Hermann Brünjes - der Schatz im Acker

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Zwischen Erntedank- und Reformationsfest erwartet man in der Heide einen ruhigen und sonnigen Herbstbeginn. Der «goldene» Oktober kommt jedoch anders als erwartet. Unter den Wurzeln einer alten Buche findet ein Landwirt einen kostbaren Goldschatz. Sein Jugendfreund nimmt ihm das Gold wieder ab und der 'Schatz im Acker' wird zum Objekt der Begierde. Eine turbulente und gefährliche Jagd beginnt.
Jens Jahnke und seine Kollegin Elske begeben sich in einen Wettlauf mit einem kriminellen Familienclan. Hehlerei, Prostitution und ein Toter in der Milchkammer, es bleibt den beiden kaum ein Übel erpart. Begleiten Sie die Reporter nach Himmelstal, einem kleinen Dorf in der Lüneburger Heide, das es in sich hat.

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Die Bläser setzen sich. Einige pusten die Mundstücke ihrer Instrumente trocken. Pastor Werner tritt ans Rednerpult. Es ist inmitten einer prächtigen Blumen-, Obst- und Gemüsedekoration aufgestellt worden. Auch sein wallender schwarzer Talar kann nicht verbergen, dass der Pastor zugelegt hat. Sein Bäffchen sitzt schief. Seine Freundlichkeit und Ausstrahlung sind jedoch wie immer, stimmig und geradeheraus.

»Liebe Schwestern und Brüder aus den Gemeinden unserer Region, liebe Gäste, wir haben wahrlich allen Grund, dieses Erntedankfest zu feiern.«

Er schaut mehrmals in die Runde, sucht Blickkontakt und nickt uns zu. Man hat das Gefühl, persönlich begrüßt zu werden.

»Unser guter Gott hat uns reich beschenkt!« Er weist auf die Blumen und Früchte. »Ich meine auch diese Dinge, all das, was wächst und gedeiht. Ich meine aber viel mehr die Geschichte und die Geschichten unseres Lebens.«

Nun bin ich gespannt. Er wird ja vermutlich nicht die Predigt vorwegnehmen.

»Besonders der Monat Oktober kann für uns ein Zeichen der Güte und Zuwendung Gottes werden.« Ich bin gespannt, warum. »Heute feiern wir nicht nur Erntedank, sondern auch die Deutsche Einheit. Welch ein Geschenk! Wir finden natürlich viele politische Begründungen für den Mauerfall vor inzwischen unglaublichen zweiunddreißig Jahren. Für mich jedoch sind sie allesamt Hinweise auf Gottes unbegrenzte Möglichkeiten. Unser Gott hat unzählige Gebete erhört und handfest eingegriffen. Seiner Macht konnte niemand widerstehen und seine Güte hat Schwestern und Brüder wieder vereint!«

Pastor Werner nimmt einen Schluck Wasser aus dem Glas neben dem Rednerpult. »Der Oktober beginnt also mit dem Gedenken an eine Großtat des schenkenden, gütigen Gottes. Deutschland ist vereint – machen wir also etwas daraus! Und was feiern wir am Ende dieses segensreichen Monats?«

Neben mir sitzen zwei junge Männer, etwa sechzehn, also keine Konfirmanden mehr. Einer flüstert seinem Nachbarn auch für mich hörbar zu: »Den Weltspartag!« Ich muss grinsen. Ja, auch ein guter Kontostand ist so etwas wie eine reiche Ernte, von der man in Freuden leben kann.

Der Pastor beantwortet seine vermutlich eher rhetorisch gemeinte Frage selbst: »Wir feiern am 31. Oktober den Reformationstag. Wieder ein Freudenfest für Christen, jedenfalls für uns evangelische. Erntedank, Wiedervereinigung, Reformation – wenn wir die Tage dazwischen im Sinn dieser Ereignisse gestalten, wird der Oktober ganz gewiss ein Monat werden, der unser Leben reich und glücklich macht. In meiner Predigt wird es gleich genau darum gehen: Wie wird ein Leben reich und glücklich?«

Die Jugendlichen tuscheln wieder. Ich verstehe nur: »Der 31. Oktober, ist das nicht Halloween?« Sie lachen und ziehen Grimassen. Rübezahl stößt sie mit seinem Gehstock an und zeigt ein grimmiges Gesicht.

Ich will mich gerade auch über das Flüstern ärgern, freue mich dann aber. Die beiden haben aufmerksam zugehört. Was will man mehr! Eine Jugend, die zuhört, ist für Kirche und Glaube alles andere als verloren!

Der Gottesdienst gefällt allen, das spürt man. Die Gemeindelieder, der Chor, Posaunen, ein modernes Lied mit Gitarre – fast habe ich vergessen, wie sich ein ansprechender und schöner Gottesdienst anfühlt. Ich war noch nie ein richtiger Insider von Kirche, sondern bin erst vor wenigen Jahren dazugestoßen. Wäre ich nicht den Christen hier in Himmelstal begegnet und wären Maren und ich nicht ein Paar geworden – vermutlich säße ich heute weder hier noch würde ich verstehen, worum es geht. Auch jetzt ist mir manches noch ziemlich fremd. Trotzdem weiß ich jetzt, was mir in der Coronazeit gefehlt hat: Die Gemeinschaft mit Christen, das Singen von Lobliedern und gemeinsame Gebete.

Eine Frau und ein Mann treten ans Mikrofon. Ich kenne sie nur vom Sehen. Sie kommen aus einer Nachbargemeinde. Abwechselnd tragen sie zusammen, wofür sie danken. Woran ich eben dachte, ist auch dabei, aber ihre Liste ist gewissermaßen unendlich. Das Meckern, Problematisieren, Kritisieren und Nörgeln der letzten Monate hat in ihrem vorbereiteten Text nichts mehr zu suchen. Nur die Dankbarkeit. Es wird nicht verschwiegen, was belastet. Klimakrise, Flutkatastrophe, Kriege, Corona, Afghanistan, Flüchtlinge ... all das wird wahrgenommen. Aber in all dem entdecken die beiden den Gott an unserer Seite und formulieren einen großartigen »Psalm« der Dankbarkeit.

Ich muss nachher unbedingt fragen, ob ich den Text bekomme. Vielleicht kann ich ihn mal in einer Samstagsausgabe unterbringen. Wenn mein Chef Florian Heitmann sich im Kollegenkreis auch als Kirchen- und Religionshasser präsentiert – manchmal hat auch er lichte, emotionale Momente und lässt außer Fakten auch Deutungen und Interpretationen der Wirklichkeit zu.

Wie so oft in Gottesdiensten und wortlastigen Veranstaltungen macht sich mein Denken selbstständig. Zwar merke ich, dass inzwischen die Predigt »läuft«, aber ich bin mit meinen Gedanken immer wieder woanders.

Wofür habe ich zu danken? Für Maren, fällt mir zuerst ein, auch wenn wir oft in verschiedenen Welten leben. Für meinen Job, den ich als Berufung erlebe, auch wenn es manch ätzende Aufgabe gibt. Für ausreichend Einkommen, auch wenn ein Lottogewinn nicht schlecht wäre. Für das zarte Pflänzchen meines Glaubens, auch wenn Zweifel und gelegentlich schlechte Erfahrungen mit Kirche und Christen es manchmal kräftig durchschütteln. Für meine Nachbarn und Freunde im Dorf, auch wenn es immer wieder Zerwürfnisse gibt. Ja, ich habe viel, wofür ich danken und »Erntefest« feiern kann. Keine Kartoffeln, Äpfel oder Rüben, wie sie vorn am Altartisch liegen, aber manch gute Story und viele tolle Menschen und Erlebnisse, die ich niemals missen möchte. Auch wenn ...

Mir fällt plötzlich auf, dass ich immer wieder dieses »auch wenn« anfüge. Einfach nur danken fällt mir offenbar schwer. Immer wieder fehlt noch etwas an der Vollkommenheit meines Lebens. Ob das normal ist und allen anderen auch so geht? Ob Leben immer auch die Suche nach mehr Leben beinhaltet?

Pastor Werners Predigt ist überraschend kurz. Oder kommt mir das nur so vor, da ich dauernd in eigene Gedanken abdrifte? Er spricht von einem Schatz, den man nicht materiell und gegenständlich beschreiben kann, der aber doch sowohl über die eigene Zufriedenheit als auch über das Zusammenleben von Menschen entscheidet. Ob ich diesen Schatz gefunden habe? Maren nenne ich gelegentlich »Mein Schatz«. Wieder schweifen meine Gedanken in eine andere Richtung. An Maren denke ich ausgesprochen gerne. Sie bringt mich gewissermaßen immer wieder »auf Kurs«.

»Es ist eine Schande, dass wir als Christen immer noch nicht gemeinsam handeln oder zu selten.« Jetzt redet Pastor Werner von der Kirche und den trennenden Konfessionen. Ich denke an meine Erfahrungen mit Kirche ...

Ob ich jetzt sogar ein bisschen eingenickt bin? Zum Thema »Kirche« würde das aus Sicht mancher Zeitgenossen ja passen. Posaunenklang bringt mich zurück. Der Gottesdienst ist zu Ende.

Rübezahl streckt mir seine Faust entgegen. Ich ticke meine dagegen. »Jens, preist den Herrn! Wie schön, dass uns die Gnade einer neuen Begegnung zuteil wird.« Rübezahl ist nicht nur eines, er redet auch wie ein Original.

»Walter, ich freue mich auch, dich zu sehen!«

Wir unterhalten uns einen Moment. Wieder ist er schnell bei der immer gottloseren Welt. Ob Corona eine Strafe Gottes ist? Er geht davon aus. Aber wir müssen uns eben alle demütig darunter beugen ... So sehr ich Rübezahl seinen Glauben und seine Freude an Gott abnehme, so sehr ist mir seine negative Weltsicht doch mehr als suspekt.

Am Ausgang drückt uns Irene, eine treue und liebenswerte Kirchgängerin, zwei Zettel in die Hand. Einer ist die Einladung zu einem Seminar anlässlich des Reformationstages, der andere die Werbung für heute Abend. Die Deutsche Einheit soll bei uns in Himmelstal nicht nur im Gottesdienst, sondern den ganzen Tag über gefeiert werden. Gleich gibt es Erbsensuppe aus der Gulaschkanone der Freiwilligen Feuerwehr. Darauf freue ich mich schon. Für den Nachmittag hat das Team vom Kindergottesdienst ein buntes Programm für Kids vorbereitet. Maren engagiert sich da. Ich Oldie kann also ein kleines Nickerchen machen.

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