Andreas Egger - Die Zweite Welt

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Es war der Plan Gottes die Zweite Welt zu schaffen um Einigkeit ob des gemeinsamen Wirkens unter seinen verbitterten Söhnen zu zeugen. Groß war die Schöpfung und vieles ward erreicht, kaum weniger jedoch zerstört und in unsägliches Leid geworfen.
Unendlich dunkle Wolken verdichteten sich schon bald im Zentrum der jungen Welt. Im Herzen des aufziehenden Sturms stand Garantor, der verlorene Zwerg. Um ihn standen seine Kämpfer und auf Ihnen ruhte der Blick der Götter.

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Der Händler Meisterlich saß wie immer auf seinem Kutschbock und stierte von Zeit zu Zeit auf seine Ladung. Er war unruhig. Nur wenig der allgemein guten Stimmung färbte auf ihn ab. Er war immer noch müde. Schon viel zu lange müde. Sein Alter und der von ihm befürchtete Angriff von Räubern machten ihm zu schaffen. Zudem würden sie in einigen Tagen die östlichsten Ausläufer des Toten Sumpfes kreuzen. Es gab keinen anderen Weg nach Salzheim. Nur über die Brücken, welche dies unwirtliche Stück Land zusammenhielten. Meisterlich schauderte beim Gedanken an das Bevorstehende. Er hatte sie schon oft überquert, jedoch nur selten ohne Kampf oder eine wilde Flucht. Zu einfach war alles gelaufen. ‚Zu einfach’, dachte er immer wieder bei sich.

Als sich die Sonne vom immer noch wolkenfreien Himmel verabschiedete, befahl Garantor das Lager ein wenig abseits des Weges aufzuschlagen. Wachen bezogen ihre Posten, lange Holzstöcke wurden mit Harz eingestrichen, um als Fackeln zu dienen. Der alte Bogenschütze Brand zog dem erlegten Fuchs das Fell ab und weidete ihn sorgfältig aus. Neben ihm saß der kleingewachsene Thef und rupfte das Wildhuhn. Der Zwerg entzündete die Feuerstellen, blickte sich dann im Lager um, und überprüfte, ob alle Arbeiten ordnungsgemäß durchgeführt wurden. Alles lief bestens. Einige der Söldner hatten ihre Arbeiten schon erledigt und ruhten sich aus. Garantors breite Brust hob sich, als er anfing neue Befehle zu brüllen. „Kalad, Bloj, macht mal ´ne Halterung und zwei Spieße, damit wir die Viecher über‘s Feuer legen können! Dimite, sieh zu, dass du noch ein wenig Holz auftreibst!“

Sofort gingen die Genannten ans Werk. Dimite murrte ein wenig in seinen Bart, was ihm allerdings nichts half. Trotz seiner langen Zeit als Söldner hatte Dimite immer noch Probleme mit fremder Autorität. Er war nun seit gut dreißig Mondwechseln bei diesem Haufen und eines hatte er mittlerweile gelernt: Schreit der Zwerg, halt’s Maul und tue was er sagt. Eine wahrlich hilfreiche Grundregel.

Blass und durchsichtig zeigten sich die ersten Sterne. Die Feuer loderten mit Zischen und Knistern ruhig unter einem gütigen Vollmond. Meisterlich saß an der großen Feuerstelle und bat Thef darum, das Wildhuhn grillen zu dürfen. Thef klopfte dem alten Händler auf die Schulter und stand auf. Es war nicht das erste Mal, dass Meisterlich ihm eine derartige Arbeit abnahm. Auf diese Weise konnte der alte Mann sich ein wenig ablenken. Außerdem verbesserte der Anblick des saftigen Tieres seine Stimmung. Gutes Essen war immer willkommen. Neben ihm saß Brand, immer noch mit seinem Fuchs beschäftigt. Auch dieser brutzelte über dem Feuer. Einer der jungen Rekruten stimmte ein Lied an und mehrere sangen mit. Brube lachte lauthals über einen mittelmäßigen Witz von Thef.

Der Minotaur Zrak saß an der kleineren Feuerstelle und unterhielt sich nachdenklich mit Mauran Falkenflug, dem zweiten Mann im Lager. Lediglich Garantor saß abseits alleine da und stierte aus einigen Schritt Entfernung in die lodernden Flammen. Das Licht des Feuers reflektierte auf seinem Stahlhelm. Zuckende Lichtflecken erhellten die Schatten in seinem Gesicht. Seine derben Züge lagen unter buschigen, zusammengezogenen Augenbrauen versteckt. Keiner hätte seine Emotionen deuten können. Oder war er einfach nur müde und nachdenklich?

Das Abendmahl hielt, was es versprach. Jeder erhielt neben Trockenfleisch und Brot, eine Portion des frischen Wilds. Genügend Wasser machte die Runde. Kurz vor der zweiten Wache schliefen die meisten der Mannen. Auch Meisterlich hatte sich, hoffend auf eine ruhige Nacht, hingelegt. Cebrid schürte zum Ende seiner Wache nochmals die Flammen und begab sich zur Ruhe.

Obwohl er unruhig geschlafen hatte, erwachte der Händler erst spät. Die Sonne war schon halb aufgegangen und das Lager zum größten Teil zusammengeräumt. Eines der Feuer war erloschen, das andere züngelte noch schwach auf verkohltem Holz. Schnell stand er auf. Mit einem lauten Fluch fing er an, seine Sachen zu packen. Sein Rücken schmerzte ihn. Unverhofft kam Cebrid scheppernd zu ihm gerannt und half, die Maultiere anzuspannen. Kurz darauf waren sie wieder auf ihrem Weg. Ein leichter Wind zog von Osten her auf. Der Tag war sichtlich kälter als die vorangegangenen. Zwar leuchtete die Sonne immer noch von einem wolkenfreien Himmel, richtig wärmen wollte sie jedoch nicht mehr. Bis zum Horizont war nichts Ungewöhnliches zu erkennen. Die einfache Straße zog sich durch die Landschaft wie ein Schwertstreich. Das Gras, zum großen Teil gesund, wurde von immer mehr braunen Stellen durchzogen. Sträucher wehten im Wind. Vogelgezwitscher war rar. Nur einige Krähen saßen auf einer abgestorbenen Trauerweide, welche den Weg zur Linken säumte.

Der Trupp kam in Bewegung. Es ging wieder konstant, aber nicht wirklich schnell voran. Dazu war Meisterlichs Karren zu schwer. Die Maultiere würden ein höheres Tempo nicht durchhalten. Auf jeden Fall waren die Mannen gut erholt, gut genährt und nicht allzu sehr gefordert. Die gute Stimmung des vergangenen Tages herrschte auch heute wieder unter ihnen. Kleinere Gruppierungen bildeten sich, Gespräche verschiedenster Art wurden geführt.

Der alte Brand entfernte sich in nordwestliche Richtung von der Gruppe. Vielleicht konnte er irgendwas erbeuten.

Mit gewaltigem Brüllen und weit ausholender Gestik, veranschaulichte Brube, wie er einst in einer Kneipe fünfzehn Mann zur Strecke gebracht hatte, weil einer von ihnen eine unangebrachte Bemerkung über seine Mutter gemacht hatte. Thef, seinen schwarzen Mantel lässig über die Schulter geschwungen, lachte laut. Veoen, ein junger Mann mittlerer Statur und ebensolchen Aussehens, wollte Brube gar bezichtigen, ihnen eine Lüge aufzutischen. Daraufhin wurde die Unterhaltung natürlich noch heftiger und mehrere Männer brachten sich und ihre Meinung mit ein. Die Diskussion währte den ganzen Vormittag. Enden sollte das ganze damit, dass Brube Veoen mit beiden Händen packte, den gut achtzig Stein schweren Mann von den Beinen riss und ihn auf seine, nicht unmaßgebliche, Augenhöhe hob. Hernach erklärte er nochmals eindringlich, dass er nicht lügen würde, wobei spürbarer Zorn in der Luft lag und die dicken Venen am Hals des Hünen hervortraten. Damit war die Sache vom Tisch. Keiner schien mehr die Intention einer Widerrede zu hegen.

Meisterlich hörte dem Ganzen von Anfang an mit mildem Lächeln zu. In seinem langen Leben hatte er so manche Prahlerei miterlebt. Gerade überlegte er sich, ob er die Frage einbringen sollte, wie viel Bier Brube denn in der Kneipe konsumiert habe. Als Auftraggeber und zahlender Kunde, könnte er sich diese Dreistigkeit erlauben. Während er sich noch den passenden Wortlaut zurechtlegte, kam Zrak an seine Seite. Meisterlich drehte den Kopf zur Linken und grüßte ihn freundlich. Der Minotaur blähte die Nüstern, schnaubte laut aus. Mit dumpf tönender Stimme gab er zurück: „Naars Sohn, sei gegrüßt!“

Ein breites Grinsen lag nun auf Meisterlichs Gesicht. Den Hang der Minotauren zu den Göttern der Welt, hatte er nie verstanden. Zrak entging Meisterlichs Grinsen nicht. „Du lachst mich aus?!“, fragte er scharf nach, wobei sein mächtiges Organ sich noch einen Hauch gedämpfter vernehmen ließ.

Schlagartig verschwand der belustigte Ausdruck des Händlers. „Nein mein Freund, nein. Ich habe mit den Göttern nur sehr wenig gemein, so wenig wie ich über sie weiß. Ich empfinde die Ansprache als Naars Sohn ungewohnt. Das ist alles.“

Zrak wand seinen Kopf nach vorne auf die Straße und nickte nachdenklich. Der Minotaur trug von einem Ohr zum anderen eine Bleikette aus einfachen kleinen Ringen. Sie schwang im Rhythmus seines Nickens zwischen Hals und Kopf, vor und zurück. Kurze Zeit verging, dann sprach der Minotaur wieder, ohne sich direkt an Meisterlich zu wenden: „Du fühlst dich nicht als Naars Sohn ... dennoch bist du Mensch ... dennoch lebst du das Leben, das er dir zugedacht ... auf die Art wie er es dich lehrte.“

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