Irene Dorfner - Zeugen unerwünscht
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Manuel hatte alle Vorkehrungen für ein perfektes erstes Date getroffen. Sogar an Blumen hatte er gedacht. Noch nie vorher war er in einem Blumenladen gewesen. Die lustlose Verkäuferin schwatzte ihm schlussendlich die teuersten Exemplare auf. Fünfunddreißig Euro blätterte er dafür hin, aber die waren es ihm wert gewesen. Jetzt lag der Strauß auf seinem Wohnzimmertisch, den er bereits heute früh liebevoll gedeckt hatte. Das unschöne Aufeinandertreffen mit seiner Geliebten vor dem Haus war längst vergessen. Er wollte nichts mehr mit ihr zu tun haben und er befand, dass ein sauberer Schnitt das Beste für alle Beteiligten war. Manuel wollte nicht mehr an die Frau denken, die seit zwei Jahren ein kleiner Teil seines Lebens war, den es jetzt nicht mehr gab. Das war vorbei und jetzt wollte er nur nach vorn schauen.
Nervös wartete er auf seinen Besuch. Er ging auf und ab, wobei er immer wieder in den Spiegel sah. Den ersten Eindruck konnte man nicht wiederholen, deshalb musste er perfekt aussehen. Die Friseurin hatte ganze Arbeit geleistet. Mit dem neuen Hemd und der teuren Hose gefiel er sich sogar selbst.
Endlich kam Cora, die noch sehr viel hübscher war, als auf den Fotos. Kuchen und Kaffee standen schon seit Stunden bereit, aber Cora wollte lieber ein Schlückchen Sekt trinken, den sie selbst mitgebracht hatte. Natürlich trank er sehr gerne mit ihr. Der Sekt war warm und schmeckte schal, was ihn aber nicht störte. Ihm war es nur wichtig, dass Cora hier war. Er starrte sie an und konnte nicht glauben, dass sie wirklich bei ihm war. Träumte er?
Cora saß vor ihm und schien jede seiner Bewegungen zu beobachten. Der Typ war überhaupt nicht ihre Kragenweite. Er war viel zu alt und altmodisch für sie, außerdem konnte sie förmlich riechen, dass das ein Langweiler vom Typ Muttersöhnchen war. Es rührte sie zwar, wie sehr er sich bemühte, aber wegen ihm war sie nicht hier. Sie musste stark bleiben und Manuel dazu bringen, den Sekt endlich zu trinken.
Manuel trank. Seine Zunge wurde schwer. So sehr er sich auch bemühte, brachte er kein vernünftiges Wort heraus. Dann versagten die Arme ihre Dienste. Das Sektglas, das er umklammerte, entglitt ihm und fiel auf den dicken, alten Teppich. Manuel lehnte sich zurück und stöhnte. Was war nur los mit ihm? Erst letzte Woche hatte er sich von seinem Hausarzt durchchecken lassen und der bestätigte, dass er kerngesund war. Warum passierte ihm das gerade jetzt? Er fixierte die alte Lampe und versuchte, sich zu konzentrieren. Aber es gelang ihm nicht. Ihm wurde schwindelig und er wurde immer müder. Reiß dich zusammen! Dann sah er Cora an, die ihn nicht aus den Augen ließ. Erst jetzt kapierte er endlich, dass er gelinkt worden war. Noch ein letztes Aufbäumen und er sank in sich zusammen.
„Der Loser ist endlich eingeschlafen“, sprach Cora in ihr Handy, nachdem sie die Kurzwahlnummer gedrückt hatte. Sie stand auf und drückte auf den Öffner der Haustür. Der Mann vor der Tür war mit demselben Zug angekommen, war der Frau gefolgt und hatte wie immer nicht weit entfernt vor dem Haus gewartet.
„Warum suchst du immer solche Trottel für mich aus?“, schimpfte Cora, als sie die Wohnungstür hinter ihm geschlossen hatte.
„Weil die auf dich anspringen und alles für ein Date mit dir machen würden. Diskutieren wir nicht, machen wir uns lieber an die Arbeit.“ Systematisch durchsuchten die beiden Manuels Wohnung. Alles, was sich schnell und problemlos zu Geld machen ließ, wanderte in die mitgebrachte Sporttasche.
„Sieh an, sieh an“, lächelte Bernhard, den alle nur Hardy nannten. In dem Umschlag, den er zwischen den T-Shirts im Kleiderschrank gefunden hatte, befand sich ein dickes Geldscheinbündel. Das waren grob geschätzt etwa fünfhundert Euro, nicht schlecht!
„Der Schmuck ist uralt und potthässlich“, verzog Cora das Gesicht, als sie einige Ketten und Ringe in einer vollgestopften Schublade hervorzog und angeekelt zwischen den Fingern hielt.
„Alter und Aussehen sind völlig egal. Das Zeug bringt viel Kohle, steck den Schmuck ein!“ Hardy erschrak. „Wo sind deine Handschuhe?“
„Davon bekomme ich immer Ausschlag. Außerdem sind diese Latexdinger nicht gut für meine Fingernägel.“
„Und dafür riskierst du, dass du überall Fingerabdrücke hinterlässt? Wie dämlich bist du eigentlich?“ Hardy war sauer.
Widerwillig und demonstrativ umständlich zog Cora die Handschuhe an.
„Vergiss nicht, alles abzuwischen, was du bis jetzt angefasst hast. Du weißt, dass unsere Fingerabdrücke bei der Polizei registriert sind. Ich habe keine Lust, wegen deiner Nachlässigkeit in den Knast zu gehen.“
Cora nahm einen Lappen und wischte lustlos über Gegenstände, mit denen sie in Kontakt gekommen war – allerdings nur die, die in Hardys Blickwinkel waren. Dann hatte sie keine Lust mehr. Sie stand im Wohnzimmer und sah sich die altbackene Einrichtung an. Wie konnte man in diesem Museum leben?
„Was machst du hier? Du sollst nach Wertvollem suchen!“
„Lass uns gehen, bei dem Typen ist nicht mehr zu holen. Sieh dich doch um! Der Kerl ist nicht reich. Außerdem kommt er langsam zu sich. Soll ich ihm noch eine Ladung geben?“
„Das ist nicht nötig. Ich bin ganz deiner Meinung, wir haben genug. Gehen wir!“
Das Pärchen verschwand und freute sich, dass alles glattgelaufen war.
„Lass uns nach Hause fahren“, schlug Cora vor. „Schon allein der hässliche Schmuck reicht für die nächsten Wochen.“
„Seit wann bist du zur Schmuckexpertin geworden? Noch wissen wir nicht, was das ganze Zeug wert ist. Außerdem können wir noch nicht nach Hause fahren. Hast du vergessen, dass du noch ein Date hast? Es gibt einen weiteren Trottel in Mühldorf, der auf dich wartet. Den nehmen wir auch noch aus. Mal sehen, was der alles in seinen Schubladen versteckt hat. Der Zug fährt in einer halben Stunde, das schaffen wir locker.“
„Muss das sein?“ Cora wurde bockig.
„Komm schon, hör auf zu schmollen. Nur noch den Kerl in Mühldorf, dann fahren wir nach Hause. Ich kaufe dir auch etwas Schönes dafür“, sagte Hardy. Er legte seinen Arm um sie, zog sie zu sich und küsste sie. Er wusste, dass sie alles für ihn tun würde, sie war wie Wachs in seinen Händen. Als sie schließlich nachgab, war er sehr stolz auf sich. Wie es ihm gelungen war, dass ihm die hübsche Cora aus der Hand fraß, blieb ihm ein Rätsel – aber es funktionierte. Je länger er mit Cora erfolgreich unterwegs war, desto stolzer war er auf sich und seine Wirkung auf Frauen, der er sich vorher nicht bewusst gewesen war. Wie lange das gutging? Hoffentlich noch sehr lange, denn Cora war ein Glücksgriff, auch wenn ihm ihre einfältige Art manchmal echt auf die Nerven ging. Trotzdem lief die Betrugsmasche mit einsamen, naiven und dankbaren Männern auf den sozialen Plattformen sehr gut. Hardy knüpfte unter Coras Profilen Kontakte zu Männern aus der näheren Umgebung und tauschte sich mit ihnen aus. Wenn er sich sicher war, dass er sie so weit hatte, vereinbarte er Treffen, die alle bei den Opfern zuhause stattfanden. Cora nahm von ihm präparierte Sektflaschen mit. Es war für sie nicht schwer, die leichtgläubigen Männer zum Trinken zu animieren. Sobald die Typen schliefen, durchsuchten sie gemeinsam die Wohnung nach Geld und Wertgegenständen. Konnte man leichter sein Geld verdienen? Drei Jahre hatte er in einer Autowerkstatt geschuftet. Als er wegen unbezahlten Strafzetteln vor Gericht landete, wurde er gefeuert. Einfach so! Mit dem Chef war nicht zu reden, er wollte keinen Kriminellen unter seinen Leuten haben. An einen neuen Job war nach der Verhandlung, bei der er zu einer Bewährungsstrafe verdonnert wurde, nicht zu denken, zumal seine Vorstrafe in der Branche schnell die Runde machte. Er war arbeitslos und niemand wollte ihn haben. Um an Kohle zu kommen, musste ihm etwas einfallen. Nach einer Durststrecke lief ihm Cora über den Weg und seitdem ging es nur noch bergauf. Eines Nachts kam er auf die grandiose Idee, mit Hilfe seiner Cora Männer abzuzocken. Und das lief super! Es gab jede Menge einsame Männer, die man leicht um den Finger wickeln konnte. Nicht mehr lange und er hatte genug Geld zusammen, um sich endlich ein Auto kaufen zu können, denn die Bahnfahrten kotzten ihn an. Aber noch war es nicht so weit, er musste sich gedulden.
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