Andreas Egger - Die Zweite Welt
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Unendlich dunkle Wolken verdichteten sich schon bald im Zentrum der jungen Welt. Im Herzen des aufziehenden Sturms stand Garantor, der verlorene Zwerg. Um ihn standen seine Kämpfer und auf Ihnen ruhte der Blick der Götter.
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Meisterlich hatte den Zwerg nie im Kampfeinsatz gesehen. Dennoch traute er ihm viel zu und erwartete in ihm den gleich guten Kämpfer wie Führer.
Nun waren die sich nähernden Männer kaum zwanzig Schritt von ihnen entfernt. Nur noch wenige Momente und beide Parteien würden stehenbleiben. Die Nahenden waren beide Menschen, als Händler und Söldner schon rein äußerlich zu erkennen. Der eine war großgewachsen und muskulös. Bewaffnet war er mit einem schweren Zweihänder, welchen er locker in beiden Händen vor seiner schwer gepanzerten Brust hielt. Der andere war eher hager und gut gekleidet. Dem Aussehen nach ein Händler, wenn auch bei weitem nicht so unruhig wie Meisterlich. Es war soweit. Die vier blieben stehen. Garantor stand kampfbereit da. Bald würden sie Gewissheit erlangen. Ruhig atmete er, seine Augen auf die vermeidlichen Gegner gerichtet. Es gab nichts zu sagen. Das war auch nicht nötig. Die Beine hatte der Zwerg leicht angewinkelt, als wolle er nach vorne springen. Er würde seiner Aufgabe gerecht werden. „Und?“, fragte er, ohne den Blick vom gegnerischen Krieger zu nehmen. Einen Moment geschah nichts. Garantor wollte eine Bewegung beim Händler gegenüber gesehen haben. Das konnte aber auch vom wehenden Wind herrühren.
Meisterlich hatte seine Stimme wieder gefunden. „Es sind Händler.“ Erleichtert atmete er auf, sein Zittern ließ nach, und seine Schultern entspannten sich.
Garantor lachte sein seltenes Lachen und schnallte die Waffen wieder an die Hüften. Die Stimmung war auf einmal wie umgekehrt. Von Angst oder Vorsicht keine Spur. Freundschaftlich nährten sich die vier einander. Mit gewichtslosem Schulterklopfen trafen sich die Händlerkollegen. Schwer schlugen die Handflächen der Söldner zusammen, als sie sich begrüßten. Der menschliche Söldner sagte erleichtert: „Ich versteh‘s nicht. Hast du was mitgekriegt?“
Noch einmal lachte Garantor laut und antwortete dann: „Nein, verdammt, nein. Mach die Arbeit, seit mehr Mondwechseln als die beiden Händler zusammen. Hab immer noch keine Ahnung was das für ´ne Zeichensprache, oder was auch immer ist!“
Beide Söldner lachten laut. Der Mensch mit dem Zweihänder packte selbigen weg und schrie seinen Mannen zu, dass sie kommen sollten. Garantor brüllte ebenfalls nach seinen Leuten.
Bald standen alle zusammen und begrüßten sich gegenseitig. Informationen wurden ausgetauscht und es wurde viel gelacht. Meisterlich befragte seinen Kollegen nach möglichen Problemen, welche der weitere Marsch wohl bereithalten mochte. Jener konnte nur antworten, dass sie auf keine Hindernisse gestoßen waren seit sie aus Salzheim aufgebrochen waren. Ungläubig fragte Meisterlich nochmals nach. Er wollte wissen, wie sie ohne Schwierigkeiten an Naars Auge vorbeigekommen waren. Mit dem Lachen eines Mannes, der darum wusste, dass die größte Gefahr seiner Reise schadlos überstanden war, entgegnete der hagere Händler: „Nichts. Kein verdammter Oger ließ sich blicken. Wir sind einfach durchmarschiert.“
Meisterlich nahm diesen Umstand als schlechtes Omen auf. Nichts verlief so, wie er es erwartet hatte.
„Keine Oger ...“, sagte Meisterlich und schüttelte leicht den Kopf ohne irgendjemanden anzusehen. In seinem Geist malte sich der alte Händler aus, wie sich alle Oger des Landes irgendwo versammelt hatten, dem einzigen Ziel folgend, ihm aufzulauern. Mit Absicht rührten sie sich nicht. Ihrer Dummheit und Kampflust zum Trotz, hielten sich alle zusammen irgendwo verschanzt, bis er ihnen endlich in die Arme laufen würde.
Für einige Momente hatte er gar nicht registriert, was um ihn herum geschah. Zu sehr war er in seine paranoiden Gedanken vertieft. Der andere Händler hatte wohl irgendwas gesagt. Auf eine Antwort wartend, stand er nun da. Mit den Worten „Nicht normal ... viel zu einfach ...“, drehte sich Meisterlich um, und ging langsam zurück zu seinem Wagen. Der jüngere Händler stand perplex da, kratzte sich am Kopf, sagte noch: „Der spinnt!“, wandte sich zur Seite und fing eine Unterhaltung mit Mauran Falkenflug an, welcher eben freundlich grüßend an ihn herangetreten war.
Ruhig zog die Sonne ihre Bahn und kam ein gutes Stück voran, ehe sich die Mannen lösen konnten. Der menschliche Söldnerführer hatte drei Flaschen Kartoffelbrand dabei. Von den Barbaren, wie er sagte. Sehr stark, dafür umso schlechter im Geschmack. Selbst Garantor konnte sich nicht lösen, bevor die Flaschen leergetrunken waren. Die Diskrepanz zwischen Pflicht und Schnaps war überhaupt eine oft diskutierte Frage bei den Zwergen. Und noch einmal lag eines seines seltenen Lächeln auf dem Zwergengesicht, als sie sich verabschiedeten. Irgendwie passte dieser Ausdruck gar nicht in das derbe Antlitz. Zu sehr waren die tiefen Furchen der Verantwortung und die schwere Bürde der Vergangenheit eingebrannt.
Wieder waren sie in Bewegung und marschierten weiter. Weit würden sie nicht mehr kommen, ehe die Sonne untergehen würde. Dennoch versuchte Brand sein Glück nochmals auf der Jagd. Schnell entfernte er sich nach Nordwesten. Meisterlich tat, was er immer tat Er saß da und grübelte über die Begebenheiten. Ab und zu sah er kurz nach hinten auf die Ladefläche. Das war aber auch schon alles. Der Trupp marschierte locker voran. Einige unterhielten sich, andere schritten monoton aus, waren versunken in irgendwelche Gedanken. Die Nacht war schon angebrochen, als Brand zurückkam. Ihm war kein Glück beschieden. Mit leeren Händen betrat er das halb aufgebaute Lager und setzte sich hin, ohne etwas zu sagen. Keiner fragte ihn, warum er nichts erlegt hatte. Das würde auch nichts bringen. Dass er keinen Erfolg gehabt hatte, konnte man sehen und es war nicht nötig, ihn mit unnützen Fragen zu bedrängen. So verrichtete jeder seine Arbeit mit dem Wissen um ein kärgliches Abendmahl.
Es war eine kalte Nacht. Der Wind frischte merklich auf. Jene die nicht Wache schieben mussten, wickelten sich in ihre Decken und schliefen unruhig. Garantor hatte eine zusätzliche Feuerstelle entzündet, um seinen Männern ein wenig mehr Wärme zu spenden.
Lange saß der Zwerg da und betrachtete seinen Rekar-Stein.
Dieses Wort, Rekar, stellte gleichermaßen den Namen für den Gott der Zwerge wie für den Stein, den ein jeder von ihnen bei sich trug. Es war der Stein, mit dem das Zwergenkind am liebsten spielte. Dieser Stein war das Symbol der Liebe zu Stein und Erdreich, Feuer und Metall. Es war der wichtigste Besitz eines jeden Zwergs. Niemals würde er freiwillig weggegeben werden. Garantors Rekar-Stein war ein einfacher Klumpen Eisenerz. Er trug ihn normalerweise an einer Lederschlinge um den Hals. Nun hielt er ihn in seiner Linken, fest umschlossen. Dumpf stierte er in die Flammen, die buschigen Augenbrauen zusammengezogen, die Lippen geschürzt. Die rechte Hand fuhr langsam, mit mechanischer Konstanz, über seinen Bart. Wie so oft saß er alleine da, und wie so oft wusste keiner um seine Gedanken. Es war keineswegs so, dass sich niemand zu ihm setzten wollte. Im Gegenteil. Ein jeder seiner Mannen hegte größten Respekt für ihn. Alle die mehr als einige Mondwechsel im Trupp waren, schätzten Garantor als hervorragenden Strategen und Kämpfer. Viele würden ihn sogar als Freund bezeichnen. Dennoch setzte sich keiner zu ihm. Der Zwerg schätzte keine Gesellschaft; schon gar nicht, wenn er am Feuer saß. Und alle wussten das. Irgendwann, kurz vor der dritten Wache, begab sich Garantor zur Ruhe und legte sich auf eine große Steinplatte mitten im Lager. Er streckte sich auf dem kalten Basalt, legte seine Handflächen auf den rauen Untergrund und schlief ein.
Auch Meisterlich schlief. Wenn auch lange nicht so gut wie der Zwerg. Finstere Gedanken schlichen sich in seinen Geist. Visionen von Tod und Verderben ließen ihn immer wieder aufschrecken. Schweißgebadet quälte er sich durch die kalte Nacht.
Am Morgen stand er sehr früh auf und entfernte sich ein wenig vom Lager in Richtung Naars Auge. Die Wachen im Norden und Nordosten verrichteten zu diesem Zeitpunkt Dimite und Kalad. Die beiden Söldner sahen zwar, wie sich Meisterlich aus dem Lager entfernte, unternahmen aber nichts dagegen. „Egal“, raunte Dimite durch seinen Bart an Kalad gerichtet. Auch jener hatte nichts dagegen. Der Tag war angebrochen und etwaige Gefahren der Nacht waren nicht mehr zu fürchten.
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