Jay Bates - Der Schnüffel-Chip

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Computer umgeben dich überall. Du trägst sogar einen Chip bei dir. Er enthält Daten über dich. Sie können sie lesen, per Funk, ohne dass du es merkst. Sie wissen, wer du bist, wo du bist und was du gekauft hast. Wenn sie dich manipulieren wollen, können sie die Daten sogar ändern. Auch das merkst du nicht. Damit haben sie dich in der Hand. Du bist die Fliege im Spinnennetz der Informationen. Dein Datenschatten verlässt dich nie. Sie können dir sogar einen Mord in die Schuhe schieben. Und sie sind überall. Sie haben die Technologie. Glaubst du im Ernst, sie würden sie nicht benutzen?!
Der RFID-Chip ist ein Beispiel dafür – er steckt in unseren Pässen. Er kann automatisch, berührungsfrei und unbemerkt ausgelesen werden. Vielleicht sogar gestohlen werden. «Identitätsdiebstahl». Wer damit einen Mord begeht, ist fein heraus. Doch je genauer man plant, desto härter trifft einen der Zufall. Deswegen kommt Kommissar Lander dem Mörder auf die Spur. Ob der aber oder ein Unbeteiligter im Netz des Überwachungsstaates hängen bleibt, ist längere Zeit nicht klar. Die Nebenwirkungen, die der volle Einsatz der elektronischen Schnüffelmethoden bei allen Beteiligten auslöst, sind auch nicht unbeträchtlich. So bleiben am Ende ganz andere Opfer auf der Strecke – wir alle.

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„Na, und?”

„Mann, hast du keine Fantasie? Al Capone kauft sich einen Armani-Anzug mit dem RFID-Chip, zahlt mit seiner schwarzen American Express , der Angeber, und schon hast du die Verknüpfung zwischen der Ware mit dem Smart Label und der Person. Denn was sie noch zusätzlich eingeführt haben, ist ein elektronischer Produktcode, Electronic Product Code , EPC. Jetzt haben nicht alle ähnlichen Anzüge dieselbe Nummer, wie bei der EAN, die als Strichcode auf den Waren aufgedruckt ist. Jetzt hat jeder einzelne Anzug seine eigene Nummer, jede Ketchup-Tube, jede einzelne Packung Hähnchenschenkel. Hast du schon mal den Ausdruck ‚Internet der Dinge’ gehört? Die Joghurtbecher kommunizieren mit dem Kühlschrank und dieser mit dem Supermarkt, wenn der Vorrat ausgeht. Schließlich können auf den Funkchips vollständige Prozessoren sitzen, also kleine Computerchen. Und im Kühlschrank mit Internetanschluss allemal.“

„Aha.“ Lander schnappte nach Luft.

„Zurück zu Al Capone: um drei geht er aus dem Laden, um zehn nach steigt er in die U-Bahn, die er dann am Skylounge Center wieder verlässt, dann geht er in die Bank und so weiter. Und am Abend ist er in der Oper. Mit seinem neuen Anzug, dessen Chip an tausend Stellen unauffällig gelesen wird. Vorher hat er an der Tankstelle fünfzig Liter getankt und eine Zeitung gekauft. Die Zapfpistole hat seinen Chip auf der Kundenkarte gelesen und den Betrag automatisch abgebucht. Das weißt du alles über seine Datenspur und die Vernetzung der Computer. In einem Wort: ein Bewegungsprofil.”

„Das wissen wir doch auch schon über seine Handy-Ortung!”

„Ja, wenn er es angeschaltet hat. Aber die Ortung ist erstens nicht so genau, denn du kennst ja nur die Funkzelle, in dem es ist, und das können einige Quadratkilometer sein. Und zweitens können wir ihn nun mit Dingen in Verbindung bringen: Waren, die er gekauft hat oder Gegenstände, die er benutzt. Oder er selbst, er kann sich das auch zunutze machen. Seine Leute fahren durch die Villenviertel und erfahren über ihr Lesegerät, in welchem Haus sich Luxusgegenstände mit RFID-Etiketten befinden, denn oft bleiben die ja unsichtbar in der Ware, zum Beispiel im Futter eines Anzugs. Dort schicken sie dann die Einbruch-Truppe hin. Wie find’ste das?”

„Also so habe ich das noch nicht gesehen. Das stimmt mich schon nachdenklich...”

Mike trank schlürfend einen Schluck Espresso und drehte auf: „Na, warte, es kommt ja noch besser: Mancher Leser kann nicht nur lesen, der kann auch schreiben . Das heißt, er kann die Daten auf dem Chip ändern ! Du legst im Supermarkt eine Dose Kaviar in deinen Einkaufskorb, fummelst ein wenig an deinem Tablet herum ?­­ jeder denkt, du schreibst bloß eine E-Mail oder suchst eine Produktinformation ?­­ und an der Kasse, an der ja kein Mensch mehr sitzt, geht der Kaviar als billige Leberwurst durch! Natürlich ist das illegal, und Oma Hilde kann das technisch nicht.”

„Aber... aber sind die Daten denn nicht irgendwie verschlüsselt?”

„Die meisten nicht, nur ganz sensible Daten sind es. Zum Beispiel auf den Ausweisen. Na, und? Hast du schon mal gehört, dass eine Verschlüsselung von Hackern geknackt oder geklaut wurde?”

„Na sicher, neulich kam im Fernsehen, dass der E-Mail-Verkehr zwischen Regierungsstellen mitgelesen wurde, obwohl er ziemlich kompliziert verschlüsselt gewesen sein soll...”

„Sag’ ich doch! Wie bei Viren im Internet: Der Hacker ist immer einen Schritt voraus! Also geh’ davon aus, dass alles möglich ist. Zum Beispiel sitzt ein Kerl mit seinem Laptop im Flughafen-Café, stiehlt die Identität eines Mitreisenden aus dessen Pass und schreibt sie in seinen eigenen und fliegt dann mit einem ebenfalls gefälschten Erste-Klasse-Ticket nach Australien. Ich meine, es kann schwierig und tricky sein, aber es geht.”

„Obwohl...”, Mike wurde unsicher, „die Verschlüsselung der in der Automobilbranche in den USA eingesetzten RFID-Chips ist zwar schon geknackt worden. Die Chips sind in Autoschlüsseln eingebaut und deaktivieren die Wegfahrsperren. Aber ich glaube nicht, dass das so einfach gewesen ist. Ich würde ja den Code-Schlüssel täglich wechseln und so vom Datum abhängig machen. Ich habe mal gehört, dass das sogar schon gemacht wird. Da wär’ man auf der sicheren Seite!”

„Ja, aber...”, Lander gab noch nicht auf, „Wenn es so viele Möglichkeiten des Missbrauchs gibt, warum akzeptieren es die Leute dann? Ich meine, ich würde mich dagegen wehren! Und wer hat überhaupt etwas von dem ganzen System – nur die Industrie und die Behörden oder auch der Bürger?”

Mike wand sich ein wenig. Das waren ja Ausflüge ins Philosophische und somit nicht gerade seine starke Seite. „Das sind aber viele Fragen auf einmal...”

„Fang’ vorne an...”

„Nee, ich fange hinten an. Die Vorteile... ich erzähle dir eine kleine Geschichte: stell’ dir vor, du kommst in ein Geschäft und wirst freundlich empfangen”, illustrierte Mike seine Erläuterung und hob seine Stimme ein wenig, um diese Ansprache zu imitieren: „Guten Tag, Herr Lander, schön, Sie wieder bei uns begrüßen zu dürfen! Sie waren ja längere Zeit nicht bei uns, aber ich erinnere mich an die leckere scharfe Toskana-Salami, die Sie das letzte Mal gekauft haben. Die ist jetzt im Angebot. Ihre bevorzugte Schokolade mit dem hohen Kakaoanteil hat übrigens einen neuen Platz bekommen, sie befindet sich jetzt direkt vor den Kassen.”

Lander blickte Mike etwas verständnislos an: „Na und?! So freundlich ist mein Türke an der Ecke immer zu mir!”

„O Mann, verstehst du nicht? Du bist im Supermarkt. Es ist dein Einkaufswagen, der zu dir spricht!”

„Du spinnst... Stell’ dir doch mal das Gequassel in einem vollen Supermarkt vor!”

„Nein, ich spinne nicht! Der Einkaufswagen hat deine RFID-Kundenkarte drahtlos und unbemerkt gelesen und weiß nun, wer du bist. Den Rest macht der Computer des Supermarktes, er kennt alle deine letzten Einkäufe und du hast dir sogar einmal ausgesucht, ob ein Mann oder eine Frau mit dir redet. Sozusagen ein männlicher oder ein weiblicher Einkaufswagen! Und vielleicht bist du ja auch nur in dem Laden, weil du vorher von der Supermarktkette eine Mail bekommen hast, dass deine Lieblingssalami gerade besonders preiswert ist? Vielleicht bekommst du auch als guter Kunde einen anderen Preis, so wie auf dem Markt in Tunesien, wo die Einheimischen nur ein Drittel der Preise der Touristen zahlen. Und dein Smartphone zeigt dir gleich den Weg zu deiner Salami, damit du dich in den Regalen nicht tot suchen musst. Wenn das keine Vorteile sind!”

„Du hast aber eine blühende Fantasie...”

„Ne, das machen die bereits im Feldversuch in mehreren Großstädten. Es nennt sich Future Store , der Laden der Zukunft. Die Leute finden es toll, denn sie müssen nicht mehr an den Kassen warten, wo eine genervte Kassiererin die Waren am Strichcodeleser vorbeiziehen muss und vor lauter ‚Piep’ gar nicht mehr lächeln kann.”

„Und wie zahle ich?”

„Wird von der Kundenkarte abgebucht, das kennst du doch. Oder von der Kreditkarte... oder, wenn du eine lächelnde Kassiererin sehen willst, auch in bar. Und natürlich bekommst du am Ausgang immer einen schönen Kassenstreifen zur Kontrolle vom Computer. Und sie senden dir Sonderangebote ins Haus... was du alleine durch diese Schnäppchen sparst!”

Lander hatte immer noch Schwierigkeiten, das Konzept zu verstehen: „Und diese ganze Information ist auf dem Chip gespeichert?”

„Nein, natürlich nicht, alle diese Chips senden immer nur wenige Informationen, wenn man von dem Ding in den Pässen mal absieht. Die Chips auf den Kundenkarten oder den Warenetiketten oder den Fußballtickets senden immer nur ein ‚ich bin der und der’ an den Empfänger in den Leseschleifen am Eingang oder Ausgang... oder wo sie auch immer sind. Also deine Kundennummer oder die Warennummer der Knödelpackung oder die Nummer der Eintrittskarte oder die Nummer des Geldscheines oder oder oder... Die Information , also die Bedeutung der Daten, entsteht erst durch die Verknüpfung der Einzeldaten im Computer...”

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