Klaus-Peter Enghardt - Im Paradies des Teufels

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Als Monteur in einem Land, in dem die Märchen aus tausendundeiner Nacht entstanden – dem Irak. Umgeben vom Zauber des Orients, dem Duft fremdländischer Gerüche in den Basaren, köstliche unbekannte Speisen und das quirlige Leben Arabiens. Farbige Lichterketten und gegrillte Speisen in den Lokalen am Tigris. Der Genuss arabischen Tschais und dem Rauch einer Nargila. Heulende Sirenen, die einen Bombenangriff ankündigen, Trommelfeuer aus hunderten Gewehren, schreiende Menschen, explodierende Munitionstransporte – auch das ist der Irak während der Zeit des ersten Golfkrieges. Der Autor erlebte beides – »Im Paradies des Teufels – dreißig Monate zwischen Bomben und Jasmin«.

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Bis zum Sonnenuntergang hörte und sah man dann von ihnen nichts mehr. Doch wenn die Sonne untergegangen war, wurde es lebhaft. Dann hörte man Töpfe klappern, Gesänge und Lachen – und das bis in die späte Nacht hinein.

Nun holten die Ägypter alle vernachlässigten Dinge des Tages nach und über Stunden hinweg wurde gegessen und getrunken, dann blieben allerdings nur noch wenige Stunden für den Schlaf übrig. Doch am anderen Morgen rückten die Männer vergnügt und mit prallen Bäuchen wieder zur Arbeit an und dann wiederholte sich der Ablauf des vergangenen Tages.

Am Morgen des zweiundzwanzigsten August fuhr ein Trailer auf unsere Baustelle, der mit Hebebühnen beladen war. Da meine Hebebühne manchmal stark ruckelte, sollte sie vorsorglich ausgetauscht werden. Als die Ersatzbühne mit einem Kran auf meine Trägerschienen gehoben wurde, fiel mir auf, dass sich in der dreieckigen Zahnstange, die die Plattform nach oben und unten transportierte, mehrere Einschusslöcher befanden und dass die Plattform mit kleinen Blechen überschweißt war.

Ich fragte den Lkw-Fahrer, was mit der Bühne passiert sei, und was er mir berichtete, war überhaupt nicht spaßig.

Die gesamte Ladung stammte von einer Baustelle in Basra, die von der iranischen Armee mit Raketen und Flak beschossen worden war. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich auch unsere Monteure auf dieser Baustelle, aber wie ein Wunder gab es keine Toten.

Der einzige zu beklagende Verlust war ein abgeschossener Finger eines Kollegen, der sich auf dieser Hebebühne befand und der es nicht schnell genug geschafft hatte, mit der Bühne nach unten zu fahren, um sich in Sicherheit zu bringen. Beim Herabfahren der Bühne traf ihn ein Granatsplitter und riss ihm den kleinen Finger der rechten Hand ab.

Das mag zwar schmerzvoll gewesen sein, aber er war am Leben und das war das Wichtigste.

Alle Kollegen dieser Baustelle konnten zum Glück mit sämtlichen Fahrzeugen von diesem Ort fliehen, ehe der große Angriff losbrach und die gesamte Baustelle in Schutt und Asche gelegt wurde.

Der Schaden war so groß, dass die Hallen nicht mehr aufgebaut werden konnten und die Baustelle somit aufgegeben werden musste.

Immer, wenn ich in den nächsten Tagen die Hebebühne betrat, hatte ich ein merkwürdiges Gefühl, doch schon ein paar Minuten später musste ich mich auf meine Arbeit konzentrieren.

Als wir gerade ein Blech an das Fenster anpassen wollten, sah ich Mutawa in einer Hallenecke liegen und ein Schläfchen machen.

Ich rief durch das Hallenfenster nach ihm: „Mutawa, shaku? Yellah, dale henna“, was übersetzt heißt: „Mutawa, was ist los? Komm mal her, aber beeile dich.“ Langsam schob er sich in die Höhe und kam zu mir herüber getrottet. Ich sagte zu ihm: „Schuf hassa sibelle e chadit“, oder übersetzt: „Sammele Müll und Eisen zusammen.“

Das war zwar eine Arbeit, die meist zum Feierabend erledigt wurde oder bei Leerlauf auf der Baustelle, aber die Arbeit war nicht schwer und wurde von den Ägyptern gern gemacht. Mutawa konnte sich bei dieser Arbeit in der Nähe der Hallen aufhalten, um ab und zu einmal in den Schatten zu gehen.

Als ich vom Mittagessen zurückkam, war Mutawa aber nirgendwo zu entdecken und so stiegen Mahdi und ich wieder auf die Hebebühne. Wir nahmen unsere Bleche, die Bohrmaschine und die Schrauben und begannen zu arbeiten. Durch das Fenster der Halle sah ich in der Ecke eine Plane liegen, die vor dem Mittagessen noch nicht dort gelegen hatte. Da kam mir ein Verdacht und ich beschloss, in der nächsten Wasserpause nachzusehen.

Später stieg ich von der Hebebühne, ging zur Plane und hob sie an. Es war natürlich genauso, wie ich es vermutet hatte. Mutawa lag unter der Plane und schlief den Schlaf des Gerechten und zwar so tief, als läge er im Koma. Was ich auch unternahm, ich bekam ihn nicht wach. Rütteln half ebenso wenig wie ihn ansprechen. Das erstaunte mich ungemein, denn immerhin hatte er seinen Brustbeutel bei sich, in dem er sein gesamtes, im Irak gespartes Geld mit sich herum trug und auf den er sonst aufpasste, wie ein Geier auf seine Beute.

Als ich merkte, dass ich ihn nicht wach bekam, ließ ich ihn weiter schlafen und nahm mir vor, am Abend mit Mohammed darüber zu sprechen. Ich deckte die Plane wieder über Mutawa, damit ihn nicht gar noch der Bauleiter entdeckte, denn das wäre dann eventuell Mutawas letzter Arbeitstag gewesen.

Wenige Tage später stand Mutawa wie so oft in einer Hallenecke und zählte sein Geld. Zuvor hatte er sich vorsorglich überzeugt, nicht beobachtet zu werden.

Da er bekanntlich sehr kurzsichtig war, konnte er natürlich nicht ahnen, dass ich ihn von der Rüstung aus beobachtete.

Ich konnte einfach nicht begreifen, dass er sein Geld nicht einer Bank anvertraute, hoffentlich bereute er es nicht eines Tages.

Immer, wenn ich während unserer Arbeit eine Wasserpause einlegte, lief mein ägyptischer Mitarbeiter Mahdi nicht etwa in den Schatten, um sich, wie seine anderen Kollegen, ein wenig zu akklimatisieren, sondern zu einem Wasserfass, das neben unserer Hebebühne stand. Er tauchte seinen Kopf tief in dieses Fass hinein, um ihn zu kühlen, wie er mir sagte. Ich hatte jedoch den nicht unbegründeten Verdacht, dass er dann gar ein paar kräftige Züge trank, weil Allah nicht so tief in das Fass schauen konnte.

Nach dem Frühstück kam wieder das Zeichen von ihm, dass ich die Bühne herunterfahren sollte, bis Mittag dann noch zwei Mal, da endlich riss mir der Geduldsfaden.

Ich sagte ihm, dass ich seinen Glauben akzeptieren würde, aber wir es uns selbst bei der extremen Hitze nicht erlauben könnten, vier Wochen lang nur einige Stunden am Tag zu arbeiten.

Als Monteur hatte er die Möglichkeit, den Ramadan zu einem geeigneteren Zeitpunkt durchzuführen, das stand im Koran zu lesen. Reisende durften den Ramadan aussetzen und unsere ägyptischen Kollegen konnten sich durchaus als Reisende bezeichnen.

Mahdi schaute mich an, überlegte eine Weile und stürzte dann los, in Richtung Ausgang der Baustelle.

Ich dachte noch: „Er wird doch nicht zu Fuß in das Camp laufen wollen?“, da schwenkte er bereits in Richtung unseres Bauwagens ein und stürmte hinein.

Ich lief ihm natürlich hinterher, denn eigentlich hatten die Ägypter zu unseren Bauwagen keinen Zutritt. Ich kam gerade dazu, wie er sich ein Selterswasser aus dem Kühlschrank nahm, und es hastig öffnete.

Er trank gierig ein paar tiefe Züge, ehe ihm vor Ekel und Entsetzen fast die Augen aus den Höhlen traten und er die Selters im hohen Bogen aus dem Bauwagen spuckte. Er sah mich ganz erschrocken an und sprudelte aufgeregt hervor, dass unsere Limonade verdorben ist.

Ich erwiderte ihm, dass er gar keine Limonade getrunken hatte, wie er dachte, sondern simples Wasser, versetzt mit Kohlensäure.

Er hatte ganz einfach die Seven Up-Limonade mit dem Wasser verwechselt, weil sich beide Flaschen stark ähnelten.

Angewidert goss Mahdy den Rest der Flasche aus und bat mich, ihm eine Limonade zu geben.

Da ich wusste, dass es die Araber gern süß mögen, gab ich ihm eine Flasche unserer sogenannten „Möhre“, die er in einem Zug leerte. Wortlos reichte ich ihm eine zweite Flasche und auch die wurde gierig hinuntergestürzt. Als er dann getrunken hatte, meldete sich sein schlechtes Gewissen Allah gegenüber und es bedurfte einiger Redekunst, um ihn von der Notwendigkeit des Trinkens bei der Arbeit zu überzeugen.

Nach dem Feierabend suchte ich Mohammed auf, der mich wie immer sehr freundlich begrüßte.

Seitdem unsere Baustellen in einiger Entfernung auseinander lagen, sahen wir uns nicht mehr so häufig. Umso mehr freute er sich, dass ich ihn besuchen kam.

Da es auch von den anderen deutschen Monteuren Beschwerden gab, nahm die Sache sogar noch eine offizielle Wendung.

Mohammed saß auf einem Hocker mit einer Zigarette in der einen und einem Glas Tee in der anderen Hand.

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