Jay Baldwyn - Die Pforte zur Ewigkeit

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Ein Lungensantorium in den White Mountains steht unter keinem guten Stern. Zuviele Todesfälle und verbotene Experimente führen schließlich zur vorzeitigen Schließung.
Nach dem Umbau zum Staatsgefängnis regieren Gewalt und Terror. Dabei kommt es erneut zu paranormalen Phänomenen.
Als das Gefängnis aufgegeben wird, folgt ein längerer Leerstand. Die Ruine wird zum beliebten Treffpunkt von abenteuerlustigen Jugendlichen. Nicht alle überleben ihren Besuch.
Ein erneuter Umbau lässt ein Themen-Hotel entstehen. Doch wiederum kommt es zu ungeklärten Todefällen. Können die Geister der Vergangenheit besiegt werden?
Ein spannender Mystery-Roman, der gut unterhält, aber auch verstört.

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Auch Minnie hatte Besuch von ihrem kleinen Freund Leander. Anders als Erwachsene, die sich manchmal gerne selbst betrügen, sahen die beiden Kinder der Realität ins Auge. Minnie wusste, dass sie bald sterben musste, denn ihr Zustand hatte sich in der letzten Zeit drastisch verschlechtert. Sie hatte oft hohes Fieber und wurde von Hustenanfällen gequält, die sie Blut spucken ließen. Leander hatte keine Hemmungen, über seine Ängste mit Minnie zu sprechen.

»Wie wird das sein, wenn du tot bist? Wirst du dann alles vergessen haben und nicht mehr an mich denken?«

Minnie schüttelte den Kopf.

»Wirst du da drüben auf mich warten, bis ich nachkomme?«

Minnie nickte heftig und griff nach ihrem weichen Plüschhasen. »Der ist für dich.«

»Danke, aber noch lieber hätte ich den Teddybär.«

»Den möchte ich noch eine Weile behalten, aber später bekommst du ihn.«

»Willst du ihn nicht mitnehmen?«

»Nein, ich nehme Lucy mit. Das ist meine Lieblingspuppe. Aber Jungen spielen ja nicht mit Puppen.«

»Du bist lieb. Danke, dass ich den Teddy haben darf.«

Leander kletterte zu Minnie ins Bett und legte sich neben sie. Dabei lag der Teddy zwischen ihnen, und seine spiegelnden Glasaugen leuchteten noch etwas mehr als gewöhnlich.

Mildred war in der Kantine ein Pfleger aufgefallen, von dem sie meinte, er arbeite auf der Kinderstation, denn sie hatte ihn in diese Richtung gehen sehen. Den jungen Mann umgab eine Aura, die man beinahe als engelhaft bezeichnen konnte, und Mildred konnte sich gut vorstellen, dass die Kinder ihn auf Anhieb in ihr Herz geschlossen hatten wie Mildred auch. Sein Name sei Anthony Tubman, hatte er sich ihr vorgestellt, als er unerwartet mit der Frage an ihren Tisch getreten war, ob er sich zu ihr setzen dürfe. Seine blauen Augen strahlten, wenn er sie ansah, und Mildred hatte sich schon mehrmals dabei erwischt, wie sie vor dem Einschlafen an ihn dachte. Sein schönes, ebenmäßiges Gesicht spiegelte sein gütiges und liebevolles Wesen wider. Mildred hatte noch nie so schöne, feingliedrige Hände bei einem Mann gesehen und fragte sich insgeheim, was er wohl an ihr finden konnte, denn sie selbst empfand sich nicht als besonders hübsch. Eine Betrachtungsweise, die bei Anthony schärfsten Protest hervorgerufen hätte, wenn ihm ihre Gedanken bekannt gewesen wären.

Als Mildred Minnie mehrere Tage hintereinander nicht gesehen hatte, machte sie sich große Sorgen und wollte das Mädchen in seinem Zimmer aufsuchen, aber Minnies Bett war leer, und auf dem Balkon saß ein anderes kleines Mädchen, das Mildred mit großen, glanzlosen Augen ansah.

Die Kinderkrankenschwester antwortete ausweichend auf Mildreds Frage. »Minnie ist verlegt worden«, hieß es einsilbig.

»Ja, wohin denn? Und warum hat man ihr Zimmer bereits anderweitig vergeben?«

»Da müssen Sie in der Verwaltung nachfragen.«

Mildred stürmte aus der Schwesternstation und wäre fast mit Anthony zusammengestoßen.

»Niemand anderen hätte ich in diesem Moment lieber getroffen als dich«, sagte sie erleichtert.

»Danke, das hört man gerne, noch dazu von so einer reizenden jungen Dame.«

»Ach, hör auf, ich weiß, dass ich nichts Besonderes bin.«

»Das liegt ganz im Auge des Betrachters, aber ich kann dir versichern, dass ich mich selten irre.«

Mildred errötete und senkte schamhaft den Blick. »Man sagt mir, die kleine Minnie sei verlegt worden. Weißt du wohin?«

»Es heißt, ihr Zustand habe sich derart verschlimmert, dass man sie in die Intensivstation bringen musste.«

»Danke, dann werde ich dort einmal nachsehen«, sagte Mildred und lief zum Fahrstuhl.

»Wenn du mit dem Nachsehen fertig bist, könntest du darüber nachdenken, ob wir heute Abend einen Spaziergang auf dem Gelände machen wollen«, rief ihr Anthony hinterher.

»Versprochen«, antwortete Mildred, bevor sich die Fahrstuhltür hinter ihr schloss.

Frauen, dachte Anthony. Heißt das nun, sie denkt darüber nach, oder sind wir jetzt fest verabredet? Auf jeden Fall würde er am Abend vor dem Schwesternwohnheim warten, nahm er sich vor.

Mildred klingelte an der Tür zur Intensivstation, und wenig später wurde ihr geöffnet.

»Hallo, ich bin Mildred Taft, arbeite unten auf der Etage und wollte mich nach der kleinen Minnie erkundigen. Hat sich ihr Zustand etwas gebessert?«

»Eine Minnie Wie-auch-immer haben wir hier nicht«, sagte die Schwester wenig freundlich.

»Ja, so etwas habe ich mir schon gedacht«, antwortete Mildred und drehte sich auf dem Absatz um. Lieber Himmel, lass sie nicht schon unten in der Leichenhalle sein, betete Mildred. Dorthin brachten sie nämlich keine zehn Pferde. Aber es gab noch eine andere Möglichkeit, keine viel bessere, nur dort würde sich Mildred wenigstens von dem kleinen Mädchen verabschieden können.

Unten in der ersten Etage lief Mildred beherzt auf die bewusste Tür zu. Das Schild: „Eintritt verboten“ hielt sie nicht ab, sondern bestärkte sie in ihrem Verdacht. Und tatsächlich gab die Klinke nach, und als Mildred hineingeschlüpft war, sah sie Minnie mehr tot als lebendig in dem schrecklichen Raum, der nur notdürftig beleuchtet war und nicht einmal ein Fenster besaß, in einem einfachen Bett liegen. Mildred kamen augenblicklich die Tränen, als sie begriff, dass man das Mädchen wie ein Bündel gebrauchter Wäsche in das Sterbezimmer abgeschoben hatte.

Minnie schlug die Augen auf, als sie die Anwesenheit von Mildred spürte. »Du brauchst nicht zu weinen«, sagte das Kind mit rasselndem Atem. »Die schöne Dame, die mich besucht hat, meinte, dass sie mich bald mitnehmen würde. An einen wunderschönen Ort, wo ich keine Schmerzen mehr haben werde.«

Mildred setzte sich vorsichtig auf Minnies Bett und ergriff das kleine, eiskalte Händchen. »Ist es eine Schwester? Kenne ich sie?«

»Ja, sie trägt eine ähnliche Tracht wie du, aber ich habe sie vorher noch nie gesehen. Sie kommt auch nicht durch die Tür, weißt du? Dort vorne in der Ecke, fast unter der Decke, wird es zuerst ganz hell, bevor sie kommt. Sie hat wunderschöne rote Haare, die in dem hellen Schein leuchten. Ich kann es gar nicht erwarten, dass sie mich in das herrliche Licht mitnimmt. Es strömt so viel Liebe und Geborgenheit aus.«

Mildred wusste nicht, was sie sagen sollte. Meinte Millie in ihrem Fieberwahn die Mutter Gottes zu sehen? Aber nie zuvor hatte sie gehört, dass sich die heilige Jungfrau Maria in einer Schwesterntracht gezeigt hatte. Womöglich geschah das nur, um dem Kind keine Angst zu machen.

Minnie bewegte ihr kleines Händchen in Mildreds Hand.

»Versprich mir, dass Leander meinen Teddy bekommt. Der ist das Einzige, was man mir gelassen hat, aber ich muss ihn nicht mitnehmen, wenn er Leander noch Freude bereiten kann.«

»Ist das der kleine, hübsche Junge mit den schwarzen Locken, mit dem ich dich öfter gesehen habe?«

»Ja, am besten du nimmst den Teddy gleich mit. Ich glaube, man holt mich jetzt.«

Minnies Augen bekamen einen seligen Ausdruck, und sie stieß einen letzten tiefen Seufzer aus.

Mildred schloss dem Mädchen die Augen und nahm den Teddy an sich. Sie wagte nicht, in die bewusste Ecke zu sehen, kam es ihr doch ohnehin plötzlich viel heller und wärmer in dem kargen Raum vor. Mit Gänsehaut am ganzen Körper lief sie schaudernd mit letzter Kraft nach draußen. In Tränen aufgelöst, erreichte sie kurz darauf ihre Station, den Teddy fest an ihre Brust gepresst. Die Oberschwester gab ihr eine Beruhigungstablette und wollte wissen, was Mildred so aus der Fassung gebracht hatte, aber Mildred schwieg beharrlich. Sicher, sie hätte melden müssen, dass soeben ein Kind gestorben war, aber früher oder später würde man es gewiss finden. Und was sie in dem schaurigen Raum erlebt hatte, würde ihr ohnehin niemand glauben, dachte Mildred.

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