Julia Walton - Wörter an den Wänden

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Eigentlich sollte es einfach sein, Einbildung und Wirklichkeit zu trennen. Doch für Adam, der auf eine Highschool in den USA geht, ist dies eine schier unlösbare Aufgabe, denn er leidet unter Schizophrenie. Er sieht Menschen, die nicht existieren – zum Beispiel Rebecca, eine schöne junge Frau, die ihn wie eine Schwester versteht, oder einen tyrannischen Mafiaboss mit seiner Tommy Gun. Aber ein neues experimentelles Medikament gibt ihm Hoffnung. Jetzt scheint alles möglich – sogar die Liebe zur ungestümen, gnadenlos intelligenten Maya. Für sie will er der großartige Mensch sein, den sie in ihm sieht. Doch dann verliert das Wundermedikament seine Wirkung, und Adam unternimmt alles, um sein Geheimnis vor Maya zu bewahren …

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Als ich aus dem Beichtstuhl kam, zeigte Schwester Catherine auf die Bankreihe zu ihrer Linken und legte den Zeigefinger ihrer anderen Hand an die Lippen, als sei ich ein Fünfjähriger, der nicht weiß, dass man in der Kirche nicht pfeift oder laut herumgrölt. Maya saß jetzt direkt vor mir. Sie betete. Vermutlich.

Als ich mich in meiner eigenen Reihe hinkniete, senkte ich wie vorgeschrieben den Kopf und schloss die Augen. Einen Moment später spürte ich, wie sich jemand neben mich setzte.

»Hey«, flüsterte Maya.

»Hey«, flüsterte ich zurück. »Kriegen wir keinen Ärger, wenn wir in der Kirche reden?«

»Nicht, wenn du stur nach vorne starrst und leise sprichst«, sagte sie ruhig. »Manchmal befiehlt dir der Heilige Geist eben, laut zu beten.« Sie verdrehte die Augen. Dann lächelte sie. »Wie geht’s deiner Nase?«

»Ganz gut«, log ich. Sie sah so schuldbewusst aus, dass ich ihr nicht sagen wollte, wie weh es immer noch tat. Zum Glück war sie nicht gebrochen, sondern nur geprellt.

»Hör zu. Schwester Catherine wird dich fragen, ob du dem akademischen Team beitreten willst. Ich habe gehört, wie sie einer Kollegin erzählt hat, dass du all diese Gebete auswendig gelernt hast.«

»Meinst du die Loser, die bei diesen Zehnkampfturnieren des Wissens antreten?«

»Das sind wir«, sagte sie und zog eine Augenbraue hoch. Ich versuchte, mich dafür zu entschuldigen, dass ich sie Loser genannt hatte, aber sie winkte ab.

»Vergiss es«, sagte sie. »Wir sind stolz darauf. Außerdem musst du hier eine AG besuchen. Wenn du weder ein Instrument spielst noch besonders sportlich bist, bleibt nur noch das akademische Team.«

»Mit anderen Worten, mir bleibt keine Wahl.«

»Na ja, du bist groß. Spielst du Basketball?«

Ich lachte auf und täuschte einen Hustenanfall vor, als Schwester Catherine in meine Richtung blickte. Ich war in meiner alten Schule für die Mannschaft angeworben worden, aber ich habe Koordinationsschwierigkeiten. Ich kann kaum meine Gläser aufsetzen, ohne mir dabei ein Auge auszustechen. Es dauerte keine zehn Minuten, bis die Mannschaft realisierte, dass ich völlig nutzlos war. Außer, sie brauchten jemanden, um den Korb festzuhalten.

»Gib mir nachher deine Nummer, dann kann ich dir texten, wo wir uns zum Training treffen.«

»Gib mir einfach deine«, flüsterte ich.

»Ich habe aber keinen Stift dabei«, sagte sie.

»Ich kann sie mir merken.«

»Natürlich«, grinste sie. Ich versuchte, nicht allzu selbstzufrieden zu wirken, als sie mir ihre Nummer sagte und ich sie mir augenblicklich einprägte.

Später am selben Tag forderte Schwester Catherine mich tatsächlich auf, in das Team einzutreten. Sie sagte, da ich keine Religionshausaufgaben machen müsste, könnte ich die Zeit dazu nutzen, mir Fakten einzuprägen. Na super.

Während unseres Gesprächs drehte Rebecca vor der Tafel Pirouetten. Ihr blondes Haar flog durch die Luft wie gesponnenes Gold und ein unsichtbarer Chor sang dazu »Amazing Grace«. Ich war einen Moment lang abgelenkt, bis ich merkte, dass Schwester Catherine mich vielsagend ansah. Ich dachte, ich hätte mir keine Blöße gegeben, aber sie hatte begriffen, was gerade passiert war. Ich sah Verständnis in ihrem Blick, aber auch eine Warnung. Es war zu offensichtlich gewesen. Ich holte tief Luft und konzentrierte mich bis zum Ende der Stunde voll und ganz auf den Unterricht.

Am Nachmittag schickte ich Maya eine Nachricht. Ich brauchte zehn Minuten, um sie zu schreiben, und am Ende stand nur darin: »Hi, hier ist Adam.«

Eine Sekunde später kam ihre Antwort: »Thx.«

Als Paul mich von der Schule abholte, sprach er nicht viel, aber er fuhr mit mir zum McDrive und kaufte uns Milchshakes. Er hat immer noch Angst vor mir. Aber ich habe das Gefühl, dass er dagegen ankämpft.

Mein Handy vibrierte in meiner Tasche, als wir in unsere Einfahrt fuhren, und ich sah, dass Maya mir noch eine Nachricht geschickt hatte.

»Übrigens: Willkommen bei den Losern!«

Ich glaube, sie mag mich.

7

Dosierung: 1,5 mg. Unverändert. Adam wirkt offener, was seine Krankheit angeht. Feindselige Haltung gegenüber der Therapie. Weigert sich weiterhin, verbal zu kommunizieren.

26. September 2012

Ihre Bemerkung, mein Tagebuch sei »zu ichbewusst«, um authentisch zu sein, ist kompletter Bullshit. Genau so bin ich. Sie sind nur sauer, weil ich nicht mit Ihnen rede.

Es ist ehrlich gesagt ziemlich ätzend, vom eigenen Therapeuten ausgefragt zu werden. Wenn Sie mich fragen, was ich über Schizophrenie weiß, dann ist das genauso, als würde ich Sie fragen, was Sie darüber wissen, sich wie ein arroganter Snob anzuziehen. Ich weiß etwas darüber, weil ich es lebe.

Hier sind die Fakten, die Sie natürlich längst kennen. Ich sage sie Ihnen aber trotzdem, weil ich clever wirken will und mich verzweifelt nach Ihrer Anerkennung sehne. Ganz offensichtlich.

»Schizophrenie« ist ein griechisches Wort, das sich wörtlich übersetzt aus schizein (spalten) und phren (Seele) zusammensetzt. Aber es bedeutet nicht gespaltene Persönlichkeit. Und auch nicht multiple Persönlichkeit. »Gespalten« bezieht sich auf eine Kluft zwischen bestimmten kognitiven Funktionen.

Kurz gesagt, ein Füllhorn voller Scheiße. Aber das wissen Sie ja schon.

Unheilbar. Wird nie wieder normal. Erfordert ständige Wachsamkeit.

Anmerkung: Ihre Jacke ist saublöd. Sie sollten keine Karos tragen. Außerdem finde ich Ihre Frisur beschissen. Benutzen Sie Schaumfestiger für Ihre Fönwelle? Lassen Sie es lieber. Und in unserer letzten Sitzung war der Reißverschluss Ihrer Hose die ganze Zeit offen. Ich habe nichts gesagt, weil ich 1. nicht wollte, dass Sie denken, ich starre auf Ihren Schritt, und 2. nicht mit Ihnen rede und es sehr schwierig gewesen wäre, diese Situation pantomimisch darzustellen.

Hier ist etwas, das Sie noch nicht wussten. Mein Großonkel Greg hatte dasselbe wie ich. Er war der Bruder meiner Großmutter und ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass meine Oma immer so tat, als wäre er ganz normal. Wenn sie über ihn sprach, dann klang es, als sei er ein ganz normaler Mann mit ein paar Problemen. Ich habe kein einziges Mal gehört, dass jemand das Wort »Schizophrenie« im Zusammenhang mit ihm erwähnt hat. Ich glaube nicht unbedingt, dass das hilfreich war, aber es herrschten andere Zeiten und damals hatten die Leute weniger Verständnis für Krankheiten, die einen nicht umbrachten. Außerdem hat meine Mom gesagt, dass bei Onkel Greg nie etwas diagnostiziert wurde. Hätte er keine Familie gehabt, wäre er vermutlich unter irgendeiner Brücke gestorben.

Ich mochte ihn. Er sprach sehr leise und sanft, beschwerte sich nie und war ein durch und durch gutartiger Mensch. Einer, der Geldscheine in Bücher aus der Bibliothek steckt, wenn er sie zurückgibt, und im Supermarkt alle anderen vorlässt. Außerdem war er der beste Pianist, den ich je getroffen habe. Er hatte sich das Instrument selbst beigebracht und konnte fast alles nach Gehör spielen.

Da er die meiste Zeit seines Lebens bei meiner Großmutter wohnte und kaum regelmäßige Ausgaben hatte, brachte er Kindern, die sich keinen Musikunterricht leisten konnten, Klavierspielen bei. Manchmal bezahlten sie ihn mit Gemüse aus ihrem Garten. Manchmal backten ihre Mütter ihm Kekse. Einmal kam er mit einem Schal nach Hause, den ihm eine Schülerin gestrickt hatte. Er trug ihn einen Monat lang jeden Tag. Im Juli.

Was ich damit sagen will: Wenn sie lernen wollten, wie man Klavier spielt, dann brachte er es ihnen bei.

Ich wünschte, ich hätte damals auch gewollt.

Er starb ungefähr zu der Zeit, als mein Dad uns verließ, aber ich werde nie vergessen, was er zu mir sagte, als er versuchte, mir das Spielen beizubringen. Er hatte zufällig gehört, wie meine Mom meiner Oma erzählte, dass ich in der Schule wegen irgendeiner Kleinigkeit gehänselt worden war. Das war lange bevor irgendjemand wusste, dass mit mir etwas nicht stimmte.

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