D. Lawrence - Der Regenbogen

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"Der Regenbogen" erzählt die Geschichte dreier Generationen der Familie Brangwen, die in den englischen Midlands einen Bauernhof bewirtschaftet. Die Romanhandlung beginnt mit der Heirat des jungen Tom Brangwen mit Lydia Lensky, einer polnischen Witwe. Die Ehe erweist sich als überaus schwierig. Anna Lensky, Lydias Tochter aus erster Ehe, heiratet Will Brangwen. Anna und Will haben neun Kinder. Ursula Brangwen, das älteste Kind, probiert eine Beziehung mit ihrer Lehrerin Winifred Inger, einer Feministin. Eine weitere probiert sie mit dem jungen Offizier Anton Skrebensky. Alle drei Frauen – Lydia, Anna und Ursula – suchen intensive Nähe und Verbundenheit mit ihren Partnern, finden diese aber ausschließlich in sexuellen Begegnungen und auch dort nur flüchtig; in allen anderen Bereichen erscheint die Fremdheit unüberwindlich.

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Wenn er trank, wurde er zuerst sehr rot im Gesicht, und dann trat ein Ausdruck von Selbstbewußtsein und zugleich Unsicherheit, beinahe von Bestürzung in seine blauen Augen. Kam er in diesem Zustand bezechter Verwirrung heim, so haßte ihn seine Schwester und schalt ihn, und dann verlor er den Kopf und wurde wütend wie ein wahnsinniger Bulle.

Noch eine andere Geschichte hatte er mit einem Schatz. Einmal zu Pfingsten machte er mit zwei anderen jungen Burschen einen Ausflug zu Pferde nach Matlock und von da nach Bakewell. Matlock entwickelte sich damals grade zu einem berühmten Schönheitstreffpunkt, der von Manchester und den Staffordshirestädten aus viel besucht wurde. Im Gasthause, wo die jungen Leute frühstückten, waren zwei Mädchen, und beide Teile schlossen sofort Freundschaft miteinander.

Das Mädchen, das sich an Tom Brangwen heranmachte, der damals vierundzwanzig Jahre alt war, war ein hübsches, leichtsinniges Geschöpf, das ihr Liebhaber, der sie hierher mitgenommen hatte, mal einen Nachmittag hatte sitzen lassen. Sie sah Brangwen und hatte ihn wie alle Frauen gern wegen seiner Wärme und seines freimütigen Wesens und wegen seines angeborenen Zartgefühls. Aber sie merkte auch, daß er zu denen gehörte, die erst einen Schups kriegen müssen. Jedenfalls war sie verärgert und fühlte sich unbefriedigt und zu jedem dummen Streiche aufgelegt, und so wagte sie alles. Es würde ja auch nur ein kleines Zwischenspiel bedeuten und ihren Stolz wiederherstellen.

Sie war ein hübsches Mädchen mit vollem Busen, dunklem Haar und blauen Augen, ein Mädel, das leicht lachte, von der Sonne gebräunt, und hatte eine sehr selbstverständliche und fesselnde Art, sich über ihr lachendes Gesicht zu fahren.

Brangwen saß in einem Zustande von Verwunderung da. Er behandelte sie mit seiner neckischen Ergebenheit, angeregt, aber doch seiner selbst nicht gewiß, voller Todesangst, er möchte zu zutraulich werden, und voller Scham, ihr schwerfällig vorzukommen, toll vor Begierde und doch gehemmt durch seine gefühlsmäßige Hochachtung vor den Frauen bei jedem endgültigen Annäherungsversuche; die ganze Zeit fühlte er das Lächerliche seiner Lage und wurde vor Verwirrung dunkelrot. Sie dagegen wurde hart und herausfordend, je verwirrter er wurde; es machte ihr Spaß, ihn so herankommen zu sehen.

»Wann müssen Sie nach Hause?« fragte sie.

»Hab keine besondere Eile,« erwiderte er.

Damit brach die Unterhaltung wieder zusammen.

Brangwens Freunde waren fertig zum Aufbruch.

»Kommste, Tom,« riefen sie, »oder bleibste hängen?«

»Jo jo, komme schon,« antwortete er und stand widerwillig auf, während ein ärgerliches Gefühl von Nutzlosigkeit und Enttäuschung ihn überkam.

Er fing gerade einen vollen, beinahe beleidigenden Blick des Mädchens auf und zitterte vor etwas Ungewöhnlichem.

»Wollen Sie mit und sich mal meinen Gaul ansehen?« sagte er zu ihr mit seiner gutmütigen Herzlichkeit, in der nun ein Zittern lag.

»Ach ja, das möchte ich wohl,« sagte sie und stand auf.

Und sie ging hinter ihm her nach draußen, er mit seinen Hängeschultern und seinen Tuchgamaschen voran. Die jungen Leute holten sich selbst ihre Pferde aus dem Stall.

»Können Sie reiten?« fragte Brangwen sie.

»Ich möchte wohl, wenn ich es nur könnte – ich habe es nie versucht.«

»Kommen Sie her, machen Sie mal einen Versuch«, erwiderte er.

Dann hob er sie in den Sattel, er errötend, sie lachend.

»Ich rutsche ja herunter – das ist doch kein Damensattel!« schrie sie.

»Halten Sie sich man fest«, sagte er und führte sie aus dem Hoftor.

Das Mädchen saß sehr unsicher und klammerte sich fest. Er legte ihr einen Arm um die Hüfte, um sie zu stützen. Und er hielt sie sehr fest, als umarmte er sie; er wurde ganz schwach vor Begierde, wie er so neben ihr herschritt.

Das Pferd ging am Flusse entlang.

»Sie müßten rittlings sitzen«, sagte er zu ihr.

»Weiß ich wohl«, sagte sie.

Damals waren die Röcke sehr weit. Sie brachte es fertig, sich rittlings auf den Gaul zu setzen, sehr anständig, und ängstlich darauf bedacht, ihr hübsches Bein nicht zu zeigen.

»So gehts viel besser«, sagte sie und sah zu ihm nieder.

»Sicher tuts das«, sagte er und fühlte, wie ihm das Mark in den Knochen unter dem Ausdruck ihrer Augen schmolz. »Weiß nicht, was sie mit der Damensattelgeschichte wollen, sie brechen ja die Mädels entzwei.«

»Sollen wir alleine losziehen – bist ja wohl angeleimt da?« riefen Brangwens Gefährten von der Landstraße her.

Er wurde rot vor Ärger.

»Jo jo, quält euch man nicht drum«, rief er zurück.

»Wie lange dauerts denn noch?« fragten sie.

»Nicht über Weihnachten«, erwiderte er.

Und das Mädchen brach in ein schallendes Gelächter aus.

»Na gut – Wiedersehen!« riefen seine Freunde.

Damit trabten sie von dannen und ließen ihn dunkelrot bei seinem Versuch zurück, sich gegen das Mädchen zu benehmen, als wäre gar nichts vorgefallen. Aber mit einem Male war er wieder beim Gasthause angelangt, hatte sein Pferd einem Stallknecht übergeben und war mit dem Mädchen in den Wald gegangen, ehe er auch nur wußte, wo er war und was er machte. Sein Herz klopfte und er hielt dies für sein großartigstes Abenteuer; er war ganz verrückt vor Begierde nach dem Mädchen.

Nachher strahlte er vor Vergnügen! Weiß Gott! das war doch nochmal was! Er blieb den ganzen Nachmittag mit dem Mädchen zusammen und wollte auch die Nacht bei ihr bleiben. Das wäre aber unmöglich, meinte sie; ihr Freund käme mit Dunkelwerden wieder und sie müsse bei dem bleiben. Er, Brangwen, dürfe sich nicht merken lassen, daß was zwischen ihnen vorgefallen wäre.

Sie lächelte ihn verständnisinnig an, und das erfüllte ihn mit Verwirrung und Dankbarkeit.

Er konnte sich aber trotz seines Versprechens, sich nicht mehr um das Mädchen zu kümmern, nicht losreißen. So blieb er noch über Nacht in dem Gasthause. Beim Abendessen sah er den andern: einen kleinen Mann von mittlerem Alter mit eisengrauem Haar und einem merkwürdigen Gesicht wie ein Affe, aber fesselnd, in seiner Art beinahe schön. Brangwen vermutete einen Ausländer in ihm. Er war mit einem zweiten, einem harten, trockenen Engländer zusammen. Die vier saßen an einem Tische, zwei Männer, zwei Frauen. Brangwens Augen waren ganz Aufmerksamkeit.

Er bemerkte, wie der Fremde die Mädchen mit höflicher Verachtung behandelte, als wären sie vergnügliche Tierchen. Brangwens Mädchen hatte ein damenhaftes Benehmen angenommen, aber ihre Stimme verriet sie doch. Sie wollte ihren Liebhaber wiedergewinnen. Als der Nachtisch kam, drehte der kleine Fremde sich auf seinem Platze um und sah ruhig durch das ganze Zimmer, als wäre er ganz unbefangen. Brangwen bewunderte die kalte, tierähnliche Schlauheit seines Gesichts. Die braunen Augen waren rund und zeigten den ganzen Umkreis der braunen Sterne wie bei einem Affen, und ihr ruhiger Blick strich über den andern hin ohne irgendwelche Beziehung mit ihm herzustellen. Dann blieben sie auf Brangwen haften. Dieser war erstaunt, als das alte Gesicht sich ihm zuwandte und ihn ansah, ohne es auch nur für nötig zu halten, ihn zu bemerken. Die Brauen der runden, durchdringenden, aber gänzlich unbekümmerten Augen waren in die Höhe gezogen, mit kleinen Fältchen darüber, genau wie bei einem Affen. Es war ein altes, kein Alter erkennen lassendes Gesicht.

Der Mann benahm sich die ganze Zeit über erstaunlich vornehm, wie ein Edelmann. Brangwen starrte ihn wie verzaubert an. Das Mädchen fegte ihre Brotkrumen auf dem Tischtuche zusammen, beunruhigt, errötend und ärgerlich.

Als Brangwen nachher regungslos auf der Diele saß, viel zu erregt und ratlos, was er anfangen sollte, trat der kleine Fremde mit einem wunderhübschen Lächeln auf ihn zu und sagte, während er ihm eine Zigarette anbot:

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