D. Lawrence - Der Regenbogen

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"Der Regenbogen" erzählt die Geschichte dreier Generationen der Familie Brangwen, die in den englischen Midlands einen Bauernhof bewirtschaftet. Die Romanhandlung beginnt mit der Heirat des jungen Tom Brangwen mit Lydia Lensky, einer polnischen Witwe. Die Ehe erweist sich als überaus schwierig. Anna Lensky, Lydias Tochter aus erster Ehe, heiratet Will Brangwen. Anna und Will haben neun Kinder. Ursula Brangwen, das älteste Kind, probiert eine Beziehung mit ihrer Lehrerin Winifred Inger, einer Feministin. Eine weitere probiert sie mit dem jungen Offizier Anton Skrebensky. Alle drei Frauen – Lydia, Anna und Ursula – suchen intensive Nähe und Verbundenheit mit ihren Partnern, finden diese aber ausschließlich in sexuellen Begegnungen und auch dort nur flüchtig; in allen anderen Bereichen erscheint die Fremdheit unüberwindlich.

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»Na, mein' kleine Dame, wie heißt du denn?«

»Anna Brangwen«, kam sofort die hochmütige Antwort.

»Och warraftig! Und machste denn auch gern mit Vater ausfahren?«

»Ja,« sagte Anna scheu, aber gelangweilt durch dies nichtssagende Gewäsch. Mit ihrer Blümelein-rühr-mich-nicht-an-Miene hatte sie eine besondere Art, gleichgültige Fragen Erwachsener im Keime zu ersticken.

»Warraftig, das is 'n helles kleines Ding«, sagte einmal die Wirtin zu Brangwen.

»Jo«, sagte er, ohne eine weitere Unterhaltung über das Kind zu ermutigen. Dann erfolgte das Anbieten eines Kuchens oder eines Zwiebacks, die Anna als ihr gebührend entgegennahm. »Was sagt sie, ich bin ein helles kleines Ding?« fragte das kleine Mädel nachher.

»Sie meint, du hättest 'ne scharfe Zunge.«

Anna zögerte. Sie verstand das nicht. Dann lachte sie über irgend etwas Spaßhaftes, was sie grade sah.

Bald nahm er sie jede Woche mit zum Markt. »Ich darf mit, nicht?« fragte sie jeden Sonnabend oder Donnerstag morgen, wenn er sich für den Markt fein machte. Und wenn er es ihr abschlagen mußte, umwölkte sich sein Gesicht.

Zuletzt aber überwand er doch seine Scheu und packte sie neben sich. Sie fuhren nach Nottingham hinein und kehrten im Schwarzen Schwan ein. So weit ging alles gut. Dann aber wollte er sie im Wirtshause lassen. Aber beim ersten Blick auf ihr Gesicht merkte er, das war unmöglich. So raffte er seinen ganzen Mut zusammen und zog mit ihr an der Hand los zum Viehmarkt.

Sie starrte in Verwirrung umher und hüpfte schweigend an seiner Seite vorwärts. Aber auf dem Markte selbst schreckte sie vor dem Gedränge der Leute zurück, alles Männer, alle in schweren, schmutzigen Stiefeln oder Ledergamaschen. Und unten die Straße war fürchterlich dreckig von all dem Kuhdünger. Und der Anblick des Viehs in den viereckigen Hürden erschreckte sie, all die vielen Hörner und so dünne Hürden bloß, und so ein wahnsinniges Geschrei von all den Menschen und Viehtreibern. Sie merkte auch, daß ihr Vater ihretwegen verlegen und unruhig wurde.

In einer Erfrischungsbude kaufte er ihr einen Kuchen und setzte sie auf einen Stuhl. Ein Mann rief ihn an.

»Goo'n Mor'n, Tom. Is dat dine denn?« – und der bärtige Bauer zeigte mit dem Kopfe zu ihr hinüber.

»Jo«, sagte Brangwen mißbilligend.

»Ick wuss' jo gor nich, dat du all so 'ne ole harrst.«

»Ne, dat 's min Fru ehre.«

»Och so!« Und damit sah der Mann Anna an, als wäre sie ein eigenartiges kleines Stück Vieh. Sie glühte ihn mit ihren schwarzen Augen an.

Brangwen ließ sie unter der Obhut des Schankwirts sitzen und ging weiter, um sich um den Verkauf von einem Paar jungen Stieren zu bekümmern. Bauern, Schlachter, Treiber, dreckige grobe Kerls, vor denen sie gefühlsmäßig zurückwich, starrten sie an, wie sie da auf ihrem Stuhl saß, und wandten sich dann ihrem Trunk zu und redeten ganz rücksichtslos miteinander. Alles um sie her war riesig und gewaltdrohend.

»Wen sin Kind kunn dat weesen?« fragten sie den Schankwirt.

»Dat hürt Tom Brangwen to.«

Voller Geringschätzung blieb das Kind sitzen und achtete auf die Tür nach ihrem Vater. Er kam und kam nicht; viele, viele Leute kamen, nur er nicht, und sie saß da wie ein Schatten. Sie wußte, an solchen Orten weinte man nicht. Und jeder Mann sah sie fragend an; sie aber schloß sich gänzlich gegen sie ab.

Eine tiefe, immer zunehmende Kälte umfaßte sie in ihrer Vereinsamung. Er würde nie mehr wiederkommen. Sie saß da wie aus Eis, unbeweglich.

Als es in ihr schon ganz leer und zeitlos geworden war, kam er. Und sie rutschte von ihrem Stuhl herunter wie eine ins Leben zurückgerufene Tote. Er hatte sein Vieh so rasch wie möglich verkauft. Aber noch waren nicht alle Geschäfte abgewickelt. Er mußte sie aufs neue in die Drängelei des Viehmarktes mitnehmen.

Dann endlich wandten sie sich nach draußen und gingen wieder durch das Tor. Er hatte fortwährend diesem oder jenem zuzurufen, mußte alle Augenblicke anhalten, um über Land oder Vieh und Pferde und andere Dinge, die sie nicht begriff, zu klönen, wobei sie aber in dem Gestank und dem Dreck zwischen den Beinen und den großen Stiefeln der Männer stillstehen mußte. Und immer wieder hörte sie die Frage:

»Was ist das denn für 'n Deern? Ick wuss' nich, du harrst all so 'ne ole!«

»De hürt min Fro to.«

Anna war sich der Abstammung von ihrer Mutter sehr wohl bewußt, am Ende, und daß sie aus der Fremde gekommen waren.

Endlich aber waren sie fertig, und Brangwen ging mit ihr in ein kleines, altes, dunkles Gasthaus beim Bridlesmith-Tor. Sie aßen Ochsenschwanzsuppe und Fleisch und Kohl und Kartoffeln. Auch andere Männer und sonstige Leute kamen in dies dunkle Gewölbe, um zu essen. Anna saß still, die Augen weit offen vor Verwunderung.

Dann gingen sie auf den großen Markt, zur Kornbörse und dann in allerlei Läden. In einem kaufte er ihr ein kleines Buch. Er mochte gern einkaufen, allerlei sonderbares Zeugs, von dem er glaubte, es könnte ihm mal zunutze kommen. Dann gingen sie wieder in den Schwarzen Schwan, und sie trank Milch und er Branntwein, und endlich schirrten sie das Pferd an und fuhren auf der Straße nach Derby von dannen.

Sie war vor Verwunderung und Staunen müde geworden. Als sie aber am nächsten Tag drüber nachdachte, da flitzte sie sofort in ihrem merkwürdigen Tanzschritt los, bei dem sie so mit einem Bein hintenaus schlug, und redete die ganze Zeit von alle dem, was ihr zugestoßen war und was sie gesehen hatte. Das dauerte die ganze Woche an. Und am nächsten Sonnabend brannte sie darauf, wieder mitzukommen.

Sie war bald allgemein bekannt auf dem Viehmarkt, auf ihrem Stuhl in der kleinen Bude. Aber am liebsten ging sie mit nach Derby. Da hatte ihr Vater mehr Freunde. Und das Anheimelnde der kleineren Stadt war ihr lieber, die Nähe des Flusses und alles, was ihr fremd war, ängstigte sie doch nicht, es war so viel kleiner. Sie hatte die Markthalle gern und die alten Frauen. Gern war sie im Wirtshaus zum Georg, wo ihr Vater ausspannte. Der Wirt war Brangwens alter Freund, und Anna wurde hier sehr verzogen. Manchen Tag saß sie in dem kleinen gemütlichen Wohnzimmer bei Wigginton, einem dicken, rothaarigen Manne, dem Wirt, und redete mit ihm. Und wenn die Landleute sich um Zwölf zum Essen versammelten, wurde sie rein eine kleine Heldin.

Zuerst konnte sie all diese fremden Leute mit ihren groben Ausdrücken nur wütend angucken oder anzischen. Aber sie waren sehr gutmütig. Sie war für sie ein seltsames kleines Wesen mit ihrem wilden hellen Haar wie aus gesponnenem Glas, das wie ein flammender Heiligenschein um ihr Apfelblütengesichtchen mit den schwarzen Augen herumstand, und die Männer hatten so etwas Besonderes gern. Sie regte ihre Aufmerksamkeit an.

Sie war sehr ärgerlich, als Mariott, ein Gutsbesitzer aus Ambergate, sie einen kleinen Iltis nannte.

»Was, du bist ja der reine kleine Iltis!« sagte er zu ihr.

»Bin ich gar nicht«, blitzte sie ihn an.

»Bist du doch! Genau so läuft ein Iltis.«

Sie dachte einen Augenblick nach.

»Ja, und du bist – du bist –« fing sie an.

»Na, was bin ich?«

Sie sah an ihm auf und nieder.

»Du bist ein Krummbein-Mann.«

Und das war er auch. Brüllendes Gelächter ertönte. Sie liebten sie wegen ihrer Unbezähmbarkeit.

»Ach,« sagte Mariott, »so was kann auch nur ein Iltis sagen!«

»Ja, und ich bin auch ein Iltis«, blitzte sie ihn wieder an.

Wieder lautes Gelächter bei den Männern.

Sie zogen sie gern auf.

»Na, min lüttje Deern,« pflegte Braithwaite zu ihr zu sagen, »wie is es denn man noch mit die Lämmerwolle?«

Und damit zupfte er sie an einer hellen Strähne ihres glänzenden Haares.

»Ist keine Lämmerwolle«, sagte Anna und strich ärgerlich die entweihte Locke wieder zurecht.

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