Fabian Holting - Albulapass

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Ein junger Mann, Anfang dreißig. Die Liebe seines Lebens, die plötzlich verschwindet. Eine Spurensuche am Schwielowsee und in den Schweizer Bergen, die zu einer Bedrohung wird. Ein Mann, dem die Vergangenheit keine Ruhe lässt und ein Paar, das um seine Existenz fürchtet, werden zur tödlichen Gefahr.

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Er schob den Flammkuchen in den Ofen, ging zurück ins Arbeitszimmer und wählte die Nummer erneut. Er hörte dreimal das Freizeichen und dann eine tiefe etwas unfreundliche Männerstimme, die sich mit dem Namen Fenske meldete.

»Hallo, hier ist Joachim Magiera. Ich hätte gern Sandra Fenske gesprochen«, sagte er zögerlich.

»Tut mir leid, eine Sandra Fenske haben wir hier nicht«, antwortete die immer noch tiefe aber jetzt freundlich klingende Männerstimme am anderen Ende der Leitung.

»Entschuldigen Sie bitte, da habe ich wohl die falsche Nummer gewählt«, erwiderte Joachim enttäuscht.

»Macht nichts, kein Problem.«

Joachim überlegte, ob es den Namen Fenske nicht auch mit V gäbe. Er blätterte im Telefonbuch zum Buchstaben V . Hier fand er den Namen mehrfach sowohl mit z in der Mitte als auch mit tz . Der nicht ausgeschriebene Vorname S . kam auch dreimal vor. Zweimal unter Ventzke und einmal in der Schreibweise Venzke . Es schien aussichtslos. Joachim ging zurück in die Küche und schaute nach seinem Flammkuchen. Es war mittlerweile halb acht, aber noch hell draußen. Der Flammkuchen brauchte noch einige Minuten. Joachim nahm eine angebrochene Flasche Rotwein aus dem Kühlschrank. Es war ein italienischer Merlot aus dem Friaul. Zur selbst gemachten Pizza hätten Cornelia und er heute eine neue Flasche aufgemacht, dachte er traurig, nahm sich ein Weinglas aus dem Büfettschrank und schenkte sich den kalten Rotwein ein. Auf dem Glas schlug sich, genau wie auf der Flasche, die Feuchtigkeit der Raumluft nieder. Es bildeten sich Wassertropfen, die langsam am Glas hinunterliefen. Joachim öffnete die Tür zum kleinen Küchenbalkon und trat hinaus in die immer noch milde Abendluft. Auf dem Balkon stand eine angebrochene Kiste Bier und einige leere Mineralwasserflaschen lagen kreuz und quer in einer Klappbox. Zwischen den Häuserzeilen befanden sich kleine Gärten. Hier war noch leben. Es wurde sogar gegrillt, vermutlich das erste Mal in diesem Jahr. Auf einer Terrasse schräg gegenüber wurde gelacht. Hier standen mehrere Leute mit Proseccogläsern in der Hand und unterhielten sich. Gelegentlich waren die schrillen Stimmen von spielenden Kindern zu hören. Joachim sah hinunter, trank von seinem kalten Rotwein und dachte nach.

Warum hatte Cornelia nicht angerufen? Vielleicht war etwas Unvorhergesehenes passiert und sie hatte nicht die Möglichkeit gehabt, sich zu melden. Aber Telefone gab es doch überall.

Dass Joachim gar nichts über Cornelia wusste, hatte ihm bisher nichts ausgemacht. Sie hatte nie über frühere Beziehungen mit ihm gesprochen. Wenn sie gelegentlich über die Familie redeten, dann nur über Joachims. Und Cornelia schien froh darüber zu sein, dass sie nicht von ihrem bisherigen Leben erzählen musste. Jetzt hätte er gerne mehr über ihre Familie und ihre früheren Freunde gewusst. Joachim nahm einen großen Schluck von seinem Rotwein und starrte wieder gedankenverloren in die Gärten unter sich. Seine Miene verfinsterte sich. Oder hatte Cornelia einen anderen Mann kennengelernt, zu dem sie jetzt gefahren war? Wäre es möglich, dass sie ihn verlassen hatte; aber ihre Sachen waren noch alle in der Wohnung. Doch das musste nichts heißen, schließlich konnte sie ihren Kram später noch holen, in ein bis zwei Tagen vielleicht, zusammen mit ihrem neuen Freund. Konnte es sein, dass Cornelia ein Mensch war, der es nie lange in einer Partnerschaft aushielt? Joachim musste an die Katze denken, die seine Schwestern und er für eine Weile hatten, als sie noch bei ihren Eltern wohnten. Die Katze war ihnen zugelaufen. Zunächst hatten sie versucht, den Besitzer ausfindig zu machen. Sie fragten überall in der Nachbarschaft herum, wem die Katze gehören könnte, ergebnislos. Die Katze blieb bei ihnen und bekam den Namen Morle. Tagsüber streunte sie in der Gegend herum und kehrte abends immer wieder zurück zur Familie Magiera. Sie hatte einen festen Platz im Wohnzimmer, war sehr anhänglich und anschmiegsam. Das ging ungefähr ein Jahr so, dann war sie plötzlich verschwunden. Der erste Gedanke war, dass Morle von einem Auto überfahren wurde. Wieder fragte Joachim in der Nachbarschaft herum. Niemand hatte die Katze gesehen. Zwei Jahre später entdeckten sie Morle in einer anderen Siedlung, nur wenige Kilometer entfernt. Sie hatte sich ein neues zu Hause gesucht. Sie wohnte jetzt bei einer alten alleinstehenden Frau. Joachim und seine Schwestern unternahmen gar nicht erst den Versuch, die Katze wieder zu sich zu holen. Später hörte er, dass Katzen wie Morle gar nicht so selten waren.

Cornelia war erst seit acht Monaten in der Stadt. Sie war aus Frankfurt hergezogen, um die Stelle als Erzieherin im städtischen Kindergarten anzutreten. In Frankfurt hatte sie zuletzt Kunstpädagogik studiert, aber das Studium dann abgebrochen. Als Joachim Cornelia kennenlernte, wohnte sie noch in einem möblierten Zimmer. Joachim war seit zwei Jahren wieder solo, nach seiner bald dreijährige Beziehung zu Sonja, einer Bankkauffrau. Mit Cornelia fühlte es sich ganz anders an, als damals mit Sonja.

Cornelia schien außer Sandra, ihrer Kollegin aus dem Kindergarten, keinen Menschen in der Stadt zu kennen. Hin und wieder traf sie sich mit ihr abends zum Glas Wein. Es gab also sonst niemanden, den Joachim hätte anrufen können.

Joachim trank das Glas leer. Der kalte Wein schmeckte ihm nicht besonders gut. Er hatte einen kleinen Schwips und trat vom Balkon in die Küche zurück. Der Flammkuchen war schon etwas dunkel geworden. Joachim nahm sich vor, nach dem Essen noch einmal zu versuchen, Sandras Telefonnummer ausfindig zu machen. Er schenkte sich erneut Rotwein ein. Seine Hand wurde von der Flasche nass. Er wischte sie sich an seiner Jeanshose trocken.

Nachdem er den Flammkuchen gegessen und das dritte Glas Wein getrunken hatte, ging er zurück ins Arbeitszimmer und versuchte noch zweimal Sandra zu erreichen. Doch auch diese Venztkes konnten mit einer Sandra nicht dienen. Es war bereits nach zehn Uhr, als sich Joachim auf die Couch im Wohnzimmer legte. Er war vom Rotwein müde geworden. Am dunklen Abendhimmel zogen kaum sichtbar die ersten Regenwolken auf. Für den nächsten Tag waren stärkere Schauer und deutlich kühlere Temperaturen vorausgesagt. Joachim schlief ein. Gegen zwei in der Nacht wachte er auf. Er taperte müde ins Schlafzimmer und legte sich in das französische Doppelbett. Nur seine Jeanshose zog er noch aus und schlief dann sofort wieder ein.

6

Brian Hansen saß in seinem silbernen Alfa Romeo Spider. Er war eingenickt. Draußen regnete es noch immer. Im Fahrzeuginneren wirkten die Tropfgeräusche des Regens, deren Monotonie nur gelegentlich durch das Peitschen des böigen Windes durchbrochen wurde, einschläfernd und täuschten eine nicht vorhandene Behaglichkeit vor. Der starke Wind ließ die Regentropfen an der Windschutzscheibe und den Seitenfenstern in unterschiedliche Richtungen verlaufen. Brian Hansen war noch nass vom Regen, vor allem seine im Schulterbereich durchfeuchtete Jacke fing nur allmählich an zu trocknen. Der kurze Weg vom Auto zum Ticket-Schalter war daran schuld. Den Schirm hatte Hansen im eilig gepackten Kofferraum nicht finden können.

Vor nicht einmal fünfzehn Minuten hatte sich die schwere Bugklappe der Britannica geöffnet und in schneller Folge Autos, Wohnmobile, Lastwagen und Motorräder jeglicher Art ausgespuckt. Nach wenigen Minuten waren alle Fahrzeuge aus dem Bauch der Fähre herausgefahren. Brian Hansen wusste, dass die zahlreichen Passagiere deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen würden, um von Bord zu gelangen. Außerdem mussten die Schiffsdecks noch gereinigt werden. Er hatte sich eine gute Ausgangsposition gesichert. Vor ihm standen nur drei Autos und ein Kleinlaster, die genau wie er darauf warteten, endlich das Signal zu erhalten, um in den Schlund der Fähre abtauchen zu dürfen.

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