Katja Brandis - Und keiner wird dich kennen

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Gute Freunde, ein schönes Zuhause und den tollsten Jungen der Welt zum Freund: Nach Jahren der Angst ist Maja endlich glücklich. Bis zu dem Tag, als der Mann aus dem Gefängnis entlassen wird, der Majas Familie einst brutal terrorisiert hatte. Er schreckt auch jetzt vor nichts zurück. Die Familie muss untertauchen: neue Stadt, neue Identität, alles auf Null. Nicht mal zu Lorenzo, ihrem Freund, darf Maja, die nun Alissa heißt, Kontakt haben. Ein neuer Albtraum beginnt: Wie soll sie Freunde finden, wenn sie nur Lügen erzählen darf und schon das kleinste Partybild in den Sozialen Medien ihr Leben in Gefahr bringen kann? Und wie könnte sie Lorenzo je vergessen? Einsam, voller Wut und Sehnsucht trifft Maja eine verhängnisvolle Entscheidung …

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Was geschieht mit ihrem kleinen Zitronenbaum, den sie selbst gepflanzt hat und der jetzt auf dem Fensterbrett die Blätter ausbreitet? Wird wohl vertrocknen. Die Patchwork-Decke, die Oma ihr gemacht hat und auf der Majas Name steht? Muss hierbleiben, viel zu groß, hoffentlich wirft die keiner in die Altkleidersammlung. Es ist eine ihrer wenigen Erinnerungen an Oma Helene, die vor einem Jahr gestorben ist. Schon spürt Maja, wie Tränen in ihre Augen drängen. Alles verschwimmt vor ihren Augen, als sie den Kleiderschrank aufreißt, ihre Lieblingsjeans und ein paar andere Klamotten herauszerrt. Zahnbürste, Deo, Bürste.

Auch Elias weint, er hat einen kleinen Berg mit Spielzeug im Flur angehäuft, über den jetzt alle drüberstolpern. „Das ist zu viel, das können wir nicht mitnehmen“, wiederholt Lila immer wieder, während sie Pässe, Impfausweise und ihr Tagebuch in ihre lederne Umhängetasche stopft. Aber dann ist es doch Lila, die das meiste Gepäck hat, gerade verfrachtet sie mehrere Akten über den Prozessgegen Robert Barsch in einen Pappkarton.

Maja zwingt sich zur Geduld und hilft dem schniefenden Elias, seine Sachen in ganz wichtige und weniger wichtige zu sortieren – Lila ist dafür anscheinend zu nervös. Als Maja ihn ganz fest umarmt, beruhigt sich Elias nach und nach wieder. Gemeinsam bringen sie sein Zeug in einem der Koffer unter.

„Ich muss noch mal auf den Dachboden, wir nehmen noch die Reisetasche mit“, ruft Lila und hastet ins Treppenhaus.

Maja weiß, das ist ihre Chance. Hastig rennt sie in ihr Zimmer zurück, reißt ein Stück Papier aus dem Drucker, kritzelt ein paar Worte für Lorenzo darauf.

Liebster Lorenzo, wir müssen weg, es liegt nicht an dir. Ich liebe dich! Maja

Rein in den Umschlag und Briefmarke drauf, zum Glück hat sie noch ein paar da, obwohl sie selten Briefe schreibt. Gut, dass es eine dieser selbstklebenden ist, Majas Mund ist so trocken, dass sie nicht geschafft hätte, eine Marke anzulecken. Jetzt muss sie den Brief nur noch einwerfen, erst mal bleibt er in ihrer Jackentasche.

Höchste Zeit zu gehen. Hier zu sein, fühlt sich an, wie in der Mitte einer Zielscheibe zu sitzen. Was ist, wenn jemand in der Nähe lauert, wenn er dem Polizeiauto folgt und so auf ihrer Spur bleibt? War es ein Fehler, überhaupt noch einmal herzukommen?

„Mein Vulkan!“, schluchzt Elias. Er reißt sich von Lilas Hand los und rennt zurück in sein Zimmer, der vollgepackte Schulranzen rumpelt auf seinem Rücken. Aber der Vulkan ist zu groß, sie können ihn kaum tragen, und bepackt mit Koffern schon gar nicht.

„Wir basteln dir einen neuen“, verspricht Lila hastig und zerrt Elias praktisch die Treppe hinunter. Sie wirft noch schnell den Hausschlüssel und eine kurze Notiz, dass sie unerwartet wegmüssen, bei den Nachbarn ein. Dann hasten sie zum Polizeiauto, das mit abgeblendetem Licht in der Feuerwehrzufahrt wartet. Zum Glück passen ihre Sachen gerade so in den Kofferraum, dann drängen Lila, Maja und Elias sich auf den Rücksitz. Elias mit seinem Plüschdrachen in der Mitte, Maja schmerzhaft gegen die Seitentür gedrückt, den schweren Rucksack auf dem Schoß. Es ist keine Zeit für einen letzten Blick. Schon fährt der Streifenwagen los, bringt sie fort. „Bitte erst mal zu einer Bank, Geld abheben“, bittet Lila.

Ab jetzt sind sie auf der Flucht.

Zu keinem ein Wort

Das Haus am Stadtrand ist von hohen Hecken umgeben, hier verbarrikadiert sich jeder hinter grünen Mauern. Sie stehen vor einer altmodischen Haustür aus krisseligem Glas, schweigend drückt Lila den Klingelknopf, auf dem SINGERL steht. Schemenhaft kann Maja durch die Tür erkennen, dass jemand heranschlurft, dann öffnet eine alte Frau mit braun gefärbten Locken und Brille. Sie trägt einen dunkelblauen Pullover, der sich über ihrer enormen Oberweite wölbt, steinfarbene Hosen und klobige Hausschuhe mit Korksohlen.

„Na, da seid ihr ja schon“, sagt die Frau und lächelt ein wenig zögernd, als sei sie noch nicht ganz sicher, was sie von dieser ganzen Sache halten soll.

„Das ist furchtbar nett von Ihnen, dass wir erst mal bei Ihnen bleiben dürfen, Frau Singerl“, sagt Lila. „Mein Name ist Lila, das hier sind Maja und Elias.“

Frau Singerl nickt. Sie kneift ein wenig die Augen zusammen, als sie Lila mustert, und Maja stellt sich vor, was sie sieht: eine große, schlanke Frau in den Dreißigern, hübsch, lange dunkelbraune Locken, gesteppte schwarze Winterjacke, violetter Schal und kniehohe Stiefel. Vielleicht fragt sie sich, ob das die Kollegin sein soll, von der ihre Tochter erzählt hat, die Mechatronikerin, und wo ist eigentlich das Öl unter ihren Fingernägeln? Daneben ein Mädchen, fast ebenso groß wie die Frau, aber etwas unscheinbarer, mit einem ebenmäßigen, runden Gesicht und skeptisch blickenden dunklen Augen. Und ein Junge, der irgendwie so aussieht, als würde er nicht dazugehören, er ist so blond. Seine Haut ist sehr hell, fast durchscheinend, man sieht jede Ader.

„Sieht aus, als würd´s heute mal wieder schneien“, sagt Frau Singerl nach einem Blick zum Himmel und hält dann die Tür auf. „Bitte die Schuhe ausziehen, ich habe gerade gewischt.“ Im Haus riecht es nach Hühnersuppe, muffigen alten Kleidern und Frau Singerls Rosenparfüm, das sie anscheinend literweise verwendet.

Mühsam schleppen sie ihre Koffer eine schmale Treppe hinauf in den ersten Stock. Dort zeigt Frau Singerl ihnen das ehemalige Zimmer ihrer Tochter, viel ist nicht mehr darin: ein Kleiderschrank, ein Einzelbett mit Kissen darauf, ein zu oft gewaschener hellgrüner Teppich. „Hier könnt ihr schlafen.“ Frau Singerl schnauft nach dem Erklimmen der Treppe. „Es gibt leider nur ein Bett. Aber da passt ihr bestimmt zu zweit rein.“

Eingeschüchtert lugt Maja durch die Tür. Auch hier riecht die Luft abgestanden. An der Wand hingen vielleicht früher mal Poster von irgendwelchen Stars, man sieht noch die Löcher der Reißzwecken, doch jetzt prangt dort ein Reisebüro-Plakat: eine Küstenlandschaft mit Blüten im Vordergrund, wahrscheinlich Italien, ganz schön kitschig. Elias setzt sich auf das Bett, wippt zögernd auf und ab, haut mit der Hand auf eins der grünen Kissen und sagt noch immer kein Wort.

Frau Singerl nimmt das Kissen, legt es wieder ordentlich hin und zupft es in Form. Dann führt sie Lila zu einem anderen Zimmer, in dem ein wuchtiger Schreibtisch aus dunklem Holz steht und Bücherregale die Wände bedecken. „Das war das Arbeitszimmer meines Mannes“, sagt sie und seufzt. Dann deutet sie auf eine rissige braune Ledercouch. „Hier, die bezieh ich gleich mal für Sie. Da vorne ist das Bad. Mein Schlafzimmer ist eins weiter.“

Dann gehen sie alle zusammen in die Küche und setzen sich an den mit einer Wachsdecke bezogenen Küchentisch. Auf einem alten Gasherd wärmt Frau Singerl Hühnersuppe mit Reis und Gemüse auf. „Es ist nicht viel, ich hab ja nicht gewusst, dass Gäste kommen“, entschuldigt sich Frau Singerl, und Lila versichert, dass es natürlich völlig ausreiche und sie froh seien, überhaupt etwas zu Essen zu haben und wie nett das von ihr sei.

Maja bekommt kaum etwas herunter, sie fühlt sich wie verbannt aus ihrer Welt, dieses Haus engt sie ein. Aber immerhin sind sie hier sicher, und ihre Angst lässt langsam wieder nach. Hier wird niemand sie finden, Robert Barsch nicht und seine Freunde auch nicht. Ganz bestimmt.

Missbilligend blickt Frau Singerl auf Majas und Elias´ noch fast volle Teller. Elias ist gerade dabei, sämtliche Gemüsestücke aus der Suppe auszusortieren, es sieht aus, als wären Karotten und Sellerie auf dem Tellerrand gestrandet. „Na, das gab´s bei uns aber nicht“, brummt Frau Singerl.

Lila lächelt verlegen und zischt Elias zu: „Das wird mitgegessen!“

„Alles?“

„Alles!“

Mürrisch und in Zeitlupe macht er sich ans Werk. Auch Maja zwingt sich, ihren Teller leer zu essen. Sie muss dreimal versichern, wie lecker die Suppe ist, bevor Frau Singerl wieder besänftigt wirkt. Schließlich sagt Lila, dass sie noch etwas zu besprechen hätten, und sie verziehen sich in das ehemalige Kinderzimmer. Es ist eine Erleichterung, die Tür hinter sich zumachen zu können. Endlich sind sie unter sich. Elias setzt sich aufs Bett, Maja lässt sich neben ihm nieder und Lila zieht sich den Schreibtischstuhl heran.

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