D. Lawrence - Der Regenbogen

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"Der Regenbogen" erzählt die Geschichte dreier Generationen der Familie Brangwen, die in den englischen Midlands einen Bauernhof bewirtschaftet. Die Romanhandlung beginnt mit der Heirat des jungen Tom Brangwen mit Lydia Lensky, einer polnischen Witwe. Die Ehe erweist sich als überaus schwierig. Anna Lensky, Lydias Tochter aus erster Ehe, heiratet Will Brangwen. Anna und Will haben neun Kinder. Ursula Brangwen, das älteste Kind, probiert eine Beziehung mit ihrer Lehrerin Winifred Inger, einer Feministin. Eine weitere probiert sie mit dem jungen Offizier Anton Skrebensky. Alle drei Frauen – Lydia, Anna und Ursula – suchen intensive Nähe und Verbundenheit mit ihren Partnern, finden diese aber ausschließlich in sexuellen Begegnungen und auch dort nur flüchtig; in allen anderen Bereichen erscheint die Fremdheit unüberwindlich.

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Als jüngster Sohn fühlte Tom sich eine gewichtige Persönlichkeit, nun die Fürsorge für den Hof sich ihm auf die Schultern legte. Er war erst achtzehn Jahre alt, aber durchaus imstande, alles fertig zu bringen, was sein Vater getan hatte. Und selbstverständlich blieb die Mutter der Mittelpunkt des Hauses.

Er wuchs zu einem sehr frischen, gewandten jungen Manne heran, der eifrig jeden Augenblick seines Lebens wahrnahm. Er arbeitete und ritt und fuhr zu Markte, er ging mit seinen Gefährten aus, bekneipte sich gelegentlich auch mal und spielte Kegel und besuchte kleine Wanderbühnen. Einmal, als er sich in einem Wirtshause bezecht hatte, ging er mit einer Dirne nach oben und sie verführte ihn. Damals war er neunzehn.

Dies Ereignis brachte ihm eine Art Knacks bei. In der anheimelnden Vertrautheit der Küche des Hofes nahmen die Frauenzimmer die oberste Stellung ein. Im Hause ordneten die Männer sich ihnen unter, bei allen Haushaltsangelegenheiten, in allem, wo es sich um Sitte und Benehmen handelte. Die Frau war für sie das Wahrzeichen jenes höheren Lebens, das Glauben, Liebe und Sitte umfaßt. In ihre Hände legten die Männer ihr Gewissen, zu ihr sagten sie: »Sei du mein Gewissensbewahrer, sei du der Engel an meiner Schwelle, der über meinen Ausgang und Eingang wacht.« Und die Frau erfüllte die ihr anvertraute Aufgabe, bei ihr fanden die Männer unter allen Umständen Ruhe, sie nahmen ihr Lob oder ihren Tadel mit Vergnügen oder Ärger hin, wüteten wohl mal gegen sie und schnaubten, aber nie entzog ihre Seele sich auch nur einen Augenblick ihrer Oberherrschaft. Sie verließen sich auf sie hinsichtlich der eigenen Festigkeit. Ohne sie wären sie sich wie Strohhalme im Winde vorgekommen, der sie nach Belieben hier- oder dorthin blasen konnte. Sie war ihr Anker und ihre Sicherheit, sie die zügelnde Hand Gottes, die sie mitunter höchlichst verabscheuten.

Als nun Tom Brangwen mit seinen neunzehn Jahren, ein Junge frisch wie ein junger Baum, dessen Wurzeln ganz in seiner Mutter und Schwester lagen, als der nun fand, er habe in einem gewöhnlichen Wirtshause bei einer Dirne gelegen, da war er ganz fassungslos. Bis dahin hatte es für ihn nur eine Art Frauen gegeben – seine Mutter und Schwester.

Aber nun? Er wußte nicht, was er davon denken sollte. Eine leichte Verwunderung, eine Welle des Zornes, von Enttäuschung stieg in ihm auf, zunächst ein Geschmack wie von Asche und die kalte Furcht, dies wäre nun alles, was ihm bevorstände, seine Beziehungen zum Weibe würden zu nichts weiterem führen als zu dieser Nichtigkeit; dann auch ein leichtes Schamgefühl vor der Dirne, Angst, sie möchte ihn verachten wegen seiner Untauglichkeit; er empfand einen kalten Abscheu gegen sie und auch wieder Furcht vor ihr; einen Augenblick überfiel ihn ein lähmender Schrecken bei dem Gedanken, er habe sich vielleicht eine Krankheit bei ihr geholt; und auf all diesen Wirrwarr aufgeregter Gefühle legte sich die beruhigende Hand des Verstandes, der ihm sagte, es wäre eigentlich doch nichts dabei, solange wie er nicht krank geworden wäre. Bald fand er sein Gleichgewicht wieder, und wirklich war auch nicht viel dabei.

Aber erschreckt hatte es ihn doch und ihm Mißtrauen ins Herz geflößt und die Furcht vor seinem inneren Ich noch gesteigert. Nach ein paar Tagen ging er jedoch wieder in seiner eigentümlich sorglosen Weise unbekümmert umher, seine blauen Augen so klar und ehrlich wie nur je, sein Gesicht gerade so frisch, seine Eßlust genau so stark wie früher.

Oder wenigstens doch dem Anschein nach. Tatsächlich hatte er ein wenig von seinem übersprudelnden Selbstvertrauen verloren, und der Zweifel hielt ihn von weiteren Ausgängen ab.

Noch eine Zeitlang nachher blieb er ruhiger, achtete mehr auf sich beim Trinken, hielt sich mehr von seinen Genossen zurück. Die Enttäuschung seiner ersten fleischlichen Berührung mit dem Weibe, verstärkt durch den ihm eingeborenen Wunsch, in einer Frau die Verkörperung all seiner unausgesprochenen, starken gottgläubigen Triebe zu finden, legte ihm ein Gebiß zwischen die Zähne. Er besaß etwas, das zu verlieren er sich fürchtete, wovon er nicht einmal sicher war, ob er es wirklich besäße. Dieses erste Mal machte ja nicht viel aus: aber die Liebe war im Grunde seines Herzens doch die allerernsthafteste und furchtbarste Angelegenheit.

Geschlechtliche Begierden quälten ihn nun, seine Einbildungskraft blieb immer von wollüstigen Bildern erfüllt. Was ihn aber in Wirklichkeit verhinderte, zu einem leichtfertigen Frauenzimmer zurückzukehren, viel mehr als seine angeborene Bedenklichkeit, das war die Erinnerung an die Armseligkeit seiner Erfahrung von neulich. Es war so gar nichts gewesen, so spärlich und so schwunglos, daß er sich schämte, sich einer Wiederholung auszusetzen.

Er machte eine gewaltige, aus dem Innern kommende Anstrengung, um seine angeborene Fröhlichkeit in ihrer alten Frische wieder zu gewinnen. In seiner Veranlagung lag ein mächtiger Strom von Leben und guter Laune, der Sinn für Selbstgenügsamkeit und Überschwang, der Sicherheit verleiht. Jetzt erfüllte ihn alles mit Spannung. Ein angestrengtes Licht trat in seine Augen, seine Brauen waren fortwährend leicht zusammengekniffen. Seine laute Fröhlichkeit gab einem lauernden Schweigen Raum, und ganze Tage liefen ihm in Unschlüssigkeit hin.

Er war sich nicht ganz klar darüber, ob in ihm wirklich etwas anders geworden war; meistenteils fühlte er sich voller Ärger und Bitterkeit. Aber er wußte, er müsse nun fortwährend an Weiber denken, oder an ein Weib, tagein, tagaus, und das machte ihn wütend. Davon konnte er nicht frei kommen: und darüber schämte er sich. Er knüpfte noch eine oder zwei Liebschaften an, in der Hoffnung, rasch mir ihnen weiter zu kommen. Wenn er aber ein nettes Mädchen hatte, war er nicht imstande, es zu der ersehnten Entwicklung zu bringen. Schon die bloße Anwesenheit des Mädchens neben ihm machte das unmöglich. Er konnte sie sich nicht in dieser Lage denken, konnte sie sich nicht tatsächlich nackt verstellen. Sie war ein Mädchen und er hatte sie gern, und bekam fürchterliche Angst bei dem bloßen Gedanken, sie auszuziehen. Er wußte, im Zustande äußerster Nacktheit war weder er für sie, noch sie für ihn da. Kam er aber mit einem leichtfertigen Frauenzimmer zusammen und die Dinge entwickelten sich, so stieß sie ihn die ganze Zeit über so ab, daß er nie wußte, sollte er ihr nicht so rasch wie möglich weglaufen oder würde er sie aus einmal entflammter Begierde doch schließlich nehmen. Auch hier wieder lernte er etwas: nahm er sie, so war es so gar nichts, daß er sich gezwungen fühlte es zu verachten. Nicht sich selbst oder das Mädchen verachtete er. Aber das Endergebnis, das für ihn in dieser Erfahrung lag – das verachtete er tief und bitterlich.

Dann, als er dreiundzwanzig Jahre alt war, starb seine Mutter, und er blieb mit Effie allein im Hause. Seiner Mutter Tod war ein neuer Streich aus der Finsternis. Er konnte ihn nicht verstehen; er wußte auch, es nutzte nichts, das zu versuchen. Solchen unvorhergesehenen Schlägen hat man sich eben zu unterwerfen; sie lassen ihre Male zurück und die schmerzen bei jeder Berührung. Er fing an, sich vor alledem zu fürchten, was da wider ihn aufstand. Er hatte seine Mutter sehr lieb gehabt.

Weiterhin zankten Effie und er sich furchtbar. Sie bedeuteten sich gegenseitig sehr viel, aber sie unterlagen beide einer seltsamen, unnatürlichen Spannung. Er blieb dem Hause so viel wie möglich fern. Er brachte es zu einer besonderen Ecke im Roten Löwen zu Cossethay und wurde dort am Feuer zum Stammgast, ein hellhaariger, frischer junger Bursche mit schweren Gliedern und zurückgelehntem Kopfe, meist schweigsam, wenn auch gewandt und aufmerksam, voller Herzlichkeit, wenn er einen Bekannten begrüßte, aber scheu vor Fremden. Die Weiber zog er alle auf; sie hatten ihn besonders gern. In der Unterhaltung mit Männern war er sehr aufmerksam, voller Achtung.

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