D. Lawrence - Der Regenbogen

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"Der Regenbogen" erzählt die Geschichte dreier Generationen der Familie Brangwen, die in den englischen Midlands einen Bauernhof bewirtschaftet. Die Romanhandlung beginnt mit der Heirat des jungen Tom Brangwen mit Lydia Lensky, einer polnischen Witwe. Die Ehe erweist sich als überaus schwierig. Anna Lensky, Lydias Tochter aus erster Ehe, heiratet Will Brangwen. Anna und Will haben neun Kinder. Ursula Brangwen, das älteste Kind, probiert eine Beziehung mit ihrer Lehrerin Winifred Inger, einer Feministin. Eine weitere probiert sie mit dem jungen Offizier Anton Skrebensky. Alle drei Frauen – Lydia, Anna und Ursula – suchen intensive Nähe und Verbundenheit mit ihren Partnern, finden diese aber ausschließlich in sexuellen Begegnungen und auch dort nur flüchtig; in allen anderen Bereichen erscheint die Fremdheit unüberwindlich.

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Der Vikar dagegen, dunkel und welk und klein neben ihrem Gatten, hatte etwas Rasches, etwas Zielbewußtes in seinem Wesen, das Brangwen mit seiner breiten Fröhlichkeit stumpf und bäurisch erscheinen ließ. In des Vikars Wesen lag aber noch etwas anderes, was über ihr Verständnis hinausging. Wie Brangwen über sein Vieh herrschte, so herrschte der Vikar über ihren Gatten. Was hatte der Vikar denn nur an sich, das ihn so hoch über den gemeinen Mann erhob wie den Menschen über das Vieh? Das hätte sie zu gern gewußt. Sehnlichst gern hätte sie dies höhere Wesen erlangt, wenn auch nicht mehr für sich selbst, so doch für ihre Kinder. Was den Menschen so stark macht, wenn er auch klein und körperschwach ist, just so wie neben einem Bullen jeder Mann klein und schwach dasteht und doch stärker ist als der Bulle, was war das nur? Geld, oder Einfluß, oder Stellung waren es nicht. Welchen Einfluß hatte denn der Vikar wohl auf Tom Brangwen –, gar keinen! Aber zog man beiden die Kleider aus und setzte sie auf einer öden Insel aus, dann war der Vikar der Herr. Sein Geist war Herr über den des anderen. Und warum? – warum? Sie kam zu dem Schlusse, das müsse an seinen Kenntnissen liegen.

Der Kurat war zwar recht ärmlich und als Mann auch nicht weit her, und doch stand er auf derselben Stufe mit jenen anderen, den Oberen. Sie paßte auf, als seine Kinder zur Welt kamen, sah sie als winzige Wesen neben ihrer Mutter herlaufen. Und sofort waren sie ganz ausgesprochen anders als ihre eigenen. Warum trugen ihre Kinder ein Mal, das sie jenen unterordnete? Warum gingen die Kinder des Kuraten unweigerlich den ihren vor, warum war ihnen von Anbeginn an Obmacht gegeben? Geld war es nicht, auch der Stand nicht. Es war Erziehung und Erfahrung, sicherlich.

Das war's, diese Erziehung, diese höhere Lebensart, die die Mutter ihren Kindern zu geben wünschte, so daß auch sie auf Erden ein Leben wie die Oberen führen könnten. Denn ihre Kinder, wenigstens die Kinder ihres Herzens, besaßen vollkommen die Anlagen, um als Ebenbürtige mit allen wirklich Lebenden im Lande zu teilen, und nicht im Dunkel unter Arbeitsleuten zu verschwinden. Warum sollten sie ihr ganzes Leben unbekannt nach Atem ringen, warum sollten sie unter Mangel an Bewegungsfreiheit leiden? Wie konnten sie Zutritt zu den feineren, lebensvolleren Kreisen des Daseins erlangen?

Ihre Einbildungskraft wurde durch die Frau des Gutsbesitzers auf Shelly Hall angefeuert, die mit ihren Kindern in Cossethay zur Kirche ging, kleinen Mädchen in glatten Biberumhängen und hübschen kleinen Hüten; die Frau selbst wie eine Christrose so hell und zierlich. Und doch, ob noch so weiß, so feingliedrig, so strahlend, welche Empfindungen konnte Mrs. Hardy hegen, die sie, Mrs. Brangwen, nicht auch besaß? Inwiefern unterschied sich Mrs. Hardys Veranlagung von der der gewöhnlichen Frauen in Cossethay, worin war sie ihnen überlegen? Alle Frauen von Cossethay redeten eifrig über Mrs. Hardy, über ihren Mann, ihre Kinder, ihre Gäste, ihre Kleider, ihre Dienstboten und ihren Haushalt. Die Herrin von Shelly Hall war der lebendige Traum ihres Lebens, Mrs. Hardys Dasein das Heldengedicht, das dem ihren Seele verlieh. Ihre Einbildungskraft lebte gänzlich in dieser Frau und dem Klatsch über ihren Gatten, der trank, ihren schändlichen Bruder, ihren Freund Lord Bentley, den Parlamentsabgeordneten des Bezirks; eine ganze Odyssee spielte sich vor ihren Blicken ab, sie sahen Penelope und Odysseus mit Circe und den Schweinen und dem nicht zu Ende kommenden Gewebe vor sich.

Also waren die Frauen des Ortes ganz glücklich. Sie erblickten sich selbst in der Herrin des Gutshauses, jede erlebte ihre eigene Erfüllung in Mrs. Hardy. Und die Brangwen-Frau in der Marsch wollte über sich selbst hinaus, verlangte mehr nach dem ihr ferner liegenden Leben der feinen Dame, nach dem ausgedehnten Gesichtskreise, den sie zu erkennen gab, wie ein Reisender seinem Inneren vorschwebende ferne Gegenden durch sein beherrschtes Wesen kundgibt. Warum aber sollte die Kenntnis ferner Gegenden ein Menschenleben zu etwas anderem machen, etwas Schönerem, Größerem? Und warum ist der Mensch mehr als jedes Tier, als das Vieh, das ihm dient? Es ist hier wie dort ganz dasselbe.

Die männlichen Rollen des Heldengedichtes wurden von Leuten wie Lord William und dem Vikar gespielt, mageren, scharfen Leuten mit seltsamen Bewegungen, Männern, die auf ferner gelegenen Gefilden den Befehl führten, deren Leben sich über einen weiten Umkreis erstreckte. Ach, das war noch etwas wonach man sich so heiß sehnen durfte, dies Wissen, die Berührung mit diesen wunderbaren Männern, die solche Macht im Denken und Verstehen besaßen! Die Frauen des Ortes hatten gewiß Tom Brangwen viel lieber und fühlten sich mit ihm viel wohler, und doch, wären der Vikar und Lord William ihrem Leben genommen worden, es wäre ihm damit die Tragrebe abgeschnitten gewesen, sie hätten sich schwer, ohne geistigen Inhalt gefühlt, wären dem Haß anheim gefallen. Solange dies Wunder aus dem Jenseits vor ihnen stand, konnten sie weiterkommen, mochte ihr Los sein, wie es wollte. Und Mrs. Hardy und der Vikar und Lord William, sie alle bewegten sich ja in jenem Wunderland und blieben bei all ihrem Tun den Augen von Cossethay sichtbar.

II

Inhaltsverzeichnis

Um das Jahr 1840 wurde eine Wasserstraße durch die Wiesen des Marschenhofes gelegt, um einige neuerschlossene Kohlengruben mit dem Erewash-Tale zu verbinden. Ein hoher Damm durchlief die Felder und trug den Wasserweg, der dicht am Wohngebäude vorbeiging und beim Zusammentreffen mit der Landstraße diese auf einer schweren Brücke überschritt.

Damit war die Marsch von Ilkeston abgeschnitten und auf den kleinen Talboden beschränkt, der in dem buschigen Hügel mit dem Kirchturm von Cossethay seinen Abschluß fand.

Die Brangwens bekamen eine hübsche Summe Geld für diesen Eingriff in ihren Besitz. Kurze Zeit später wurde dann ein Kohlenschacht auf der anderen Seite des Wasserweges niedergetrieben, und wieder nach einer Weile kam die Midlandbahn am Fuße des Hügels von Ilkeston das Tal herab, und damit war die Überflutung vollkommen. Die Stadt wuchs rasch heran, die Brangwens hatten mit der Beschaffung von Vorräten alle Hände voll zu tun, immer wohlhabender wurden sie, wurden beinahe zu Handelsleuten.

Trotzdem verblieb der Marsch ihre Abgelegenheit und Eigenart auf der unverändert ruhigen Seite des Dammes, in dem sonnigen Tale, wo sich das Wasser träge zwischen steifen Ellerbüschen einherwand und der Weg unter Eschenbäumen an Brangwens Gartentür vorüberlief.

Sah man aber von der Gartentür den Weg hinab nach rechts, durch die dunkle viereckige Öffnung der Dammunterführung hindurch, so stand dort, nahebei, das neue Kohlenbergwerk in vollem Betriebe; weiter weg bedeckte ein dichter Schwarm roter, roher Häuser das Tal, und noch ferner, jenseits alles dessen lag schattenhaft der rauchende Hügel der Stadt.

Das Anwesen befand sich grade noch auf der ruhigen Seite der Gesittung, außerhalb des Tores. Das Wohnhaus stand etwas von der Straße ab, ein Gartenpfad, an dem im Frühling die Narzissen in dicken gelben und weißen Haufen blühten, führte schnurgrade darauf zu. Neben dem Hause standen Fliederbüsche und Schneeball und Liguster und verdeckten die Hofgebäude vollständig.

Auf der Rückseite schloß sich ein Wirrsal von Schuppen, die zwei oder drei undeutlich erkennbare Höfe bildeten, zu einem Gehöft zusammen. Der Ententeich lag jenseits der äußersten Umzäunung und streute seine weißen Federn über die festgetretene Einfassung hin, während einzelne lose schmutzige Federn über das Gras und zu den Ginsterbüschen an der Dammböschung hinanflogen, die sich dicht daneben wie ein hoher Wall erhob, auf dem gelegentlich die Gestalt eines Mannes oder ein Mann mit einem Zugpferde wie ein Schattenriß gegen den Himmel daherzog.

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