Jay Bates - Der Schnüffel-Chip

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Computer umgeben dich überall. Du trägst sogar einen Chip bei dir. Er enthält Daten über dich. Sie können sie lesen, per Funk, ohne dass du es merkst. Sie wissen, wer du bist, wo du bist und was du gekauft hast. Wenn sie dich manipulieren wollen, können sie die Daten sogar ändern. Auch das merkst du nicht. Damit haben sie dich in der Hand. Du bist die Fliege im Spinnennetz der Informationen. Dein Datenschatten verlässt dich nie. Sie können dir sogar einen Mord in die Schuhe schieben. Und sie sind überall. Sie haben die Technologie. Glaubst du im Ernst, sie würden sie nicht benutzen?!
Der RFID-Chip ist ein Beispiel dafür – er steckt in unseren Pässen. Er kann automatisch, berührungsfrei und unbemerkt ausgelesen werden. Vielleicht sogar gestohlen werden. «Identitätsdiebstahl». Wer damit einen Mord begeht, ist fein heraus. Doch je genauer man plant, desto härter trifft einen der Zufall. Deswegen kommt Kommissar Lander dem Mörder auf die Spur. Ob der aber oder ein Unbeteiligter im Netz des Überwachungsstaates hängen bleibt, ist längere Zeit nicht klar. Die Nebenwirkungen, die der volle Einsatz der elektronischen Schnüffelmethoden bei allen Beteiligten auslöst, sind auch nicht unbeträchtlich. So bleiben am Ende ganz andere Opfer auf der Strecke – wir alle.

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„Also Kunde Lander hat heute Knödel und Tütensuppe gekauft...”

„Genau! Und zwar im Laden Herrmannplatz, und er hat mit Kreditkarte von Visa bezahlt. Und es war heute früh um acht... der Computer hat dich damit als Frühaufsteher identifiziert...”

„Jetzt hab ich’s. Aber das ist dann ja durch die Verknüpfung der Einzeldaten ein komplettes Verhaltensprofil von mir!”

„Oder ein Bewegungsprofil... du sagst es! König Kunde ist jetzt durchsichtig bis auf die Knochen... Na, also, ist doch nicht so schwer!”

„Und dafür der ganze Aufwand mit einem neuen Chip?” Lander war sich über die gesellschaftlichen Implikationen immer noch nicht ganz klar.

„Ja. Der Witz ist erstens, dass der Chip unbemerkt gelesen werden kann, ohne einen einzigen Handgriff, wie etwa an der Supermarkt-Kasse, wo bisher wenigstens die Ware mit dem Barcode in den Laserstrahl gehalten werden musste. Zweitens, dass sie jetzt nicht eine Produktgruppe identifizieren – Schweinekoteletts 500-gr-Packung – sondern das einzelne Produkt, die Packung direkt, die du gerade in der Hand hast. Bei den Koteletts ist das wahrscheinlich egal, aber bei der Eintrittskarte zur Fußball-WM gerade nicht. Da wollen sie wissen, dass diese einzelne Karte genau dir gehört! So können sie Warenströme überwachen oder die Verbindung von Individuen zu einzelnen Waren. Bei den Koteletts, wenn ich darüber nachdenke, ist es ja auch ein Vorteil für den Verbraucher, genau dieses Stück Fleisch bis zum Erzeuger zurückverfolgen zu können. Vielleicht stammt das Schweinekotelett je vom Pferd?! Und wenn Bargeld irgendwann einmal den Chip bekommt, dann kann der Weg jedes einzelnen Geldscheines kontrolliert werden... aus ist’s mit Schwarzgeld!”

Lander war hartnäckig: „Waren sind doch aber schon alle durch den Strichcode gekennzeichnet, wozu brauchen wir dann noch ein neues Prinzip?!?”

Mike verdrehte ein wenig die Augen und fing an, sich wie in der Schule zu fühlen – nur mit vertauschten Rollen. Der begriffsstutzige Schüler, das war auf einmal Lander, sein Patchwork -Vater. „Mann, denk’ doch mal mit! Das ist ein Milliardengeschäft! Erstens sparst du die Arbeitskräfte, die die Ware am Leser vorbeiziehen müssen... Da ist die Industrie ganz scharf drauf. Zweitens kannst du jeden einzelnen Artikel identifizieren, nicht nur die Gattung, jede einzelne Wurst kann ihr Herstellungsdatum, ihre Zusammensetzung, ihre Chargennummer speichern... Drittens kannst du die Daten unbemerkt und ohne menschliche Arbeitskraft lesen, darauf kann man gar nicht oft genug hinweisen! Das eröffnet doch ungeahnte Möglichkeiten, findest du nicht? Hast du’s jetzt gerafft?”

Lander kam zum Ausgangspunkt seiner Frage zurück, ganz der Kommissar, der sich durch keine Unverschämtheit seines Gesprächspartners von seinem Ziel abbringen ließ: „Warum wehren sich die Leute nicht gegen diese Überwachung? Es müsste doch ein Aufschrei durch die Presse gehen!”

„Das kann ich dir sagen, ich habe darüber mal eine interessante Fernsehsendung gesehen, da wurden die Geheimnisse des Schnüffelstaates beleuchtet.”

Infotainment ? Die inszenierte Bedeutungslosigkeit?”

„Nein, ein drittes Programm, wirklich interessant! Meistens reagiert der Benutzer darauf ähnlich wie bei schon bekanntem elektronischem Gefahrenpotential wie zum Beispiel auf die Betrugsmöglichkeiten beim Internet, beim Online-Banking, bei den Kredit- und EC-Karten und so weiter. Erstens weiß er es nicht oder er denkt vorher nicht daran. Zweitens handelt er nach der Devise Mir wird schon nix passieren! , was angesichts von Betrugsquoten im einstelligen Prozent-Bereich ja auch nicht so falsch ist. Und drittens ist er der Meinung, er habe nichts zu verbergen... oder er resigniert. Eric Schmidt, der CEO von Google, sagte mal: »Wenn Sie nicht möchten, dass Ihre Geheimnisse im Internet bekannt werden, dann sollten Sie erst gar keine haben!« Über siebzig Prozent der US-Bürger stört es nicht, dass ihre E-Mails gelesen werden, dass ihre Post fotografiert wird, dass ihre Telefone lokalisiert werden und alle ihre Verbindungen gespeichert werden. Von ihren Blogs, Posts und Tweets ganz zu schweigen. Die Angst vor einem bösen Terroristen ist größer als mit einer der zweihundert Millionen Waffen in den Händen ihrer Mitbürger erschossen zu werden. Jedes Jahr trifft das mehr als elftausend Menschen. Viele denken auch: man kann ja doch nichts machen! Es gibt nur kleine Gruppen, die gesellschaftlichen und politischen Druck zur Verhinderung von Missbrauch und zur Erhöhung der Sicherheit des Systems gegen unrechtmäßige Verwendung fordern oder organisieren. Und du weißt doch, Technikfolgenabschätzung – übrigens Thema meines letzten Referates – findet beim normalen Bürger immer erst statt, wenn das Kind schon lange im Brunnen liegt. Die Einführung solcher Systeme erfolgt ja grundsätzlich unbemerkt und scheibchenweise, nach der bekannten Salamitaktik.”

„Hm!”, Lander war erst einmal überladen mit Informationen und schwieg.

Mike hatte von seinem ungewöhnlichen Redeschwall einen ganz trockenen Mund bekommen und benötigte dringend einen weiteren Espresso, doppelt. Eine kleine Pause trat ein, dann fuhr er fort: „Und denke doch mal weiter: wenn erst mal alle Dinge einen RFID-Chip haben, dann gibt es kein Gammelfleisch unbekannter Herkunft mehr, keine wilden Müllkippen im Wald und kein Schwarzgeld. Jedes einzelne Ding kann zurückverfolgt und zugeordnet werden. Und du könntest alle Verbrecher fangen. Ist das nicht toll?!“

Das ist grauenhaft , dachte Lander und schwieg weiter.

Als Mike sich dann nach einem Blick auf seine Uhr relativ schnell verabschiedete, war er ganz dankbar und blieb noch eine Weile alleine sitzen. Er dachte nach... die Wörter berührungslos und unbemerkt hatten sich in sein Gedächtnis gegraben und ließen ihn nicht mehr los.

So sollte man Pässe heimlich auslesen können? Er weigerte sich, das wirklich zu glauben. Da gäbe es bestimmt technische und vor allem gesetzliche Hürden – das wäre sicher nicht legal. Und er würde dabei garantiert nicht mitmachen.

15.

Yasmin Stökel hatte ihren Laden an diesem Nachmittag nicht wieder aufgemacht. Sie hatte sich per Anhalter an den Stadtkern durchgeschlagen. Zitternd, verheult und mit ramponierter Kleidung. Gott sei Dank war die erste Person, die sich der einsamen Gestalt am Straßenrand angenommen hatte, eine Frau gewesen. Sie hatte versucht, sie auszufragen, ihr angesichts ihres desolaten Zustandes angeboten, sie zur Polizei zu fahren, aber sie hatte das alles abwehren können: „Nein, danke, ich bin schon OK, ich hatte Probleme mit meinem Freund. Wenn Sie mich zur S-Bahn bringen könnten, dann wäre ich Ihnen schon dankbar!”

Erst als sie Hasso um sich hatte, hatte sie sich einigermaßen beruhigt. Dann war sie nach Hause gefahren, wo zu ihrer Erleichterung Ümid gerade einen Tee kochte, dessen würziger Geruch sie in eine beruhigende Decke häuslicher Geborgenheit hüllte.

Schluchzend fiel sie ihm in die Arme und erzählte ihre dramatische Geschichte.

„Ich habe solche Angst gehabt, das kannst du dir gar nicht vorstellen!”

„Ja, das verstehe ich. Aber nun bist du ja wieder da, und dir ist nichts passiert.”

Yasmin ärgerte sich. Typisch Mann, dieser Kommentar! „Nichts passiert?!“ Ihre Stimme wurde schrill: „Ich finde, mir ist schon genug passiert!”

Ümid reagierte hilflos. „Du weißt schon, wie ich das meine. Warum gehen wir nicht zur Polizei!?”

Yasmin wurde immer heftiger: „Ich habe dir doch erzählt, was sie gesagt haben! Sie haben mir gedroht! Wenn ich irgendwem davon erzähle...”

Sie schauderte.

„Was soll das überhaupt heißen: ‚Er soll seinen Job machen!’? Was machst du denn da? Wieso bedrohen die mich? Was hast du damit zu tun?”

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