Jay Baldwyn - Die Pforte zur Ewigkeit

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Ein Lungensantorium in den White Mountains steht unter keinem guten Stern. Zuviele Todesfälle und verbotene Experimente führen schließlich zur vorzeitigen Schließung.
Nach dem Umbau zum Staatsgefängnis regieren Gewalt und Terror. Dabei kommt es erneut zu paranormalen Phänomenen.
Als das Gefängnis aufgegeben wird, folgt ein längerer Leerstand. Die Ruine wird zum beliebten Treffpunkt von abenteuerlustigen Jugendlichen. Nicht alle überleben ihren Besuch.
Ein erneuter Umbau lässt ein Themen-Hotel entstehen. Doch wiederum kommt es zu ungeklärten Todefällen. Können die Geister der Vergangenheit besiegt werden?
Ein spannender Mystery-Roman, der gut unterhält, aber auch verstört.

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»Sei doch nicht so naiv. Was glaubst du, wie viel Leichen hier abtransportiert werden, ohne dass einer etwas davon mitkriegt? Nicht umsonst gibt es den unterirdischen Gang, damit die Patienten nicht unruhig werden. Da brauchst man nur einmal die Papiere zu vertauschen …«

Mildred grauste es. »Welcher Gang? Und wohin führt der?«

»Der Gang, du kannst ihn auch Tunnel nennen, führt unterirdisch vom Sanatorium bis zum Park, von dem aus man die Straße hinter dem Grundstück erreicht. Er ist zweigeteilt. Auf der einen Seite werden Lebensmittel und Heizkohle transportiert, auf der anderen die Leichen. Ein Teil soll sogar für Fußgänger sein, mit Lüftungsschlitzen, der andere soll Schienen haben. Auf diese Weise sieht hier keiner der Patienten jemals einen Leichenwagen, denn keiner soll die Hoffnung auf Heilung verlieren, weil sich ja bekanntlich die Psyche auf die Gesundheit auswirkt. Dabei stirbt hier alle paar Stunden einer.«

»Aber das müssen die anderen doch merken, wenn jemand nicht ins Zimmer zurückkehrt oder im Speisesaal fehlt …«

»Natürlich, nur spricht niemand darüber, aus gutem Grund.«

»Jetzt weiß ich auch, warum mich Sally gefragt hat, ob ich stark genug für den Job sei …«

»Und, bist du?«

»Man wird sehen. Notfalls werde ich irgendwann Bekanntschaft mit dem Tunnel machen, wenn ich nicht vorher den Absprung schaffe.«

»Das geht uns allen so. Zunächst nimm dich mal vor den zweibeinigen Gefahren in Acht, den männlichen, meine ich.«

»Falls du einen gewissen Jasper Wright meinst, das hat man mir gestern schon einmal geraten.«

»Na, bitte, dann bist du ja gewarnt.«

3.

Sally betrat das Zimmer einer Patientin, die starken Stimmungsschwankungen unterlag. Von hysterischem Dauerlachen, bis zu tiefster, teilnahmsloser Verzweiflung, war bei ihr alles drin. Man wusste nie, in welcher Verfassung man sie antreffen würde. Josephin Arthur war Tochter aus reichem Hause. Böse Zungen behaupteten sie sei das typische Beispiel für Kinder, die mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurden. Kapriziös, aufsässig, verwöhnt und hochnäsig. Das mochte in Ansätzen alles für sie gegolten haben, aber ihre Krankheit hatte eine starke Wesensveränderung bei ihr bewirkt. Jetzt entsprach sie ganz und gar dem Krankheitsbild der manischen Depression – himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt. An ihren hellen Tagen kleidete sie sich verführerisch und huldigte den Avancen der männlichen Patienten, an den dunklen verließ sie selten das Zimmer, und wenn doch, nahm sie niemanden wahr.

An diesem Tag fand Sally Josephin im Bett liegend vor, blass und kraftlos mit geschlossenen Augen. Das Zimmer war weitgehend durch die schweren Vorhänge verdunkelt und die Tür zur Sonnenterrasse nur einen Spalt geöffnet.

»Sie haben doch nicht etwa wieder geraucht, Ms. Arthur?«, fragte Sally streng. Eine überflüssige Frage, denn die bläulichen Fäden und der Geruch im Zimmer waren eindeutig.

»Wen interessiert das? Wenn das Rauchen meinen Tod beschleunigt, soll es mir nur recht sein.«

»Sie wissen, dass man Sie dafür vorzeitig entlassen kann«, sagte Sally etwas milder und nicht auf die depressive Bemerkung eingehend, »öffnen Sie doch wenigstens weit die Fenster, damit man Ihnen nicht so schnell draufkommt.«

Josephin antwortete nicht.

»Wollen Sie nicht mit herunter kommen? Es gibt einen wunderbaren Lunch, der keine Wünsche offen lässt.«

»Pah, den Wunsch, endlich sterben zu können, schon. Indem man uns fünfmal am Tag mit Essen voll stopft wird die Sache doch nur verzögert.«

»Mr. Lonsdale wäre bestimmt sehr traurig, wenn er Sie so reden hörte. Ich glaube, er war gerade auf dem Weg zu Ihnen. Er wird abwarten, bis ich wieder aus dem Zimmer bin.«

»Was? Robert ist auf dem Flur?« Josephins Augen bekamen einen fiebrigen Glanz, und von einer Minute zur anderen war sie wie ausgewechselt. »Schnell, helfen Sie mir hoch. Und ziehen Sie diese Vorhänge auf, die mich mehr und mehr an Leichentücher erinnern. Ich will auf den Balkon. Aber vorher muss ich noch meine Haare bürsten. Robert soll mich nicht so sehen.«

Sallys Gesicht bekam einen zufriedenen Ausdruck. Der alte Trick hatte wieder einmal geklappt. Schwindsüchtigen wurde mitunter ein gesteigertes erotisches Interesse nachgesagt, und Josephin war das beste Beispiel dafür. Es wurde nicht so gerne gesehen, wenn die Patienten sich untereinander in den Zimmern besuchten, besonders, wenn sie unterschiedlichen Geschlechts waren, aber man schaute schon mal weg, wenn es dem Heilungsprozess dienlich war. Und selbst, wenn es keine Hoffnung gab, wer wollte den Kranken die schönste Sache der Welt verwehren, wenn sie an der Schwelle des Todes standen?

Josephin ließ sich von Sally in den seidenen Morgenmantel helfen und zum Frisiertisch bringen. Dort bürstete sie ihr langes, welliges Haar und legte etwas Lippenrot und Rouge auf. Beides erzielte in dem fast durchscheinenden Gesicht eine beinahe groteske Wirkung, aber Männer ließen sich gerne über den Zustand der Geliebten täuschen, das wusste Josephin allzu gut. Und wenn sie an Roberts eingefallene Wangen und seine dunklen Augenringe dachte, kamen ihr fast die Tränen vor Rührung und Mitleid, denn er konnte nicht auf kosmetische Hilfsmittel zurückgreifen.

»Ich werde Ihnen etwas Leckeres nach oben bringen«, sagte Sally, nachdem sie Josephin in einen bequemen Korbsessel auf die Terrasse gesetzt und sie mit einer weichen Wolldecke zugedeckt hatte, »Sie werden sehen, der Appetit kommt beim Essen.«

»Ja, danke, aber danach ziehen Sie sich bitte diskret zurück, ja?«

Sally nickte wissend. Und als sie das Zimmer verließ und in einiger Entfernung Robert Lonsdales dunklen Haarschopf um die Ecke lugen sah, erkannte sie, dass ihre Vermutung richtig gewesen war. Da konnte ein Kavalier es kaum abwarten, seiner Liebsten seine Aufwartung zu machen.

Mit gemischten Gefühlen machte Sally anschließend in der Küche ein Tablett mit Köstlichkeiten für die zwei fertig. Sie wusste, dass bei Robert Lonsdale für die nächsten Tage eine Behandlung bevorstand, die nicht unumstritten war.

Es handelte sich um die sogenannte Pneumothorax-Therapie bzw. -Technik, bei der mittels eines Ballons ein betroffener Lungenflügel künstlich zum Kollabieren gebracht wurde. Damit brachte man die Lunge zum Stillstand, um die Ausheilung der Veränderungen zu veranlassen. Diese Technik war aber von geringem Nutzen, wie sich im Laufe der Jahre zeigte, und wegen ihrer Gefährlichkeit umstritten.

Pneumothorax - „Luft im Brustraum“ bezeichnet genaugenommen ein eigenes Krankheitsbild. Lungenfell und Brustfell, beide aufeinander liegend, trennt ein gleitender Flüssigkeitsfilm - der Pleura-Spalt, und ist normalerweise luftleer. Eindringende Luft kann die Lungenflügel vollständig zusammenfallen lassen. Bei einem Spannungspneumothorax, bei dem beide Lungen und die Herz-Kreislauf-Funktion drastisch eingeschränkt sein können, kann durch ein geplatztes Lungenbläschen Luft in den Pleuraspalt eindringen, die durch den Verschluss der Öffnung nicht mehr entweichen kann. Der stetig ansteigende Druck im Pleura-Spalt lässt den betroffenen Lungenflügel zusammenfallen und für die Atmung unbrauchbar werden, und drängt das Mittelfell und das Herz zur anderen Seite, wodurch auch der gegenüberliegende Lungenflügel zusammengedrängt wird. Somit kann ein akut lebensbedrohlicher Zustand entstehen.

Diese medizinischen Details standen Sally freilich nicht zur Verfügung, da sie nicht im OP-Bereich arbeitete, aber sie bekam hin und wieder die Folgen mit, wenn sich das Befinden der Patienten drastisch verschlechterte oder sie gar plötzlich verschwanden. Sally fragte sich, ob die bevorstehende Behandlung ein Thema zwischen Josephin und Robert sein würde, oder ob sie ihre Ängste und Befürchtungen mit romantischen Schwüren und Liebesbeteuerungen überdecken würden. Als Sally ihnen das Essen auf der Terrasse servierte, sah es nach der zweiten Version aus, denn Josephin lächelte selig, und Roberts Augen glühten vor Verlangen.

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