Klaus-Peter Enghardt - Im Paradies des Teufels

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Als Monteur in einem Land, in dem die Märchen aus tausendundeiner Nacht entstanden – dem Irak. Umgeben vom Zauber des Orients, dem Duft fremdländischer Gerüche in den Basaren, köstliche unbekannte Speisen und das quirlige Leben Arabiens. Farbige Lichterketten und gegrillte Speisen in den Lokalen am Tigris. Der Genuss arabischen Tschais und dem Rauch einer Nargila. Heulende Sirenen, die einen Bombenangriff ankündigen, Trommelfeuer aus hunderten Gewehren, schreiende Menschen, explodierende Munitionstransporte – auch das ist der Irak während der Zeit des ersten Golfkrieges. Der Autor erlebte beides – »Im Paradies des Teufels – dreißig Monate zwischen Bomben und Jasmin«.

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Obwohl ich bei der Hitze nicht den größten Hunger verspürte, war es doch gut, ein warmes Essen zu bekommen, da man abends oft keine Lust hatte, sich selbst etwas zu kochen, und außerdem war das Mittagessen ein täglicher Meilenstein. Man wusste, wenn das Essen auf die Baustelle kam, erwartete uns eine Stunde Pause und bis zum Feierabend war es dann nicht mehr sehr lang.

Das Essen lieferte ein Kollege, ein Oberlausitzer, der mir vom ersten Augenblick an sympathisch war. Er war stets gut gelaunt und machte täglich seine Späßchen.

Dass er Klaus hieß, erfuhr ich erst sehr viel später, denn jeder Kollege sprach ihn nur mit seinem Spitznamen „Finger“ an.

Das kam daher, dass der Mann zwei Lieblingsaussprüche hatte.

Der Erste war: „Nu zieh’ock amol ään Finger“.

Das war lupenreiner Oberlausitzer Dialekt und bedeutete „Beeile dich mal“, oder er sagte: „Dir fehlt wohl an Finger“, was bedeuten sollte „Du spinnst wohl“.

Der Finger war ein prima Typ, freundlich und bei allen beliebt. Seine Haare waren immer zerzaust, als könnte kein Kamm sie bewältigen, und er hatte einen Schnauzbart, der ihm an den Mundwinkeln weit herunter hing und an einen verschmitzten Bauern aus der ungarischen Puszta erinnerte.

Wenn das Essen einmal nicht so toll war und die Kollegen maulten, dann hatte er stets ein paar lustige Sprüche zur Hand, mit denen er die erhitzten Gemüter besänftigte. Sein Vorrat an Witzen schien unerschöpflich zu sein und sein Erscheinen auf der Baustelle löste bei den Kollegen stets gute Laune aus. Klaus gehörte zu den Glücklichen, die im Zentrallager wohnten und einen besonderen Status genossen.

Außer unsere Baustelle versorgte er mit seinem kleinen Lkw Toyota „Dyna“ noch zwei weitere Baustellen und so war er immer in Eile.

Nach der Mittagspause ging es dann wieder auf das Dach und man war froh, wenn man es ab und zu verlassen konnte, um etwas zu trinken oder um Material zu holen und sich dabei ein wenig zu akklimatisieren.

So ein Arbeitstag war hart und man sehnte nach acht Stunden den Feierabend herbei.

Zu Hause angekommen, erfrischten wir uns unter einer Gartendusche. Unser zweites Haus, das sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite befand, besaß sogar einen Swimmingpool, der allerdings immer überfüllt war und mich deshalb nicht sehr reizte.

Gegen Abend gingen mein Zimmerkollege Richard und ich oft zur Bushaltestelle, in unmittelbarer Nähe unserer Siedlung, und fuhren mit dem Bus nach Bagdad City.

Die Busse gefielen mir auf Anhieb. Es waren rote Doppelstockbusse vom Typ „Vanhool“, wie man sie ähnlich auch durch Londons Straßen fahren sieht. Die Eingangs- und Ausgangstüren fehlten allerdings.

Über eine Wendeltreppe gelangte man auf das Oberdeck, von dem aus man natürlich den besten Überblick hatte und ein wenig Fahrtwind abbekam, und ich genoss jede Fahrt.

Kurz vor dem Ortsausgang von Abu Ghraib bogen wir nach rechts ab und fuhren an einer hunderte Meter langen, braunen, etwa sechs Meter hohen Mauer entlang und obwohl ich bei der ersten Fahrt noch nicht wusste, was sich hinter dieser Mauer verbarg, hatte ich ein eigenartiges, beklemmendes Gefühl.

Von Richard erfuhr ich dann, dass sich hinter dieser Mauer die größte Strafanstalt des Landes befand, das Kasr Al Nihaya Gefängnis. Dieses Gefängnis spielte in der Geschichte des Landes eine überaus unrühmliche Rolle. Das galt für die Vergangenheit, änderte sich in der Gegenwart nicht und sollte Jahre nach meinem Aufenthalt im Irak den schmählichen Höhepunkt erfahren.

Von meinem ersten irakischen Geld kaufte ich mir in Bagdad am nächsten Stand natürlich erst einmal eine Sonnenbrille. Anschließend gingen wir auf dem Rashid entlang, der geschichtsträchtigsten Straße von Bagdad und der zugleich ältesten Handelsstraße der Welt, und ich spürte sehr stark das orientalische Flair, das mich an jeder Stelle umgab.

Der Rashid ist über drei Kilometer lang und entlang dieser Straße spendeten Säulengänge Schatten und etwas Kühle. Die entstand, indem die Gehwege von den Händlern immer wieder mit Wasser benetzt wurden. Durch den anschließenden Verdunstungsvorgang wurde eine angenehme Temperatur erzeugt.

Ein Geschäft reihte sich an das andere und auf dem Rashid war der Orient noch so, wie man ihn sich aus Reiseberichten und Büchern vorstellte – farbig, laut, nach tausend Gerüchen duftend und voller Autos und Menschen, die sich durch dieses Chaos drängelten.

Bei meinem ersten Besuch, als alles noch neu für mich war, nahm ich alle Eindrücke mit Verwunderung und Erstaunen wahr.

Nachdem ich diesen Ort öfter besucht hatte, ließ ich mich einfach von dem Geschehen treiben, tauchte in das bunte Gedränge der vielen Menschen ein und genoss das unbeschreibliche Gefühl, auf historischem Boden zu schlendern, die verschiedenen Schaufenster zu bestaunen oder einfach nur planlos umher zu bummeln und bei einem der zahlreichen Limonadenhändler eine gekühlte Limonade oder einen eiskalten Fruchtsaft zu trinken. An jenem Tag hatten wir mit Richard jedoch ein bestimmtes Ziel.

Ich wollte mir eine schöne Armbanduhr kaufen, hatte allerdings noch keine rechte Vorstellung, wie sie aussehen sollte. Schließlich blieben wir an einem Uhrengeschäft stehen und bewunderten die übergroße Auswahl.

Ich hatte bis zu jenem Zeitpunkt noch nie ein Uhrengeschäft mit einem so überwältigenden Angebot an Armbanduhren gesehen. Der Händler saß in seinem Geschäft hinter der Ladentheke, bei weit geöffneter Ladentür.

Richard und ich standen davor und unterhielten uns über die verschiedenen Uhrenmodelle. Währenddessen war uns nicht aufgefallen, dass uns der Händler die ganze Zeit beobachtet und uns offenbar bei unserem Gespräch zugehört hatte, obwohl es in deutscher Sprache geführt wurde.

Mir gefiel eine Uhr mit Countdownfunktion und ich beschloss, sie zu kaufen, wenn ich mich mit dem Händler über den Preis einigen könnte.

Als wir schließlich das Geschäft betraten, stand der Händler auf und empfing uns mit dem Gruß, welcher zu einer Zeit gehörte, in der Deutschland ganz Europa in das größte Unglück der Weltgeschichte gestürzt hatte. Er stand mit ausgestrecktem rechten Arm, entbot uns in deutscher Sprache diesen Gruß, hielt erstaunlicherweise in der linken Hand die Uhr, über die wir uns vor dem Geschäft unterhalten hatten und bot sie mir lächelnd an.

Ich vermutete, dass der Mann sich der Bedeutung dieses Grußes nicht bewusst war und übersah dessen Geste ein wenig peinlich berührt, denn ich hatte von meinen Kollegen bereits erfahren, dass diese Begrüßung kein Einzelfall bleiben würde, außerdem ging es mir ja in erster Linie ohnehin nur um die Armbanduhr.

In der Auslage kostete sie fünfundzwanzig Dinare und obwohl ich gar nicht feilschte, bot sie mir der Mann für einundzwanzig Dinare an.

Der Händler bemerkte meine Verwunderung und sagte lächelnd auf Englisch, dass er sehr große Sympathien für Deutschland und seine Menschen empfinde, aber es gab noch einen zweiten Grund, der ihn großzügig stimmte. Wir erfuhren, dass der Bruder des Händlers in Deutschland lebt, er selbst auch ein wenig Deutsch sprach und uns zum Beweis gleich einige Bundesligafußballspieler aufzählte. Er bot uns ein Gläschen Tee an, der es in sich hatte, und im Gegenzug gab ich eine Runde Zigaretten aus. Der Tee war außergewöhnlich und ich ahnte zu jenem Zeitpunkt nicht, dass gerade dieser Tee in den kommenden Monaten für mich zu einem Suchtmittel werden sollte. Ein Teelöffel arabischer Schwarztee, ein Teelöffel Zucker und ein kleiner Schluck Wasser in kleinen Teegläsern serviert, ließen dieses Gebräu gallebitter, aber zugleich auch zuckersüß schmecken. Er war eine der vielen Wonnen Arabiens, die ich kennenlernen durfte.

Auf dem Weg zurück sahen wir einen Iraker am Fahrbahnrand hocken. Er war mit einer Dschellaba bekleidet. Vor sich hatte er ein Hühnchen sitzen, mit dem er spielte. Ich blieb mit Richard abseits stehen und beobachtete belustigt diese Szene. Ich fragte Richard: „Was treibt der denn da, ist der nicht ganz richtig im Kopf?“

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