Fabian Holting - Albulapass

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Ein junger Mann, Anfang dreißig. Die Liebe seines Lebens, die plötzlich verschwindet. Eine Spurensuche am Schwielowsee und in den Schweizer Bergen, die zu einer Bedrohung wird. Ein Mann, dem die Vergangenheit keine Ruhe lässt und ein Paar, das um seine Existenz fürchtet, werden zur tödlichen Gefahr.

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Philippi war in München aufgewachsen und dort auf das Gymnasium gegangen. Er scheiterte dann aber bei der Abiturprüfung. Zusammen mit einer zweijährigen Ausbildung in einer Kreissparkasse reichte es dann noch zum Fachabitur. Philippi hatte daraufhin drei Semester Elektrotechnik an einer Fachhochschule studiert und war dann später auf Betriebswirtschaft umgestiegen. Während des Studiums jobbte er in der kaufmännischen Abteilung eines Großhändlers für Elektrobauteile. Sein Vater hatte ihm diese Stelle besorgt. Schließlich brach er auch das Betriebswirtschaftsstudium ab. Aber irgendwie fühlte er sich trotzdem als Diplombetriebswirt und tat zunächst gelegentlich und dann immer öfter so, als hätte er einen Abschluss gemacht. Leider hatte er damit wenig Erfolg, sodass er einer unsicheren beruflichen Zukunft entgegensah. Dann kam Angela in sein Leben. Wie schon einige Jahre zuvor, war er Ostern in Sölden zum Skifahren. Dort lernte er sie in einer Après-Ski-Bar kennen. Sie war erst Anfang zwanzig, Tochter eines wohlhabenden, um nicht zu sagen schwerreichen Geschäftsmannes. Angela lebte seit einigen Jahren mit ihren Eltern in London. Sie war schon bald Feuer und Flamme für Philippi und kurze Zeit später bis über beide Ohren in ihn verliebt. Dann war alles sehr schnell gegangen, Verlobung und drei Monate darauf die Hochzeit, trotz der Bedenken ihrer Eltern und besonders ihres Vaters. Sie zogen in eine schicke Wohnung in London. Philippi erhielt eine Anstellung bei der Investmentfirma seines Schwiegervaters und gründete später eine eigene Firma, ebenfalls in London; natürlich mit finanzieller Unterstützung durch seinen Schwiegervater. Philippi hatte es geschafft, er war ganz oben.

Angela stand auf und ging zur Terrassentür. Auf dem vom Winter mitgenommenen Rasen landete eine Krähe. Sie bewegte sich erst springend und dann mit schwankenden Schritten über den nassen Rasen. Nach einem kurzen Seufzer drehte Angela sich um und sah Philippi beschwörend an. Sie weinte nicht mehr und hatte sich die letzten Tränen so gut es ging von den Wangen weggewischt.

»Du hast recht, lassen wir die Vergangenheit ruhen. Wir sollten nicht noch mehr Zeit verlieren. Ich habe bereits das Wichtigste für uns beide zusammengepackt. In knapp zwei Stunden geht unser Flug.«

»Hat Hansen denn schon angerufen?«, fragte Philippi, während er sich seiner bereits etwas geöffneten Krawatte ganz entledigte.

»Ja vor genau einer Stunde. Er konnte nur kurz sprechen. Wir sollen auf jeden Fall sofort kommen. Es könnte noch weitere Schwierigkeiten geben.«

»Was für Schwierigkeiten denn?« Philippi stand jetzt direkt vor Angela und schaute ihr eindringlich in die braunen, vom Weinen noch leicht geröteten Augen.

»Keine Ahnung, wie ich dir bereits gesagt habe, hatte er keine Zeit, länger mit mir zu sprechen«, antwortete Angela und wandte sich ab, nachdem sie Philippis aufforderndem Blick kurz standgehalten hatte. Sie ging hastig zur Wohnzimmertür, rückte dabei ihr knielanges Kleid zurecht und wischte sich ein letztes Mal mit dem Handrücken über ihr Gesicht, auf dem die letzten Tränen längst getrocknet waren. Philippi folgte ihr nach kurzem Zögern mit einer nachdenklichen Miene.

3

Die Zugtür zischte hinter Joachim zu. Er war der einzige Fahrgast, der hier ausstieg. Er verließ den Bahnsteig und machte sich auf den Weg, um die letzten Meter bis zum Büro zurückzulegen. Es roch nach Urin. Abends war in dieser Gegend viel los. Es gab Kneipen, Restaurants, Swinger Clubs und sogar eine Table-Dance-Bar. Er kam am Schlafplatz einiger Obdachloser vorbei. Zwei schliefen noch in ihren speckigen Schlafsäcken. Ein Dritter kauerte unter seiner schmutzigen Decke und sah ihn mit glasigen Augen an. Eine Flasche Korn, noch halb voll, stand neben ihm. Zwei weitere Schlafsäcke waren leer. Joachim kannte diesen Anblick. Hinter der nächsten Hausecke erhob sich das sechsstöckige Bürohaus, in dem er arbeitete. Er musste in die dritte Etage. Wie jeden Tag nahm er nicht den Fahrstuhl, sondern ging zu Fuß. Wenn er schon den ganzen Tag sitzen musste, wollte er wenigstens jede Gelegenheit nutzen, sich zu bewegen. Manchmal begegneten ihm im Treppenhaus Junkies, die sich hier gerne in Ruhe einen Schuss setzten. Heute traf er dort niemanden an. Joachim zog sein Portemonnaie aus der Hosentasche. Er brauchte seine Legickarte zum Öffnen der Tür. Die Spedition Rohling und Söhne hatte gleich zwei komplette Etagen gemietet, die aber nur über das allgemeine Treppenhaus miteinander verbunden waren.

Im Flur war das leise Rattern des Kopierers zu hören. Die dienstälteste Auszubildende stand davor. Sie war bekannt für ihr aufreizendes Outfit. Die Wettervorhersage hatte sie zum Anlass genommen, einen ihrer kürzesten Röcke auszuwählen. Joachim grüßte sie. Freundlich lächelnd erwiderte sie seinen Gruß. Die meisten Mitarbeiter der Spedition saßen in größeren Büroräumen mit sechs bis zehn Arbeitsplätzen. Joachim bildete hier mit seinem Kollegen Olaf Müller die Ausnahme. Sie teilten sich ein Büro und stellten die sogenannte MFA-Abteilung im Unternehmen dar. Diese Abkürzung hatte sich Olaf Müller ausgedacht, als er während einer Sitzung mit den Mitarbeitern von zwei kooperierenden Speditionen auf seinen Aufgabenbereich angesprochen wurde. Er antwortete MFA-Abteilung und sprach die drei Buchstaben natürlich englisch aus. Dieser Sitzung folgten noch weitere und irgendwann hatte tatsächlich einer der Teilnehmer den Mut aufgebracht, zu fragen, wofür denn die drei Buchstaben ständen. Olaf Müller antwortete trocken »Mädchen für alles« und hatte zahlreiche Lacher auf seiner Seite. Offiziell bildeten sie eine Art Controlling-Abteilung, die aber nicht selten Aufgaben zugewiesen bekam, die in keine der definierten Arbeitsbereiche fielen.

Als Joachim bei der Spedition anfing, hatte er noch viele operative Aufgaben, wie das Erstellen von Transportpapieren und das Buchen von Containerverschiffungen, zu erledigen, schließlich wurde er nicht als Betriebswirt eingestellt, sondern als Speditionskaufmann. Und es sollte noch eine Zeit dauern, bis der Inhaber der Spedition, Herr Rohling, erkannte, dass er mit Joachim einen Mitarbeiter eingestellt hatte, der sehr selbstständig arbeitete und auch für kompliziertere Aufgaben eingesetzt werden konnte. Joachim freute sich über den Tag, als Herr Rohling ihn gewissermaßen in die Controlling-Abteilung beförderte. Noch am selben Abend ging er mit Cornelia indisch Essen, um seinen kleinen Karrieresprung ein wenig zu feiern. Anschließend fuhren sie noch in eine Bar mit dem Namen Cherry Lounge, um bei einem Longdrink und leiser Klaviermusik den Abend ausklingen zu lassen. Sie studierten lange die Getränkekarte. Einige Cocktailnamen kannten sie, andere wiederum waren ihnen völlig fremd und entstammten wohl der Fantasie des Barmixers. Für Joachim brachte die Bedienung einen Sidecar. Cornelia hatte einen Margarita mit Salzrand gewählt. Während sie an ihren Cocktails nippten, erzählte Joachim, dass der Cocktail Sidecar seinen Namen angeblich einem genussfreudigen Pariser Lebenskünstler zu verdanken hatte, der sich im Beiwagen eines Motorrads regelmäßig von Bar zu Bar kutschieren ließ. Cornelia glaubte ihm die Geschichte nicht und vermutete, dass Joachim sie sich gerade ausgedacht hatte.

Als Joachim die Bürotür öffnete, saß Olaf Müller an seinem Schreibtisch und erwiderte Joachims Guten Morgen mit einem lang gedehnten »Mahlzeit«. Es war einer seiner Späße, die er nur selten anbringen konnte, da er in der Regel immer deutlich später als Joachim ins Büro kam. Olaf war der einzige Mitarbeiter im Unternehmen, den Joachim duzte. Von Anfang an hatte er den Eindruck, dass das zwanghafte Duzen bei Rohling & Söhne nicht so gerne gesehen wurde. Olaf Müller war ein richtiger Spaßvogel, mit rundlichem Gesicht und untersetzter Figur. Mit ihm hatte er schnell Freundschaft geschlossen und schon bald gingen sie zum Du über.

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