Wiebke Hein - Bleicher Jasmin

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Einmal in China leben? Helen freut sich auf ein Abenteuer. Davon kriegt sie dann doch zu viel, denn der plötzliche Tod ihrer Nachbarin wirft einen Schatten auf das Idyll in der Fremde: vielleicht ist doch nicht alles so unbeschwert und arglos, wie es scheint? Aber was geht es Helen an? Auf keinen Fall will sie in das Wespennest von ehrgeizigen Geschäftsleuten, gelangweilten Nachbarn und dynamischen Müttern stechen. Doch bald schon entwickeln sich die Dinge so, dass ihr keine andere Wahl bleibt.
Natürlich ermittelt man als Hausfrau und Mutter besser sehr diskret. Doch im Kreis der Ausländer bleibt vieles nicht lange geheim. Wenn man freundlich nachfragt, erfährt man immer etwas: beim Ausflug mit dem Elternbeirat zu einem Kloster in die Berge ebenso wie beim Wandern auf der Chinesischen Mauer; beim Kaffee mit den Damen vom Yoga genauso wie beim teuren Mineralwasser im Penthousebüro des Investmentfunds mit Blick auf die Verbotene Stadt.
Die Nachforschungen führen durch Pekings weite Strassen und enge Hutongs, in protzige Villen und kulinarische Tempel. Was lauert hinter den gepflegten Fassaden? Mit was für Leuten hat man es eigentlich zu tun, wenn man in die weite Welt zieht? China ist gross und der Fall verzwickt, doch wenn man sich nicht immer an alle Regeln hält, kann man fast alles erreichen!

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Lisa hatte am Wochenende die erstaunlichste Menge an Aktivitäten erledigt. “Am Samstag nur das übliche mit den Kids: Tennis, Golf und Schwimmen. Wir haben endlich einen besseren Tutor für Chinesisch gefunden, der kann sogar gleichzeitig zum Klavierunterricht kommen. Da spielt der eine Klavier und die andere übt Mandarin und dann wird gewechselt. Weil es so schönes Wetter war, sind wir am Sonntag in die Duftberge gefahren und haben zusammen mit Horden von Chinesen ein Picknick im Freien gemacht. Am Freitag Abend haben wir uns mit Freunden in diesem neuen Tapas Restaurant in Sanlitun getroffen. Die haben uns noch Tickets für ein Zitherkonzert in der Botschaft. geschenkt. Das war nicht schön aber selten.” Lisa kicherte. “Und, was hast Du gemacht?”

Helen strich sich verlegen die Haare zurück: “So viel jedenfalls nicht! Robert war dieses Wochenende einmal zu Hause und hatte keinerlei Termine, noch nicht einmal einen klitzekleinen Empfang, da konnten wir es ruhig angehen lassen. Wir waren im Park und haben Drachen steigen lassen. Dann die unvermeidlichen Geburtstagspartys.”

Helen ging viel lieber raus ins Grüne. Diese Partys, wo man am Wochenende in Konferenzräume eines Hotels eingeladen wurde um sich mit schlabbrigen Fritten und pastellfarbenen Hüpfburgen zu vergnügen, deprimierten sie. Helen rollte mit den Augen.

Aber Lisa lachte nur und wechselte lieber das Thema: “Gehst Du nachher noch zum Elterncafé? Da gibt es einen Vortrag über Mathe und moderne Medien oder so.”

Erst vor kurzem hatte Helen im Wartezimmer beim Arzt in einer Zeitschrift für Frauen ihres Alters wieder so einen herrlich fachmännischen Artikel darüber gelesen, dass heute schon Grundschüler im Stress seien. Der zitierte Psychologe überraschte wohl niemanden, der Kinder hatte, mit seiner Analyse: “Heutzutage definieren sich Eltern viel stärker über ihre Kinder.”

Sie ließ einen Blick über die Anwesenden schweifen: wer hauptsächlich deshalb in Peking war, damit der Partner hier Karriere machte und weil die Schule der Kinder so hervorragend war, der durfte das alles dann auf keinen Fall schleifen lassen. Helen stellte sich vor, dass es bei Brieftaubenzüchtern ähnlich sein musste. Dort gewann man wahrscheinlich auch soziales Ansehen und fand seinen Sinn im Leben wenn die eigenen Tauben den Langstreckenflug gewannen. Bei diesem Thema würden bestimmt alle gebannt zuhören, wie man noch besser auf die vorderen Plätze kam!

Lisa wollte Helen gleich mitschleppen, aber Helen drückte sich: “Den habe ich letztes Jahr angehört. War echt interessant.” fügte sie höflich hinzu. “Ich wollte einiges erledigen, bevor schon wieder die Oktoberferien anfangen und man zu gar nichts kommt. Was macht Ihr denn in den Ferien? Bali? Korea? Vietnam? Mauritius?” Helen hatte vollends den Überblick verloren, wohin in der nächsten Woche alle fuhren.

“Wir bleiben hier. Freunde von uns kommen ein paar Tage auf Besuch und da wollen wir mit denen rumfahren. Du weißt schon. Das übliche Programm: Verbotene Stadt, Sommerpalast, Himmelstempel und so. Bist Du nicht auch da? Wenn der Besuch wieder weg ist, könnten doch wir zusammen einen Ausflug machen. Wenn man mit mehreren geht, brechen die Kinder vielleicht auch nicht schon auf den ersten hundert Metern zusammen, sondern laufen tatsächlich den ganzen Weg.”

“Ein hervorragender Plan, Lisa!” Helen war gleich mit dabei. Sie liebte Ausflüge. Und mit Lisa allemal, die war immer so organisiert. “Klar, Mittwoch? Keine Wanderung ohne Picknick, ich bringe echte Landjäger vom deutschen Metzger mit ok? Heide und Paul werden sich freuen, wenn sie nicht alleine wandern müssen.” Das war eine glatte Lüge, Heide und Paul freuten sich nie, wenn sie wandern gehen sollten. Wenn sie erst einmal unterwegs waren, gefiel es ihnen dennoch meistens. Aber am besten würde sie es ihnen am Mittwoch erst beim Frühstück beichten. Dann könnten sie sich gar nicht mehr schnell genug erkälten, um sich vor der Wanderung zu drücken.

“Kommen Sam und Abby denn auch mit?” fragte Helen noch vorsichtshalber. Abbys Sohn war mit Paul in einer Klasse. Beste Freunde waren die zwei nicht. Da sollte man besser einen Weg ohne steile Abhänge wählen…

“Nein, die wollen in den Süden fahren. Außerdem weiß ich doch, dass Du dann die ganze Zeit an Paul dran bist, weil die Jungs sich ohne Ende streiten.” Sie fügte fröhlich hinzu: “Wir wollen doch alle Spaß haben beim Ausflug!”

Lisa war einfach immer gut gelaunt. Fast unheimlich. Ob das vom vielen Yoga kam? Helen hellte sich lieber mit Zucker die Stimmung auf. Tagsüber natürlich nur als Schokolade, abends dann aber gerne im vergorenen Zustand…

Noch als sie darüber nachdachte, kam prompt Abby dazu: “Hallo Ihr Zwei! Sag mal Lisa, gehst Du heute denn zum Yoga…?”. Jetzt war klar der Zeitpunkt gekommen, sich schnell zu verabschieden. Sonst würden die beiden sie am Ende wieder mal fragen ob sie nicht mitkommen will!

Abby war auch eine von den ehrgeizigen und dynamischen Eltern, da konnte man schnell ins Fettnäpfchen treten mit Kommentaren wie: “Findet ihr es nicht auch total albern, dass manche Eltern nun Französisch als Lehrsprache im Kunstunterricht wollen?” Denn das konnte dann leicht ein Vorschlag von genau so einer rasanten Mutter sein. Helen war an einem Montag Morgen noch nicht diplomatisch genug für solch diffizile soziale Interaktion.

Als sie eben zum großen roten Schultor rauswollte, fiel ihr auf, dass sie immer noch Heides Wasserflasche in der Hand hielt. Sie ging noch einmal zurück zum Klassenzimmer ihrer Tochter. Bei ihrem zweiten Anlauf, die Schule zu verlassen, musste sie noch geschickt einem Schwarm gestylter Mütter ausweichen, die geschäftig zum Elterncafé unterwegs waren. Man konnte locker den ganzen Tag an der Schule verbringen. Es gab immer eine Beschäftigung für Eltern. Sie hatte letztes Jahr bei der Elternvertretung in der Schule mitgemacht und sie hätte in der ganzen aufgewendeten Zeit auch einen ordentlichen Job machen können. Es war total erstaunlich, wie kompliziert einfache Sachen werden konnten, wenn alle Beteiligten sonst nichts zu tun hatten. Und ehe man sich versah, waren die Jahre vergangen und man hatte nichts anderes als Kinder, Einkaufen und Familie gemacht.

Entschlossen radelte Helen nach Hause. Die Sonne wärmte sie ganz wunderbar am Rücken. In ihrem Garten blühten die Rosen und sogar eine letzte Sonnenblume hielt sich noch tapfer. Jetzt war der schönste Teil des Tages. Alle aus dem Haus, ganz in Ruhe am Fenster zum Garten sitzen, einen Kaffee trinken und ihre Gedanken sammeln.

Obwohl ständig irgendwas los war an der Schule und in der Nachbarschaft, war das immer so Kleinkram, der einen beschäftigte aber nicht ausfüllte. Lieber stöberte Helen im Internet und in Zeitschriften nach Tipps für interessante und neue Orte. Sie liebte Neueröffnungen, Ausstellungen oder Seminaren, die sie in die Stadt führen würden. So etwas wie Peking musste man erforschen. In dieser Stadt änderte sich ständig so viel; wenn man in einem Geschäft etwas kaufen wollte, sollte man das besser sofort tun. Oft verschwanden Läden einfach ohne Ankündigung. Einmal hatte sie ihr Seidenkleid in der Reinigung drei Wochen lang vergessen. Als sie es dann endlich abholen wollte, gab es das Haus mitsamt Reinigung einfach nicht mehr. Nichts musste so bleiben, wie es war.

Ihr machte es Spaß, den Wandel zu verfolgen. Soviel konnte man gar nicht essen, wie es coole neue Restaurants und Cafés gab. Hier draußen im Vorort war immer alles gleich und auch wenn ständig Leute dazu und wegzogen: es war eine kleine Insel von reichen Ausländern. Hier passierte einfach nie etwas. Und auftretende Nichtigkeiten wurden in aller Breite zwischen Bushaltestelle, deutschem Bäcker und Fitnessraum ausgetauscht. Wenn man es sportlich nahm, war es wie ‘Stille Post’ für Fortgeschrittene. Das war zwar bisweilen amüsant, konnte sie aber nicht ausfüllen.

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