Oliver Trend - Gebrochenes Schweigen

Здесь есть возможность читать онлайн «Oliver Trend - Gebrochenes Schweigen» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Gebrochenes Schweigen: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Gebrochenes Schweigen»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Nach vielen harten Schicksalsschlägen entscheidet die ehemalige Theologin Carmen Gabrielle Vélez, eine Frau mittleren Alters, sich das Leben zu nehmen. Kurz, bevor sie dies in die Tat umsetzen kann, wird sie von einer verstorbenen Seele heimgesucht, die sie zwingt, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben.

Gebrochenes Schweigen — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Gebrochenes Schweigen», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Coño! “, zischte er zwischen seinen schmalen Lippen durch, als er mit weiten Augen erkannte, dass er einen seiner eigenen Leute erwischt hatte, was besser nicht geschehen wäre; denn danach wurde er plötzlich von de la Sourcas Leuten umstellt, die alle ihre Läufe auf seinen Kopf richteten. Sie waren einfach da, wie aus dem Nichts aufgetaucht.

Morillias erhob vorsichtig die Hände über sein Haupt und sackte danach auf die Knie, mitten in die unzähligen Splitter und Trümmer hinein, ohne einen Laut von sich zu geben. Seine Augen blitzten; er schien wirklich wütend zu sein.

Zur selben Zeit drangen mehrere Gruppen paramilitärischer Kämpfer von den nördlichen Anden zur provisorischen Festung herab. Sie überwältigten die Männer von General Morillias ohne nennenswerte Probleme. Sie nahmen die vermeintlich kaum einzunehmende Festung – die ehemalige Iglesia del Cielo zusammen mit den paramilitärischen Milizen binnen kurzer Zeit ein, weil Morillias sich von seinen eigenen Leuten täuschen ließ, die ihm mitgeteilt hatten, Salvatore sei tot, ohne dass er dies mit eigenen Augen überprüfte hatte! Oder waren sie gar in Wirklichkeit Anhänger de la Sourcas? So oder so, Morillias verfluchte diesen Tag inbrünstig und voller Leidenschaft: Der Tag seiner Niederlage, und dabei hatte die verdammte Violencia noch nicht einmal richtig begonnen!

Als Salvatore dann höchstpersönlich mit einem Gehstock stolz im Esssaal erschien, breit grinsend und mit einer teuren Zigarre in der rechten Hand, sackte Morillias in sich zusammen. Mein Onkel ganz in Weiß gekleidet, wie sein prächtiger Hut, trat elegant zum General hin, und seine Leute machten einen Schritt zurück.

Noch immer den Zeigefinger am Abzug, nur auf den geringsten Befehl ihres Patrons wartend, um dem General das Licht auszulöschen.

„So sieht man sich also wieder, Bruderherz!“, grinste Salvatore gefährlich und rieb sich das sauber rasierte Kinn, „im Schoße der missglückten Kindheit, die wir hier in der Iglesia del Cielo deinetwegen verbringen durften, und … am Tag deines Todes! Es war noch nie gut, einen Halbbruder zu haben, vor allem keinen wie dich!“, seine Miene wurde ernst. Er senkte seinen Kopf und schickte seine Leute mit einem leisen Befehl hinaus, die ihm anstandslos gehorchten und sich aus dem Saal verzogen. Er nahm den Hut vom Kopf und legte ihn sorgsam auf einen Tisch, der ihm dafür noch stabil genug schien. Sein ergrautes Haar schimmerte sanft im Esssaal und ließ ihn weise wirken.

Die Sonne drang teilweise durch den dichten Dunst aus Kokainstaub.

Lucia, Maselda und ich kauerten mucksmäuschenstill über dem Esssaal in der Decke, genau über den beiden Halbbrüdern: Denn, als der Panzer vorhin eine Mauer durchbrach, gab es hier einen Riss, und wir konnten deswegen nicht mehr weiter. Waren gefangen und gezwungen, mit anzusehen, wie eine Fehde zwischen zwei Halbbrüdern ihren Lauf nahm.

Lucia hatte uns befohlen, uns unsere Taschentücher, die wir von ihr geschenkt bekamen, vor die Atemwege zu halten.

Maselda fluchte noch immer, aber so leise, dass ich es kaum noch hören konnte.

„Du hast meine Soldaten gekauft, nicht wahr!“, drang die tiefe Bassstimme des Generals gepresst zu uns herauf.

„Ja, das habe ich, und noch mehr!“, antwortete ihm Salvatore mit einer eisigen Ruhe, die mich schaudern ließ.

Onkel Salvatore , dachte, nein schrie eine Stimme immer wieder in mir auf, aber ich war still. Still, wie es mir Lucia befohlen hatte!

„Du hast deine ganze Familie, dein ganzes Dorf, welches du beschützen sollst, dafür geopfert, dass du mich kriegst? Mich?“, Morillias keifte jetzt brüllend, was wahrscheinlich eine Wirkung des Kokains war.

Mir zumindest war inzwischen ganz komisch, ich fühlte mich leicht, die Schmerzen in meinen Knien, Oberschenkeln und meinem Kopf waren wie weggeblasen. Mein Rachen kribbelte stark, mein Mund war trocken. Meine Nase lief ununterbrochen; ich versuchte immer wieder, leise den Rotz in mir zu behalten. Ich schwitzte und hatte kaltnasse Hände.

Da klatschte es unten schallend.

Morillias war augenblicklich still.

„Ja, ich habe meine Familie … ja, selbst meine Frau und meinen einzigen, geliebten Sohn Chevaron für dich geopfert, denn hier wird es ein für allemal enden, Bruderherz!“ Salvatore hob seinen Gehstock und schrie in den Saal hinein, als wolle er es allen mitteilen: „Dieser ganze Zirkus wird heute, hier und jetzt enden! Ich werde deine gesamte Sippschaft ausrotten und denunzieren lassen. Sie werden verfolgt, egal, wo sie sich in Kolumbien verstecken, wir finden sie!“, er beugte sich kurz vor, „ich werde es richtig zu Ende führen, kleiner Brandstifter, das verspreche ich dir!“, er richtete sich zu seiner vollen Größe auf und grinste höhnisch: „Es wird mein ganz persönlicher Tag der Rache sein!“, es wurde einen Augenblick still, ehe der Patron zögernd zu Ende sprach: „Du hast schon zu viel Unheil und Leid über das einfache Volk gebracht …, deine Zeit ist abgelaufen!“, dabei zeigte er mit dem rechten Zeigefinger an seine eigene Kehle und schnitt sie symbolisch durch und nickte, während sein Blick den seines Halbbruders traf.

General Morillias erhob sich und knurrte mit gesenktem Kopf: „ Si , dann tue es doch, wenn du … gggnn!“, weiter kam er nicht, da ihm Salvatore den Gehstock mit voller Wucht in den Hals rammte. Der General versuchte mit dem rechten Arm, den Stock abzuwehren, schaffte es aber nicht.

Si , ich tue es, siehst du“, er drehte seinen Gehstock im Fleisch seines Bruders herum, der gurgelnd in die Knie ging.

Der Schock war ihm ins Gesicht geschrieben; er starrte in das aufbrausende Antlitz meines Onkels.

„Du denkst, es ist mir so leicht gefallen, wie dir, alles aufzugeben, um weiterzuleben, si , General!“, er zog seinen Gehstock abrupt aus dem Hals Morillias und verpasste ihm einen schallenden Tritt in den Oberkörper. Der General wehrte sich nicht mehr, konnte es vielleicht nicht, oder wollte nicht, keine Ahnung.

Er wurde von der Wucht nach hinten geschleudert, während dunkelrotes Blut aus seiner Wunde am Hals spritzte. Er versuchte, sich die Wunde mit seinen dreckigen Händen zuzudrücken, was ihm auch halbwegs gelang. Der rote Lebenssaft spritzte darauf nicht mehr, doch es quoll zwischen seinen Finger durch und tropfte lautlos auf den Boden.

„Du warst ja immer so diszipliniert, Bruderherz!“, warf Salvatore Morillias lauthals vor und spuckte abschätzig in sein Gesicht. „Du musstest in Santafè Bogotha ja den Großen vor den Cámara de representante markieren, du Held! Glaubtest du wirklich, ich hätte das nicht mitgekriegt? Wir sind Halbgeschwister, ich kann nicht glauben, dass du dachtest, ich würde diese überhebliche Ansprache nicht vernehmen!“

Anschließend schritt Salvatore zu seinem sichtlich resignierten Bruder hin und stieß den Stock noch einmal mit aller Wut in dessen Fleisch und schrie: „Du hast mir damit mit deinem überheblichen Stolz die Chance gegeben, endlich Rache an dir zu üben! Für alles, was du meiner Familie angetan hast, unserer Familie!“

Dann einige Sekunden Stille, nur ein unstetiges Gluckern des Generals war zu hören, der gebannt in die Augen seines Halbbruders glotzte.

Einige Atemzüge wurde es fast schon unheimlich ruhig, und ich dachte, dass wir im nächsten Moment entdeckt werden würden, doch es kam anders.

General Morillias hielt verkrampft die Hände an seinen Hals, trotzdem war ein deutliches Gurgeln zu hören.

„Stirb, du elendiger asesino …, verdammter Mörder!“, hallte es zu uns hoch, wir beobachten, wie Salvatore wie ein Wahnsinniger mit seinem Stock auf Morillias einschlug, bis dieser endgültig tot war. Danach richtete sich Salvatore zur vollen Größe auf, straffte sein Hemd und seine Hosen. Wischte das Blut seines Gehstocks an seines toten Bruders Hosenbeinen ab, holte seinen Hut vom Tisch, zog sich ihn tief ins Gesicht und verließ den demolierten Esssaal. Dabei sprach er ein kurzes Gebet zur heiligen Maria, während er mit knirschenden Schritten zu seinen Leuten nach draußen ging.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Gebrochenes Schweigen»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Gebrochenes Schweigen» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Gebrochenes Schweigen»

Обсуждение, отзывы о книге «Gebrochenes Schweigen» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.