Peter Schmidt - GEN CRASH

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Offiziell heißt das Projekt «Virus 31» – das einunddreißigste Virus, das Doktor Johnson im Auftrage des Gesundheitsministeriums von seinen beiden Forschungsteams untersuchen lässt, ob sich sein Erbmaterial zur Eindämmung von Grippeepidemien eignet. Wenig später gerät das Projekt aus den Fugen – eine Epidemie bricht aus und Berlin versinkt im Chaos, wird zur hermetisch abgeriegelten Sperrzone, zum Quarantänegebiet mit hohen Stahlzäunen – ein Konzentrationslager, in dem Chaos und das Recht des Stärkeren herrschen. Und draußen warten bereits die Fluchthelfer. – Es ist kein Geheimnis mehr: Hinter dem Pseudonym «Peter Cahn» verbirgt sich Peter Schmidt – mehrmaliger Preisträger des Deutschen Krimipreises und Verfasser so erfolgreicher Thriller wie «Schafspelz», «Augenschein» und «Die Regeln der Gewalt». – PRESSESTIMMEN
autor-peter-schmidt-pressestimmen.blogspot.de/

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"Vielleicht wird deine Arbeit später einmal von den Historikern als Bastion der Freiheit angesehen werden. Als ein wichtiger Stein im Mauerwerk – das Fundament ist ausschlaggebend für die Stabilität des Gebäudes, sonst würde es zusammenstürzen."

"Laufburschenarbeit ich war nicht mal Maurer, wenn wir schon im Bilde bleiben wollen. Man wird mich in der Luft zerreißen, falls ich überhaupt wahrgenommen werde."

"Das Iran-Contra-Geschäft", sagte ich, um ihn ein wenig aufzumuntern. "Eine Tat von historischer Bedeutung, wenn sie auch in die Hose gegangen ist, weil ein paar Plappermäuler sich wieder mal zu wichtig vorkamen. Ohne deine Hilfe wäre sie ein Torso geblieben. Na gut, vergessen wir lieber, was die Öffentlichkeit darüber denkt, das alles setzt politisches Urteilsvermögen voraus – Abwägen von Vor- und Nachteilen."

"Ich spielte nur eine ganz unbedeutende Rolle dabei. Ich hielt die Lampe, sozusagen."

"Meines Wissens warst du sogar mal als Dolmetscher bei einem Geheimtreffen mit Ortega im Gespräch? Als die Contras ihre Waffen niederlegen sollten?"

"Nur weil ich akzentfrei spanisch spreche", sagte er geschmeichelt. "Sie brauchten dringend einen Neutralen. Die Amerikaner waren dem Commandante nicht gut genug, aber dann wurde der Kuhhandel abgeblasen. In der Öffentlichkeit gab es Gerüchte, und die beste Übersetzung taugt nicht mehr viel, wenn das Ergebnis schon ein paar Tage vorher in den Zeitungen zu lesen war."

Es klang, als habe die internationale Politik nicht genügend Rücksicht auf den Wert seiner Übersetzung genommen. Wir sind alle unverbesserliche Egozentriker, die Weltgeschichte sollte sich nur um uns allein drehen, aber womöglich tut sie das ja auch.

Ich nahm eines der angestaubten Bücher vom Stapel, eine ältere Ausgabe von Nabokovs Lolita , und blätterte darin. Hinter der ersten Seite von "Zweiter Teil" waren drei hauchdünn mit Bleistift geschriebene Zahlen zu lesen. Man musste sich anstrengen, um sie im Licht der Wandlampen entziffern zu können: zweiundneunzig , einundvierzig , achtzig …

"Immer noch die alten Methoden der Informationsübermittlung, Jakob?"

Er machte eine wegwerfende Handbewegung, als sei mein Spott ganz unangebracht. "Es gibt modernere Wege heutzutage. Satelliten-Richtfunk auf schwer zu knackenden Trägerfrequenzen um 15 GHz. Fingernagelgroße Chip-Speicher, die sich selbst zerstören würden, wenn ein Unbefugter sie in die Finger bekäme. Ein Messauge auf der Erde liest, was per Laserstrahl von einem Satelliten weitergegeben wurde, der wiederum ein tennisballgroßes Stück Information auf der Erde analysiert, das, mit einer entsprechend codierten Markierung versehen, ganz einfach irgendwo in die Landschaft geworfen wurde – darauf läuft die Entwicklung hinaus, Adrian. Man schmeißt eine leere Zigarettenschachtel aus dem fahrenden Zug, und der Kontakt ist hergestellt. Dann setzt man sich wieder in den Speisewagen und genießt sein Soufflé. Aber dies hier", sagte er und klopfte so heftig auf den Bücherstapel unter der Leiter, dass Staubwolken aufflogen, "ist nun mal die gute alte Klassik."

"Wie steht's mit einem Kaffee im Omartje ?"

"Als Bestechung?" Ein vielsagendes Lächeln zog über sein Gesicht, das schlitzäugige Grinsen des orientalischen Basarhändlers, und ein großer orientalischer Basar war diese Stadt ja schließlich auch. "Keine Sorge, wir werden uns bestimmt handelseinig."

"Großer Gott", seufzte ich. "Ich dachte eigentlich, ein Kaffee würde reichen?"

Er griff nachdenklich ins Regal, als spiele er mit dem Gedanken, sein Marihuanapfeifchen anzuzünden – die altbekannte Verzögerungstaktik, um den Kaufpreis hochzutreiben. Dann schüttelte er den Kopf, nahm ein zusammengefaltetes Blatt aus dem großen Bildband am unteren Ende des Stapels und steckte es bedeutungsvoll grinsend ein. Ich bekam nur mit, dass es wie ein Grundriss aussah. Seine Wangen hatten eine frische, rosige Farbe bekommen. Es war wie in guten alten Zeiten. Geheimdienstarbeit regt die Blutzirkulation an.

"Lass uns erst mal an die frische Luft gehen, Adrian, hier drinnen verrottet mein Gehirn."

Wir gingen die Gracht an der Bibliothek entlang und bogen in die ruhigere Huidenstraat ein. Beil hatte einen dünnen braunen Ziegenledermantel übergeworfen, er verdeckte vorteilhaft seinen Bauchansatz, darunter war sein blauer Arbeitskittel zu erkennen. Gegenüber auf der Insel sah man die erleuchteten Fenster der Lesesäle. Das Universitätsgebäude mit seinen angeketteten Fahrrädern lag hinter uns, und die Straßen wurden leerer. Dafür waren die Bäume und Vordächer voller Möwen – ihre Schreie gingen mir auf die Nerven.

"Man munkelt, sie hätten einen Mann im Allerheiligsten", sagte er plötzlich in das Geschrei der Möwen hinein.

Ich blieb stehen und blickte mich nach den Passanten am Brückengeländer um. Ein junges Pärchen, das abwechselnd an derselben Zigarette rauchte. Er war mindestens einsfünfundneunzig groß und überragte das Mädchen um fast zwei Köpfe. Als sie fertig waren und die Fahrbahn überquerten, schnippte er seinen Joint nach den Enten, die unten auf dem dunklen Wasser schwammen.

"Wer ist 'sie' und wer ist 'man'?"

"Vor vier Tagen kam was über den Ticker. Du erinnerst dich an den altersschwachen Fernschreiber, den wir für die sogenannten 'Buchbestellungen' verwendet hatten? Er ist immer noch im Einsatz, nur dass jetzt wirklich bloß noch alte Schwarten damit bestellt werden. Mogadischu, Kairo, Gütersloh – die Van-Aaren-Bibliothek beschafft Ihnen jedes Druckwerk, Pornos und Aktfotografien ausgenommen. Das ist ein Service des Hauses, den sich der alte Aaren in den fünfziger Jahren höchstpersönlich einfallen ließ, um sein schlechtes Gewissen wegen seiner internationalen Waffenschiebereien zu beruhigen. Er dachte wohl, Bücher seien was Seriöses."

"Über den Ticker?", fragte ich. "Ist das nicht ziemlich leichtsinnig?"

"Galt einer Adresse in Zandvoort. Leichtsinnig wär's nur, wenn es jeder hergelaufene Meisterspion dechiffrieren könnte. Es war wie in alten Zeiten als Bestellung aufgemacht. Nur dass man dabei eine winzige, aber aufschlussreiche Kleinigkeit übersehen hatte."

"Die wäre?"

"Reykjavik."

"Reykjavik, aha."

"Na, fällt bei dir der Groschen, Addi?"

"Nein. Spann mich nicht auf die Folter, Jakob."

"Hat dir denn noch keiner gesteckt, dass Simons' Buchladen schließen musste?"

"Ich befasse mich schon lange nicht mehr mit der isländischen Verbindung."

"Dann allerdings. Es gibt wohl noch mehr Leute in der Firma, die unsere gute alte isländische Verbindung aus den Augen verloren haben. Simons starb vorigen Herbst an Altersschwäche, mit achtundsiebzig Jahren."

"Was du nicht sagst? Sah man ihm gar nicht an, als ich ihn vor drei Jahren in Monte Carlo traf. Da war er noch so fit, dass er zweimal wöchentlich am Barren turnte."

"Diese Nordländer wirken immer, als würden sie mühelos hundert Jahre alt. Wegen ihrer strohblonden Haare. Dann kommt ein langer strenger Winter "

"Irgendwas war also faul an der Nachricht?"

"So faul wie Simons in seinem Sarg, Addi, wenn ich mal einen etwas unappetitlichen Vergleich ziehen darf. Reykjavik bestellte was bei uns, aber Reykjavik ist längst von der Liste gestrichen. Also nahm ich mir den Text zur Brust. Jagte ihn durch sämtliche bekannten Dechiffrierroutinen. Ich brauchte dabei nur aus meinem riesigen Fundus zu schöpfen." Er tippte sich bedeutungsvoll an die Stirn. "Sie hatten mir gesagt, ich könnte ruhig vergessen, was ich wüsste. Es sei Schnee von gestern. Beschränk dich ganz auf den Buchversand , Beilda wollen wir dich haben , da bist du am richtigen Platz . Nur, Beil-Kindchen hat noch lange nicht vergessen, was hier oben schlummert. Sollte doch mit dem Teufel zugehen, wenn sie damit nicht meine Neugier herausforderten. Warum Island, wenn Island out ist, Addi? Was steckte dahinter? Wen wollten sie damit verscheißern? Mich doch wohl nicht. Ich sitze hier und packe Bücherkisten aus."

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