Peter Schmidt - Mythos Emotionale Intelligenz

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Emotionale Intelligenz ist seit Daniel Goleman zum geflügelten Begriff geworden. Definierte Goleman noch, dabei handele es sich um «die Fähigkeit, unsere eigenen Gefühle und die anderer zu erkennen, uns selbst zu motivieren und gut mit Emotionen in uns selbst und in unseren Beziehungen umzugehen», so wurde schon bald klar, dass eine so vage Definition weniger nützt als in die Irre führt. Denn was heißt es eigentlich, «gut» mit Emotionen umzugehen?

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8 Weil uns genaue Maßstäbe zum Vergleich von gefühlten Werten fehlen.

9 Weil die emotionalen Wirkungen unserer Handlungen oft nur schwer vorauszusehen sind.

10 Weil wir meist nur intuitiv das Zusammenspiel unserer Gefühle mit den Gefühlen anderer innerhalb des emotionalen Systems einzuschätzen vermögen, in dem wir alle gemeinsam leben.

Emotionales Irrläufertum ist dabei einerseits bereits in unserer menschlichen Grundverfassung angelegt – dabei handelt es sich also um eine allgemeine Disposition. Wir sind mental wenig dafür prädestiniert, zu durchschauen, was uns zu emotionalen Irrläufern werden lässt.

Wir sind aber von dieser Grundverfassung abgesehen leider auch allzu oft individuelle Irrläufer.

Unsere These ist nicht, dass wir alle zwangsläufig unglücklich sind, weil wir die Bedingungen des Glücks und der Zufriedenheit nicht kennen – wir handeln hier oft intuitiv richtig –, sondern dass wir Leiden vermindern, Positivität vermehren und oft tragische Irrwege vermeiden könnten, wenn wir mehr über die „Grammatik unserer Gefühle und Werterfahrungen“ wüssten.

Unsere Analysen in den folgenden Kapitel werden zeigen, wie diese Thesen genau zu verstehen sind und warum ihre Folgerungen unausweichlich erscheinen.

3 Wie sich emotionales Irrläufertum zeigt

Rolf K. gilt weder als krank oder dumm noch als geistesgestört. Und doch ist sein Leben eine einzige Kette emotionaler Katastrophen. Vielleicht würde man sie sogar nur als „Kataströphchen“ bezeichnen wollen – und sie entbehren auch nicht einer gewissen Komik, die uns geneigt macht, ihn eher in die Kategorie liebenswerter, aber tragischer Narren einzuordnen.

Im Abstand von wenigen Wochen gerät er in Situationen, die fast den Stoff für eine Komödie abgeben könnten. So plant K. ein Vierteljahr lang mit seinem Freund eine Zwei Monate dauernde Reise an die jugoslawische Adria. Unzählige Prospekte und Karten werden gesichtet und Vorbereitungen getroffen. Doch etwa eine Woche vor dem Termin scheint er wie unter einem geheimen Zwang sein für den Urlaub gespartes Geld in nächtlichen Zechgelagen auf den Kopf zu hauen. Am Morgen der Abfahrt ist er völlig pleite.

Nicht, dass er plötzlich das Interesse an der Reise verloren hätte. Ganz im Gegenteil, mit viel Mühe gelingt es ihm, sich am Abfahrtstag das fehlende Geld zu leihen und doch noch in Urlaub zu fahren.

In einem anderen Fall bekommt K. Streit mit seinem Wirt. Der erteilt ihm Lokalverbot. Draußen vor der Kneipe, wohl unter Alkoholeinfluss, gefällt es ihm plötzlich, mit der Faust in die kleinen gelben, bleigerahmten Butzenscheiben des Fensters zu schlagen. Dabei verletzt er sich seine rechte Hand. In der Notaufnahmen erkundigt sich die Ärztin beiläufig, nachdem sie seine Schnittwunden verarztet hat, wie denn das Unglück passiert sei. Er antwortet: „Ich habe den Teufel hinter den Scheiben gesehen – und da hab’ ich ihm eins zwischen die Hörner gehauen!“

Die Ärztin nimmt diese Auskunft, die als Witz gemeint war, ernst. Nach wenigen Minuten kehrt sie mit zwei Pflegern zurück und Rolf K. verbringt die Nacht angeschnallt auf einer Pritsche, bis am nächsten Morgen geklärt ist, dass es sich nicht um einen gefährlichen Geisteskranken handelt.

Ein andermal, als er seinen Führerschein verloren hat, schenkt ihm sein Vater das Geld für die Führerscheinprüfung. Am Abend vor der Prüfung betrinkt er sich bis zum Black-out. Am nächsten Morgen ist sein Geld verschwunden. Rolf K. hat keine Erklärung, wo es geblieben sein könnte. Es mutmaßt, dass man ihm in der Kneipe K.-o.-Tropfen ins Getränk getan hat. Ein anderer Fall, offenbar ebenfalls unter starkem Alkoholeinfluss, spielt sich auf dem Campingplatz ab, wo sein Vater einen Wohnwagen angestellt hat. Irgendwann will ihn der Wirt des Platzes verweisen. Da packt er kurzer Hand einen anderen Campingplatzbewohner bei der Gurgel und bedroht mit an die Kehle gesetztem Messer den Wirt, ihm freies Geleit zu geben.

K. lebt, nachdem er keine Arbeit mehr findet, von Arbeitslosenhilfe. Noch im Besitz eines Fahrzeugs, fährt er eines Morgens zu einem Termin, zu dem ihn sein Arbeitsamt bestellt hat. Doch das bevorstehende Gespräch verursacht ihm so viel „Bauchschmerzen“, dass er nur das Gebäude umrundet und nach Hause zurückfährt, um sich wieder ins Bett zu legen.

Das alles geschieht, von seinen Gefühlen und seinem Hang zum Alkohol abgesehen, ohne ersichtlichen Grund, als zwänge ihn irgendetwas, die Dinge immer ins Negative zu wenden. Rolf K. ist ein emotionaler Irrläufer per excellence. Er scheint nicht genau zu wissen, welche Gefühle ihn beherrschen und wie man sich von ihnen lösen könnte.

Über die Rolle von Gefühlen im Leben befragt würde er vermutlich antworten, dass er darüber nichts sagen kann und dass sie allenfalls eine nebensächliche Rolle spielen. Es fehlt ihm an Impulskontrolle. Aber es mangelt ihm vor allem, wie den meisten emotionalen Irrläufern, an prinzipiellen Einsichten, die ihm helfen könnten, zu verstehen, wozu man lebt.

Menschen wie er gibt es vermutlich zuhauf. Angst, Abneigung, Impulsivität, Bequemlichkeit gehen bei ihnen eine verhängnisvolle Liaison ein. Wir stufen solche Charaktere leicht als „labil“ oder „neurotisch“ ein oder sehen sie sogar in die Nähe der Psychopathie. Dabei fragen wir dann selten nach kognitiven Defiziten. Wir interpretieren ihr Verhalten als „Charakterschwäche“. Man ist so von Geburt oder weil man falsch erzogen wurde. Tatsächlich kann dies nur die eine Seite der Medaille sein.

Unsere Auffassung vom Leben hat eine außerordentlich verhaltensändernde, motivierende oder demotivierende Kraft. Es spricht viel dafür, dass Rolf. K. ohne das für unsere Kultur so typische Maß an emotionaler Desorientiertheit manche Dummheit hätte vermeiden können

Ein berühmteres Beispiel für emotionale Desorientiertheit ist der Schwergewichtsweltmeister Mike Tyson. 1991 trifft Tyson Desiree Washington, eine Teilnehmerin am Schönheitswettbewerb „Miss Black America“. Beide gehen in den frühen Morgenstunden auf Tysons Zimmer. Später zeigt Desiree Washington den Boxer wegen Vergewaltigung an.

Tyson wird zu zehn Jahren Haft verurteilt, von denen vier zur Bewährung ausgesetzt werden. 1993 bestätigt ein Berufungsgericht die Verurteilung Tysons. Tyson konvertiert zum Islam und wird nach drei Jahren wegen guter Führung entlassen.

Aber schon im Juni 1997 wird Tyson bei der Revanche gegen Evander Holyfield disqualifiziert, weil er Holyfield in der dritten Runde ein großes Stück aus dem rechten Ohr beißt. Fortan tituliert ihn die Presse als „Beißer“. Tyson wird auf unbestimmte Zeit die Lizenz entzogen. Er zahlt rund drei Millionen Dollar Geldbuße.

Im September 1988 reicht Richard Hardick Klage wegen Körperverletzung gegen Tyson ein. Nach einem Auffahrunfall auf den Mercedes von Tysons Frau Monica habe Tyson ihn in den Unterleib getreten.

Ein so hohes Maß an aggressiver Impulsivität sollte eigentlich jeden zur Besinnung bringen. Doch diese Art emotionaler Desorientiertheit tendiert dazu, sich zu wiederholen. Und sie tendiert umso mehr dazu, je weniger wir über unser Gefühlsleben wissen, je weniger wir es in Frage stellen. Aggressivität wird als richtiges Urteil erlebt, als angemessene Reaktion und als notwendige Bestrafung oder um jemanden davon anzuhalten, das zu wiederholen, was uns aggressiv macht.

Im Oktober 1988 wird nach fünftägigen Untersuchungen ein ärztliches Gutachten veröffentlicht. Tyson werden Depressionen und mangelndes Selbstwertgefühl attestiert.

Im Januar 2002 platzt der mit Spannung erwartete Kampf zwischen Doppelweltmeister Lennox Lewis und Herausforderer Mike Tyson für ein Rekordbudget von rund 170 Millionen in Las Vegas, als es während der Vorstellung der beiden Faustkämpfer zu einer Massenschlägerei in einem New Yorker Hotel kommt. Lewis erklärt: „Mike Tyson biss durch meine Hose und riss ein ordentliches Stück Fleisch aus meinem Oberschenkel heraus.“

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