Jay Bates - Der Schnüffel-Chip

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Computer umgeben dich überall. Du trägst sogar einen Chip bei dir. Er enthält Daten über dich. Sie können sie lesen, per Funk, ohne dass du es merkst. Sie wissen, wer du bist, wo du bist und was du gekauft hast. Wenn sie dich manipulieren wollen, können sie die Daten sogar ändern. Auch das merkst du nicht. Damit haben sie dich in der Hand. Du bist die Fliege im Spinnennetz der Informationen. Dein Datenschatten verlässt dich nie. Sie können dir sogar einen Mord in die Schuhe schieben. Und sie sind überall. Sie haben die Technologie. Glaubst du im Ernst, sie würden sie nicht benutzen?!
Der RFID-Chip ist ein Beispiel dafür – er steckt in unseren Pässen. Er kann automatisch, berührungsfrei und unbemerkt ausgelesen werden. Vielleicht sogar gestohlen werden. «Identitätsdiebstahl». Wer damit einen Mord begeht, ist fein heraus. Doch je genauer man plant, desto härter trifft einen der Zufall. Deswegen kommt Kommissar Lander dem Mörder auf die Spur. Ob der aber oder ein Unbeteiligter im Netz des Überwachungsstaates hängen bleibt, ist längere Zeit nicht klar. Die Nebenwirkungen, die der volle Einsatz der elektronischen Schnüffelmethoden bei allen Beteiligten auslöst, sind auch nicht unbeträchtlich. So bleiben am Ende ganz andere Opfer auf der Strecke – wir alle.

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Sie starrte ihn an, versuchte in seinem Gesicht zu lesen. Was verbarg er vor ihr?

Ümid antwortete nicht sofort. Ihm fiel nichts ein, was er ihr sagen konnte. Dass er einen merkwürdigen Auftrag bekommen hatte? Dass er für seltsame, bedrohlich aussehende Leute mit hartem Akzent das Erzeugungsprogramm zum RFID-Code besorgen sollte, was garantiert weit außerhalb der Legalität war?

Ihm war elend zumute. Er verfluchte den Augenblick, in dem er sich zu diesem Spielchen, für das er es anfänglich gehalten hatte, hatte überreden lassen. Nun war es zu spät. Er konnte nicht mehr zurück. Er musste versuchen, die Angelegenheit möglichst schnell und sauber zu Ende zu bringen.

Die schrecken vor nichts zurück , dachte er verzweifelt. Was ist, wenn sie mich nach Erledigung des Jobs kalt machen?

Er versuchte, diesen Gedanken sofort wieder zu verdrängen. Es gab nur einen Weg. Vorwärts.

16.

Kommissar Lander saß wieder am Schreibtisch. Das Gespräch mit Mike hatte ihm einiges klar gemacht. Was er für eine relativ harmlose Form von neuen Warenetiketten gehalten hatte, hatte in Wirklichkeit eine ganz neue Dimension.

Naturgemäß war er bei der Beurteilung der Gefahren für den Bürger ?­­ Ausspähung der Privat­sphäre, Anlegen von Bewegungsprofilen, Transparenz des Konsumentenverhaltens ?­­ etwas weniger skeptisch. Dieser Trend zum gläsernen Bürger war einerseits sowieso nicht mehr aufzuhalten, andererseits wenigstens teilweise noch steuerbar und unter Kontrolle durch Gerichte und andere unabhängige Instanzen. Dachte er. Und er würde bei solchen missbräuchlichen Aktionen nie mitmachen, schon aus Prinzip und auch, um seinen baldigen Ruhestand nebst der komfortablen Pension nicht zu gefährden.

Was ihn mehr beunruhigte, waren die Möglichkeiten durch das organisierte Verbrechen, aber auch durch Einzeltäter, diese technischen Werkzeuge für ihre Geschäfte zu benutzen. Und dabei hatte er fast mehr Angst vor den paranoiden oder fanatisierten Einzelgängern als vor den organisierten Banden: Fanatiker waren meist einfallsreicher, unberechenbarer und oft sogar von höherer krimineller Energie. Manchmal bestimmte nur ein unbändiger Spieltrieb oder blinde Zerstörungswut ihr Handeln ?­­ das kannte man ja schon zur Genüge von kriminellen Mitgliedern der Hacker-Szene, die das Internet nur aus Geltungssucht mit ihren Viren lahm legten.

Plötzlich piepte sein Bildschirm und zeigte eine knappe Meldung:

10:48 PTRL17253@POL.OED.GOV

Ozambo, Okamba ID 2401751524788

Code 1030

GPS-Code N52 30,32 / E13 12,67 Kastanienallee 67

Der Kommissar verog das Gesicht. O Shit , dachte er, ein Streifenwagen meldet einen Code 1030: ein netter kleiner Mord ohne Verdächtigen. Na ja, da muss ich wohl hin!

Er hatte diesen Gedanken noch nicht vollendet, da klingelte sein Telefon. Der Chef am Apparat. „Haben Sie schon gesehen, Kastanienallee?”, fragte er ihn.

„Ja.”

„Sie spielen doch gerne Skat, oder!?”

„Ja, warum?”

„Da hat einer ziemlich viele Stiche bekommen! Fahren Sie doch mal hin!”. Der Chef lachte meckernd. Lander wunderte sich, wie so oft, über dessen merkwürdigen Sinn für Humor, ließ sich aber nichts anmerken.

17.

Der Park hatte etwa die Form einer Banane, über zwei Kilometer lang und im Mittel dreihundert Meter breit. Es gab sechs Eingänge, symmetrisch an den Enden und in der Mitte verteilt. Morgens um elf Uhr, an diesem kalten Märztag, war er noch menschenleer.

Das änderte sich schlagartig, allerdings nur am rechten äußeren Ende des Parks. Zwei Rentner tauchten auf, die Zeitung unter dem Arm und nahmen auf verschiedenen Bänken Platz, die Kragen ihrer Mäntel hochgeschlagen. Ein Gärtner fuhr mit seiner Karre in ihrer Nähe herum und fegte Laub. Eine junge Mutter mit Kinderwagen flanierte auf und ab, beugte sich ab und zu über den Wagen und turtelte mit ihrem Baby. Und als hätte es bei dieser Inszenierung noch gefehlt, tauchte ein Liebespaar auf und spazierte Händchen haltend und glücklich miteinander tuschelnd im Kreise.

An den einander gegenüberliegenden Eingängen hatten sich je zwei Männer mittleren Alters in unauffälliger Kleidung postiert ?­­ das Empfangskommitee für das, das jetzt geschah: fast synchron tauchten zwei Limousinen auf, hielten an den Eingängen und ließen zwei Männer, ebenfalls unauffällig aber sichtbar eleganter gewandet, aussteigen. Sie gingen wortlos auf die Wartenden zu, streckten die Arme ein wenig ab und ließen sich mit einem kleinen elektronischen Gerät untersuchen, nicht größer als ein Handy. Das Ganze erfolgte schnell und für einen zufälligen Betrachter unmerklich. Danach gingen sie zu einer Bank im Park und setzten sich, ohne sich zu begrüßen, in einem Abstand voneinander, wie er gewöhnlich von Fremden eingehalten wird. Einer zog ein Buch heraus, der andere eine Zeitschrift. Augenblicke später waren sie in die idyllische Inszenierung ”Park im Frühling” einbezogen.

Sie hatten einander weder begrüßt noch sich vorgestellt.

Einer begann, halblaut, hinter seiner Zeitschrift verborgen: „Sie sind also der Anbieter...”

Sergej Czazclik von der Firma ” Intixx ” vergewisserte sich: „...und Sie der Interessent! Was brauchen Sie im Einzelnen?”

„Wir wollen den Code, genauer: das Programm zu seiner Erzeugung.”

Wozu wollen Sie das Codeprogramm, wenn ich fragen darf? Was wollen Sie damit machen?”

„Darf ich umgekehrt Sie das fragen?”

Sergej reagierte schroff: „Natürlich nicht. Wir verkaufen Ihnen keine Software und schon gar nicht unsere Ideen.”

„Sehen Sie! Auch wir haben schützenswerte Ideen...”

Das war natürlich eine Sackgasse gewesen. Czazclik schämte sich, sich überhaupt auf dieses Gebiet gewagt zu haben. Bei diesen harmlosen kleinen feingeschliffenen Dialogen durfte man nie als Verlierer dastehen. Grundregel. Peinlich, peinlich!

Dabei lagen die Anwendungen des Codeprogramms auf der Hand: Ein gefälschter ePass hatte einen extrem hohen Preis, und man konnte getrost mehrere Jahre an Geschäftstätigkeit einkalkulieren, bis die Dubletten entdeckt waren und bis vor allem die internationalen Standards geändert waren – schließlich war das ja der Grund für den anfänglichen ”Schnellschuss” gewesen, einen Pass mit einfacher Verschlüsselung als Interimslösung anzubieten. Andernfalls hätte niemand mehr ohne extreme bürokratische Schwierigkeiten in die USA einreisen können. Danach hatte man auch gemerkt, dass Experten sich noch schwerer auf Kompromisse einigen konnten als Politiker – und das wollte etwas heißen.

Sergej versuchte, seine Position wieder zu festigen: „Also, wie gesagt: Es tut mir leid, das Programm ist unser Eigentum. Es ist unverkäuflich. Wir verkaufen nur Dienstleistungen, die auf dem Code beruhen. Also was möchten Sie?”

„Pässe, unter anderem. Echte. Mit Chip.”

„Ich dachte, die können Sie selbst produzieren?”

„Ja, aber nur die einfach codierten. Die mit dem täglich wechselnden Code aber nicht, da wir das Verschlüsselungsprogramm nicht haben. Das haben angeblich nur Sie, wie wir gehört haben... leider!”

Sergej ging auf die implizierte Frage nicht ein. „Wie viele Ausweise wollen Sie denn?”

„Hundert, zweihundert. Vielleicht mehr. Wer weiß?”

„Also reden wir über etwa ein bis zwei Millionen Dollar? Das ist doch gar nichts, ich glaube nicht, dass sich dafür der Aufwand lohnt.”

„Na, Sie treiben doch noch keinen Aufwand! Ich denke, Sie haben das Codeprogramm noch gar nicht. Dies ist doch ein Leerverkauf, vermute ich. Sie besorgen es sich erst, wenn Sie den Auftrag in der Tasche haben!”

„... und Anzahlung, schon richtig.“ Sergej hatte sich zu einem Verwirrspiel entschlossen. „Aber vielleicht haben wir das Programm ja schon? Ist ja nicht Ihr Problem! Trotzdem: viel Risiko für wenig Gewinn.”

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