Georg Koytek - Pagat ultimo

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Ziellos wandert Privatdetektiv Conrad Orsini durch das nächtliche Wien. Als er auf der Brücke über den Donaukanal in das wirbelnde Wasser des Flusses blickt, werden in ihm Erinnerungen an seinen letzten, Jahre zurückliegenden Fall als Kriminalbeamter wach, und an Paula.
Am Anfang sah alles nach Selbstmord aus: Zwei tote Frauen, eine Drogensüchtige und eine Gärtnerin. Beide mit aufgeschnittenen Pulsadern. Oder war es doch Mord? Zwischen den beiden Fällen gibt es Parallelen. Bald glaubt Orsini und seine Kollegin Paula Kisch an einen Täter, doch die Ermittlungen drehen sich im Kreis.
Als ein Mitglied der Wiener Symphoniker auf dieselbe Art ermordet wird, ist dem Ermittlungsteam klar: In den Wiener Parks ist ein Serienkiller unterwegs.
Als ein Mitglied der Wiener Symphoniker auf dieselbe Art ermordet wird, ist dem Ermittlungsteam klar: In den Wiener Parks ist ein Serienmörder unterwegs, der jeden Moment wieder zuschlagen kann. Der Druck auf Orsini steigt, die Medien sprechen bereits vom geheimnisvollen «Parkmörder».
Auch in ihrem neuen Kriminalroman erweisen sich Koytek & Stein als profunde Kenner ihrer Stadt: Auf seiner Jagd nach dem mysteriösen Täter durchstreift Orsini die Wiener Parkanlagen, mischt sich unter die Afterwork-Szene und blickt hinter die Kulissen des Konzerthauses und steigt in die «Unterwelt» der Stadt.

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Die Augen der Toten auf dem Bild waren weit aufgerissen. Das Gesicht schien aber eher Unglauben auszudrücken als Verzweiflung oder Angst. Hatte sie sich verschätzt? Hatte sie nicht gedacht, dass es so schnell gehen würde, oder hatte sie sich selbst die Tat vorher nicht wirklich zugetraut? Was aber, wenn an Pokornys Vermutung etwas dran war? Ein Mörder, der seine Tat als Selbstmord tarnte – ein Schläfer, der zehn Jahre Ruhe gegeben hatte, nur um jetzt wieder aktiv zu werden, besser gesagt, um gewaltig zuzulegen. Wie wahrscheinlich war das? Denn – und das war der Schwachpunkt an Pokornys These – bei den Attacken vor zehn Jahren war schließlich niemand ums Leben gekommen.

Orsini griff nach seinem Bier und hielt inne. Womöglich ... Er fixierte die steinernen Engel und meinte, in ihren Gesichtern einen etwas hämischen, unerbittlichen Zug zu erkennen, als plötzlich eine der Minikastanien eben diesen Zeitpunkt wählte, um von ihrem Zweig ausgerechnet in sein Glas zu fallen. Er blickte hoch, ließ das Glas los und wischte sich kopfschüttelnd den Ärmel ab. Womöglich hatte Gottschlich recht mit dem Selbstmord. Abgesehen von den Ungereimtheiten am Foto – denen nachzugehen es aber leider längst zu spät war.

Nacht vom Dienstag, 31. Mai,

auf Mittwoch, 1. Juni 2005

2

Die anderen waren um die Ecke in ihr Stammlokal, die Gastwirtschaft Hermann, vorausgegangen. Orsini hatte nur noch kurz etwas ausprobieren wollen, dabei aber die Zeit übersehen. Es musste weit nach Mitternacht sein. Ob sie überhaupt noch auf ihn warteten? Er streckte die Arme in die Höhe und schüttelte die Hände locker aus. Von irgendwoher meinte er, ein tiefes, rollendes Geräusch zu hören. Er dämpfte die Saiten seiner Gitarre ab und hielt still. Nichts. Nur das Brummen der Lautsprecher. In einem Anflug von Müdigkeit stellte er den linken Fuß auf den Verstärker. So konnte er die Gitarre besser abstützen. Die Ärmel seines Hemds waren hochgeschoben, sein Blick blieb für einen Moment auf seiner Lederjacke hängen, die er über den Schlagzeughocker geworfen hatte. Wann war er das letzte Mal so lange im Proberaum gewesen? Früher hatte er mehrmals die Woche dafür Zeit gehabt. Aber immerhin hatte er es heute geschafft, sich vorher umzuziehen ..., und es war überhaupt ein ziemliches Glück, dass sie hier in diesem Keller auch in der Nacht so laut und so lange proben konnten, wie sie wollten.

Ich arbeite zu viel, dachte er, fuhr sich über die Bartstoppeln, zog mit einer selbstverständlichen Handbewegung das Mikro näher und schloss die Augen.

They left them soul shadows on my mind, on my mind ... Er liebte diesen Soul-Klassiker und wollte ihn beim nächsten Konzert unbedingt spielen. Bei der Probe vorhin hatte ihn aber irgendetwas gestört ... Die Stimme Bill Withers als Gastsänger bei den Crusaders hatte er gut im Ohr, daran lag es nicht, vielleicht an den Akkorden?

... Soul shadows on my mind, on my mind, on my mind ... Er zupfte mit dem Plektron die einzelnen Saiten seiner Les Paul und tüftelte an den Begleitriffs, als ihm plötzlich ein anderer Klang dazwischenfuhr. Orsini seufzte. Cantaloupe Island. Sein neuer Klingelton. Nachdem sie sich jahrelang über seinen nervenden Nullachtfünfzehn-Klingelton lustig gemacht hatten, hatten sich seine Bandkollegen heute Abend erbarmt und ihm den Anfang des Jazzstandards von Herbie Hancock auf sein brandneues Handy gespielt. Nicht dass er dazu selbst nicht fähig gewesen wäre, aber die Tipperei machte ihn eben nervös. Der neue Ton konnte allerdings auch nichts daran ändern, dass jemand etwas von ihm wollte, wo er sich doch nichts sehnlicher wünschte, als in Ruhe gelassen zu werden. Entweder seine Kollegen hatten keine Lust mehr, auf ihn zu warten, oder – er stoppte Herbie und seine Truppe mitten im Takt und sah aufs Display – Arbeit ...

„Orsini“, murrte er, „muss das sein?“

„Boxring oder Keller?“, entgegnete Wilasich.

„Keller.“

„Tut mir leid, aber wir haben eine tote Frau am Beethovenplatz“, erklärte ihm Wilasich. Im Hintergrund war ein Folgetonhorn zu hören.

„Du bist schon vor Ort?“

„Seit ein paar Minuten. Soll ich dir einen Wagen schicken?“

„Nicht nötig. Nehm mir ein Taxi. Was hast du bis jetzt?“

„Möglicherweise Selbstmord.“

„Selbstmord“, wiederholte Orsini nachdenklich.

„Ja, mit einer Glasscherbe.“

Augenblicklich war Orsini hellwach. „Bin sofort da, sie sollen ja nichts anrühren!“ Er legte auf, schnappte seine Jacke, drehte den Verstärker ab und wählte den Taxiruf.

„Fünf Minuten?“, fragte er ärgerlich. „Geht das nicht schneller? Es ist dringend!“

„Ich sag dem Kollegen, er soll sich beeilen, dringend ist es sowieso immer“, erwiderte die Dame am Telefon gelangweilt und legte auf.

Orsini blickte auf seine Uhr. Kurz nach eins. Er hetzte die engen Stufen hinauf ins Freie, sperrte die schwere Eisentür ab und sah hoch. Es tobte ein Gewitter. Rasch zog er den Kopf ein, stellte den Kragen seiner Jacke auf und suchte unter einem der Bäume Schutz. Neben ihm prasselte der Regen herab. Ein Blitz erhellte die Straße. Ungeduldig trat er von einem Fuß auf den anderen, bis das Taxi endlich um die Ecke bog.

„Zum Intercont“, sagte er und stieg ein.

„Jawoll, der Herr“, erwiderte der korpulente Taxifahrer, griff mit seiner pelzig behaarten Hand nach einer Wurstsemmel, die er zwischen den beiden Vordersitzen platziert hatte, und biss ab. Dann legte er gemächlich den Gang ein, fuhr los und deutete mit dem Kopf nach oben.

„A Wahnsinn!“

„Wie bitte?“

„Na, der Regn!“ Vorschriftsmäßig bremste er an der nächsten Kreuzung, lenkte mit einer Hand das Auto um die Ecke und stopfte sich mit der anderen die restliche Semmel in den Mund.

„Können Sie schneller fahren? Es ist wirklich dringend!“

„Hammas gnädig? Um de Zeit?“ Der Taxifahrer holte im Fahren aus dem Seitenfach eine Dose Cola und klemmte sie sich zwischen die Beine, um sie zu öffnen. „Wartet vielleicht eine Dame?“

„Genau genommen ja“, erwiderte Orsini und starrte entgeistert auf das Hinterhaupt des Fahrers, das nur mehr einige wenige fettige Haare beherbergte. „Es ist grün, geben Sie endlich Gas!“, fauchte er den Taxifahrer dermaßen scharf an, dass der das Cola verschüttete.

„Na, na ... Wir wern doch net glei so auszuckn“, entgegnete der Taxifahrer und stieg demonstrativ aufs Gaspedal, dass es Orsini in den Sitz presste. Während sie durch die Stadt jagten, starrte er unruhig auf die regennasse Fahrbahn. Eine Glasscherbe ... Es konnte immer noch ein Zufall sein, versuchte er sich einzureden. Denn seit dem Gespräch mit Pokorny am Karlsplatz hatte er sich zwar die Mappe durchgelesen, zu mehr aber keine Zeit gehabt. Und wenn er ehrlich war, hatte er dazu auch keine Veranlassung gesehen. Auf eine bloße Vermutung hin zu ermitteln, war derzeit zu viel verlangt. Pokorny hatte ihn schließlich nicht einmal darum ersucht, dennoch hatte er nachträglich ein schlechtes Gewissen.

Drei Minuten später bog das Taxi mit quietschenden Reifen von der Gumpendorfer Straße in die ehemalige 2er-Linie, wie sie immer noch genannt wurde, obwohl längst keine Straßenbahn mehr auf ihr fuhr, und raste quer über den Karlsplatz in die Lothringerstraße.

„Stopp!“, rief Orsini.

Der Taxilenker bremste scharf ab. Der Beethovenplatz lag schräg vor ihnen. „Was ist denn da los?“, fragte er angesichts der hell erleuchteten Szenerie, erhielt aber keine Antwort, denn Orsini hatte das Geld einfach auf den Sitz geworfen und war bereits grußlos ausgestiegen.

*

Er schrie auf, ließ die Platte zu Boden sausen und hielt den Finger mit der anderen Hand fest. Ein langer Holzspan steckte darin. Rasch biss er die Zähne zusammen und entfernte das elende Ding. Mit einer schnellen Zungenbewegung schleckte er den Blutstropfen ab und hob die abgenutzte Platte wieder hoch.

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