Wiebke Hein - Bleicher Jasmin

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Einmal in China leben? Helen freut sich auf ein Abenteuer. Davon kriegt sie dann doch zu viel, denn der plötzliche Tod ihrer Nachbarin wirft einen Schatten auf das Idyll in der Fremde: vielleicht ist doch nicht alles so unbeschwert und arglos, wie es scheint? Aber was geht es Helen an? Auf keinen Fall will sie in das Wespennest von ehrgeizigen Geschäftsleuten, gelangweilten Nachbarn und dynamischen Müttern stechen. Doch bald schon entwickeln sich die Dinge so, dass ihr keine andere Wahl bleibt.
Natürlich ermittelt man als Hausfrau und Mutter besser sehr diskret. Doch im Kreis der Ausländer bleibt vieles nicht lange geheim. Wenn man freundlich nachfragt, erfährt man immer etwas: beim Ausflug mit dem Elternbeirat zu einem Kloster in die Berge ebenso wie beim Wandern auf der Chinesischen Mauer; beim Kaffee mit den Damen vom Yoga genauso wie beim teuren Mineralwasser im Penthousebüro des Investmentfunds mit Blick auf die Verbotene Stadt.
Die Nachforschungen führen durch Pekings weite Strassen und enge Hutongs, in protzige Villen und kulinarische Tempel. Was lauert hinter den gepflegten Fassaden? Mit was für Leuten hat man es eigentlich zu tun, wenn man in die weite Welt zieht? China ist gross und der Fall verzwickt, doch wenn man sich nicht immer an alle Regeln hält, kann man fast alles erreichen!

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Wie wenig konnte Helen zu dem Zeitpunkt ahnen, dass diese Ruhe bald ein überraschendes Ende nehmen würde!

Am späten Vormittag fuhr Helen nach Sanlitun. Natürlich fuhr sie nicht selbst. Es war einfach unmöglich, einen Parkplatz zu finden, sondern Herr Lin fuhr sie. Von der Firma hatte Robert ein großzügiges Gehaltspaket, das auch die Privatschule, Villa, Krankenversicherung und sogar die unvermeidlichen Luftfilter umfasste. Derartig sorgenfrei musste man sich dann einfach andere Probleme schaffen...

Schon lange traf sie sich jeden Montag mit Ruth zu Mittag. Ihre Männer waren Arbeitskollegen gewesen, deshalb hatte ihnen Ruth, die schon lange in Asien lebte, beim Umzug mit praktischen Tipps viel geholfen. Da Ruths Kinder schon aus dem Haus waren, hatte sie viel Zeit gehabt und sie waren sich sehr sympathisch gewesen. Als dann plötzlich Ruths Mann Carl starb, hat Helen ihr Beistand geleistet und daraus sind ihre wöchentlichen Treffen gewachsen.

Oft lachte Helen mit Ruth über die skurrilen Gesprächen an der Haltestelle zum Schulbus, oder über die Eifersüchteleien unter den Nachbarn. Hier musste sie sich nicht immer wohlanständig geben.

Helen hat schon immer gerne Leute beobachtet. Aber auch wenn Peking 20 Millionen Einwohner hatte - in ihrer gegenwärtigen Lebenswelt war es wie auf dem Dorf und da sollte man mal lieber nicht zu laut spotten. Jeder kannte jeden und über irgendeine Ecke wurde alles immer weiter getratscht.

Ruth saß schon im Restaurant und betrachtete die schwere Karte mit den vielversprechenden Fotos von den zu erwerbenden Teigtäschchen, Nudelsuppen oder dem kalten Quallensalat. Es war voll.

Mitten im Botschaftsviertel hörte man viele Sprachen. Bei den stark geschminkten Damen mit sehr blonder Mähne und übergroßen Lederhandtaschen tippten sie auf Russisch, die schwarzen Anzüge und korrekten Schlips verrieten die japanischen Geschäftsleute.

Auch ein paar Touristen waren hier mit Turnschuhen, bunten T-Shirts und ihrem Geld im Bauchbeutel. Ihre lauten Stimmen befanden alles für “Fantastisch!”, “So aufregend!” und “Verblüffend”.

Helen und Ruth schauten sich nur an und mussten schmunzeln. Das Befreiende an Peking war, dass die Kleiderordnung völlig aufgehoben war. Bei Markenartikeln wusste man ohnehin nicht, ob die echt waren oder gefälscht. Pinke Stiefeletten zum Cocktailkleidchen waren zum Mittagessen genauso normal wie Strass-besetzte Jogginghosen.

Über ihnen hing ein Fischschwarm aus Porzellan und die Bedienungen trugen adrette blaue Uniformen mit kleinen Schiffchenmützen mit dem Schriftzug des Restaurants. Schnell wurde Helen auch ein heißes Handtuch gereicht, mit dem sie den Staub der Straße loswerden konnte.

Nach den üblichen Begrüßungen rückte Ruth sich die Lesebrille zurecht, strich sich ihre Baumwollbluse gerade und verkündete: “Helen, Herzchen, ich befolge Deinen Rat und öffne mich der Welt. Diese neue Kollegin von mir, Sonya, die hat mich dazu überredet, mit ihr über die Feiertage erst nach Singapur und dann auf eine Insel dort ums Eck zu fahren. So kann ich mich noch einmal so richtig schön aufwärmen, bevor der kalte Winter kommt! Du weißt ja, wenn man so wie ich älter wird” Sie lachte.

Helen wusste wirklich nicht, warum Ruth sie 'Herzchen' nannte, aber es gefiel ihr, dass sie offensichtlich noch jemand für jung und niedlich hielt. Das war Balsam für ihre Seele, wenn einen bereits die Kinder fragten: “Mama, hast Du eigentlich schon gelebt, als es die Dinosaurier gab?”

“Das ist ja schön, Ruth! So lange habe ich schon gesagt, Du sollst Dir mal was gönnen und auf andere Gedanken kommen. Ich bin ja so neidisch! Und wir werden Dich natürlich vermissen, wenn wir Dich beim Ausflug nicht dabei haben. Mach nur recht viele Fotos und sag mir, ob wir da mit den Kindern auch mal hinsollten!”

Normalerweise verließen alle Ausländer an der Schule die Stadt sofort am ersten Ferientag und kamen dann zwei Tage nach Schulbeginn wieder zurück. “Wir haben das dieses Mal ja nicht besonders gut hinbekommen mit den Buchungen über die Feiertage. Nun wollen wir hoffen, dass es ein goldener Oktober wird und wir uns im Umland von Peking vergnügen können. Dafür sollten wir mindestens im Winter in die Schweiz jetten sonst können sich die Kinder in der Schule nicht mehr blicken lassen.”

Ruth zuckte mit den Schulter: “Ich weiß auch nicht genau, wieso ich ausgerechnet zur Hauptsaison fahre aber es war einfach so nett von Sonya mich zu fragen. Und sie hat wirklich ein gutes Angebot gefunden.” Sie kicherte: “Ich bin auch top modern und wohne in Singapur in einem privaten Loft. Auf der Insel gibt es irgendwo ein Ferienressort, was von sich behauptet, unglaublich Öko zu sein. Ich werde Dir berichten. Falls sich Deine Kinder schämen, dass sie nicht weg waren in den Ferien, kann ich ihnen meine Fotos zum Angeben leihen…”

Ruth fotografierte gerne und lobte auch Heide und Paul, wenn die ihr gute Fotos schickten. Die neueste App musste Ruth natürlich auch immer haben. “Ruth, ich hoffe, ich bin auch noch so flott und immer auf dem letzten Stand wie Du, selbst wenn die Kinder aus dem Haus sind!” Dann musste sie das der Wahrheit halber korrigieren: “Oder ich will wenigstens jetzt schon mal in die Richtung anfangen…”

Wie immer hatten sie ein sehr vergnügliches Mittagessen. Nur allzu schnell war ihre gemeinsame Zeit wieder vorbei. “Nächste Woche sehen wir uns nicht. Aber dann in zwei Wochen wieder hier an gleichem Ort zur gleichen Zeit!”

Helen hatte beschlossen, etwas an ihrem Leben zu ändern. Früher hatte sie noch ihren Kopf bei der Arbeit eingesetzt, aber vor kurzem ertappte sie sich dabei, wie sie mit einer Freundin über die Tücken von Einlegesohlen viel zu lange philosophierte. Da musste sie sich schämen. Es gab ja wirklich größere Probleme auf der Welt! Schließlich hatte sie nicht studiert und jahrelang gearbeitet, nur um dann ausschließlich den Kindern bei den Hausaufgaben zu helfen.

Nachdem sie am Mittwoch die Kinder in die Schule gebracht hatte, setzte sie sich hin. Sie schaute sich um: der Esstisch war maßgefertigt mit reichlich Platz für Besuch von Freunden. Die Bilder an der Wand hatte ein Mensch auf dem Blumenmarkt nach ihren Farbwünschen gemalt. Das Haus war so viel größer als ihre Wohnung in Deutschland, dass ihre Möbel zu Anfang darin ganz verloren ausgesehen hatten. Möbelkaufen in China war nichts für Entscheidungsschwache. Alles war verhandelbar. Was würde wohl der deutsche Möbelhändler sagen, wenn man ankam und sagte: 'Ich möchte so einen Schrank, aber in einer anderen Farbe, mit zwei Schubladen mehr, eine Handbreit schmaler und etwas billiger. Geht das in drei Wochen?'

Helen machte sich schon Sorgen um ihre Integrationsfähigkeit, wenn es mal zurück in die Heimat ging. Ein Grund mehr, wenigstens beruflich auf dem Laufenden zu bleiben!

Helen rückte den Stuhl entschlossen zurecht und nahm sich Bewerbungsratgeber und Heft zur Hand. Sie hatte noch nicht ganz den Stift auf dem Papier, da hörte sie schon die Tür gehen und Liao Ayi polterte rein. Groß und kräftig gebaut, trug sie in sich das Erbe der Nomadenstämme aus dem Norden. Ihr breiter, voller Mund lachte gerne und sie wusste immer sehr viele Sachen zu erzählen.

Helen glaubte, dass es vor allem ihre redselige Ayi gewesen war, die ihr so bei ihrem Sprachstudium geholfen hatte. Der Haushalt hatte Helen schon immer geschreckt, deshalb hat sie sich gleich bei einer Sprachschule eingeschrieben. Ihre Ayi sprach nur wenig Englisch und das reichte ihr auf keinen Fall Helen all die vielen Dinge zu erzählen, die sie erlebt und gehört hatte. Da musste Helen fleißig lernen, um ihren Berichten folgen zu können.

Helen hätte manchmal lieber eine schweigsame Ayi gehabt, aber Lisa beharrte: “Das ist doch richtig gut für Dich! Sonst kannst Du gar nicht üben und lernst es nicht ordentlich. Dann bist Du eine von denen, die nur die Zahlen sagen und immer paranoid davon ausgehen, dass sich alle Anderen auf chinesisch über sie lustig machen.” Helen musste ihr Recht geben.

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