Fabian Holting - Albulapass

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Ein junger Mann, Anfang dreißig. Die Liebe seines Lebens, die plötzlich verschwindet. Eine Spurensuche am Schwielowsee und in den Schweizer Bergen, die zu einer Bedrohung wird. Ein Mann, dem die Vergangenheit keine Ruhe lässt und ein Paar, das um seine Existenz fürchtet, werden zur tödlichen Gefahr.

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Das Meeting dauerte über zwei Stunden. Neben Herrn Rohling war von Rohling & Söhne noch der Vertriebsleiter dabei. Die Maersk-Leute waren zu dritt. Neben der Beantwortung einiger Logistikfragen stand auch die Verhandlung von Preisen an. Die Besprechung fand in dem repräsentativsten Raum für solche Zwecke statt, einem Besprechungsraum direkt neben Herrn Rohlings großem Büro. Auf der Fensterbank standen verschiedene Tischflaggen und diverse Modelle von Containerschiffen und Lastkraftwagen. Joachim musste beim Anblick dieser Speditionsutensilien immer an den bedruckten Stehteller denken, der die Skyline von New York zeigte und in dessen Mitte das World Trade Center besonders hervorgehoben wurde. Auf dem Tellerrand prangte der Schriftzug der Firma Rohling & Söhne. Diesen Stehteller hatte Herr Rohling höchstpersönlich in größerer Stückzahl für seine Kunden als Werbegeschenk bestellt. Doch nur wenige Tage, nachdem die Teller geliefert worden waren, kam der 11. September 2001. Das World Trade Center gehörte der Vergangenheit an und die Stehteller waren keinem Kunden mehr zuzumuten. Sie wurden an die Mitarbeiter von Rohling & Söhne verschenkt und in irgendeiner Umzugskiste hatte Joachim noch drei davon zu Hause herumliegen.

Nach dem Meeting versuchte Joachim sofort, Cornelia in ihrer gemeinsamen Wohnung zu erreichen; vergeblich. Vermutlich war sie noch einkaufen gegangen, schließlich wollten sie am Abend zusammen italienisch kochen. Rotwein hatten sie auch nicht mehr im Haus. Selbst gemachte Pizza und Minestrone waren Cornelias Spezialitäten. Hierfür durften nur frische Zutaten verwendet werden, von den im Glas eingelegten Kapern einmal abgesehen.

Joachim probierte es in kurzen Abständen noch zweimal, doch sie war noch immer nicht zu Hause. Er beschloss, etwas eher Feierabend zu machen, um eventuell noch die Möglichkeit zu haben, das Fahrrad mit seinem Ford-Kombi zu holen. Olaf Müller wollte an diesem Tag ohnehin noch länger arbeiten, denn einer von beiden musste jeden Tag mindestens bis achtzehn Uhr im Büro die Stellung halten.

5

Obwohl die Sonne hinter den hoch aufragenden Dächern der gegenüberliegenden Häuserzeile nur noch etwa zur Hälfte hervorlugte, hielt sich die Wärme des Tages sehr angenehm in der mittlerweile fast komplett zugeparkten Wohnstraße. Auf dem Bürgersteig spielten drei Mädchen Gummitwist. Nur wenige Meter davon entfernt kickten vier Jungen mit einem Fußball, der in ständiger Bewegung war. Sie warteten offenbar auf einen Nachzügler. Die Gehwegplatten vor dem Haus waren mit bunter Kreide bemalt worden. Der außergewöhnlich warme und sonnige Apriltag hatte die Kinder auf die Straße gelockt.

Die gutbürgerlichen Häuser des Viertels, in dem Joachim mit Cornelia wohnte, waren in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts gebaut worden. Mittlerweile hatte der gehobene Mittelstand dort Einzug gehalten. Ursprünglich waren die dreistöckigen Häuser für vier Mietparteien entworfen worden. Einige der großzügig geschnittenen Wohnungen waren zu Arztpraxen, Anwaltskanzleien oder Versicherungsvertretungen umfunktioniert. Eigentlich hätte sich Joachim eine solche Wohnung nicht leisten können. Doch der Zufall wollte es, dass der beste Freund seines Onkels für drei Jahre nach Rio de Janeiro zog und einen vertrauensvollen Mieter für diese Zeit suchte. Er machte Joachim ein Angebot, das er nicht ablehnen konnte. Mittlerweile waren aus den drei Jahren fünf geworden und eine Rückkehr noch immer nicht geplant. Die Wohnungen hatten die für die Bauzeit typischen hohen Decken. In Joachims Wohnung war sogar die alte Stuckdecke über die Jahre erhalten geblieben. Er konnte sich noch gut erinnern, wie beeindruckt Cornelia ihn angesehen hatte, als sie das erste Mal zu ihm in die Wohnung gekommen war.

Joachim stieg die breite, teppichbespannte Holztreppe in den zweiten Stock hinauf. Jeder Tritt auf der Treppe verursachte ein dumpfes Knarren, das in allen Wohnungen im Haus zu hören war. Im Treppenaufgang hingen überall Bilder, die über die Jahrzehnte von den Bewohnern hier aufgehängt worden waren. Darunter gab es auch ältere Ölgemälde, die überwiegend Naturlandschaften zeigten.

Joachim steckte den Schlüssel in die Wohnungstür. Sie war abgeschlossen. Cornelia konnte also noch nicht zu Hause sein. Vielleicht war sie tatsächlich noch beim Einkaufen. Joachim stellte seine Fahrradtasche unter der Garderobe ab. Das Jackett hängte er in den antiken Dielenschrank, der im Flur neben der Garderobe stand. Der Vermieter hatte ihm die meisten Möbel zu treuen Händen überlassen. Joachim hatte damit keine Probleme. Sie passten gut zu der Wohnung und zu den wenigen Möbelstücken, die er selbst mitgebracht hatte.

Langsam ging Joachim den Flur entlang und hielt Ausschau nach der Tasche, die Cornelia immer mit in den Kindergarten nahm. Sie war nirgends zu finden. Im Dielenschrank lag sie auch nicht. Die Küche war noch so, wie er sie am Morgen verlassen hatte. In der Spüle standen ihre beiden Tassen. Die Teller hatte er bereits heute Morgen in die Spülmaschine gestellt. Joachim schaute in den Kühlschrank. Vielleicht war Cornelia doch schon in der Wohnung gewesen und hatte den Pizzateig vorbereitet. Fehlanzeige. Er ging ins Wohnzimmer. Auch hier keinerlei Hinweise darauf, dass Cornelia schon in der Wohnung gewesen war. Joachim ging ins Schlafzimmer und lockerte seinen Schlips, bis er ihn gerade über den Kopf ziehen konnte. Er hatte sich angewöhnt, den Windsorknoten nicht zu lösen, um morgens keine Zeit beim Schlipsbinden zu verlieren. Joachim zog sich um, ging kurz ins Bad, dann ins Wohnzimmer und zuletzt ins Arbeitszimmer, das von Cornelia und ihm gemeinsam genutzt wurde. Die Wohnung hatte knapp einhundertzwanzig Quadratmeter und wirkte nicht nur durch die hohen Decken sehr geräumig.

Cornelia konnte also nach dem Kindergarten noch nicht zu Hause gewesen sein, soviel war klar. Vielleicht war sie gleich nach der Arbeit in die Innenstadt gefahren, um sich etwas zum Anziehen zu kaufen. Das hatte sie schon öfter gemacht. Vielleicht war sie jetzt im Supermarkt, um für das Abendessen einzukaufen, dachte Joachim und ging in die Küche. In diesem Moment musste er an sein Fahrrad denken. Cornelia einen Zettel hinlegen und mit dem Auto eben alleine hinfahren, dazu hatte er keine Lust. Außerdem wollte er zu Hause sein, wenn Cornelia kam.

Im Treppenhaus waren Schritte zu hören. Er öffnete die Wohnungstür einen Spalt und hörte die Stimmen des älteren Ehepaars, das im dritten Stock wohnte. Er ging in die Küche zurück und nahm die Flasche Cynar aus dem Büfettschrank. Die Gläser waren im Küchenschrank über der Spüle. Joachim schenkte sich großzügig ein und nahm einen kleinen Schluck. Den Aperitif wollte er eigentlich gemeinsam mit Cornelia trinken. Joachim setzte sich an den Küchentisch und grübelte über das nach, was er machen könnte, falls Cornelia nicht nach Hause kommen sollte. Welchen Grund könnte Cornelia gehabt haben, mit dem Zug wegzufahren, ohne ihm Bescheid zu sagen. Vielleicht würde sie noch anrufen und ihm alles erklären, dachte er und nippte an seinem Aperitif. Er musste an heute früh denken, als ihm durch den Kopf ging, wie wenig er doch von Cornelia wusste.

Nachdem er eine ganze Weile nur so dagesessen hatte, stand er auf und ging ins Wohnzimmer. Er wollte bei Cornelias Arbeitskollegin aus dem Kindergarten anrufen. Die Nummer müsste im Telefonbuch zu finden sein. Sie hieß Sandra Fenske, doch er wusste nicht, wie der Nachname genau geschrieben wurde. Das Telefonbuch war nicht im Wohnzimmer. Er fand es schließlich im Arbeitszimmer. Er schlug es auf und suchte unter dem Buchstaben F den Namen Fenske. Der Name kam fünf Mal vor und sogar einmal als Eintrag S. Fenske . Joachim wählte die dort angegebene Nummer. Es war besetzt. Er legte auf und ging ins Wohnzimmer zurück, um seinen Aperitif zu holen, den er auf dem Wohnzimmertisch stehen gelassen hatte. Auf dem Weg zurück durch den Flur trank er aus seinem Glas und verschüttete beinahe etwas. Seit Cornelia bei ihm wohnte, hatte er das schnurlose DECT-Telefon der Strahlung wegen eingemottet. Joachim trank den letzten Schluck aus seinem Glas und wählte die Nummer erneut. Diesmal hörte er ein Freizeichen. Er ließ es mindestens zehnmal klingeln. Niemand nahm am anderen Ende der Leitung ab. Er setzte sich in den Zweiersessel gegenüber vom Schreibtisch und blätterte lustlos in verschiedenen Zeitschriften. Immer wieder horchte er nach der Wohnungstür. Nichts, kein Laut, kein Schlüssel, der ins Türschloss gesteckt wurde und kein Knarren im Treppenhaus. Es verging bestimmt eine Stunde, dann wählte er ein weiteres Mal die Nummer. Es nahm keiner ab. Er hatte Hunger und so ging er in die Küche. Er schaute ins Tiefkühlfach. Frühlingsrollen, Flammkuchen, Backcamembert, hart gefrorene selbst gebackene Kuchenstücke und im Gefrierbeutel erstarrte Bolognesesoße. Die Soße hatte Cornelia letzten Sonntag für sie beide gekocht. Er entschied sich für den Flammkuchen. Nach Kochtöpfen, Bratpfannen, Umrühren und Anbrennen war ihm nicht zumute.

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