass wir minutenlang über diesem Lichtermeer hinweg glitten, bis der Jet den Landeanflug fast geräuschlos bis unmittelbar vor dem Airport durchführte. Erst dort wurden die Turbinen wieder hochgefahren, um die Landung zu vollziehen.

Ein Krieg schien mir in diesem Land so absurd zu sein wie eine Blumenwiese in der Wüste.

Ich vibrierte innerlich vor Staunen und Aufregung und freute mich nun tatsächlich auf alles, was in Zukunft auf mich zukommen würde.

Wir landeten auf dem International Airport Bagdad, einem älteren unspektakulären Flughafen.

Als das Gepäck kontrolliert wurde, bemerkte ich mit Erstaunen, dass die irakischen Zollbeamten Unmengen an Schnaps und Zigaretten aus den Koffern der Kollegen „fischten“ und scheinbar uninteressiert in die hinter ihnen stehenden Behältnisse warfen. Offensichtlich hatten diese Kollegen die Einreisebestimmungen nicht eingehalten und hatten nun das Nachsehen.

Nach der Abfertigung ging es hinaus auf den riesigen Vorplatz des Airports und erneut war ich überwältigt.

Zum ersten Mal sah ich riesige Palmen in der Natur und eine Architektur, wie ich sie bisher nur aus Berichterstattungen im Fernsehen kannte. Doch besonders aufregend waren für mich die Menschen in ihrer außergewöhnlichen Kleidung. Frauen trugen entweder schwarze Gewändern oder farbenfrohe lange Kleider und Männer waren in bodenlange Dschellabas gehüllt und trugen Kopftücher, die ein doppelter schwarzer Reifen auf dem Kopf hielt.

Doch bei aller Vorfreude, allem Staunen und Schauen überlegte ich, wie es nun mit mir weitergehen würde?

Ich fragte einen deutschen Monteur, ob er mir sagen könnte, mit welchem der bereitgestellten Busse ich mitfahren müsste und er knurrte, dass es egal wäre, mit welchem Bus ich fuhr. Das verstand ich zwar nicht so recht, da es doch sicher verschiedene Baustellen im Land gab, aber ich stieg dann doch, leicht verunsichert zwar, in den nächsten Bus ein.

Die Fahrt führte mich vom Flughafen südöstlich nach Abu Ghraib, einem Stadtteil von Bagdad, der an der Straße von Bagdad nach Falludscha liegt und viele Jahre später noch traurige Berühmtheit erlangen sollte.

Dort angekommen, blockierten schon mehrere Busse die schmalen Straßen der Siedlung, in der sich unser Ziel befand, und nun begriff ich, warum es egal war, mit welchem Bus ich fuhr.

Alle Monteure versammelten sich nämlich zunächst in einem großen Haus in diesem Wohngebiet und wurden von dort aus neu verteilt.

In diesem Haus wurden unsere Pässe eingesammelt und ersatzweise mit provisorischen irakischen Pässen ausgetauscht. Das war eine Anordnung der irakischen Behörden und ich wunderte mich, dass auch ich bereits am Tag meiner ersten Ankunft so einen Pass bekam, aber schließlich fiel mir ein, dass ich ja bereits vor Monaten bei meiner Firma vierzig (!) Passbilder abgegeben hatte.

Die Formalitäten wurden von drei Leuten erledigt, zwei Männer und einer Frau. Diese Frau war von fast arabisch zu nennender Schönheit und ich musste sie zwanghaft immer wieder heimlich anschauen.

Sie trug ein farbenfrohes Kleid, wie es oft die jungen kurdischen Frauen tragen und hatte eine makellos gebräunte Haut. Ihr tadelloses Makeup unterstrich ihre aparte Erscheinung. Auffällig an ihr waren ihre mandelförmigen Augen, deren Wirkung sie jedoch zusätzlich geschickt mit Wimpernspirale sowie Kajal- und Augenbrauenstift unterstrich.

Wie ich erfuhr, nannten die Monteure sie „Mary“. Ihr richtiger Vorname war eigentlich Marina.

Sie war bei allen deutschen Monteuren äußerst beliebt, und auch ich konnte ihr meine sofortige Sympathie nicht versagen.

Zum ersten Mal hörte ich beim Passtausch von Baustellen in den Städten Bagdad, Basra, Samarra, Mosul, Hilla, Sulaymaniya, Tikrit, Nasiriya und anderen Orten, die mir jedoch völlig unbekannt waren.

Ich wurde der Flughafenbaustelle Muthana zugeteilt, ein Ort am Stadtrand Bagdads, was bedeutete, dass ich in jener Nacht in keinen Bus mehr steigen musste, weil ich gleich im Haus gegenüber untergebracht war.

Edgar, der Hausmeister der beiden Gebäude, der übrigens gleichzeitig auch Einkäufer und Postbote war, zeigte mir und einem weiteren, neu eingereisten Kollegen unser Zimmer und machte uns auf den dritten Mitbewohner aufmerksam, der ein etwas spezieller Mann mit ungewöhnlichen Eigenheiten sein sollte und deshalb bisher allein wohnte.

Wir gingen leise in das Zimmer hinein und ich war überrascht, was wir vorfanden.

Der Tisch war mit Gläsern, Kaffeetassen und einer kleinen Schale Gebäck gedeckt und unser Mitbewohner unterbrach seine Nachtruhe, um uns zu bewirten. Das war verwunderlich, denn immerhin war es jetzt bereits nach drei Uhr morgens. Er schaltete die vorbereitete Kaffeemaschine ein und bot uns erst einmal gekühlte Getränke an. Unser Zimmerkamerad hieß Richard und wohnte in der Heimat nur fünfundzwanzig Kilometer von mir entfernt, wie sich bei unserem Gespräch herausstellte, und zumindest wir beide waren uns auf Anhieb sympathisch. Wir tranken unseren Kaffee, aßen ein paar Plätzchen und waren dann froh, endlich schlafen zu können.

Der Tag nach unserer Ankunft war für uns frei.

Wir schliefen bis nach neun Uhr und nach der Morgentoilette, gegen zehn Uhr, bekam ich auch gleich die Antwort auf den ersten Teil meiner Frage, wie warm es im April am Tage wird. Im Zimmer lief die Klimaanlage und hielt die Temperatur konstant auf dreiundzwanzig Grad Celsius. Als ich die Tür öffnete, um forsch ins Freie zu treten, prallte ich entsetzt zurück, als ob mich eine unsichtbare Faust getroffen hatte.

Oh Gott, das hätte ich in meinen kühnsten Träumen nicht vermutet! Ich suchte ein Thermometer und wurde auch fündig. Da es sich im Schatten der Hauswand befand, musste ich wohl glauben, was ich auf der Scala ablas. Die Temperatur betrug achtundvierzig Grad im Schatten. Trotz der Hitze machte ich, gemeinsam mit dem neuen Kollegen, den ersten Spaziergang und allmählich gewöhnte ich mich an die Temperatur.

Plötzlich wurde mir bewusst, dass ich eine Sonnenbrille vergessen hatte und diese Tatsache war mehr als ärgerlich. Erstens hatte ich noch kein irakisches Geld, um mir eine Sonnenbrille kaufen zu können und zweitens wusste ich nicht, wann ich überhaupt die Gelegenheit zu einem Einkauf bekommen würde.

Am Abend fand in unserem Haus die schon erwähnte Einreisefeier statt und ich war froh, im Flugzeug zusätzlich noch eine Flasche Whisky gekauft zu haben. Ich stellte die Flasche auf den Tisch, was von den Anwesenden wohlwollend zur Kenntnis genommen wurde und mich in ihren Kreis integrierte. Bier gab es nicht, das war im Mittelirak ein Engpass, und so trank man zum Schnaps Cola oder eine weiße Limonade, Seven Up, genannt.

Am nächsten Morgen begann dann mein erster Arbeitstag.

MUTHANA, ABU GHRAIB UND BAGDAD

Um fünf Uhr dreißig versammelten wir uns vor dem Haus und warteten auf die Baustellenbusse aus Bagdad City, die uns zur Baustelle „Muthana“ brachten. Im Bus spielten immer die neuesten Musikkassetten, die sich die Fahrer vom sogenannten „deutschen Kassettenshopper“ in Bagdad besorgten. Das war jedoch nicht etwa ein ausgewanderter Deutscher, wie man vermuten könnte, sondern einfach nur ein irakischer Musikkassettenhändler, der als einziger in Bagdad neben englischer auch deutsche Musik anbot.

Er flog ein paar Mal im Jahr nach Deutschland und brachte von dort die neuesten Platten mit, die dann in seinem Shop in Bagdad von ihm raubkopiert wurden. Das war in diesem Land gängige Praxis und völlig legal.

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