Fabian Holting - Albulapass

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Ein junger Mann, Anfang dreißig. Die Liebe seines Lebens, die plötzlich verschwindet. Eine Spurensuche am Schwielowsee und in den Schweizer Bergen, die zu einer Bedrohung wird. Ein Mann, dem die Vergangenheit keine Ruhe lässt und ein Paar, das um seine Existenz fürchtet, werden zur tödlichen Gefahr.

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Der nächste Vorstadtbahnhof war nicht mehr weit. Auf dem Bahnsteig suchte er nach einem Ticketautomaten. Schon am Treppenaufgang hatte er den Geruch von Schmierfett in der Nase. Zwischen einer kleinen Gruppe von Teenagern, die sich die Wartezeit damit verkürzten, sich gegenseitig herumzuschubsen, entdeckte er den Ticketautomaten. Er zog sich eine Fahrkarte, stempelte sie ab und brauchte nur noch kurz zu warten. Zusammen mit den Jugendlichen stieg er ein. Nach kurzer Fahrt verlangsamte der Zug seine Geschwindigkeit. Sie hatten den Hauptbahnhof fast erreicht. Mit Graffiti besprühte und heruntergekommene Gebäude mit eingeschlagenen Fensterscheiben tauchten zu beiden Seiten auf und gaben ein trostloses Bild ab. Die Anzahl der Schienenstränge verdoppelte sich von Sekunde zu Sekunde und erinnerte ihn an die Vermehrung von stäbchenförmigen Bakterien in einem Zeitrafferfilm. Plötzlich standen links und rechts Züge. Fahrgäste waren in den anderen Waggons nur schemenhaft zu erkennen. Der Zug hielt im Hauptbahnhof. Joachim blieb sitzen, denn er musste noch eine Station weiterfahren. Wie üblich wartete der Regionalzug auf die Fahrgäste aus den Fernzügen. Joachim blickte gelangweilt hinaus und beobachtete die wenigen Menschen auf dem Bahnsteig. Überall standen verwaiste Gepäckwagen herum. Die Schaffner unterhielten sich mit dem Bahnhofspersonal. In solchen Momenten wusste Joachim, warum er lieber mit dem Fahrrad zur Arbeit fuhr. Auf dem Nachbargleis stand ein Zug, der sich langsam in Bewegung setzte. Für einen kurzen Augenblick dachte Joachim, es würde weitergehen, doch was sich bewegte, war nur der Zug neben ihm. Nachdem sich der Zug in seiner ganzen Länge an seinem Fenster vorbeibewegt hatte, wurde der Blick auf den danebenliegenden Bahnsteig frei. Hier stand ein Fernzug mit dem Fahrtziel Oberhausen. Um die geöffneten Zugtüren hatten sich traubenförmige Ansammlungen von Menschen gebildet. Vereinzelt liefen noch Fahrgäste mit geröteten Gesichtern und schwer schleppend auf dem Bahnsteig herum. Nach einer Weile setzte sich Joachims Zug tatsächlich in Bewegung. Dann glaubte er, seinen Augen nicht zu trauen. In einer der Zugtüren auf dem Nachbargleis stand eine Frau, die aussah wie Cornelia. Er wollte sich vergewissern, dass er sich getäuscht haben musste und stand auf, aber die Frau verschwand im Zugwaggon.

Während zahlreiche Schienenstränge, abgestellte Waggons und Wohnhäuser mit Balkonen an ihm vorbeizogen, beschloss Joachim, dass es nicht Cornelia gewesen sein konnte, schließlich war sie längst im Kindergarten.

2

Mark Philippi steuerte seinen Porsche in sportlicher Fahrweise durch die letzten zwei Kurven, die ihn zu seinem Haus im Londoner Stadtviertel Highgate führten. An diesem Tag hatten morgens um acht Uhr die Glocken des Big Ben zum letzten Mal für mehrere Wochen geschlagen. Philippi war das Glockenspiel des Londoner Wahrzeichens gleichgültig und es interessierte ihn erst recht nicht, wie lange die geplanten Reparaturarbeiten am Westminster-Palace, dem Sitz des britischen Parlaments, dauern würden. Philippi wusste, dass seine Frau Angela bereits im Haus auf ihn wartete. Sie hatte ihn in der Firma angerufen. Es war sehr dringend.

Zügig fuhr er in die kurze Einfahrt hinein. Das schmiedeeiserne, zweiflügelige Einfahrtstor stand bereits offen. Gezielt griff er Tasche und Jackett vom Beifahrersitz und stieg aus. Die Tür knallte ins Schloss. Mit hektischen Schritten ging er die wenigen Meter auf die mit Säulen eingefasste Haustür zu. Das Jackett hatte er sich hastig über den rechten Arm gelegt. Seine linke Hand suchte fahrig nach dem Hausschlüssel in seiner Hosentasche. Das herrschaftlich wirkende, aber nicht besonders große Haus in diesem noblen Stadtviertel von London, hatte seinerzeit ein Vermögen gekostet. Aber es war standesgemäß, davon waren Mark Philippi und seine Frau Angela überzeugt.

Philippi öffnete die Tür. Seine Frau Angela hatte ihn gehört und war bereits die Treppe heruntergekommen. In ihrer Hand hielt sie einen kleinen Koffer, den sie im Foyer neben einem Zweiten abstellen wollte.

»Mark, da bist du ja endlich. Konntest du nicht früher kommen«, sagte sie etwas außer Atem und mit einem vorwurfsvollen Ton in der Stimme.

»Ich bin so schnell gekommen, wie es nur irgendwie ging, allerdings hat mich in der Firma schon wieder Thomas Langley angerufen, du weißt doch, der Banker«, erwiderte Mark gereizt. »Der Mann ist hartnäckig, das habe ich dir letzte Woche schon erzählt«, fügte er nach einer kurzen Pause hinzu.

Philippi stellte seine Tasche ab, legte sein Jackett auf einen Stuhl im Foyer und ging weiter durch ins Wohnzimmer. Auf dem Wohnzimmertisch stand ein fast leeres Cognac-Glas. Die Flasche stand noch auf der Anrichte gegenüber der Couchecke. Der Deckel lag lieblos neben der bauchigen Flasche.

»Trinkst du jetzt schon am frühen Morgen?«, fragte er, während er sich in den schwarzen Ledersessel fallen ließ und einmal tief durchatmete.

»Ja, falls du nichts dagegen hast. Das brauchte ich heute Morgen«, jammerte Angela in fast weinerlichem Ton. Sie stand in der Tür und hatte sich mit der Schulter an die Zarge angelehnt. Mit verschränkten Armen und geneigtem Kopf stand sie dort und starrte auf den Parkettboden. Philippi erhob sich und ging auf Angela zu.

»Entschuldige bitte, das habe ich nicht so gemeint.« Er nahm sie sachte in den Arm. Angela liefen plötzlich Tränen über die Wangen. »Wann haben sie denn angerufen?«, fragte er verständnisvoll.

»Gleich heute früh, kurz, nachdem du in die Firma gefahren bist«, antwortete Angela.

»Und wie geht es jetzt weiter?«, hakte Philippi mit nachdenklicher Miene nach, während er sich von Angela abwandte und zur Anrichte ging, auf der die Cognacflasche stand.

»Das weiß ich selber nicht. Ich denke aber, wir werden es bald erfahren«, sagte Angela, die sich die Tränen wegwischte und zur Sitzecke ging. Philippi nahm die Cognacflasche, schraubte den Flaschendeckel darauf und stellte sie zurück in den Barwagen.

»Wir sollten lieber einen klaren Kopf bewahren, schließlich haben wir einiges zu verlieren.«

Angela saß mittlerweile auf der Couch, hielt ihr Glas in der Hand und nippte gelegentlich daran.

»Wenn du immer einen klaren Kopf bewahrt hättest, wären wir vielleicht jetzt gar nicht in dieser verflixten Situation«, sagte sie und blickte dabei ziellos aus dem Fenster in den nassen Garten, der noch nichts vom nahenden Frühling erahnen ließ. Philippi ging nervös im Raum auf und ab.

»Lass uns jetzt nicht schon wieder über Dinge reden, die längst gelaufen sind«, er fuhr sich mit beiden Händen durch das nach hinten gekämmte und leicht gegelte Haar.

Mark Philippi war Anfang vierzig und fast zehn Jahre älter als Angela. Er legte viel Wert auf sein Äußeres, wollte bei allem, was er tat, eine gute Figur abgeben. Jeden Morgen brachte er nach dem Duschen seine Haare in Form, zog sich eines seiner Business-Hemden mit den eingestickten Initialen an und ging in den Tag, um alle Welt glauben zu machen, dass er ein Erfolgstyp sei. In diesem sich täglich wiederholenden Unterfangen war er tatsächlich erfolgreich. Die meisten Menschen in seinem Umfeld glaubten wirklich, dass es Philippi durch Intelligenz, Kompetenz und Durchsetzungsvermögen bereits weit gebracht hatte. Wer jedoch die Gelegenheit bekam, ihn näher kennenzulernen, fand schnell heraus, dass lediglich Durchsetzungsvermögen und ein Selbstbewusstsein mit einer gehörigen Portion Selbstüberschätzung bei Mark Philippi der Schlüssel zum Erfolg waren. Doch so erfolgreich, wie alle glaubten und wie Philippi allen vorzumachen versuchte, war er nicht.

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