Michael Schatten - Das Geflüster der Raben
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Eine nette Kindergeschichte, die Serox schön öfter gehört hatte. Aber wenn er etwas in den Wintern, die er in den freien Tälern nun lebte, gelernt hatte, war es, dass die Unwetter keine lebenden Wesen waren. Monster ja, aber keine lebenden. Im Schatten der Wolken beschleunigte er seinen Ritt und hielt weiter auf Devon zu. Die größte Stadt der freien Täler lag auf einer kaum sichtbaren Erhöhung inmitten der Freien Täler. Bereits einen Tagesmarsch entfernt war die Stadt zu erkennen. Zuerst nur schemenhaft, aber je näher man den Grenzen der Stadt kam, desto schärfer bildeten sich die Konturen heraus. Ein Gewirr aus Mauern und Dächern, zwischen denen die engen Straßen der Stadt wie kleine Lebensadern wirkten.
Er war nicht der einzige reisende, der sich Devon näherte. Dutzende Wagen und Kolonnen rumpelten die marode Straße entlang und hielten auf die Stadtgrenzen zu. Serox war nur einer von Dutzenden.
„Auch wegen den Wahlen hier?“, fragte ihn ein älterer Mann auf dem Bock einer Kutsche.
Serox schüttelte den Kopf. „Bin kein Devoner.“
„Karboner oder Permer?“
„Nein.“
„Na dann solls mir egal sein! Können keine Steinköpfe hier gebrauchen während der Wahlen.“
Serox sagte nichts.
„Das sind die wichtigsten Wahlen seit mehreren Wintern, musst du wissen!“, fuhr der alte Mann fort. „Dellu könnte die Wahlen tatsächlich gewinnen. Er ist einer von uns! Jemand, der weiß, wie es ist, draußen in den Ebenen zu leben und zu arbeiten. Keiner wie Letos, der mit seinem gepuderten Arsch im warmen sitzt!“ Der alte Mann spuckte aus. „Hast du von Dellu schon gehört?“
„Nein.“
„Ein guter Junge! Kommt aus Corens. Das ist eine der Mienenstädte. Einen halben Mond östlich von hier, direkt bei einer dieser verfluchten Kohlegruben.
Serox schaute zum Alten herüber. „Siehst nicht aus wie ein Mienenarbeiter.“
Der alte Mann lachte. „In meinem Alter nicht mehr, Fremder. Ich war es. Mein ganzes Leben lang. Vom Vater geerbt, der es vom Großvater geerbt hat. Familientradition.“
Serox musterte den alten Mann genauer. Er schätzte ihn auf etwa siebzig Winter. Die Schultern eingefallen und selbst im Sitzen war der Buckel nicht zu übersehen. Klare folgen der harten Arbeit in den Gruben.
„Siehst nicht aus wie ein Kohlenmensch.“
„Weil ich so alt bin?“
Serox sparte sich eine Antwort.
„Hah! Manchmal schenken die Götter einem eben doch ein wenig Glück. Wenn man es denn so nennen mag.“
Serox nickte. Er wusste, wie die Arbeit der Kohlemenschen in den Gruben aussah. Von morgens bis abends mit Spitzhacke und Schaufel die Erde umpflügen, um nach dem schwarzen Gold der Freien Täler zu suchen. Einmal in den Gruben gelandet, blieben die Arbeiter oft ihr restliches Leben dort. Söhne folgten auf die Väter und Töchter sogar auf die Mütter. Man konnte von Glück reden, den vierzigsten Winter in den Gruben zu erleben. Der alte Mann vor ihm war eine sehr seltene Ausnahme.
„Dellu ist ein guter Junge“, nickte der Alte und spielte an seinem lichten Bart herum. „Er weiß, was wir brauchen in den Gruben, was die jungen brauchen. Er wird uns helfen, da bin ich mir sicher. Er wird die Clans bändigen. Ich weiß es.“ Ein Lächeln huschte über seinen Mund.
„Kinder, die in den Gruben arbeiten?“, fragte Serox.
Der Alte nickte weiter, doch jetzt mit einem anderen Blick auf den Augen. „Sechs. Vier Söhne und zwei Enkel.“ Er hielt kurz inne. „Es waren mal Neun.“
Serox schwieg.
„Dellu wird alles besser machen.“ Wieder war ein wenig Hoffnung in den Augen des Mannes zurückgekehrt. „Er muss.“
„Ich wünsche dir viel Glück“, sagte Serox und rammte seine Fersen in die Flanken des Pferdes, um den Ritt zu beschleunigen. In der Entfernung hörte er noch ein heiseres „Lebe wohl!“ doch er dreht sich nicht herum. Zu oft hatten ihm hoffnungsvolle Menschen erzählt, dass die kommende Wahl die wichtigste Wahl seit langem wäre, dass jemand alles verbessern würde. Das Leid beenden. Ein neuer starker Ratsvorsitzender, der Frieden und Harmonie brachte. Genug zu Essen, Arbeit die einen nicht umbrachte und Häuser. Wohlstand für jeden. Schwachsinn. Wie er nur allzu gut wusste.
Alle paar Winter hielten die Freien Städte ihre berühmten Freien Wahlen ab. Immer wieder aufs Neue ließen sich Männer zur Wahl stellen, die den Menschen eine Utopie versprachen. Und immer wieder aufs Neue veränderte sich rein gar nichts. Alle wussten es zwar, aber niemand sprach es aus. Jeder hielt an dem glauben fest, dass tatsächlich jemand ihre Leiden beenden würde. Aber die Freien Städte waren politisch tief gespalten und zerstritten. Auf der einen Seite standen die gewählten Räte. Männer mit unhaltbaren Versprechungen von Frieden und Wohlstand an das Volk. Und auf der anderen die Familienclans. Dynastien von stinkreichen Familien, denen so gut wie alles gehörte und die die wahre Macht innehatten. Denn die Clans bestimmten darüber, wer Arbeit fand und wo es Arbeit gab. Ohne die Clans gäbe es die Gruben nicht. Und die Gruben waren für das gemeine Volk die einzige Möglichkeit Arbeit zu finden . Und wenn sich jemand für die Gruben verpflichtete, gehörte er den Clans. Denn die Clans kontrollierten so gut wie alles und formten sich die Räte oft selbst so wie sie es wollten. Aus den so bissigen Ratsherren wurden so schnell dressierte Schoßhunde. Und falls es doch jemand wagen sollte, seine Stimme gegen die Clans zu erheben oder sie zu betrügen, endete er schnell in irgendeinem Massengrab. Unentdeckt und für immer verschollen. Oder in einem Jutesack befestigt am Sattel eines Pferdes.
Zusammen mit dem restlichen Tross erreichte Serox den Stadtrand Devons. Anders als in vielen anderen Städten begrüßte Devon seine Besucher nicht mit prunkvollen Bauten, einer Wehrmauer oder einem massiven Tor. Nein. Devon begrüßte Reisende mit den nach Pisse und Scheiße stinkenden Slums. Selbst zusammengezimmerte Holzverschläge, oft nicht größer als ein Hühnerstall waren Unterkunft für ganze Familien. Direkt davor die Gräben, die bei Regen immer wieder überliefen und die Hütten der Bewohner mit Unrat fluteten. Und dazwischen verdreckte Kinder, die hoffnungslos die Reisenden beobachteten und vielleicht von einem besseren Leben träumten. So plötzlich die Verschläge der Slums in der Ebene aufgetaucht waren, tauschten sie ihre Plätze dann auch gegen größere massive Bauten. Alten verfallende Hütten mit abgeplatzten Verkleidungen und löchrigen Dächern. Das Gildenviertel der Devoner Unterstadt. Einst mit der Absicht erbaut, dem gemeinen Volk eine bezahlbare und warme Unterkunft zu bieten, hatten die Diebesbanden die vergilbten und ungepflegten Gebäude besetzt und nutzten sie als ihre Hauptquartiere. Von hier aus schwärmten die Langfinger der Gilden aus wie eine Schwarm Wespen auf der Jagd. Immer mit dem selben Auftrag. So viel zu stehlen wie sie tragen konnte. Jeder, der über die Straße ritt oder wanderte, wurde binnen weniger Augenblicke von Scharen an angeblichen Waisenkindern umringt. Mit den wildesten Geschichten versuchten die Waisen die Geldbeutel der Reisenden zu lockern. Wer mit zu wenig Münzen am Abend eines Tages heimkehrte, wurde verprügelt. Und da die wenigen Münzen, die Reisende den Kindern gaben – oft nicht ausreichend um der Prügel zu entgehen – verschwand hin und wieder ein ganzer Geldbeutel aus der Hand seines Besitzers. Mit etwas Pech verschwand sogar ein Finger, falls es jemand wagen sollte sich zu wehren. Die Slums und die Gildenviertel waren fest in der Hand der Diebesgilden. Nach außen hin waren die Banden den Stadthaltern natürlich ein Dorn im Auge und wurden öffentlich angeprangert. Serox wusste aber sehr genau, dass die Diebesgilden im Geheimen die wichtigste Armee der Räte und Clans waren. Die Stadthalter bezahlten die Banden fürstlich, damit diese den Clans das Leben so schwer wie möglich machten und auf der anderen Seite bezahlten die Clans andere Diebesbanden um den Stadthaltern das Leben so schwer wie möglich zu machen. Ein Teufelskreis entstand aus dem es kein Entkommen gab und der in den Slums fast schon einem Krieg gleichkam. Die Mitglieder der jeweiligen Banden erschlugen sich gegenseitig und kämpften für den, der sie besser bezahlte. Es war nichts Ungewöhnliches daran, wenn eine Bande mehrfach den Auftraggeber wechselte. Am Ende waren den Bandenchefs nur die Münzen in ihren Beuteln wichtig. Wer sie füllte oder wie viele dafür tot in der Gosse landeten war egal.
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