Michael Schenk - Das Kanonenboot
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Western drückte Cullon ein Stück kalte Leberpastete in die Hand und der Matrose spürte erst jetzt, wie hungrig er war. Dennoch empfand er einen Anflug von schlechtem Gewissen. Da lag er hier oben, in relativer Sicherheit der Mulde, und aß kalte Pastete, während er kaum Hoffnung für seine Gefährten an Bord der Harmony empfand. Man hörte ja so einiges über die Piraten im chinesischen Meer. Die Schreie, die sie bislang gehört hatten, gaben kaum Anlass zur Hoffnung.
Die Zeit schien lähmend langsam zu verstreichen, endlich erschien am Horizont ein sanftes Glühen.
„Die Sonne geht auf“, kommentierte Weber. So merkwürdig es auch war, aber der Fotograf hatte seine Ausrüstung mit heraufgebracht. Cullon wusste, dass sie sehr wertvoll war, dennoch empfand er das neumodische Zeug als unnötigen Ballast, wenn es darum ging, die nackte Existenz zu retten.
Die Mastspitzen der Harmony schienen aufzuglühen, als sie in das erste Licht des Tages getaucht wurden. Das rote Leuchten breitete sich mit der typischen Schnelligkeit eines Sonnenaufgangs über dem Meer aus. Die Brigg lag noch immer an ihrem Ankerplatz, doch jetzt hatten drei große Ruderboote an ihr festgemacht. Im Wasser trieben mehrere Leichen. Zwei von ihnen waren von der schwachen Dünung bis zum Strand getragen worden. An Deck der Harmony waren Fremde zu sehen und eine Handvoll Besatzungsmitglieder. Fraglos handelte es sich bei den Unbekannten um Piraten. Ihre Kleidung war bunt gemischt, die meisten trugen Kopftücher oder Stirnbänder. Jeder der Männer war bis zu den Zähnen bewaffnet.
Gerade wurde ein Mann an Deck gezerrt und Cullon war sich sicher, dass es sich dabei um Kapitän Bullmer handelte.
„Verdammt, was können Sie sehen, Mylord?“ Western, dessen Augen nicht so gut waren, schob sich näher an Lord Fenshaw, der die Szenerie durch sein Glas betrachtete. „Sind das Piraten?“
„Selbstverständlich sind das Piraten“, stieß Fenshaw grimmig hervor.
„Mylord?“
Der Adlige begriff, dass Western und Weber nicht erkennen konnten, was da unten geschah. Er entschloss sich, zu schildern, was er durch das Fernglas erkennen konnte. „Mehrere Boote liegen am Schiff. Das Deck wimmelt nur so von diesen chinesischen Seeräubern. Na ja, falls es Chinesen sind. Ich kann diese Gelben nicht auseinanderhalten.“ Er setzte das Glas kurz ab, um sich über die Augen zu wischen. Dann spähte er erneut hindurch. „Da sind mehrere Tote im Wasser und an Deck. Verdammt, diese Bastarde müssen die Mannschaft völlig überrumpelt haben. Einer von ihnen spricht gerade mit Bullmer. Deutet zur Insel herüber, aber Bullmer schüttelt den Kopf. Vermutlich… Grundgütiger…“
Der Lord verstummte und Western stieß ihn unbewusst an. „Was, Mylord? Was sehen Sie?“
Cullon hatte es erkennen können. „Sie haben dem Kapitän den Hals durchgeschnitten“, antwortete er mit tonloser Stimme. „Einfach so. Haben ihn einfach umgebracht.“
Der Matrose war leichenblass. Wenn man das mit dem Kapitän machte, dann gab es für die anderen Offiziere und Mannschaftsmitglieder erst recht keine Hoffnung.
„Umgebracht? Den Kapitän?“ Weber schüttelte benommen den Kopf. „Aber warum?“
Lord Fenshaw ließ ein leises Knurren hören. „Na, warum wohl? Seien Sie kein so verdammter Narr. Die wollen unser Schiff… Die Besatzung nutzt ihnen nichts. Die haben genug Leute und beseitigen jeden unliebsamen Zeugen.“
„Die laden Sachen in ihre Boote.“ Cullon zwang sich, wieder zur Harmony zu sehen. Er hätte lieber darauf verzichtet, denn so musste er mit ansehen, wie man auch die anderen Besatzungsmitglieder umbrachte. Er glaubte nicht, dass die Piraten das Schiff nutzen wollten, denn sie ließen die Leichen einfach liegen, statt sie über Bord zu werfen.
Kisten, Geräte und ein paar Besitztümer wurden an Deck gebracht. Scheinbar beratschlagte man, was man wohl mitnehmen solle. Offensichtlich gab es Streit, denn für einen Moment war eine Prügelei zu sehen, die einer der Piraten, wohl deren Anführer, mit einem Warnschuss beendete. Dann wurden die Boote beladen und die Piraten stiegen hinein.
„Was soll das?“ Fenshaw kratzte sich verwirrt im Nacken. „Sie verlassen das Schiff? Warum nehmen sie es nicht als Prise?“
„Ja, und wo ist das verdammte Piratenschiff?“, fügte Weber hinzu. „Von dem Ding ist nichts zu sehen und die Mordbande wird ja wohl von ihm gekommen sein.“
„Wahrscheinlich liegt es hinter der Landzunge verborgen“, vermutete Cullon. „Jenseits des anderen Berges. Dicht unter Land, so dass man es nicht leicht erkennen kann. Die Bande ist sicher die ganze Nacht gerudert, um unsere Harmony zu erreichen.“
„Schön, und sie haben das Schiff erobert. Aber warum verlassen sie es jetzt wieder?“ Der Fotograf strich sich über das bärtige Kinn. „Ich meine, wenn die auf Beute aus sind… Das Schiff ist doch wertvoll. Dafür fände sich sicherlich ein Käufer. Soweit ich hörte, fragt man hier nicht sehr neugierig nach dem Ursprung eines Schiffes, wenn es angeboten wird.“
In der Luke, die zum unteren Deck der Brigg führte, stieg Rauch auf, der sich rasch zu dickem Qualm verdichtete.
„Grundgütiger, sie haben das Schiff in Brand gesetzt!“, keuchte Weber schockiert.
„Die Harmony ist ja kein beliebiges Schiff“, versuchte Cullon eine Erklärung zu finden. „Nachdem Seine Lordschaft das Schiff für die Expedition hat umbauen lassen, gibt es eine Menge Aufbauten und Details, die eine normale Brigg nicht aufweist. Früher oder später wird die Navy aber nach uns suchen. Na ja, wenigstens nach seiner Lordschaft. Wenn man dann auf die Harmony stößt, dann könnte sie ein Hinweis sein, der zu den Piraten führt. Also versenken die das Schiff lieber.“
Western begriff. „Mein Gott, wir sind gestrandet.“
„Aber am Leben“, entgegnete Cullon bissig. „Unsere Jungs hatten nicht das Glück. Die sind alle hin.“
„Und sie bekamen nicht einmal eine ordentliche Bestattung“, murmelte Weber.
Cullon sah das pragmatisch und entschloss sich, bei nächster Gelegenheit einen Becher Rum auf die Verstorbenen zu heben. Seine Sorge galt nun dem eigenen Überleben.
Die drei Boote mit den Piraten verschwanden langsam, hielten sich aber dicht an der Insel. Scheinbar ankerte das Piratenschiff tatsächlich, wenn auch außerhalb des Sichtfeldes, in unmittelbarer Nähe.
In dem Qualm an Bord der Harmony waren nun Flammen zu erkennen. An dem trockenen Holz und dem Teer von Rumpf und Takelage fanden sie reichliche Nahrung. Es war unglaublich, wie schnell sich das Feuer über das Schiff ausbreitete.
„Sie wird bis zur Wasserlinie herunterbrennen und versinken.“ Cullon presste enttäuscht die Lippen aufeinander. „Dort, wo der Strand steil zum Meeresgrund abfällt. Wäre sie näher am Strand, könnten wir darauf hoffen, noch irgendetwas aus dem Wrack zu bergen, aber so…“
Sie alle zuckten zusammen, als eine dumpfe Explosion ertönte und die Mitte der Brigg auseinander riss. Das Feuer musste ein von den Piraten zurückgelassenes Fass Pulver erreicht haben. Einer der Masten knickte und sein Gewicht zog das sinkende Schiff auf die Seite. Die See strömte durch die aufgerissenen Planken, die Harmony drehte sich noch weiter und schnitt unter. Ein Strudel aus Blasen bildete sich, dann verschwand die Brigg überraschend schnell unter Wasser. Nur ein paar Trümmerteile kündeten noch davon, dass sie überhaupt jemals existiert hatte.
„Wir sind verloren“, stellte Fotograf Weber resigniert fest.
„Ich bin englischer Lord, Mitglied der Royal Society und des Oberhauses.“ Fenshaw starrte grimmig auf die Stelle, an der die Brigg verschwunden war. „Man wird nach mir suchen. Nach uns suchen“, korrigierte er sich.
„Klar, Euer Lordschaft.“ Cullon spuckte über die Felsen hinab. „Nur leider weiß man nicht, wo man suchen soll. Wir haben ja keinem auf die Nase gebunden, wohin die Reise ging.“
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