D. Lawrence - Der Regenbogen

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"Der Regenbogen" erzählt die Geschichte dreier Generationen der Familie Brangwen, die in den englischen Midlands einen Bauernhof bewirtschaftet. Die Romanhandlung beginnt mit der Heirat des jungen Tom Brangwen mit Lydia Lensky, einer polnischen Witwe. Die Ehe erweist sich als überaus schwierig. Anna Lensky, Lydias Tochter aus erster Ehe, heiratet Will Brangwen. Anna und Will haben neun Kinder. Ursula Brangwen, das älteste Kind, probiert eine Beziehung mit ihrer Lehrerin Winifred Inger, einer Feministin. Eine weitere probiert sie mit dem jungen Offizier Anton Skrebensky. Alle drei Frauen – Lydia, Anna und Ursula – suchen intensive Nähe und Verbundenheit mit ihren Partnern, finden diese aber ausschließlich in sexuellen Begegnungen und auch dort nur flüchtig; in allen anderen Bereichen erscheint die Fremdheit unüberwindlich.

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»Warum gehst du?« fragte sie.

Sein Herz begann rascher zu schlagen, und er setzte sich langsam wieder hin.

»Keinen besonderen Grund«, erwiderte er und fing an, sich gedankenlos eine Pfeife zu stopfen.

»Warum gehst du so oft aus?« fragte sie weiter.

»Ja, du willst doch nichts mehr von mir wissen«, erwiderte er. Sie saß eine Weile still.

»Du magst nicht mehr bei mir sein«, sagte sie.

Da fuhr er überrascht auf. Wie konnte sie die Wahrheit wissen? Er hatte geglaubt, das wäre ganz geheim.

»Tja«, sagte er.

»Du möchtest was anderes finden«, sagte sie.

Er antwortete nicht. Möchte er das wirklich? fragte er sich.

»Du solltest nicht so viel Aufmerksamkeit verlangen«, sagte sie; »du bist doch kein kleines Kind mehr.«

»Ich brumme ja auch gar nicht«, sagte er. Und er wußte, daß er das doch täte.

»Du denkst, du kriegst nicht genug«, sagte sie.

»Wieso, genug?«

»Du denkst, du hast nicht genug an mir. Aber was weißt du denn von mir? Was tust du denn, damit ich dich lieben könnte?« Er war verblüfft.

»Ich habe ja nie gesagt, ich kriegte nicht genug von dir«, antwortete er. »Ich wußte ja nich, daß du erst lernen müßtest, mich lieb zu haben. Was willst du denn?«

»Du hältst dein Versprechen nicht länger, du nimmst keinen Teil mehr an mir. Du machst mich nicht mehr nach dir verlangen.«

»Und du machst mich nicht mehr nach dir verlangen, nicht wahr?« Dann trat Schweigen ein. Sie waren sich so fremd.

»Möchtest du eine andere Frau haben?« fragte sie.

Seine Augen wurden rund, er wußte nicht, wo er war. Wie konnte sie, seine eigene Frau, so etwas sagen? Aber da saß sie, klein und fremd und für sich. Es dämmerte ihm auf, vielleicht sähe sie sich gar nicht als seine Frau an, außer in den Stücken, wo sie übereinstimmten. Sie fühlte sich gar nicht, als sei sie ihm ehelich angetraut. Jedenfalls war sie imstande, sich in die Lage hineinzudenken, daß er noch eine andere Frau haben möchte. Ein Abgrund, eine Kluft öffnete sich vor seinen Füßen.

»Nein«, sagte er langsam. »Was für 'ne andere Frau sollte ich denn wohl haben mögen?«

»Wie dein Bruder«, sagte sie.

Eine Weile saß er sprachlos, teils auch vor Scham.

»Was ist denn mit der?« sagte er. »Ich mochte die Frau ja nich leiden.«

»Doch, du mochtest sie wohl leiden«, erwiderte sie hartnäckig. Voller Verwunderung stierte er seine Frau an, als sie ihm sein eigenes Herz so ohne jede Empfindlichkeit klarlegte. Und er ärgerte sich auch. Was für ein Recht hatte sie, dazusitzen und ihm so was zu erzählen? Sie war seine Frau, was für ein Recht hatte sie denn, so zu ihm zu sprechen, als wäre sie ihm ganz fremd?

»Nein«, sagte er. »Ich will keine andere.«

»Doch, du möchtest gern so wie Alfred leben.«

Sein Schweigen bewies, wie ärgerlich ihm dieser Querstrich war. Er war erstaunt. Von seinem Besuche in Wirksworth hatte er ihr erzählt, aber nur kurz, ohne ihm irgendwelche Wichtigkeit beizulegen, wie er glaubte.

Und da saß sie mit ihrem seltsamen dunklen Gesicht ihm zugekehrt, ihre undurchforschlichen Augen ihn beobachtend und berechnend. Er fing an, sich ihr zu widersetzen. Wieder war sie ein Unbekanntes, das ihm entgegenarbeitete. Mußte er das denn zulassen? Unwillkürlich wurde sein Widerstand rege.

»Weshalb verlangt dich denn nach einer Frau, die dir mehr sein könnte als ich?« sagte sie.

Der Aufruhr tobte in seiner Brust.

»Das tut es ja gar nich«, sagte er.

»Weshalb?« wiederholte sie. »Warum möchtest du mich verleugnen?«

Plötzlich, wie bei einem Blitze, sah er, sie fühle sich vielleicht einsam, verlassen, unsicher. Ihm war sie stets als die so gänzlich Selbstsichere, Zufriedene, Unbedingte, sich Abschließende vorgekommen. Fehlte ihr vielleicht doch etwas?

»Warum hast du nicht an mir genug? – Ich habe nicht genug an dir. Paul pflegte zu mir zu kommen und mich wie ein Mann hinzunehmen. Du läßt mich immer allein und nimmst mich dann mal wie eins von deinen Tieren, rasch, und vergißt mich gleich wieder – grade genug um mich gleich wieder vergessen zu können.«

»Woran soll ich mich denn von dir erinnern?« fragte Brangwen.

»Ich möchte, daß du bedenkst, daß auch außer dir noch jemand da ist.«

»Tue ich das denn nich?«

»Du kommst zu mir, als wäre es rein um gar nichts, als wäre ich nichts. Wenn Paul zu mir kam, so war ich ihm etwas – ein Weib war ich ihm. Dir bin ich nichts – grade wie ein Stück Vieh – oder gar nichts

»Wenn du so redest, komme ich mir vor, als wäre ich gar nichts«, sagte er.

Sie waren still. Sie saß und beobachtete ihn. Er konnte sich nicht rühren, seine Seele war in brodelnder Verwirrung. Sie wandte sich wieder ihrer Näherei zu. Aber ihr Anblick, wie sie so vornübergebeugt dasaß, hielt ihn fest und ließ ihn nicht zu sich selber kommen. Sie war ein seltsames, feindseliges, herrschsüchtiges Wesen. Aber doch nicht gänzlich feindselig. Wie er so dasaß, merkte er, wie fest seine Glieder waren und wie hart; stark saß er da.

Lange Zeit stichelte sie schweigend darauflos. Mit einem Prickeln empfand er die ihm so vertraute, so reizvolle Rundung ihres Kopfes. Sie hob wieder den Kopf und seufzte. Sein Blut kochte, ihre Stimme durchlief ihn wie flüssiges Feuer.

»Komm her«, sagte sie, etwas unsicher.

Ein paar Augenblicke regte er sich nicht. Dann stand er langsam auf und schritt am Kamin vorüber. Es gehörte ein beinahe tödliches Maß von Willensstärke oder Ergebung dazu. Er stand vor ihr und sah zu ihr nieder. Ihr Antlitz leuchtete wieder, ihre Augen erglänzten wieder wie in schrecklichem Lachen. Es war ihm furchtbar, wie sie sich verändern konnte. Er konnte sie nicht ansehen, es versengte ihm das Herz.

»Mein Liebster!« sagte sie.

Und sie schlang ihre Arme um ihn, wie er so vor ihr stand, um seine Schenkel, und drückte ihn fest an ihre Brust. Und ihre auf ihm ruhenden Hände schienen ihm seine eigene nackte Form zu enthüllen, er kam sich über alle Begriffe herrlich vor. Sie konnte er nicht ansehen.

»Mein Liebster!« sagte sie. Er wußte, sie sagte das in einer fremden Sprache. Furcht trat wie eine neue Seligkeit in sein Herz. Er sah nieder. Ihr Antlitz leuchtete, ihre Augen standen voll Licht, sie war furchtbar. Er litt unter dem zwingenden Drang zu ihr hin. Sie war das furchtbar Unbekannte. Schmerzerfüllt beugte er sich zu ihr nieder, unfähig sich loszureißen, unfähig sich ihr selbst zu überlassen und doch zu ihr hingezogen, getrieben. Jetzt war sie eine ganz andere, sie war wundervoll, stand ihm ganz fern. Er wollte zu ihr gehen. Aber noch vermochte er sie nicht zu küssen. Er stand ihr noch fern. Am leichtesten wäre es ihm gewesen, ihr die Füße zu küssen. Aber davor, dies wirklich zu tun, schämte er sich, es hätte ihr wie eine Beleidigung vorkommen müssen. Sie erwartete sein Kommen in Gleichheit, nicht daß er sich vor ihr erniedrigte und ihr diente. Tätig sollte er an ihr teilnehmen, nicht sich ihr unterwerfen. Sie legte ihre Finger auf ihn. Und das war ihm eine Qual, daß er sich ihr mit seiner ganzen Tatkraft hingeben müsse, an ihr teilhaben solle, daß er ihr entgegengehen und sie umarmen und erkennen solle, sie, die doch so anders war als er. Etwas in seinem Inneren bäumte sich vor diesem Nachgeben zurück, widerstand dem Eingehen auf ihre Wünsche, widersetzte sich der Vermengung mit ihr, selbst während er sie aufs heißeste herbeisehnte. Er wurde bange und dachte, wie er sich diesem Zwiespalt entziehen könne.

Ein paar Augenblicke herrschte Stille. Allmählich aber ließ die Spannung, die Zurückhaltung in ihm nach, und er begann ihr zuzutreiben. Sie stand ihm fern, eine Unerreichbare. Indessen ließ er den Rückhalt an seinem eigenen Ich fahren, er ließ sich treiben in dem Bewußtsein, wie stark die unterirdische Kraft seiner Sehnsucht nach ihr war, der Wunsch nach dem Zusammensein mit ihr, der Vermengung mit ihr, wenn er sich selbst aufgebe, um sie zu finden, um sich in ihr wiederzufinden. Er fing an sich ihr zu nähern, sich zu ihr hinziehen zu lassen.

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