Peter Schmidt - GEN CRASH

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Offiziell heißt das Projekt «Virus 31» – das einunddreißigste Virus, das Doktor Johnson im Auftrage des Gesundheitsministeriums von seinen beiden Forschungsteams untersuchen lässt, ob sich sein Erbmaterial zur Eindämmung von Grippeepidemien eignet. Wenig später gerät das Projekt aus den Fugen – eine Epidemie bricht aus und Berlin versinkt im Chaos, wird zur hermetisch abgeriegelten Sperrzone, zum Quarantänegebiet mit hohen Stahlzäunen – ein Konzentrationslager, in dem Chaos und das Recht des Stärkeren herrschen. Und draußen warten bereits die Fluchthelfer. – Es ist kein Geheimnis mehr: Hinter dem Pseudonym «Peter Cahn» verbirgt sich Peter Schmidt – mehrmaliger Preisträger des Deutschen Krimipreises und Verfasser so erfolgreicher Thriller wie «Schafspelz», «Augenschein» und «Die Regeln der Gewalt». – PRESSESTIMMEN
autor-peter-schmidt-pressestimmen.blogspot.de/

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Anscheinend glaubt man im Kabinett, unser Apparat habe sich während des kalten Krieges zu stark aufgebläht. Drüben hinter dem großen Teich ist es nicht viel anders. Wasserköpfe vor dem Platzen. Nun sei es an der Zeit, sie auf ein bekömmlicheres Maß zurückzuschrauben. Und bekömmlich heißt: auf die Hutgröße derer da oben. Kindergrößen , Mützengrößen unter uns gesagt. Wie denken Sie darüber?"

"Ich finde den Gedanken gar nicht so abwegig."

"Die politische Situation ist deutlich entspannt", bestätigte er.

"Was sich überlebt hat, sollte niemals mit Gewalt festgehalten werden."

Forum blinzelte amüsiert. "Damit wollen Sie doch wohl sagen: Sie machen sich keine Sorgen? Fähige Leute wie Sie finden immer einen Job?"

Wir hielten vor einem weißen Villenbau. Die Innenstadt mit ihrem Getrampel und Einkaufsgedränge war nur ein oder zwei Steinwurfweiten entfernt, aber hier herrschte beinahe gespenstische Ruhe. Forum gab dem Fahrer ein Zeichen, unter der überhängenden Trauerweide zu parken.

Als Privatbesitz war das Gelände bemerkenswert gut ausgestattet, fast wie eine öffentliche Anlage: Ententeich, Kinderschaukeln, zwei von steinernen Löwen bewachte Springbrunnen.

Fehlte nur noch der Sandkasten, in dem ein kratzbürstiger kleiner Villenerbe mit Sand um sich warf. Zwischen den Pappeln verlief ein öffentlicher Weg, und jenseits des zerrissenen Drahtzauns, von gelbbelaubten Baumkronen eingerahmt, sah man die schäbige braungraue Backsteinfront eines einstöckigen Wohnhauses aus der Vorkriegszeit. Seine Fenster waren hell erleuchtet.

"Kommen Sie, Adrian." Forum stieg aus, den etwas zu langen Mantel gerafft. "Sie wollen doch nicht die Abschiedsfeier unseres verdienstvollsten Mitarbeiters versäumen?"

"Abschiedsfeier?"

"Der gute alte Quand, er wird vorzeitig pensioniert."

"Und warum, wenn ich fragen darf?"

"Vorzeitiger Ruhestand", sagte er missbilligend, als sei das eine angemessene Antwort auf meine Frage. Er lief ein paar Schritte voraus, offenbar steuerte er nicht auf die Villa, sondern auf das Backsteinhaus zu.

"Ich habe zu diesem Verrückten nie ein sonderlich gutes Verhältnis gehabt", sagte ich und blieb stehen. "Wenn Sie mich fragen, hat er genauso wenig alle Tassen im Schrank wie Sehlen."

"Verrückt oder nicht, was bedeutet das in unseren Kreisen, Adrian? Verrücktheit ist wie ein Werkzeug, eine Begabung, ein Uhrmacher muss gute Augen und ruhige Hände haben. Ein Pianist Gespür für Akkorde. Etwas überdreht zu sein wie Quand ist in unseren Reihen schon der halbe Sieg, das liegt in der Natur der Sache."

"Sonderlich erfolgreich scheint Quand ja nicht zu sein?"

"Nun kommen Sie schon, wir sind eingeladen."

"So? Hab nie besonders gut mit ihm gekonnt."

" Adrian … verdammt noch mal."

Es mochte übertrieben klingen, Sehlen als Monstrum zu bezeichnen, er hatte sicher seine Bewunderer, aber die Meinung, Quand sei übergeschnappt, konnte man nur als grandiose Untertreibung ansehen.

Für mich verkörperte er den dunklen Bereich, die Schatten des Gewerbes. Spionage, das Geheimdienstgeschäft überhaupt, so, wie es von Staaten überall in der Welt betrieben wird, ist nun einmal institutionalisierte Unmoral – und kann auch gar nichts anderes sein.

Es hat wenig Sinn, sich darüber zu beklagen, wenn man nicht gewillt ist, das Übel mit der Wurzel auszureißen. Ich finde, man sollte ruhig zur Diskussion stellen können, dass sich Regierungen gegenseitig ihre Geheimnisse entreißen. Dass sie Desinformationen ausstreuen, Politiker zu Fall bringen und den Parlamentarismus hintergehen.

Aber dann muss man auch bereit sein, die Konsequenzen zu tragen und die Begehrlichkeiten hintanzustellen. Gegenwärtig sind Recht und Moral nur für die eigene Seite definiert, mit der anderen kann man umspringen, wie es einem beliebt. Was wir das Ende des kalten Krieges nennen, ist lediglich eine etwas verstecktere Form des Totschlags. Und diese Politik braucht nun einmal ihre Protagonisten.

Quand gehörte zu jenen, die das Ansinnen, legale Mittel anzuwenden, so lange ablehnten, wie Geheimdienste selber existierten – so lange, wie die Lüge, die sie ermöglichte, nicht aus der Welt geschafft war. Er nahm sie als bequeme Rechtfertigung seiner eigenen überdrehten Manöver, und ich hatte immer danach getrachtet, ihm dabei nicht in die Quere zu kommen.

Er würde ohne weiteres zugeben wollen, dass unser Verwaltungsapparat oder die Bürokratie genauso korrekt arbeitete wie alle übrigen Beamten. Aber an der Front galten andere Regeln. Die Front war eine Grauzone, die es offiziell gar nicht gab. Wenn sie ins Rampenlicht der Öffentlichkeit geriet, dann nur durch einen Betriebsunfall. Es gab Aktionen draußen, nicht mehr.

Ich folgte Forum ins Haus.

Drinnen schob ich mich grüßend durch Gruppen blass aussehender Jüngelchen mit Sektgläsern in der Hand, die eben vor dem Toilettenspiegel ihre Mitesser ausgedrückt haben mussten, so fleckig waren ihre Gesichter. Kaum zu überhören, dass sie Quands Rausschmiss als großes Geheimnis betrachteten, als eine Art Welträtsel, das über sie und ihren Herrn und Meister gekommen war wie der Urknall über den leeren Raum.

Dann sah ich ihn am Ende des Zimmers stehen, seine bleiche, hohe Gestalt mit der Mathematikerstirn – trotz des konzilianten Lächelns immer noch der unnachgiebige Agentenhäuptling einer Schar devoter, um Aufmerksamkeiten und Zuneigung bemühter Krieger, und selbst Forum nahm sich gegen ihn merkwürdig blass und nichtssagend aus.

Quand gab mir die Hand und sagte: "Schön, dass wenigstens Sie aus dem Sperrbezirk zu uns herübergekommen sind, Adrian. Das Beerdigungskomitee lässt grüßen, oder?"

Er nickte dankbar, als man ihm ein Glas Sekt reichte, und stieß mit mir an. Er hatte sechs Kisten vom teuersten Morfoll aus den Pyrenäen kommen lassen, angeblich, weil er im Aroma gleichwertig sei und weniger nach faulen Eiern roch als Chardonnay .

Ich sagte: "Ihre Tochter soll mit Slava einen Boxkurs belegt haben? Die Mädchen jagen ihre Sparringspartner durch den Ring, dass es eine wahre Freude ist."

"Ein Schlag aufs Nasenbein hat noch keinem geschadet", erklärte er mit undurchsichtiger Miene.

Er blickte an Forum vorbei zum Fenster. Irgend etwas am Fensterrahmen oder hinter der Scheibe schien seine Aufmerksamkeit zu erregen.

Forum war Luft für ihn. Er würdigte ihn keines Blickes und wandte ihm immer die Seite zu, bei der er nicht Gefahr lief, ihm zur Begrüßung die Hand geben zu müssen. Er trug eine Armprothese, aber gewöhnlich verstand er es meisterhaft, einen seine Behinderung vergessen zu lassen. Diesmal, im Kreise seiner engsten Getreuen, hatte er den matt glänzenden schwarzen Bakelitarm neben sich auf dem Tisch abgelegt und seine Ärmel hochgekrempelt, wie um allen zu signalisieren, nun würden nicht einmal mehr die Krüppel verschont.

Ich ging hinüber und konzentrierte mich auf das Büfett. Es gab Lachs, mit Käse überbackene Riesengarnelen in Sahne und zum Nachtisch kleine adlerähnliche Marzipanvögel mit purpur- und goldfarbenem Gefieder, die – ihre Schwingen ausbreitend – auf Aschehaufen standen. Eine Brüsseler Spezialität mit Krokant- und Mandelfüllung. Ich verbiss mir jeden Kommentar zur Symbolik des Bildes.

Forum schob einen nach dem anderen in den Mund, vielleicht, weil sie ihn an seine süßen Damenliköre erinnerten, und seine Kiefer mahlten gedankenverloren.

Er hatte Quand in einem unbeobachteten Moment beiseite genommen, aber seine Reaktion auf das, was er ihm mit beschwörenden Gebärden zuflüsterte, schien so untauglich zu sein wie das Gestammel des Mörders nach der Tat. Quand hatte nur undurchsichtig lächelnd die Achseln gezuckt und auf den Teller mit den Marzipanvögeln gedeutet. Danach waren sie sich aus dem Weg gegangen.

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