Hannes Wildecker - Netz der Gewalt

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Im Waldhausener Forst wird unter makabren Umständen eine männliche Leiche gefunden. Kriminalhauptkommissar Heiner Spürmann wird auf den Fall angesetzt, gemeinsam mit seiner neuen Kollegin Lena, die gerade von der Schulbank ins harte Polizeileben versetzt wurde. Die Ermittlungen ergeben, dass der Tatort an anderer Stelle liegt und der Tote eine dubiose Vergangenheit hatte, die auch Spürmann mit ihm teilt. Denn er und der Ermordete haben, wenn auch meist zu unterschiedlichen Zeiten, im gleichen Dort gelebt. Während der Ermittlungen, in denen es Spürmann offensichtlich nicht nur mit einem Täter zu tun hat, ist ihm sein Stammtisch unbeabsichtigt eine große Hilfe. Authentisch beschreibt Wildecker, der seine Hauptfigur mit allen Fehlern und Unzulänglichkeiten darstellt, die polizeiliche Kleinarbeit, die er als ehemaliger Kriminalbeamter dem Leser aus erster Hand vermittelt. Seine Neigung zur Natur seiner Heimat ist eine Werbung für den Hunsrück und seine Bevölkerung.

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Lisa unterbrach mich und sie machte es, wie immer geschickt.

„Ich weiß, dann fahren wir beide ganz alleine irgendwohin, wo niemand uns erreicht. Ich werde so lange warten.“

Ich fuhr ins Präsidium. Leni wartete schon auf mich. In meinem Büro.

„Wir bleiben am besten zusammen, wenn wir schon gemeinsam diesen Fall bearbeiten“, sagte sie und blätterte in einem dicken schwarzen Ordner. Auf dem Schreibtisch, meinem Schreibtisch, türmten sich mehrere rote, prall gefüllte Aktendeckel.

„Die Kollegen haben die Wohnung des Opfers durchsucht. Sie haben nichts gefunden, was auf einen Kampf oder einen Angriff im Haus von Rietmaier hindeutet“, sagte Leni. „Auf dem Grundstück müssen wir morgen selbst noch einmal nachsehen. Der Erkennungsdienst hat das Gelände weiträumig abgesperrt.“

„Ich war in der Zwischenzeit in der Aktenhaltung“, plauderte sie weiter, auf dem Chefsessel, meinem Chef-sessel, durch die Kraft ihres Allerwertesten hin und her rollend. „Und stell dir vor, was ich gefunden habe?“ Leni blies aus dem Mundwinkel eine Haarsträhne aus ihrem Gesicht.

Ich war gespannt. Und überrascht. Sie hatte alle Sätze ohne die Streifen ihres Adenauer Platts von sich gegeben.

„Na, was?“, fragte ich.

Leni blätterte aufgeregt hin und her rollend in einer der roten Akten und schob sie mir zu. Sie zeigte mit ihrem dezent farblos lackierten Nagel des Zeigefingers auf das Blatt und las:

„Rietmaier, Wilhelm, geboren am 19. Dezember 1960 in Forstenau, zur Zeit dieser Akte, die ist vom…“ Sie blätterte zum Anfang des Dossiers.

„Die Akte ist vom Dezember 1979. Betrug und Verdacht der Zuhälterei. Der hat aber früh angefangen. Hier steht unter anderem: ‚…da der Beschuldigte hinreichend verdächtig ist, die Minderjährige soundso mittels Androhung von Gewalt zur Prostitution gezwungen zu haben’…usw.“

„Interessant.“ Die Arbeitsweise von Leni gefiel mir. „Hast du noch etwas herausgefunden?“

Leni war in ihrem Element. Kein Wunder. Sie war noch jung, ja wie jung eigentlich. Das konnte ich sie doch nicht fragen. Ich schätze mal gerade 23, höchstens 25 Jahre. Fast halb so alt wie ich. An den eigenen Kindern und den jungen Kolleginnen sieht man halt, wie alt man tatsächlich ist. Doch Kinder hatte ich keine. Leider. War nie verheiratet, der Beruf ging stets vor. Und ich wollte auch keinen Partner mit ständiger Abwesenheit belasten.

„Die Akten der Staatsanwaltschaft Trier weisen noch auf einige Betrugsdelikte hin“, murmelte Leni, in den Akten lesend. Ich musste sie dahin bekommen, lauter zu sprechen, oder mir ein Hörgerät zulegen. Das mit dem Hören wurde immer schlimmer. Und dazu noch der Tinnitus, der mir meist zu pfiff, aber manchmal auch hämmerte, als hackte ein Specht auf meinem Ohr herum.

„Kannst du deine Gedanken auch lauter formulieren?“, fragte ich und stellte gleich eine weitere Frage, um von meinem Problem abzulenken.

„Warum ist Rietmaier danach nicht mehr straffällig geworden?“

Auch darauf wusste Leni bereits eine Antwort. „Ist er wohl, aber nicht mehr in unserem Zuständigkeitsbereich. Er ist 1982 weggezogen, nach Frankfurt. Ich habe im Computer nachgesehen. Dort hat er das vollendet, was er hier begonnen hat.“

„Also hatte er in Frankfurt seine Pferdchen ins Rennen geschickt. Cleveres Kerlchen. Ich glaube, da kommt noch viel Neues auf uns zu. Machst du bitte einen Ausdruck aller strafrechtlichen Erkenntnisse von Rietmaier? Ja, und noch eins: Das sind alles lediglich landesweite Erkenntnisse. Fordere bitte per Telex auch die bundesweiten Erhebungen vom BKA über Rietmaier an. Ich bin mir sicher, da summiert sich einiges.“

„Und was machst du?“, fragte sie und warf den Kopf leicht in den Nacken.

„Feierabend. Bin seit fünf Uhr auf den Beinen. Wir sehen uns morgen. Übrigens: Dieses Teil haben die Kollegen von der Schutzpolizei aus Hermeskeil am Auffindungsort neben der Leiche gefunden. Einen so genannten USB-Stick. War in den Dreck hineingetreten worden. Vielleicht sind noch Daten drauf. Kannst du das überprüfen?“ Meine Computerkenntnisse hielten sich in Grenzen und reichten gerade, mit zwei Fingern einen dienstlichen Text zu schreiben. Ich konnte von Glück sagen, dass dies von den Schreibkräften im Schreibpool besorgt wurde. Entweder diktierte ich gleich in den PC oder gab das Band des Diktaphons dort ab.

Ich legte das Teil auf den Schreibtisch vor Leni.

„Wir werden uns morgen darum kümmern“. Ich griff nach meinem Mantel und drehte mich noch einmal um. „Danke, Leni. Ich glaube, du hast Recht. Wir werden sicherlich ein gutes Team!“

3. Kapitel

Forstamtmann Marek hatte ich in der Hektik ganz vergessen. Eigentlich wollte ich schon am Morgen mit ihm geredet haben. Also suchte ich ihn gleich jetzt auf. Als ich meinen Wagen abstellte, sah ich ihn schon auf der Wiese neben seinem Haus. Er saß auf seiner Ruhebank, vor ihm stand auf den Hinterläufen sein Jagdhund, ein Beagle, ein sehr schönes Tier. Als der Hund mich sah, kam er auf mich zugelaufen und sprang an mir hoch. Marek pfiff und rief: „Beagy, hierher. Platz!“ Beagy, auch ein schöner Name, mal etwas Anderes. Zwar nicht fantasiereich, aber dennoch nicht ganz ohne Logik.

Marek stand auf und kam mir entgegen.

„Ich muss mich entschuldigen, dass ich den Termin heute Morgen versäumt habe“, sagte ich, doch Marek winkte ab.

„Das ist kein Problem. Ich habe sowieso den ganzen Tag arbeiten müssen. Die Holzlisten, wissen Sie. Heute ist man ja nicht mehr nur Förster. Die so genannte Produktleitung nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Holzverkäufe, Organisation, Management und so weiter. Aber damit möchte ich Sie nicht belästigen. Darf ich Ihnen etwas anbieten?“

Bei einem kühlen Bier erzählte mir Marek dann, wie es ihn in der Nacht wie ein Schock befallen hatte. Er schien aber wieder gut erholt und ich glaubte, er schämte sich etwas.

Ich notierte mir seine Aussage, die mir vorerst nicht unbedingt dienlich für die weiteren Ermittlungen erschien und verabschiedete mich. Nach Hause wollte ich eigentlich noch nicht. Lisa würde nicht vor zwanzig Uhr bei mir eintreffen. Dann erst schlossen die Geschäfte.

In Forstenau angekommen, stellte ich meinen Kombi vor der Wohnung ab und verschloss ihn. Es war inzwischen dunkel geworden. Kein Fenster der von mir bewohnten zweiten Etage war erleuchtet und ich hatte absolut keine Lust, mich dort alleine vor dem Fernseher rumzuflegeln. Ich zog den Kragen meines Mantels bis unter die Nase und schob ab.

Im „Hochwald-Stübchen“ wurde ich vom Stammtisch aus mit Hallo empfangen. Bis auf einen waren alle da, ungewöhnlich für diese Zeit, aber verständlich. Wo konnte man nach einem Ereignis wie dem im Wald von Waldhausen mehr erfahren als in einer Kneipe?

Da war der Pfarrer Adalbert Schaeflein, mit „ae“ wie wir wissen. Er hatte seine Soutane heute zu Hause gelassen und war ganz in Zivil. Dass er ein Geistlicher war, erkannte man lediglich an dem weißen Kragen, der für ihn obligatorisch war, wenn er ohne seine geistliche Kleidung das Pfarrhaus verließ.

Rechts neben ihm saß der Ortsbürgermeister der Gemeinde Forstenau, Detlef Hildebrandt. Mit vierzig Jahren war er ein verhältnismäßig junges Oberhaupt seiner Gemeinde. Protegiert durch seine Partei, das wusste jeder. Ihm machte das jedoch nichts aus. Aber er war im Ort beliebt. Stets hilfsbereit dem Bürger gegenüber, aber ebenso auf seine Partei schwarzer Couleur fixiert, ohne die er kaum eine Entscheidung traf. Doch von der Politik alleine kann man auch heute noch nicht leben, nicht in der kleinen Kommunalpolitik. Als ehemaliger Schreiner hatte er seinen Betrieb, wie so viele seiner Berufskollegen, aufgegeben. Es hatte sich einfach nicht mehr rentiert, einen Zwei-Mann-Betrieb aufrechtzuerhalten. Expandieren war ihm zu riskant und so verdiente er seinen Unterhalt als Leichenbestatter. „Ein Beruf mit Zukunft“, wie er stets zu sagen pflegte.

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