Gerhard Nattler - Der Investigator
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investigativer Journalist und leidenschaftlicher Jäger, wird tot auf seinem Hochsitz im Hervester Bruch aufgefunden. Dem ersten Anschein nach war er einer Bande von Wilderern auf der Spur. Doch dann stoßen die Kommissare Berendtsen und Hallstein bei ihren Ermittlungen auf Verbrechen in großem Ausmaß.
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»Frau Hillebrandt, wie schätzen Sie die Beziehung ein? Ich meine, wie stark waren die beiden verbunden? Gab es ein Testament?«
»Wir haben schon seit langem eine Verfügung. Wir setzten uns gegenseitig als Erben ein, wie man das so macht. Ich glaube nicht, dass er es geändert hat. Soweit war die Beziehung hoffentlich nicht gediehen. Ich kann nicht sagen, wie häufig die beiden zusammenwaren waren, aber meistens war er abends und am Wochenende zuhause.«
»Haben Sie das Testament mit Hilfe eines Notars aufgesetzt?«
»Bei Herrn Schenk, Notariat Rudolf Schenk. Er wohnt hier auf der Straße, übernächstes Haus.« Sie tupfte sich mit dem Zipfel eines Taschentuchs vorsichtig Tränen aus den Augen, darauf bedacht, ihre Wimperntusche nicht zu verwischen, was ihr aber nicht gelang. Sie betrachtete gedankenverloren die schwarzen Flecken.
Stille.
Berendtsen erhob sich, trank den Rest Wasser und stellte das Glas leise auf den ledernen grünen Untersetzer mit der Aufschrift des Whiskys »Laphroaig« und den Umrissen Schottlands und der Insel Islay zurück. Berendtsen kannte die Untersetzer. Er hatte sie vor – er dachte nach – fünf Jahren in seinem Schottlandurlaub bei einem Besuch dieser Destillerie ebenfalls geschenkt bekommen. Sie mussten noch irgendwo sein. Er schlenderte wie zufällig zur Terrassentür, die Hände auf dem Rücken, leicht nach vorne gebeugt. »Den Garten haben immer Sie bearbeitet?«
Sie nickte. »Geschnitten hat der Gärtner, aber der scheint im Urlaub zu sein. Ans Gießen hat Karl-Heinz nie gedacht.«
»Was wird nun aus dem Haus? Werden Sie hier wieder einziehen?«
»Herr Kommissar! Ich weiß seit einer halben Stunde vom Tod meines Mannes. Seitdem haben Sie mich befragt. Wann hätte ich mir darüber Gedanken machen sollen?«
Berendtsen entschuldigte sich ein wenig unbeholfen. Er fand seine Frage auch völlig überflüssig und dumm. Eigentlich hatte er nur etwas Unverbindliches sagen wollen. Es war schief gegangen. Ihm gingen andere Überlegungen durch den Kopf. Wie konnte sich ein Mann so ändern? Er hatte schon davon gelesen, aber live und vor Ort …
»Frau Hillebrandt, hatte Ihr Mann ein Arbeitszimmer? Dürften wir es uns einmal ansehen? Vielleicht finden wir Hinweise, die uns zum Täter führen.« Hallstein griff vorsorglich in das Gespräch ein, um zu verhindern, dass es wieder durch eine längere Pause unterbrochen wurde.
Frau Hillebrandt führte die Kommissare über eine halbgewendelte, sechzehnstufige Holztreppe in eine Art Atelier, das den halben Dachboden ausfüllte. Zwei Dachgauben auf jeder Seite schickten genügend Tageslicht in den Raum, den man ebenso gut zu einem Tanzsaal hätte umfunktionieren können. Der erste Eindruck bestätigte die Aussage, dass ihr Mann auf seine Trophäen stolz war. Die überwiegend mit Geweihen verschiedener Größe und Arten dekorierten Wände hingen voll mit ausgestopften großen und kleinen Tieren, darunter Köpfe von Wildschwein, Reh und Hirsch. Ein Spotlight konzentrierte sein Licht auf einen Winkel, in dem sich ein mannshoher Braunbär aufbäumte. Auf den bewundernden Blick der Kommissare hin erzählte sie kurz von ihrem gemeinsamen Urlaub in Alaska. An der Wand imponierte ein Eisbärfell aus dem Norden Kanadas, das allerdings bei einem Bärentöter, wie sich der Mann damals genannt hatte, erstanden worden war.
Der mächtige Schreibtisch mit den passenden Regalen und Schubladenschränken aus massiver Eiche passte in dieses große Zimmer. Davor beeindruckten zwei breite Chesterfield - Sessel den Besucher. Zwischen Schreibtisch und Wand stand eine schwarze, in der Höhe verstellbare Drei-Bein-Stehlampe. Das Licht der mächtigen Scheinwerfer ließ sich durch vier Klappen dirigieren. Berendtsen kannte solche Lampen aus Fotostudios.
Die Kommissare nahmen die Möbel in Augenschein. Der Schreibtisch war aufgeräumt. Die Unterlage bestand aus einem großen DIN A3 – Papierblock mit Kalender und dem Absender Heckler & Koch samt Bildern verschiedener Jagd- und Handfeuerwaffen. Einige mit Kugelschreiber gemalte Bäume und Sträucher sowie Rechtecke und Kreise hatte Hillebrandt offensichtlich beim Telefonieren entworfen. Beim Versuch, das Geweih eines Zwölfenders zu zeichnen, war er augenscheinlich unterbrochen worden oder das Gespräch hatte für dieses Motiv nicht die nötige Länge. Zwischendurch fielen einige Telefonnummern auf. Teilweise durchgestrichen, manche mit Namen und Durchwahl. Berendtsens Blick fiel auf einen umkreisten Termin: ›Ansitz: Montag, 19. Otto‹. Durchgestrichen. Darunter mehrere kleine Punkte, die das Stornieren des Durchstreichens darstellten. Dahinter war ein überdimensionales Ausrufezeichen gemalt und offensichtlich während eines Telefonats verziert worden. Verschiedene Ablagefächer enthielten bezahlte und unbezahlte Rechnungen. In den Schubladen fanden sie nichts außer Büromaterial und Ordnern. Sie nahmen sich die Schrankwand vor. Offene Fächer gab es in der oberen und mittleren Reihe. In der Mitte sprang eine Art Säule hervor, die nur aus Fächern mit Türen bestand. In allen steckten Schlüssel, aber keine war abgeschlossen. Die Türen öffneten nach oben. Sie enthielten sorgfältig beschriftete Aktenordner. Alte Berichte, Zeitungsartikel, Honorarabrechnungen, Pläne des Hauses, Korrespondenz, Prospekte über Waffen. Berendtsen griff zum Ordner »Aktuell«. Er war leer. Drei Trennblätter fielen zu Boden.
»Frau Hillebrandt, können Sie mir sagen, warum dieser Ordner leer ist?« Er hob die Teiler vom Boden auf.
Sie sah in den leeren Ordner und stutze. »Dieser Ordner war in der Regel niemals leer, weil er immer neue Ideen im Kopf hatte. Selbst wenn keine Untersuchung lief, hatte er immer Aufzeichnungen darin, eine Art Ideensammlung.«
Sie nahm Berendtsen die drei Blätter ab, heftete sie in den Ordner und stellte ihn zurück an seinen Platz. Berendtsen sah sich weiter um. Fein säuberlich abgeheftete Jagdzeitschriften, ordentlich in Jahresordnern sortiert, mit Inhaltsverzeichnis. Berendtsen blätterte einige Zeitschriften durch und fand mehrere Artikel, die unter seinem Namen veröffentlicht waren. Hallstein stieß in einer Schublade auf einen handlichen Fotoapparat für die Hosentasche, auf dem er aber keine Bilder fand, und zwei großen Teleobjektive, die zu diesem Apparat nicht passten. Nach kurzem Augenschein gaben sie auf. Hier war für sie beide nicht viel zu begutachten.
»Wo hat ihr Mann seinen Waffenschrank?«, fiel Berendtsen ein.
Frau Hillebrand öffnete eine Tapetentür neben der Schrankwand. Der Stahlschrank dahinter war verschlossen. »Den Schlüssel hat er immer bei sich. Sie werden ihn bestimmt bei ihm finden. Er hat stets zwei Schlüsseletuis, ein braunes in der Hosentasche, ein blaues zur Sicherheit in der Jagdtasche. Er hatte vor Wochen einen Bund beim Bergen eines Tieres in dem Sumpf des Hervester Bruchs verloren. Ich musste ihm den zweiten Autoschlüssel bringen. Es hat lange gedauert, bis er alles wieder beisammenhatte. Auf den Schlüssel zum Waffenschrank haben wir über zwei Wochen gewartet.«
»Also konnte er zwei Wochen nicht jagen? Muss schlimm gewesen sein für ihn.«
»Nein. Die Waffen hatte er mit auf der Jagd. Er konnte sie nur nicht einschließen. Sie haben während der Zeit hier oben hinter dieser Tür gestanden. Es war ihm nicht recht, aber was sollte er machen?«
»Dürfen wir Ihnen unsere Kollegen schicken, die einen geschulteren Blick für versteckte Informationen haben und den Computer untersuchen, eventuell mitnehmen?«
Sie stimmte zu.
Berendtsen zog sein Handy aus der Hosentasche und informierte Willi bei der Spurensicherung.
»Haben Sie einen Tresor?«
Frau Hillebrandt öffnete einen Wandschrank und tippte den Code ein. Außer einigen hundert Euro fanden sie nur eine Dokumentenmappe und eine Schmuckschatulle mit einem Paar goldener Manschettenknöpfe und zwei teure Armbanduhren. Ein ledernes, mit blauem Samt ausgeschlagenes Etui, das er laut Auskunft der Frau von seinem Vater übernommen hatte, enthielt zwölf Goldmünzen verschiedener Prägung.
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