Hannes Wildecker - Netz der Gewalt

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Im Waldhausener Forst wird unter makabren Umständen eine männliche Leiche gefunden. Kriminalhauptkommissar Heiner Spürmann wird auf den Fall angesetzt, gemeinsam mit seiner neuen Kollegin Lena, die gerade von der Schulbank ins harte Polizeileben versetzt wurde. Die Ermittlungen ergeben, dass der Tatort an anderer Stelle liegt und der Tote eine dubiose Vergangenheit hatte, die auch Spürmann mit ihm teilt. Denn er und der Ermordete haben, wenn auch meist zu unterschiedlichen Zeiten, im gleichen Dort gelebt. Während der Ermittlungen, in denen es Spürmann offensichtlich nicht nur mit einem Täter zu tun hat, ist ihm sein Stammtisch unbeabsichtigt eine große Hilfe. Authentisch beschreibt Wildecker, der seine Hauptfigur mit allen Fehlern und Unzulänglichkeiten darstellt, die polizeiliche Kleinarbeit, die er als ehemaliger Kriminalbeamter dem Leser aus erster Hand vermittelt. Seine Neigung zur Natur seiner Heimat ist eine Werbung für den Hunsrück und seine Bevölkerung.

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Ich öffnete die Augen und Lisa beugte sich über mich.

„Heiner, was ist denn mit dir los?“, fragte sie, ganz aufgeregt. „Hast du dir wehgetan? Wenn du schon zur Toilette musst, dann mach dir doch wenigstens das Licht an!“

„Lisa, ach Gott Lisa, du bist es. Gott sei Dank! Ich wollte nicht zur Toilette. Ich glaube, ich hatte einen schlechten Traum“, sagte ich, mich an Lisa hochziehend. „Da bin ich ganz einfach aus dem Bett gefallen.“

„Du solltest mal Urlaub machen“, meinte Lisa, die in ihrem Negligee süß aussah. „Dann hättest du auch einmal etwas Zeit für mich.“

Ich zog Lisa zu mir heran und legte meinen Kopf auf ihre Schulter. Sie roch gut und ich fühlte mich wohl in ihrer Nähe. Was fand diese Frau eigentlich an mir, darüber musste ich plötzlich nachdenken. Ich war fast doppelt so alt wie sie und vernachlässigte sie in jeder Beziehung. Ein Polizist sollte solo bleiben, vielleicht wäre das eine bessere Lösung. Fast glaubte ich, sie hätte meine Gedanken erraten.

„Komm wieder ins Bett“, sagte Lisa und zog mich, indem sie hinsank, zu sich. Wir versanken beide im Taumel der Gefühle und anschließend schliefen wir, eng aneinander geschlungen, ein. Den bösen Traum hatte ich vergessen.

5. Kapitel

Die Obduktion des Toten war für heute Nachmittag, gegen fünfzehn Uhr, angesetzt worden. Vorher wollte ich mich aber noch auf dem Grundstück von Rietmaier umsehen.

Ich rief Leni in Trier an und verabredete mich mit ihr um 14.45 Uhr an der Leichenhalle des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder. Dann fuhr ich in die Buchen-straße 10 in Forstenau.

Im Prunk hatte „Charly Rietel“ weiß Gott nicht gelebt. Nicht hier in Forstenau. Anderthalb Stockwerk, nur teilweise verputzt, ein Altbau. Offensichtlich ein ehemaliges Bauernhaus, denn an die rechte Hausseite schloss sich ein kleiner Anbau mit einem bogenförmigen Tor an, eventuell ein ehemaliger Stall.

Der Eingang zum Haus lag an der Seite, also nicht zur Buchenstraße hin. Zur Haustür führte eine kleine Treppe mit drei Stufen, davor eine Grundstücksfläche von der Größe eines Kleingartens.

Die Haustür war von den Kollegen versiegelt worden und das Siegel klebte immer noch auf beiden Seiten und war unbeschädigt. Der Zugang zur Treppe war mit lockerem Schotter versehen, um nicht den Schmutz ins Haus zu tragen.

So stand ich nun vor dem Anwesen Rietmaier, der hier noch einige Jahre Renovierungsarbeiten vor sich gehabt hätte. Dass er ständig am Fortschritt seiner Bemühungen gearbeitet hatte, davon zeugten ein Beton-mischer und eine Schaufel, die man achtlos zwischen die leeren Zementsäcke geworfen hatte. Ich ließ meine Blicke über das Haus, das Anwesen schweifen, in der Hoffnung, etwas zu entdecken, was der Aufklärung hätte dienlich sein können. Mit dem Fuß scharrte ich im Splitt der Einfahrt und stutzte plötzlich. Einige der rund zwei Zentimeter großen Steinchen hatten teilweise eine dunklere Farbe als die übrigen. Ich hob ein Steinchen auf und betrachtete es. Das konnte natürlich Farbe sein oder Tropfen von ausgelaufenem Motorenöl. Es konnte aber auch … Blut sein! Wenn es das tatsächlich war, würde es sich bald herausstellen, wem dieses Blut gehörte. War es das von Rietmaier? Wenn ja, dann stand ich wahrscheinlich genau auf dem Tatort. Was mich an der Sache störte, war die Tatsache, dass die dunkleren Steine wahllos zwischen den anderen lagen. Eine Blutlache konnte es also nicht sein.

Ich zückte mein Handy und rief den Erkennungsdienst an. Bis zu dessen Eintreffen blieb ich an Ort und Stelle. Danach machte ich mich sofort auf zur Gerichtsmedizin in Trier. Eine halbe Stunde würde ich benötigen. Die Herren Obduzenten brauchten also nicht zu warten.

Leni wartete bereits vor dem Eingang des Leichenaufbewahrungstraktes, als ich eintraf.

„Die Tür ist offen, wir sollten hineingehen“, sagte sie.

Wir gingen vorbei an den Toten, die auf Bahren lagen und bis über die Köpfe mit weißen Laken zugedeckt waren. Dass sich darunter ehemaliges Leben befand, erkannte man lediglich an den unterschiedlichen Erhebungen des Kopfes und der Füße. Immer, wenn ich hier durchging, schauderte es mich ein wenig. Nicht wegen der Toten, vielmehr der Erkenntnis wegen, dass irgendwann jeder Mensch einmal so daliegt.

„Ah, die Herrschaften von der Kripo vermute ich.“ Ein sonorer Herr in grünem Arztkittel kam uns entgegen. Ein Mundschutz hing unter seinem Kinn, Haare und Menjou-Schnurrbart waren schneeweiß. „Schneider“, stellte er sich vor, Professor Theo Schneider, Pathologe und der Obduzent für Ihren Fall.“

„Ich bin Heiner Spürmann, Kripo Trier und das ist meine Kollegin Marlene Schiffmann“, stellte ich uns vor.

„Es ist alles vorbereitet“, informierte Schneider und ruderte in Richtung Obduktionsraum. Wir folgten ihm wie in einem Sog. „Staatsanwalt Rödel hat angerufen und mitgeteilt, dass er entweder später oder gar nicht kommen wird. Er steckt in einer Verhandlung, die sich hinauszögern wird, wie er sagte.“

„Also fangen wir an“, schlug ich vor und bemerkte gleichzeitig, wie Leni zusammenzuckte. Mir war sofort klar, warum.

„Es ist deine erste Leichenöffnung, nicht wahr?“ fragte ich sie.

Sie nickte und schien verlegen.

„Das ist doch nichts Schlimmes“, versuchte ich sie zu beruhigen. „Es ist bei allem einmal das erste Mal. Du musst natürlich nicht mitkommen, aber dein Beruf wird dich irgendwann doch einmal dazu zwingen. Wenn es dann eine Wasserleiche oder eine von Maden zerfressene …“

„Ist schon gut, ich komme mit.“ Leni warf den Kopf leicht in den Nacken und wollte tapfer weitergehen. Ich hielt sie am Arm fest.

„Es ist ratsam, wenn du etwas Parfum oder Kölnisch Wasser auf dein Taschentuch träufelst, für alle Fälle. Meist hilft es.“

Sie nickte noch einmal und wir betraten den Sektions-raum. Dort war schon alles vorbereitet. Rietmeiers sterbliche Überreste lagen auf dem metallenen Sezier-tisch. Er lag auf dem Rücken, unter dem Kopf ein Holz-vierkant, an der großen Zehe des linken Fußes ein Zettel mit all seinen erforderlichen Daten. Eine Adresse darauf gab es nicht mehr.

Die Leiche war völlig unbekleidet und Leni gab sich alle Mühe nicht hinzusehen.

„Darf ich vorstellen, Wladimir Kornsack, mein Gehilfe. Auf seine Dienste zu verzichten könnte ich mir nie erlauben.“ Dr. Schneider zeigte auf seinen Mitarbeiter, der bereits an der Leiche nestelte und nur kurz nickend zu uns aufsah. Also richtig betrachtet, sah nur das linke Auge auf uns, das rechte blieb erst einmal in Wartestellung in geschlossenem Zustand, um sich dann kurz zu öffnen und gleich wieder zu schließen. Ein geschädigter Nerv war dafür verantwortlich, wie ich irgendwann erfuhr.

Auf einem fahrbaren Tisch lagen die Instrumente, die zum größten Teil zum Einsatz kommen sollten. Daneben kleine Kunststoffbehältnisse zum Verstauen von Gewebeproben und Klebezettel. Alles muss dokumentiert werden. Schneider hielt in seiner rechten Hand bereits ein Diktiergerät, in dem er jeden Schritt der Obduktion verbal festhalten würde.

„Montag, 23. Oktober, 15.20 Uhr, Obduktion Wilhelm Rietmaier, geb. 19. Dezember 1960 in Forsten-au …“ Schneider diktierte alle erforderlichen Anfangs-daten in sein Diktaphon und sagte dann, zu seinem Gehilfen gewandt: „Wir können beginnen.“

Jede Leichenöffnung geschieht nach dem gleichen Schema. Sei es ein Mord, ein Selbstmord, ein Unfall oder ein anderer Grund, der aufgrund einer nicht feststellbaren Todesursache eine Obduktion erforderlich macht, die Verfahrensweise ist immer die gleiche. Nur so können Pathologen, Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei sichergehen, dass keine Untersuchung, keine Probe und kein wichtiges Detail vergessen werden. Ich hatte meine digitale Fotokamera dabei, um jeden Schritt, jedes wichtige Detail fotografisch festzuhalten.

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