Oliver Trend - Gebrochenes Schweigen

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Nach vielen harten Schicksalsschlägen entscheidet die ehemalige Theologin Carmen Gabrielle Vélez, eine Frau mittleren Alters, sich das Leben zu nehmen. Kurz, bevor sie dies in die Tat umsetzen kann, wird sie von einer verstorbenen Seele heimgesucht, die sie zwingt, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben.

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So viele Ränke, nur um heimlich sterben zu können. Sein Atem ist hektisch und flach; es fällt ihm von Tag zu Tag schwerer, zu stehen. So lange alle nötigen Anstrengungen unternommen werden, um das Amulett und das Tagebuch zu finden, ist das Leben La Fraternitis in Ordnung; niemand sollte Verdacht schöpfen. Ich muss sie glauben lassen, ich wolle tausend Jahre alt werden! Nur um sicherzustellen, dass mein Vermächtnis … La Fraternitis weiter existiert. Ein heiseres Kichern dringt aus seiner trockenen Kehle.

„Bald ist es nicht mehr möglich, den Lebensfunken noch einmal zu schüren, darauf muss ich vorbereitet sein!“, flüstert er mit einem von Sehnsucht geprägten, inneren Drängen schwach zu sich selbst. Er kann das fremdartige Funkeln in dem einst geborgenen Gestein deutlich vor seinem geistigen Auge sehen, es drängt sich ihm förmlich auf.

„Dieses Mal nicht!“, hüstelt er stockend, „dafür werde ich Sorge tragen! Warum sonst sollte ich einen solchen Zirkus um den Verbleib des Amuletts und das Tagebuch veranstalten!“

Nur die Angelegenheit mit Faretti und Sofía bereitet mir Kopfzerbrechen. Aber wenn Faretti einmal aus dem Weg geschafft ist, kann mir niemand mehr in die Quere kommen. Auch wenn er es sich nicht bewusst ist, besitzt er nicht unerhebliche Informationen über meine heimlich gesponnenen Pläne. Wenn er diese Sofía offenbart, könnte sie beim inneren Zirkel intervenieren. Das darf auf keinen Fall geschehen!

Plötzlich klopft es zweimal hohl an der Tür: Sofía tritt ein und schließt die Tür hinter sich. Sie trägt eine schwarze Jeans und eine rosa Bluse. Ihr schwarzes Haar hat sie hochgesteckt, wie so oft.

Señor Melidas“, begrüßt sie ihn knapp, verneigt sich und verharrt in der Haltung, bis sie angesprochen wird.

Der alte Mann dreht sich zu ihr um und macht eine wegwischende Handbewegung: „Schon gut, Sofía, komm zu mir!“

Ich muss auf der Hut vor ihr sein, sie hat einen ausgeprägten Sinn für geheime Dinge! Wenn sie Verdacht schöpft, fängt sie an, nach Beweisen zu suchen. Und Spuren gibt es immer irgendwelche!

Der Raum ist bis auf die Vorhänge, ein antikes Bett und einen alten Schreibtisch, die auf dem kalten Steinplattenboden stehen, leer. Dennoch wirkt das private Gemächer stets anmutig auf Sofía, und sie fragt sich, während sie auf ihren Patron zugeht, ob er selbst der Grund dafür ist.

Der Alte, der sie beobachtet, wie sie in Gedanken auf ihn zuschreitet, kichert abermals und nickt. Dann werde ich mal meine letzten Karten ausspielen!

„Du fragst dich, ob diese Gemäuer meine energetische Präsenz weitertragen, wenn ich nicht mehr bin, nicht wahr?“

Sofía bleibt nichts übrig, als zu bejahen. Wie macht er das bloß? Manchmal denke ich, ich bin ein offenes Buch in seinen Augen.

„Und, warum wir dieses Amulett nicht nachschmieden können?“, er breitet raschelnd seine Arme aus, „ein solch mächtiges Werkzeug wie La Fraternitis , und trotzdem gelingt es uns nicht! Selbst mit den bedeutendsten Kunstschmieden und Physikern erreichten wir bis anhin nichts, außer, dass es weitere Fragen aufgeworfen hat!“, seine Arme sinken, begleitet von dem raschelnden Geräusch seines Gewandes.

„Nun, so einfach ist das leider alles nicht. Obschon wir in Besitz des fremdartigen Gesteins sind, sind wir nicht in der Lage, das daraus gewonnene Metall so zu verarbeiten, dass es dieselbe Wirkung entfaltet wie das Original. Seit Jahrhunderten versuchen wir es unten in den Katakomben, aber bisher leider nur Fehlerfolge!“, schmatzt er, „trotzdem will ich noch nicht glauben, dass es schon so weit gekommen ist, dass ich sterben werde. Deshalb setzen wir auch immer noch sämtliche verfügbaren Kräfte ein, um es zu finden.“ Wieder schmatzt er einige Male. Abrupt fragt er gutgelaunt: „Magst du mit mir frühstücken, Sofía?“

„Ja, gerne“, erwidert sie zögerlich, sich an Faretti erinnernd, der auch heute mit ihr frühstücken wollte.

Ich hätte mich wirklich gerne mit ihm über meine Mutter unterhalten.

Sie folgt Melidas gedankenverloren in den Speisesaal.

Der Tisch ist wie jeden Morgen üppig mit Speisen gedeckt und würde für ein gutes Dutzend hungriger Bauarbeiter reichen. Doch nur der Alte und Sofía sitzen miteinander am langen Tisch und lassen sich vom glatzköpfigen Butler Hernando heißen Kaffee eingießen.

Nun ist es Zeit, dass ich meinen so lange vorbereiteten Schatz loswerde, damit sich aus der Raupe ein fähiger Schmetterling entfalten kann. Der alte Mann seufzt schweren Herzens. Es macht ihm mehr zu schaffen, als er zugeben will.

Leider bleibt mir keine andere Wahl! Die Wahrheit darf unter keinen Umständen ans Licht kommen, solange ich lebe! Keiner darf wissen, dass ich weiß, wo sich das Amulett und das Tagebuch befinden!

Sofía isst stumm ihr Frühstück und nippt am dampfenden Kaffee, ohne auf ihn zu achten. Sie ist mit sich selbst beschäftigt, mit dem tragischen Tod ihrer Mutter und dem Umstand, dass sie all die Jahre nicht versuchte, sie zu kontaktieren. Die einzige Möglichkeit, über sie mit jemandem zu sprechen, ist Faretti, und der befindet sich bereits auf dem Weg zum Flughafen.

„Der Grund, weshalb ich heute mit dir frühstücken wollte“, bricht der Alte das Schweigen am Tisch, „ist, dass ich möchte, dass du nach Venezuela reist.“

Sofía schaut überrascht auf, direkt in seine leuchtend grünen Augen. Was? Was soll ich dort?

Als hätte er ihre Gedanken gelesen, antwortet er: „Ich möchte, dass du die Hacienda der Familie Ortiz aufsuchst. Wenn jemand etwas über die Kraft des Amuletts weiß, dann du. Außerdem wirst du seine Gegenwart spüren, da bin ich mir sicher!“, kichert er, „schließlich fließt ein Teil von seiner einmaligen Kraft durch deine Adern, mein Kind!“

Ihre Gedanken schießen ihr wie Pfeile durch den Kopf und martern sie. Sie ist nicht in der Lage, etwas zu erwidern, glotzt nur in das runzelige Gesicht ihres greisen Mentors.

„Ich will, dass du morgen früh mit dem Privatjet nach Maracaibo fliegst und dich auf die Suche begibst!“ Der Alte schließt seine hutzligen Lider. „Mach dir keine Sorgen, La Fraternitis ist überall, dir wird nichts geschehen!“ Er tupft mit seiner Serviette seine hängenden Mundwinkel ab und steht umständlich auf.

„Fürchte nie deine Vergangenheit, Sofía!“, kichert er mit heiserer Stimme und schlurft auf sie zu. „Es ist immer der Weg in die Zukunft! Glaube mir ruhig, ich weiß, wovon ich spreche. Schau mich an!“, zeigt er zittrig gestikulierend auf sich, „ich bin total verknittert und bestehe nur noch aus Haut und Knochen. Meine Kleidung wirkt heute eher grotesk als erhaben!“, konstatiert er nickend, und auf seiner hohen Stirn bilden sich noch mehr Falten, als er sie sowieso schon sein Eigen nennt.

„Es gelang mir wohl, die Aussprache der heutigen Zeit anzupassen, aber mit der modernen Kleidung tue ich mich schwer … Sie zwickt mich immer so, vor allem diese … Shorts.“ Er entblößt seine gelblichen Zähne und kichert erneut: „Aber ich komme vom Thema ab … mmmhh, äh … Peinlicherweise ist mir gerade entfallen, was ich dir eben mitteilen wollte!“ Er schmatzt überlegend, verdreht seine blutunterlaufenen Augen und schmatzt wieder. Dann zuckt er mit den Schultern, „ich sollte wohl mehr Vitamine zu mir nehmen, was meinst du?“

Sofía lächelt verkrampft und wird gleich wieder ernst: „Darf ich offen sprechen?“

„Natürlich, mein Kind.“

„Sie verheimlichen mir irgendwas, ich spüre es ganz deutlich.

Laut Farettis Aussage befindet sich das Amulett in Berlin, nicht in Venezuela!“ Ihre Blicke treffen sich, ohne dass einer wegschaut. Sofía hebt herausfordernd das Kinn. Sie presst ihre Lippen aufeinander. „Stimmt´s?“

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