Peter Schmidt - Stehen Sie drüber!

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Mit Mentaltechniken nach dem neuesten Stand der Psychologie der Emotionalen Intelligenz («EQ-Training») geht das tatsächlich – probieren Sie es aus! Dank neuer Einsichten – der sogenannten «Attractio-Aversio-Psychologie» – fokussiert man gezielter und schneller als z.B. in der Verhaltenstherapie auf problematische Gefühle und Reaktionen. Und sogar ohne ein langwieriges vorgeschaltetes Vorbereitungsprogramm wie etwa Progressive Muskelentspannung. Auch für Experten und Therapeuten aufschlussreich. Wir verfügen damit zum ersten Mal in der Geschichte der Mentaltechniken über ein psychologisch klarer definiertes mentales Instrument, das sich auch 'in Aktion', also innerhalb unserer Tagesaktivitäten, im Stress, in der Arbeit, im Gespräch, beim Vortrag, bei schwierigen Verhandlungen und Verkaufsgesprächen, im Sport – vor allem auch bei Herausforderungen, die umgehendes Handeln erfordern – einsetzen lässt.

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Dabei zieht sich die zutreffende Antwort – wenn auch in begrifflich noch nicht ganz befriedigender Form – wie ein roter Faden durch die Geschichte der Philosophie und Psychologie bis hin zu Hume, Kant und Freud.

Bereits im Altertum glaubten die Philosophen Aristippos (435-366 v. Chr.) und Epikur (341-270 v. Chr.) eine klare Antwort darauf gefunden zu haben, was dieser Faktor sei. Sie nannten ihn „Lust“, soweit es nicht um negative, sondern um positive Gefühle geht. Lust ist eine subjektive Erscheinung. Die Lust des Essens, die Lust, die wir beim Orgasmus verspüren, die Lust, im Bett zu bleiben ist uns allen soweit vertraut, dass wir sofort wissen, worum es sich handelt. Lust ist aus sich selbst heraus attraktiv. Ihre Attraktivität ist evident.

Ihr Wertvollsein muss nicht mehr hinterfragt werden.

Der unendliche Regress des Fragens, warum etwas wertvoll sei, kommt damit an ein Ende.

Man kann über alles Fragen stellen, aber bei der Lust erledigt sich das Fragen zumindest hinsichtlich der Gewissheit, dass Lust wertvoll ist.

Sigmund Freud (1856-1939) war sogar der Meinung: „Es ist einfach das Programm des Lustprinzips, das den Lebenszweck setzt … an seiner Zweckdienlichkeit kann kein Zweifel sein, und doch ist sein Programm im Hader mit der ganzen Welt.“

Um bei negativen Gefühlen könnte man vielleicht konstatieren, deren wesentliche Eigenschaft sei der Schmerz? Lust und Schmerz also als das, was den Gefühlsbegriff ausmacht?

Vergleichen wir ihn mit der Liste in unseren fünf Beispielen: Angst , Befangenheit , Eifersucht, Panik, Verlangen, Unbehagen, Nervosität, Erleichterung, Ärger, Wut.

Angst hat zweifellos Ähnlichkeit mit Schmerz. Wenn wir dem Begriff alltagssprachlich betrachtet etwas Gewalt antun, könnten wir im weitesten Sinne davon reden, Angst sei „schmerzhaft“. Das Gleiche mag für Panik und Wut gelten. Bei Befangenheit, Ärger, Eifersucht, Unbehagen, Nervosität geringeren Grades werden wir die Bezeichnung jedoch nicht sehr treffend finden. Und auf der anderen Seite würden wir bei Erleichterung nicht unbedingt von Lust sprechen wollen, allenfalls noch bei Verlangen.

„Lust erscheint oft zu grob, zu sexuell, zu hedonistisch, um feine positive geistige oder ästhetische Gefühle wie z.B. ‘Verantwortung’ oder ‘Anmut’ zu charakterisieren.“

Wir sehen an dieser Liste von Bespielen: Sollte es gerechtfertigt sein, bei Gefühlen von einem gemeinsamen Nenner zu sprechen, dann sind die Begriffe Lust und Schmerz nur bedingt geeignet. Der Umfang der positiven und negativen Gefühle, auf die sie anwendbar wären, erscheint zu eng.

Trotzdem bilden wir, wenn wir die obige Liste von Gefühlen betrachten, ohne Schwierigkeiten zwei Gruppen: nämlich positiv und negativ. Woran liegt das?

Was ist dieses Positiv- und Negativsein?

Erst die Antwort auf diese Frage wird es uns ermöglichen, präziser als sonst zu verstehen, worauf die Technik des desensibilisierenden Blicks abzielt, worin ihre oft verblüffende Wirksamkeit besteht. Anders ausgedrückt: Ohne dieses Minimum an Analyse unserer Gefühle kommen wir nicht weit.

Und weil unsere Wissen darüber so beschränkt ist, können Ihnen selbst viele Therapeuten nicht sagen, was Sie in Alltagssituationen gegen Ihren Ärger, Ihre Eifersucht, Ihre Befangenheit usw. unternehmen können. Da werden dann lieber Beruhigungsmittel und andere Psychopharmaka verordnet. Das ist weder gut für den Geldbeutel noch für Ihren Organismus. Wenn mentale Techniken ausreichen, sollte man auf chemische Mittel verzichten.

Ein besseres Verständnis, was Gefühle sind und wie man mit ihnen umgeht, kann darüber hinaus zu einer existenziellen Umorientierung führen, deren überlegene emotionale Qualität man leider erst erkennt, wenn man bereits von ihr profitiert.

Untersuchen wir daher noch einmal genauer, was wir in obigen fünf Problemsituationen erleben!

Beispiel 1:

Als Sie Ihren Chef am Schreibtisch sitzen sehen und ihn um die längst fällige Gehaltserhöhung bitten wollen, verspüren Sie lähmende Angst. Und Angst ist ein ...? – unangenehmes Gefühl!

Beispiel 2:

Das Gefühl der Eifersucht ist so bohrend, als Ihre Freundin mit einem anderen Mann flirtet, dass Sie nicht an sich halten können. Und Eifersucht ist ein ...? – unangenehmes Gefühl!

Beispiel 3:

Als Sie sich auf dem Wege zum Bahnhof im dunklen Wald verirren und den letzten Zug verpassen könnten, sind Ihre Gedanken vor Panik wie gelähmt. Und Panik ist ein ...? – unangenehmes Gefühl!

Beispiel 4:

Als Ihre Angebetete Ihnen eine Zigarette anbietet, obwohl Sie gerade mit dem Rauchen aufgehört haben, empfinden Sie Nervosität und Unbehagen – also „Entzugserscheinungen“, die durch die Situation noch verstärkt werden. Nervosität und Unbehagen sind ...? – unangenehme Gefühle!

Und Sie empfinden Verlangen nach Erleichterung. Erleichterung ist ein ...? – angenehmes Gefühl!

Beispiel 5:

Vor den Telefonzellen empfinden Sie zunächst Ärger über den sich vordrängenden Passanten. Dann beim Hin- und Her der Diskussion und wegen der dreisten Argumente des anderen sogar Wut. Der Schlag, den Sie am Ende während Ihrer Rangelei ins Gesicht bekommen, ist schmerzhaft. Und Ärger, Wut und Schmerz sind ...? – unangenehme Gefühle!

Es ist eine intellektuelle Einsicht mit unerhörten Folgen für das Leben jedes Menschen, zu erkennen, dass in all diesen Problemen jeweils nur zwei Faktoren wirklich relevant sind: das

Angenehmseinund Unangenehmsein

der Gefühle.

Gefühle können darüber hinaus noch Tönungen haben, wie z.B. das Unheimliche, Fröhliche, Lustige, Melancholische, Bedrohliche. Aber für unser Leiden und Glück und unser Wohlbefinden sind offenbar Angenehm- und Unangenehmsein zuständig.

Dabei handelt es sich allerdings auch um eine intellektuelle Herausforderung, die systematische Überprüfung in allen Lebensbereichen und ein gewisses Maß an Scharfsinn verlangt. (Vergleichen Sie dazu weiter unten das Kapitel „Wie wir Werte und Lebenssinn erleben“.)

Was bedeutet hier wirklich relevant ?

Könnte man mit einem fiktiven neurologischen Schalter zum Beispiel das Unangenehmsein aus unseren Erfahrungen – etwa des Sodbrennens oder der Depression – entfernen, dann würde das Problem auf der Stelle bedeutungslos für uns. Probleme werden letztlich erst relevant durch ihren emotionalen Gehalt. Und dieser emotionale Gehalt ist im Wesentlichen nichts anderes als das Angenehm- und Unangenehmsein der Gefühle.

In gleicher Weise nähme unser fiktiver neurologischer Schalter der Schönheit, dem Wohlgeschmack oder dem Hochgefühl auf der Stelle jegliche Attraktivität.

Und dieser Faktor gilt für alles Bereiche des Fühlens: für Gefühle im eigentlichen Sinne, aber auch für Stimmungen, Emotionen, Affekte und Wertgefühle, bei denen wir die Dinge unserer Erfahrungswelt durch eine Gefühlsbrille betrachten.

Die neuere Psychologie der Emotionalen Intelligenz hat die bereits aus der Antike bekannte These vom Primat der Lust differenziert und erkannt, dass auch „Lust“ nur eine Form innerhalb einer breiten Skala von positiven Gefühlen ist. Anmut, Vertrauen, Verantwortung können von positiven Gefühlen geprägt sein, doch würde man hier ungern von Lust reden wie beim Orgasmus.

Da Lust von Aristippos und Epikur bis hin zu Sigmund Freud fälschlich als das bestimmende Moment des positiven Gefühls angesehen wurde, versperrte diese zu enge Begriffsbestimmung den Blick auf das tatsächliche Wesen der Gefühle.

Neuere Definitionen verstehen – umfassender und allgemeiner – das Wesen der Gefühle also als Angenehm- und Unangenehmsein.

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