Julia Walton - Wörter an den Wänden

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Eigentlich sollte es einfach sein, Einbildung und Wirklichkeit zu trennen. Doch für Adam, der auf eine Highschool in den USA geht, ist dies eine schier unlösbare Aufgabe, denn er leidet unter Schizophrenie. Er sieht Menschen, die nicht existieren – zum Beispiel Rebecca, eine schöne junge Frau, die ihn wie eine Schwester versteht, oder einen tyrannischen Mafiaboss mit seiner Tommy Gun. Aber ein neues experimentelles Medikament gibt ihm Hoffnung. Jetzt scheint alles möglich – sogar die Liebe zur ungestümen, gnadenlos intelligenten Maya. Für sie will er der großartige Mensch sein, den sie in ihm sieht. Doch dann verliert das Wundermedikament seine Wirkung, und Adam unternimmt alles, um sein Geheimnis vor Maya zu bewahren …

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Alle stöhnten laut. Es war nicht Teil der Aufgabe gewesen, die Gebete auswendig zu lernen, weshalb Maya wahrscheinlich so verärgert wirkte. Sie presste die Lippen zusammen und rümpfte angewidert ihre Nase. Selbst ein extrem frommer Katholik hatte vermutlich nicht den gesamten Rosenkranz im Kopf, aber hätte sie vorher gewusst, dass diese Aufgabe auf sie wartete, hätte sie das ganze Buch auswendig gelernt. Ich wusste einfach, dass sie so ein Mensch war.

»Ich gebe keine Note dafür«, fügte Schwester Catherine hinzu. »Aber wenn ihr alle Gebete korrekt aufschreibt, müsst ihr das ganze restliche Schuljahr lang keine Religionshausaufgaben mehr machen. Ihr habt eine Stunde.« Ihr Lächeln war gleichzeitig triumphierend und widerwärtig.

Ich bin ehrlich gesagt ziemlich gut darin, mir Sachen zu merken. Dies ist eine der Fähigkeiten, die mir mein kleines Problem nicht genommen hat.

Manchmal haben Menschen mit meiner Krankheit Schwierigkeiten, ihre Gedanken zu ordnen, aber Informationen abzuspeichern war noch nie besonders hart für mich. In den Ferien hatte ich ungefähr eine Stunde gebraucht, um den Inhalt des ganzen Buchs in meine Gehirnwindungen einzugravieren, also dauerte es nicht einmal eine Viertelstunde, den ganzen Kladderadatsch hochzuwürgen und zu Papier zu bringen. Maya schaute mich mit hochgezogener Augenbraue an, als ich die Aufgabe vor allen anderen beendete, doch dann wendete sie sich schnell wieder ihrem eigenen Blatt zu. Wie es aussah, versuchte sie gerade, ein Gebet zu erfinden, das in dem Buch gestanden haben könnte.

Ich stehe eigentlich nicht auf Gebete, aber eine Zeile im Salve Regina hat mir gut gefallen.

Zu dir rufen wir, verbannte Kinder Evas.

Es soll verzweifelt klingen. Verbannte Kinder Evas.

Doch eigentlich klingt es nur jämmerlich. Hast du Ärger mit Dad, rennst du zu deiner Mom.

Zu dir rufen wir.

Am Ende der Stunde gab ich meine Arbeit ab und ging auf den Flur hinaus. Wenigstens musste ich mir den Rest des Jahres keine Sorgen mehr über die Religionshausaufgaben machen. Eine echte Erleichterung. Ich beobachtete, wie Maya sich ihren Weg durch die Menge bahnte. Wie sie es schaffte, dabei niemanden zu berühren, entlockte mir ein Lächeln. Ihr glänzendes braunes Haar erinnerte mich an heiße Schokolade, es schien ihr über die Schultern zu fließen. Ich schaute ihr viel länger nach, als ich eigentlich wollte.

Rebecca saß auf einer Reihe Schließfächer, hatte die Arme um die Knie geschlungen und lächelte vor sich hin. Auf ihrem Gesicht lag eine selbstvergessene Sehnsucht, die mich aus irgendwelchen Gründen ärgerte.

Dwight und ich essen jeden Tag gemeinsam zu Mittag. Keine Ahnung, ob ich das bewusst so entschieden habe, aber ich scheue mich nicht, zuzugeben, dass mir das an ihm am besten gefällt – jemanden zum Mittagessen zu haben. Es ist wirklich unangenehm, allein zu essen oder zu versuchen, im Speisesaal einen Platz zu finden, wenn alle Tische voll sind. Das ist einer der Momente, wo man es nicht persönlich nehmen darf, wenn niemand zur Seite rutscht, um Platz zu machen. Aber das klappt natürlich nicht.

Maya isst immer mit ein paar Mädchen, sie sitzen am hinteren Rand des Saals. Weit weg von den superreichen Kids, die sich in der Mitte breitgemacht haben. Heute schaute sie zu mir rüber und ich wich ihrem Blick schnell aus und tat so, als hätte ich sie nicht ebenfalls angestarrt. Es war wohl nicht sehr überzeugend.

Auf jeden Fall sitzen Dwight und ich nebeneinander. Manchmal rede ich, aber meistens übernimmt er das. Ich weiß jetzt schon mehr über ihn, als ich jemals erwartet hätte. Zum Beispiel, dass er seit der sechsten Klasse Messdiener ist. Und sich seit seinem neunten Lebensjahr vegan ernährt, weil er auf dem Bauernhof seiner Großtante mit ansehen musste, wie ein Huhn geköpft wurde. Er ist ein Kolumbusknappe, seit seine Mutter das Anmeldeformular ausgefüllt und ihn gezwungen hat, mit seinem Opa zu den Treffen zu gehen. Falls Sie es nicht wissen, die Kolumbusritter sind eine katholische Organisation, die aus zerknitterten alten Männern und ihren Söhnen besteht. Sie sammeln Spenden für Wohltätigkeitsorganisationen und manchmal auch politische Kampagnen, die katholische Werte vertreten, zum Beispiel, so viele Kinder zu bekommen wie nur möglich und freitags in der Fastenzeit kein Fleisch zu essen. Ian und viele der anderen Jungs in meinem Jahrgang sind Knappen. Dwight wurde schon sehr jung in die Sache hineingezogen, aber es scheint ihm nichts auszumachen.

Es stört ihn nicht, dass ich schweigsam bin, und das ist schön. Vor allem, wenn ich etwas Schräges sehe und versuche, mich nicht darauf zu konzentrieren.

Wie zum Beispiel heute, als die Mafiosi in Nadelstreifenanzügen auf einmal in der Cafeteria auftauchten. Ich zuckte zusammen, als die Schießerei begann, aber das Medikament hat sich gut bewährt.

»Alles okay?«, fragte Dwight.

»Ja, kein Ding«, sagte ich. »Kopfschmerzen.«

Ich schaute zu, wie der letzte Mafioso tot zu Boden fiel und sich auf dem sauberen Linoleumboden eine dunkelrote Blutlache ausbreitete. Die Gangster hatten sogar Todeszuckungen, um den dramatischen Effekt zu steigern. Ich betrachtete einen Moment lang ihre erstarrten, bleichen Gesichter. Sie sahen aus wie Statisten aus Der Pate. Der Gangsterboss stierte mich durchdringend an, glitt dann aus der Tür und verschwand in einem Meer aus Uniformen.

Ich kenne das gesamte Ensemble meiner Halluzinationsdarsteller gut.

Die Gangster habe ich schon oft gesehen, aber heute bin ich zum ersten Mal ruhig sitzen geblieben, als der Schusswechsel begann.

Fortschritt.

5

Dosierung: 1 mg. Dosis unverändert. Wirkt antagonistischer als bei den letzten Sitzungen.

12. September 2012

»Erzähl mir von deinem Vater.«

Ach, Scheiße. Das ging schnell. Nur vier Wochen und wir haben bereits die Ursache all meiner Probleme identifiziert. Das Epizentrum meines Deliriums. Den wirklichen Grund dafür, dass ich so bin, wie ich bin.

Mein Daddy hat mich verlassen.

Das wollen Sie doch hören, richtig? Dass ich emotional gestört bin, weil mein Dad keine Lust mehr darauf hatte, mein Dad zu sein? Oder dass ich ihm die Schuld an meiner Krankheit gebe? Aber das wäre zu einfach.

An einer Krankheit ist niemand schuld. Selbst wenn ich wollte, könnte ich ihm nicht die Schuld daran in die Schuhe schieben. Das ist das Dümmste, was ich je gehört habe. Glauben Sie wirklich, ich bin ein derartiger Loser, dass ich einen Sündenbock brauche? Abgesehen davon stammt die Krankheit aus der Familie meiner Mutter.

Mein Dad ist einfach ein Arschloch und das ist die reine Wahrheit.

Er ist abgehauen, als ich acht war.

Als er eines Tages nicht zum Abendessen erschien, sagte meine Mom, dass er nicht wiederkommen würde. Ich weiß noch genau, wie sie aussah, als sie mir das sagen musste. Als hätte sie keinen Tropfen Blut mehr im Gesicht. Sie weinte nicht. Sie wirkte nur völlig erschöpft.

Und deshalb ist mein Dad ein Arschloch.

Meine Mom war immer müde. Jeden Abend, wenn sie von der Arbeit nach Hause kam, war sie völlig fertig. Und er hat nie versucht, es ihr irgendwie leichter zu machen. Es ist besser, dass er abgehauen ist, weil er nie der Mensch sein konnte, den wir brauchten. Nein, das ist falsch.

Er wollte es nicht sein.

Ich weiß nicht genau, wo er hinging, nachdem er uns verlassen hat. Falls Mom es wusste, sagte sie es mir nie. Und ich habe sie auch nicht gefragt.

Ein paar Jahre später bekam ich einen Brief von ihm. Ich war elf und ging immer zum Briefkasten, bevor meine Mom nach Hause kam. Der Brief war in Barstow, Kalifornien abgestempelt. Ich habe ihn nach dem Lesen zerrissen, aber ich weiß noch genau, was drinstand.

Lieber Adam,

ich habe diesen Brief an dich schon so oft begonnen und doch nie die Kraft gehabt, ihn abzuschicken. Deine Mom war immer die Gute. Sie wusste in jeder Situation genau, was zu tun war. Sie schafft es, Probleme wie durch Zauberei verschwinden zu lassen.

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