D. Lawrence - Der Regenbogen

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"Der Regenbogen" erzählt die Geschichte dreier Generationen der Familie Brangwen, die in den englischen Midlands einen Bauernhof bewirtschaftet. Die Romanhandlung beginnt mit der Heirat des jungen Tom Brangwen mit Lydia Lensky, einer polnischen Witwe. Die Ehe erweist sich als überaus schwierig. Anna Lensky, Lydias Tochter aus erster Ehe, heiratet Will Brangwen. Anna und Will haben neun Kinder. Ursula Brangwen, das älteste Kind, probiert eine Beziehung mit ihrer Lehrerin Winifred Inger, einer Feministin. Eine weitere probiert sie mit dem jungen Offizier Anton Skrebensky. Alle drei Frauen – Lydia, Anna und Ursula – suchen intensive Nähe und Verbundenheit mit ihren Partnern, finden diese aber ausschließlich in sexuellen Begegnungen und auch dort nur flüchtig; in allen anderen Bereichen erscheint die Fremdheit unüberwindlich.

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Während er das Kind auf dem einen Arme hielt, ging er an die Zubereitung des Futters für die Kühe, indem er eine Schaufel mit feingehacktem Heu und Brauergerste und ein wenig Mehl füllte. Das Kind, ganz Verwunderung, sah aufmerksam zu, was er machte. Ein neues Wesen war in ihr entstanden in dieser neuen Umgebung. Zuweilen erschütterte noch ein leichter Schauer, der Ausläufer ihres vorherigen stürmischen Schluchzens, ihren kleinen Körper. Ihre Augen standen weit offen vor Verwunderung, voll tiefen Ernstes. Sie war still, ganz still.

In einer Art Traumzustand sank sein Herz jetzt zu Boden und ließ ihn äußerlich still, ganz still erscheinen, er stand mit der Schaufel voll Futter auf, vorsichtig wiegend trug er das Kind auf dem einen Arm und die Schaufel in der andern Hand. Die seidenen Fransen des Umschlagetuches wehten leise, Korn und Heu flogen zu Boden; er ging den schwach erleuchteten schmalen Streifen hinter den Krippen entlang, wo die Hörner der Kühe aus der Finsternis herausragten. Das Kind schrak zurück, er wiegte es steif auf dem Arm, setzte die Schaufel auf den gemauerten Krippenrand und schüttete das Futter halb der einen und halb der nächsten Kuh vor. Es entstand ein Geräusch, als scheuerten sich Ketten, wenn die Kühe den Kopf rasch hoben oder senkten; dann kam ein zufriedener, beruhigender Laut, ein langes Schnauben, als die Tiere in der Stille zu fressen anfingen. Die Reise mußte ein paarmal wiederholt werden. Erst ertönte das gleichmäßige Geräusch der Schaufel durch die Scheune, dann ging der Mann steif mit seinen beiden Lasten einher, und das Gesicht des Kindes schaute aus dem Umhängetuch hervor. Als er sich dann das nächstemal niederbeugte, machte sie einen Arm frei und schlang ihn ihm um den Hals; sie schmiegte sich eng und warm an ihn und erleichterte ihm damit alles sehr. Nachdem die Tiere gefüttert waren, legte er die Schaufel nieder und setzte sich auf eine Kiste, um das Kind wieder in Ordnung zu bringen.

»Schlafen die Kühe jetzt ein?« fragte sie mit verhaltenem Atem.

»Ja.«

»Essen sie denn erst all ihr Futter auf?«

»Ja. Hör mal!«

Und die beiden saßen und horchten auf das schnaubende Atmen der Kühe, die in dem an die kleine Scheune stoßenden Stalle fraßen. Die Laterne warf ein ruhiges, sanftes Licht von der Wand herab. Draußen war alles still im Regen. Er sah auf die seidigen Falten des Paisleytuches herab. Es erinnerte ihn an seine Mutter. Sie pflegte mit ihm zur Kirche zu gehen. Er fühlte sich wieder in der alten Unverantwortlichkeit und Sicherheit, ein Junge zu Hause.

Die beiden saßen ganz ruhig. Sein Geist schien sich in einer Art Zauberschlaf mehr und mehr zu verflüchtigen. Er drückte das Kind fest an sich. Ein zitternder kleiner Schauder, der Widerhall ihres Schluchzens, durchfuhr ihre Glieder. Er drückte sie fester an sich. Allmählich gab sie nach, die Lider begannen ihr über die schwarzen, aufmerksamen Augen zu sinken. Während sie in Schlaf fiel, flog sein Geist ins Leere.

Als er wieder zu sich kam, als hätte er geschlafen, kam es ihm vor, als habe er eine endlose Zeit hier in der Stille gesessen. Worauf horchte er denn? Er schien auf einen Laut aus weiter Ferne zu lauschen, von jenseits des Lebens. Er dachte wieder an seine Frau. Er mußte wieder zu ihr. Das Kind schlief, die Lider nicht vollständig geschlossen, wie ein schmaler Streifen der schwarzen Sterne zwischen ihnen anzeigte. Warum machte sie die Augen nicht ganz zu? Ihr Mund stand auch ein klein wenig offen.

Er stand rasch auf und ging wieder ins Haus.

»Slöppt se?« wisperte Tilly.

Er nickte. Die Magd kam, um sich das in seinem Umschlagetuch fest schlafende Kind anzusehen, dessen Backen heiß und rot erglühten bei völliger Weiße, völliger Blässe um die Augen.

»Och du barmherziger Gott!« wisperte Tilly und schüttelte den Kopf.

Er schlenkerte seine Stiefel von sich und ging mit dem Kinde nach oben. Jetzt merkte er, wie die Angst um seine Frau ihm das Herz zusammenschnürte. Aber er blieb still. Im ganzen Hause war es ruhig, mit Ausnahme des Windes draußen und des geräuschvollen Plätscherns und Tröpfelns des Regens in den Regentonnen. Unter der Tür seiner Frau hervor drang ein Lichtschein.

In das Tuch eingeschlagen, wie sie war, legte er das Kind ins Bett, denn die Laken mußten kalt sein. Er hatte Angst, sie möchte nicht imstande sein, die Arme zu bewegen, darum machte er sie frei. Die schwarzen Augen öffneten sich, sahen ihn mit leerem Ausdruck an und schlossen sich wieder. Er deckte sie zu. Ein letzter kleiner Schauder ihres Schluchzens machte ihren Atem erzittern.

Dies war sein Zimmer, das Zimmer, das er vor seiner Hochzeit bewohnt hatte. Es kam ihm so vertraut vor. Er dachte daran, was es hieße, ein unberührter junger Mann zu sein.

Er hing in der Schwebe. Das Kind schlief und streckte seine kleinen Fäuste aus dem Tuche hervor. Er konnte der Frau erzählen, ihr Kind schliefe. Aber er mußte wieder eine Treppe tiefer. Er fuhr auf. Da war der Eulenruf – das Stöhnen seiner Frau. Was für ein schauerlicher Klang! Es war gar nicht mehr menschlich, wenigstens nicht für einen Mann.

Er ging hinunter und trat leise in ihr Zimmer. Sie lag still, mit geschlossenen Augen da, bleich, ermüdet. Sein Herz hüpfte hoch auf vor Furcht, sie möchte tot sein. Und doch wußte er ganz genau, daß sie das nicht war. Er sah, wie ihr das Haar lose über den Schläfen lag, ihr Mund war vor Schmerzen zu einer Art Grinsen verzogen. Sie kam ihm schön vor – aber nicht menschlich. Er hatte Angst vor ihr, wie sie so dalag. Was hatte sie mit ihm zu tun? Sie war ja ganz anders als er.

Etwas in seinem Inneren ließ ihn zu ihr gehen und ihre auf der Decke gefalteten Finger berühren. Ihre graubraunen Augen öffneten sich und sahen ihn an. Sie erkannte nicht, wer er war. Aber sie wußte, er wäre der Mann. Sie sah ihn mit dem Blicke an, den eine Frau in Kindsnöten auf den Mann wirft, der ihr Kind zeugte: einen unpersönlichen Blick, den der Frau zum Manne, in dieser höchsten Stunde. Ihre Augen schlossen sich wieder. Ein großer, heißer Friede kam über ihn, entzündete ihm Herz und Eingeweide und ging wieder in die Unendlichkeit hinaus.

Als die Wehen aufs neue begannen und sie zerrissen, wandte er sich zur Seite, da er nicht zusehen konnte. Aber sein gequältes Herz hatte nun Frieden, sein Inneres war glücklich. Er ging nach unten und hob draußen vor der Tür das Gesicht in den Regen empor und fühlte, wie die Dunkelheit ungesehen und ständig auf ihn einschlug.

Das rasche, unsichtbare Einschlagen der Nacht auf ihn beruhigte ihn, bis er sich ganz überwältigt fühlte. Er wandte sich wieder ins Haus, gedemütigt. Da lag die unendliche Welt, ewig, unwandelbar, ebensowohl wie die Welt des Lebens.

Drittes Kapitel.

Anna Lenskys Kindheit

Inhaltsverzeichnis

Tom Brangwen hatte seinen Jungen nie so lieb wie sein Stiefkind Anna. Als sie ihm erzählten, es wäre ein Junge, überlief ihn ein Schauer der Freude. Er freute sich der Bestätigung seiner Vaterschaft. Es verursachte ihm Befriedigung, zu wissen, daß er einen Jungen habe. Aber er fühlte sich nicht sehr zu dem Kleinen hingezogen. Er war sein Vater, das genügte.

Er freute sich, daß seine Frau Mutter seines Kindes geworden war. Sie war heiter, ein wenig überschattet, als sei sie verpflanzt. Durch die Geburt des Kindes schien sie jede Verbindung mit ihrem früheren Ich verloren zu haben. Jetzt wurde sie eine richtige Engländerin, Mrs. Brangwen. Ihre Lebenskraft indessen schien herabgesetzt.

Für Brangwen war sie immer noch unsagbar schön. Sie war immer noch leidenschaftlich, mit einer Flamme in ihrem Wesen. Aber diese Flamme war nicht länger gleichmäßig stark. Ihre Augen glänzten, ihr Antlitz glühte ihm entgegen, aber wie eine Blume, die im Schatten steht und volles Sonnenlicht nicht aushalten kann. Sie liebte ihren Säugling. Aber selbst dies in einer Art Unbestimmtheit, einer leichten Geistesabwesenheit; selbst über ihrer Mutterliebe lag ein gewisser Schatten. Wenn Brangwen sie dasitzen und ihr Kind nähren sah, überlief ihn ein Schmerzgefühl wie eine dünne Flamme. Denn es wurde ihm klar, wie sehr er sich ihr unterordnen müsse, um sich ihr wieder nähern zu können. Und er verlangte wieder nach dem kräftigen, tödlichen Austausch von Liebe und Leidenschaft, wie er ihn im Anfang hin und wieder mit ihr genossen hatte, als ihre Verbindung auf dem Höhepunkt ihrer Innigkeit stand. Dies war für ihn nun seine Erfahrung. Und nach der verlangte er, stets, in mitleidloser Selbstsucht.

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