Fabian Holting - Albulapass
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Brian Hansen war ein stämmiger mittelgroßer Mann Anfang vierzig. Er hatte eine Halbglatze und sah dadurch einige Jahre älter aus, obwohl in seinem immer kurz geschnittenen dunkelblonden Haarkranz noch kein graues Haar zu erkennen war. Diese Nacht hatte er nur kurz und schlecht geschlafen. Mit dem Auto war er bereits gegen fünf Uhr morgens von London aus via Colchester über die A120 nach Harwich International Port gefahren. Er hatte sich vorgenommen, die Fähre um neun Uhr früh nach Hoek van Holland zu nehmen, um wieder auf das europäische Festland zu gelangen. Erst gestern war er dort gewesen und abends mit dem letzten Flugzeug von Rotterdam nach London zurückgeflogen. Brian Hansen war noch in derselben Nacht in sein Londoner Büro gefahren, um einige Unterlagen und sein Auto zu holen. Er brauchte für die Aufgaben, die ihm nunmehr bevorstanden, uneingeschränkte Mobilität, ohne auf dem Kontinent von Fahrplänen und Abfahrtszeiten abhängig zu sein. Nachdem Hansen alles, was er aus dem Büro brauchte, beisammengehabt hatte, war er noch in seiner Londoner Dreizimmerwohnung gewesen. Hier hatte er zwei Reisetaschen mit den wichtigsten Kleidungsstücken für die nächsten Tage gepackt. Wie lange er genau unterwegs sein würde, wusste er nicht. Einige Tage auf jeden Fall. In seiner Wohnung war es kalt und ungemütlich gewesen. Victoria wohnte jetzt seit einem knappen Jahr nicht mehr bei ihm. Vier Jahre waren sie zusammen gewesen, doch dann war in ihrer Beziehung alles schief gelaufen. Sie hatten sich getrennt und Victoria war wieder ihre eigenen Wege gegangen. Brian Hansen hatte die Trennung noch nicht überwunden, denn er liebte sie noch immer. Auch beruflich war er nicht mehr zufrieden. Er kam nicht voran und verdiente für Londoner Verhältnisse viel zu wenig Geld. Brian Hansen war mit sich und der Welt unzufrieden, doch jetzt sah er eine Möglichkeit, dies grundlegend zu ändern. Endlich bekam er eine Chance, auf die Sonnenseite des Lebens zu gelangen.
Nach einer kurzen Nacht war er zu seinem Auto gegangen, hatte die beiden Reisetaschen zu den anderen Sachen im unaufgeräumten kleinen Kofferraum geworfen und war nach Harwich gefahren.
Ein dumpfer Schlag auf die Windschutzscheibe riss Brian Hansen aus dem mittlerweile tiefen Schlaf. Im gleichen Moment hörte er ein durchdringendes Gegröle aus mindestens drei heiseren Männerkehlen.
»We`ll win coz we`re Arsenal, We`ll win coz we`re Arsenal …«, sangen die Männer vor seinem Auto mit unmusikalischen Stimmen und nach der Melodie Go West . Ein Mann beugte sich mit hochrotem Kopf weit über die Motorhaube und schwenkte seine Arme, von denen mehrere Fanschals herabbaumelten. Nach wenigen Sekunden zogen die Männer weiter, doch ihr Gesang war noch einige Zeit zu hören. Arsenal London hatte Ajax Amsterdam im Auswärtsspiel in der Champions League drei zu eins geschlagen. Hansen war schlagartig wach geworden und fühlte sich elend. Er gähnte und streckte dabei den Rücken durch. Die Autoschlangen hinter und neben ihm waren weiter angewachsen. Etwa dreihundert Fahrzeuge sollten auf der Fähre Platz haben, so stand es jedenfalls in der Broschüre der Reederei. Es verließen noch immer Passagiere die Fähre und gingen an den wartenden Fahrzeugen vorbei. Hinter einer Absperrung und geschützt von einer Überdachung, standen die neuen Fahrgäste bereit, um an Bord der Fähre zu gehen. Hansen langweilte sich. Er hatte ganz vergessen, sich eine Zeitung zu kaufen. Die Unterlagen aus seinem Büro kannte er in und auswendig. Er schaltete das Autoradio ein. Eine Cover-Version von A whiter shade of pale wurde gespielt. Hansen drehte das Radio leiser. Er musste an seine Anzahlung denken. Während der Überfahrt wollte er seine Bank in der Schweiz anrufen und sich nach dem Eingang der Überweisung erkundigen. Es war vereinbart, dass er noch viel mehr Geld bekommen sollte, wenn alles wunschgemäß geregelt war.
Hansens Blick ging ins Leere. Er malte sich aus, was er mit dem vielen Geld alles machen konnte. Auf die faule Haut legen wäre eine Möglichkeit, vielleicht für ein oder zwei Jahre. Anschließend könnte er sich selbstständig machen, ein eigenes Büro gründen, mit fünf bis zehn Angestellten vielleicht.
Ein durchdringendes Hupen ließ Brian Hansen aus seinen Gedanken aufschrecken. Im Rückspiegel sah er einen Mann, der hinter dem Lenkrad seines bulligen Offroaders saß und wild mit den Armen gestikulierte. Hansen schaute nach vorne und nahm gerade noch wahr, wie das Auto, das die ganze Zeit vor ihm gestanden hatte im Schlund der Fähre verschwand. Die Fahrzeugschlange neben ihm war längst in Bewegung. Ein Auto nach dem anderen fuhr in das Schiff hinein. Erst jetzt bemerkte Hansen den Mann vom Schiffspersonal, der eine Reflektorweste trug und ihn böse ansah. Mit einem Signalstab in der Hand ging er forsch auf Hansens Auto zu. Hansen drehte den Zündschlüssel und der Motor seines Alfa Romeo Spider sprang an. Mit einer entschuldigenden Handbewegung fuhr er an. Um neun Uhr sollte die Fähre ablegen und gegen Mittag Hoek van Holland erreichen, einen Stadtteil von Rotterdam.
7
Joachim wurde wach, öffnete die Augen und richtete sich auf den Ellenbogen abgestützt im Bett auf. Das Fenster im Schlafzimmer stand auf kipp. Draußen war das laute Keckern einer Elster zu hören, die irgendwo auf der Regenrinne oder einem nahe am Haus stehenden Baum ihr morgendliches Spektakel veranstaltete. Nach einer kurzen Pause hörte er wieder das lang anhaltende schäck-schäck-schäck . Cornelia hatte sich einmal über ihn lustig gemacht, als er früh morgens am offenen Fenster versucht hatte, eine Elster durch lautes Klatschen zu vertreiben. Es war ihm nicht gelungen. Die Elster hatte danach noch lauter gekeckert und es hatte den Anschein, als wollte sie ihn verhöhnen.
Joachim schaute auf die Uhr. Es war bereits zwanzig Minuten vor sieben. Draußen regnete es kräftig. Die Fensterscheibe war nass. Aus einer Traufe fiel unentwegt Regenwasser trommelnd auf einen Mülleimer unten vor dem Haus. Joachim sah auf das unbenutzte Kissen neben ihm. Es war also Wirklichkeit und kein Traum. Cornelia war gestern nicht nach Hause gekommen. Sie war mit dem Zug weggefahren und hatte ihn ohne Nachricht allein gelassen. Seit fast sieben Monaten waren sie zusammen und dann so etwas. Joachim konnte es kaum glauben, aber es war nicht zu leugnen. Warum? Er stand auf und ging in die Küche. Vom Flammkuchen hatte er starken Durst. Im Kühlschrank war nur noch eine fast leere Flasche Mineralwasser. Er machte die Balkontür auf. Regentropfen fielen ihm ins Gesicht und eine unangenehm feuchte Luft schlug ihm entgegen. Von dem sommerlichen Wetter des Vortages war nichts mehr zu spüren. Alle Mineralwasserflaschen auf dem Balkon waren leer. Joachim ging zurück in die Küche und machte die Balkontür schnell hinter sich zu. Er nahm sich ein Glas und ließ den Wasserhahn laufen, bis das Wasser kalt genug war. Dann hielt er das Glas unter den Wasserstrahl und füllte es bis zum Rand. Hastig trank er das Glas leer und füllte es ein zweites Mal. Mit dem zur Hälfte ausgetrunkenen Glas setzte er sich an den Küchentisch und dachte nach.
Warum hatte Cornelia nichts von ihren Sachen mitgenommen? Alles war noch an seinem Platz. Von ihrer Zahnbürste bis hin zu ihrer Lieblingsjacke, die sie allerdings nur in ihrer Freizeit trug. Sie konnte lediglich die Sachen bei sich haben, mit denen sie gestern Morgen aus dem Haus gegangen war, um zur Arbeit in den Kindergarten zu fahren, wenn sie denn überhaupt dorthin wollte. Vielleicht war sie auch direkt zum Bahnhof gefahren. Er musste unbedingt mit Sandra besprechen, schließlich kannte sie Cornelia schon länger als er selbst. Sonst gab es wohl niemanden in der Stadt, mit dem Cornelia Kontakt hatte. Zumindest hatte sie nie etwas über Verabredungen mit Freunden oder Bekannten erwähnt.
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