D. Lawrence - Der Regenbogen

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"Der Regenbogen" erzählt die Geschichte dreier Generationen der Familie Brangwen, die in den englischen Midlands einen Bauernhof bewirtschaftet. Die Romanhandlung beginnt mit der Heirat des jungen Tom Brangwen mit Lydia Lensky, einer polnischen Witwe. Die Ehe erweist sich als überaus schwierig. Anna Lensky, Lydias Tochter aus erster Ehe, heiratet Will Brangwen. Anna und Will haben neun Kinder. Ursula Brangwen, das älteste Kind, probiert eine Beziehung mit ihrer Lehrerin Winifred Inger, einer Feministin. Eine weitere probiert sie mit dem jungen Offizier Anton Skrebensky. Alle drei Frauen – Lydia, Anna und Ursula – suchen intensive Nähe und Verbundenheit mit ihren Partnern, finden diese aber ausschließlich in sexuellen Begegnungen und auch dort nur flüchtig; in allen anderen Bereichen erscheint die Fremdheit unüberwindlich.

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»Na, wo seggst du denn dorto?«

»Haar ist das.«

»Hoor! Wo ward de Ort woll trocken?«

»Wo ward de woll trocken?« fragte sie in seiner Mundart, von Neugier überwältigt.

Anstalt ihr zu antworten, schrie er laut vor Vergnügen. Das war das Höchste, sie dazu zu bringen, Platt zu sprechen.

Einen Feind hatte sie, einen Mann, den sie Nuß-Nat oder Nat-Nuß nannten, einen Schwachsinnigen mit einwärts stehenden Füßen, der mit bei jedem Schritt in die Höhe fahrenden Schultern einherwatschelte. Dies arme Geschöpf verkaufte in den Wirtshäusern, wo man ihn kannte, Nüsse. Er hatte keinen Gaumen, und die Leute machten sich über seine Sprache lustig.

Das erstemal, als er in den Georg kam, während Anna dasaß, fragte sie nach seinem Weggehen mit runden Augen:

»Warum macht er so beim Gehen?«

»Dat kann he nich helpen, Putthöneken, he is nu mol so mookt.« Sie dachte darüber nach, und dann fing sie an nervös zu lachen. Und dann dachte sie weiter nach, ihre Backen röteten sich, und sie rief:

»Das ist ein gräßlicher Mann!«

»Ne; he is gor nich gräsig; he kann dat doch nich helpen, dat he dormit slogen is.«

Und als der arme Nat das nächstemal hereingewatschelt kam, schlich sie hinaus. Sie wollte auch keine von seinen Nüssen essen, wenn die Männer ihr welche kauften. Und als die Landleute Domino drum spielten, wurde sie ärgerlich.

»Das sind Dreckmannsnüsse!« rief sie.

Damit leitete sie eine allgemeine Abneigung gegen den armen Nat ein, der nicht lange nachher ins Arbeithaus wandern mußte.

In Brangwens Herzen entstand nun der geheime Wunsch, sie zu einer Dame zu machen. Sein Bruder Alfred hatte in Nottingham großen Anstoß dadurch hervorgerufen, daß er der Liebhaber einer gebildeten Frau, einer Dame, der Witwe eines Arztes, geworden war. Sehr häufig ging Alfred Brangwen zu freundschaftlichem Besuch zu ihr in ihr Landhaus in Derbyshire, ließ seine Frau und Kinder einen Tag oder zwei allein und kam dann wieder. Und niemand wagte ihm zu widersprechen, denn er war ein Mann von starkem Willen, immer gradeaus, und behauptete, er wäre mit der Witwe befreundet.

Eines Tages traf Brangwen seinen Bruder am Bahnhof.

»Wo willst du denn hin?« fragte der jüngere Bruder.

»Ich gehe nach Wirksworth.«

»Hast ja wohl Freunde da unten, höre ich.«

»Ja.«

»Muß doch auch mal hereingucken, wenn ich da mal vorbeikomme.«

»Bitte, wenns dir Spaß macht.«

Tom Brangwen war so neugierig auf die Frau, daß er das nächstemal, als er wieder in Wirksworth war, sich nach dem Hause erkundigte.

Er fand ein wunderhübsches Häuschen am steilen Abhang eines Hügels, das frei über die auf dem Boden des Talkessels liegende Stadt hinwegschaute und weit hinüber nach den alten Steinbrüchen auf der andern Seite des Tales. Frau Forbes war im Garten. Sie war eine stattliche Frau mit weißen Haaren. Als sie den Gartenpfad herunterkam, zog sie ihre dicken Handschuhe aus und legte ihre Baumschere beiseite. Es war im Herbst. Sie trug einen breitrandigen Hut.

Brangwen wurde rot bis unter die Haarwurzeln und wußte nicht, was er sagen sollte.

»Ich dachte, ich könnte wohl mal hereingucken,« sagte er, »weil ich doch wußte, Sie wären gut Freund mit meinem Bruder. Ich hatte hier in Wirksworth zu tun.«

Sie sah sofort, daß er ein Brangwen war.

»Wollen Sie nicht hereinkommen?« sagte sie. »Mein Vater liegt noch.«

Sie führte ihn ins Wohnzimmer, das voll von Büchern war, mit einem Klavier und einem Notenständer. Und sie unterhielten sich, sie ganz schlicht und fließend. Sie war durchaus würdevoll. Das Zimmer war auf eine Art eingerichtet, die Brangwen nie gesehen hatte; es schien so luftig und geräumig, als stände man oben auf einem Berge.

»Liest mein Bruder gern?« fragte er.

»Manches. Er hat Herbert Spencer gelesen. Und zuweilen lesen wir Browning zusammen.«

Brangwen war voller Bewunderung, tief erregter, fast verehrungsvoller Bewunderung. Er sah sie mit lichterfüllten Augen an, als sie sagte: »wir lesen«. Zuletzt platzte er heraus, sich im Zimmer umsehend:

»Ich wußte gar nich, daß unser Alfred so was gern hätte.«

»Er ist ein ganz ungewöhnlicher Mensch.«

Erstaunt sah er sie an. Sie hatte augenscheinlich eine ganz andere Meinung von seinem Bruder: sie schätzte ihn offenbar sehr hoch. Wieder sah er die Frau an. Sie war ungefähr vierzig, hielt sich straff aufrecht, eher etwas hart, ein merkwürdiges, verschlossenes Wesen. Er für sein Teil mochte sie nicht, es war etwas Erkältendes an ihr. Aber er war von grenzenloser Bewunderung erfüllt.

Beim Tee wurde er ihrem Vater vorgestellt, einem Kranken, der beim Gehen gestützt werden mußte, aber ein rotbäckiger, schöner alter Mann war, mit schneeweißem Haar und hellen, wasserblauen Augen, sowie einem höflich-einfältigen Benehmen, das Brangwen auch wieder neu und seltsam vorkam, so milde, so fröhlich, so unschuldig.

Und sein Bruder war der Liebhaber dieser Frau! Das war zu erstaunlich. Brangwen ging nach Hause voller Verachtung gegen sich selbst und seine armselige Lebensweise. Ein Klutenpetter war er und ein Bauer, stumpf, im Dreck versunken. Sehnlicher als je wünschte er, er könnte herausklettern in diese ihm wie eine Erscheinung vor Augen schwebende feinere Welt.

Er war ja wohlhabend. Er war ebenso wohlhabend wie Alfred, der alles in allem nicht über sechshundert Pfund haben konnte. Er nahm ungefähr vierhundert ein und konnte es auf mehr bringen. Seine Einlagen verbesserten sich von Tag zu Tag. Warum unternahm er nicht irgend etwas? Seine Frau war doch auch eine Dame.

Aber als er dann in die Marsch kam, merkte er, wie fest da alles stand, wie fern diese andere Lebensweise ihm lag, und zum erstenmal tat es ihm leid, daß er den Hof übernommen hatte. Er fühlte sich als Gefangener, wie er so sicher geborgen, ohne Sorgen und Abenteuer zu erleben dasaß. Hätte er etwas wagen wollen, dann hätte er vielleicht mehr aus sich herausholen können. Er konnte weder Browning noch Herbert Spencer lesen, noch konnte er je Zutritt zu Räumen wie Frau Forbes ihren erlangen. Diese Lebensweise lag ihm zu fern.

Aber dann sagte er sich, er wünsche sie sich auch gar nicht. Die Aufregung nach dem Besuche ging vorüber. Am nächsten Tage war er wieder er selbst, und wenn er überhaupt noch an die andere Frau dachte, dann geschah es wegen etwas an ihr oder ihrer Wohnung, was er nicht leiden mochte, wegen etwas Kaltem, Fremdartigem, als wäre sie gar keine Frau, sondern ein übermenschliches Wesen, das menschliches Leben für seine kalten, leblosen Zwecke mißbrauchte.

Der Abend brach herein, er spielte mit Anna und saß dann allein mit seiner Frau. Sie nähte. Er saß sehr still, rauchend, verstört. Er nahm seiner Frau ruhige Gestalt wahr und ihren ruhigen, dunklen, über ihre Nadel gebeugten Kopf. Das war ihm zu ruhig. Es war zu friedlich. Er hätte am liebsten die Wände eingerissen und die Nacht hereingelassen, damit seine Frau nicht so ruhig und sicher dasitzen könnte. Er wollte, die Luft wäre nicht so benommen, so verdorben gewesen. Seine Frau war ihm entfremdet, sie ruhte in ihrer eigenen Welt, ruhig, sicher, unbeachtet, selbst nicht beachtend. Er war von ihr ausgeschlossen.

Er stand auf, um auszugehen. Er konnte nicht länger still sitzen. Er mußte aus diesem niederdrückenden, verschlossenen Weiberbann heraus.

Seine Frau hob den Kopf und sah ihn an.

»Gehst du aus?« fragte sie.

Er sah nieder und traf ihre Augen. Sie waren dunkler als gewöhnlich, wie die Finsternis selbst, und hatten weitere Räume als diese hinter sich. Er fühlte, wie er sich vor ihr in eine Verteidigungsstellung zurückzog, während ihre Augen ihn verfolgten und aufspürten.

»Ich wollte grade mal nach Cossethay«, sagte er.

Sie setzte ihre Beobachtung fort.

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