Peter Schmidt - Mythos Emotionale Intelligenz

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Emotionale Intelligenz ist seit Daniel Goleman zum geflügelten Begriff geworden. Definierte Goleman noch, dabei handele es sich um «die Fähigkeit, unsere eigenen Gefühle und die anderer zu erkennen, uns selbst zu motivieren und gut mit Emotionen in uns selbst und in unseren Beziehungen umzugehen», so wurde schon bald klar, dass eine so vage Definition weniger nützt als in die Irre führt. Denn was heißt es eigentlich, «gut» mit Emotionen umzugehen?

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Obwohl er damit seine Karriere als Boxer zu ruinieren droht und ihm mehrere Male die Lizenz entzogen wird, scheint er unfähig zu sein, sich zu ändern:

November 2009. „Im Flughafen von Los Angeles hat Mike Tyson einen Fotografen niedergeschlagen. Tyson war mit seiner Frau und ihrem zehn Monate alten Kind unterwegs, als er auf den Paparazzo traf. Wer den Streit begonnen hat, ist nicht ganz klar. Tyson wurde vorübergehend festgenommen. Der amerikanische Boxer Mike Tyson hat auf dem Flughafen von Los Angeles einen Pressefotografen niedergestreckt. Der Paparazzo wurde ins Krankenhaus, Tyson in eine Zelle der Flughafenpolizei gebracht.“ Mike Tyson mangelt es wie vielen emotionalen Irrläufern an Impulskontrolle.

Dafür mag es Gründe geben – z.B. Erziehung oder Frustration oder Veranlagung. Aber solche Erklärungen reichen bei näherem Hinsehen keineswegs aus.

Es wäre auch fatal, nur hirnphysiologische Gründe wie etwa überschießende Aggressivität, wie sie durch den des Mandelkern gesteuert wird, dafür verantwortlich zu machen. Auch dass Gefühlsempfindungen in hohem Maße z.B. von Endorphinen, Serotonin und Acetylcholin abhängig sind, bedeutet natürlich nicht, unser Gefühlsleben sei rein chemisch gesteuert. Wir sind nicht so simpel gestrickt, dass unsere emotionalen Programme unbeeinflussbar durch Einsicht wären. Verstehen wir besser, wie wir funktionieren und worum es im Leben geht – und verinnerlichen wir diese Einsichten und nehmen sie ernst, weil wir sie als zutreffend erachten –, dann tendiert unser Bewusstsein durchaus dazu, solche Einsichten in seine Rechnung mit ein zu beziehen.

Viele unserer Gefühle, Emotionen und Stimmungen sind veränderbar

Auch Tysons Irrläufertum beruht nach allem, was wir inzwischen über die Psychologie unseres Gefühlslebens wissen keineswegs zwangsläufig auf unabänderlichen Emotionen. Seine Einstellungen sind zumindest teilweise durch Übung und Überzeugung und fehlende Gegensteuerung erlernt und fixiert.

Emotionale Desorientiertheit ist auch eine der Ursachen, die Selbstmördern ihre Situation so ausweglos erscheinen lässt, dass sie dem Leidensdruck nicht länger standhalten zu können glauben. Anders gesagt: Selbstmord ist weder nur ein sachlich „objektives“ noch ein emotionales Problem, sondern zunächst einmal vor allem auch ein „kognitives“.

Als Hemingway im Juli 1961 aus der Mayo-Klinik für Psychiatrie entlassen worden war, beging er Selbstmord, indem er sich mit einer doppelläufigen Schrotflinte in den Mund schoss. Zuvor hatte man ihn mit einer List in eine psychiatrische Anstalt gebracht und ihm mehr als zwanzig Elektroschocks gegeben. Sein Kommentar zu dieser Behandlungsmethode:

„Diese Schockärzte haben keine Ahnung von Schriftstellern und derartigen Dingen... Welchen Sinn hat es, meinen Kopf zu ruinieren, mir mein Gedächtnis und damit mein Kapital auszulöschen und mich arbeitsunfähig zu machen? Es war eine großartige Behandlung, aber der Patient ist tot...“

Die vermuteten Gründe, dass er seinem Leben ein Ende setzte: zahlreiche Verwundungen aus Kriegen und von Flugzeugabstürzen, Arteriosklerose, Diabetes, Depressionen...

„Sein Selbstmord machte es noch einmal deutlich: Hemingway war nicht der strahlende Sieger, zu dem er sich in immer neuen Rollen als Jäger, Boxer, Fischer und Weiberheld stilisierte. Seine Bücher zeigten schon immer einen anderen Hemingway: den täglich aufs Neue mit seinen Existenzängsten kämpfenden Menschen.“

Weder Ruhm und Reichtum noch der Nobelpreis reichten zuletzt aus, um das Leben als lebenswert zu erachten, unterstellt man einmal, dass die Motive für seinen Selbstmord nicht nur auf der rein physischen Seite zu suchen waren.

Und doch wäre sein Tod auch nach dem damaligen Stand der Medizin zu vermeiden gewesen. Sein Leidensdruck, ob auf physischem oder seelischem Gebiet, hätte wahrscheinlich mit Medikamenten und psychotherapeutischer Behandlung genügend gelindert werden können, um Hemingway seinen Entschluss noch einmal überdenken zu lassen.

Hemingway war wie wohl die meisten Selbstmörder Opfer eines „objektivistischen Fehlschlusses“. Solche Fehlschlüsse haben verschiedene Aspekte, auf die wir noch genauer eingehen, sobald geklärt ist, was es bedeutet Werterfahrungen zu haben und was Werturteile sind.

Der Blick des Selbstmörders geht einerseits auf die Sache oder die Lebenssituation, die als ausweglos und unerträglich eingeschätzt wird, und andererseits auf das Leiden, das diese Situation verursacht. In beiden Fällen handelt es sich oft um einen Fehlschluss. Objektivistisch ist ein Fehlschluss z.B. dann, wenn wir – um ein Beispiel zu konstruieren – denken: „Ich werde niemals mehr so gute Bücher schreiben wie früher. Und weil ich das nicht kann, ist das Leben nicht mehr lebenswert.“

Was man damit behauptet, kann man gar nicht wirklich wissen. Es handelt sich um Scheinevidenz. Natürlich kann man seiner Intuition vertrauen. Und oft liegt man mit dieser Intuition auch richtig. Nicht zu unterschätzen ist dabei aber die Frage, inwiefern unser Urteil hier nicht bereits die Funktion einer selbsterfüllenden Prophezeiung hat.

Ein weiterer Aspekt des objektivistischen Fehlschlusses ist, dass man das Urteil durch eine negative Gefühlsbrille betrachtet – in diesem Beispiel vielleicht der pessimistischen Grundstimmung, in der man sich gerade befindet. Das negative Werturteil ist selten rein sachlich, sondern fast immer auch Gefühlsurteil. Man kann sich diese Gefühlsbrille wie eine negative Tönung vorstellen, durch die wir unsere Gedanken wahrnehmen. Unser Fehlschluss besteht dann darin, dass die subjektive Gefühlsbrille mit der objektiv gemeinten Bedeutung („an den Dingen“) des Urteils „Ich werde niemals mehr so gute Bücher schreiben wie früher“, verwechselt wird.

Und drittens: Was macht uns so sicher, dass dieselbe pessimistische Gefühlswahrnehmung andauert? Was macht uns so sicher, dass wir unser Urteil über die Sinn- oder Wertlosigkeit des Lebens nicht schon morgen revidieren müssen? Da Gefühle nie als notwendig zur Sache gehörig angesehen werden dürfen, von der sie ausgelöst werden oder in deren Licht sie erscheinen, sondern vielmehr als „kontingent“ (also zufällig, d.h. wirklich oder möglich, aber nicht wesensnotwendig), muss das Urteil in aller Regel als voreilig angesehen werden.

Jedes unerwartete Ereignis kann die Wende herbeiführen, eine unerwartete Liebe, Spontanheilung, neuere Medikamente oder ein besserer Arzt – oder auch nur simple Luftveränderung.

Ein grundsätzlicher Mangel aber ist, viertens, wie schon bemerkt, dass wir kein genaues Verständnis davon haben, welche Rolle unsere Gefühle und Werturteile spielen und welchen Gesetzmäßigkeiten sie gehorchen. Daher mangelt es uns an jener gezielten Selbststeuerung, über die wir verfügen, wenn wir wissen, wozu wir leben.

Hier die verschiedenen Aspekte des objektivistischen Fehlschlusses noch einmal zur Übersicht:

1 Scheinevidenz des Urteils

2 Verwechslung von Gefühl und Sache

3 Übersehene Kontingenz des Gefühls

4 Kein grundsätzliches Verständnis der Rolle der Gefühle, daher mangelhafte Selbststeuerung

Im Kapitel „Was Werterfahrungen zu Werterfahrungen macht“ werden wir noch genauer sehen, welche Rolle Gefühle beim Bewerten spielen und warum Gefühle kontingent und hypothetisch sind.

Die Zahl jener berühmt gewordenen emotionalen Irrläufer, die im Selbstmord endeten, ist Legion und zieht sich als immer gleicher Kurzschluss durch die Geschichte:

Heinrich von Kleist erschoss erst seine Freundin Henriette Vogel, dann sich selbst. Er fühlte sich wirtschaftlich wie schriftstellerisch am Ende und war von seiner Familie fallen gelassen worden. Der Zusammenbruch Preußens hat ihn zutiefst erschüttert. Der Maler Vincent van Gogh nahm sich 1890 das Leben, wahrscheinlich wegen tiefer, lang andauernder Depressionen. Der Schriftsteller Kurt Tucholsky beging 1935 Selbstmord. Er war 1933 von den Nazis ausgebürgert worden und litt unter Krankheiten und der politischen Situation in Deutschland.

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