Martin Renold - Echnatons Wahn

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Schon in seiner Jugend gibt sich Echnaton der leidenschaftlichen Verehrung des Sonnengottes Re hin. Noch zu Lebzeiten seines Vaters Amenhotep III. sorgt Echnaton dafür, dass er Mitregent des Reiches wird. Zwischen Memphis und Theben baut er seine eigene Stadt, Achet-Aton, wo er sich ganz dem Aton-Kult hingibt. Er wird zum skrupellosen Fanatiker und Unterdrücker des alten Glaubens, dem Nofretete, seine Gemahlin, noch im Geheimen frönt, was ihr zum Verhängnis wird. Nach seinem Tod wird der neunjährige Tut-ench-Amun zum Pharao gekrönt. Auch dessen Jugend schildert der Autor in lebensnahen Bildern.
Der Roman ist die spannende Geschichte Echnatons und seiner Familie.

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„Trink mein Blut!“

Er hebt ihren Arm an seinen Mund und saugt das Blut auf. Dann nimmt er ihr den Stein aus der Hand und ritzt auch sich die Haut auf.

Teje drückt ihre offenen Lippen auf seinen Arm, sobald sie das Blut herausquellen sieht, und schluckt sein dunkles Blut.

„Jetzt sind wir auf ewig verbunden“, frohlockt sie.

„Ja, ich werde dich heiraten, sobald ich dich in Memphis gefunden habe“, antwortet er. „Ich möchte Soldat und Wagenlenker und später Offizier oder Heerführer werden. In Sile ist der größte Teil des Heeres stationiert. Sile liegt im Delta, das ist nicht weit von Memphis. Dann werde ich immer in deiner Nähe sein.“

„Aber dann darf nie Krieg werden“, meint Teje, „sonst musst du in die Schlacht ziehen, und dann bin ich wieder allein.“

„Wenn die fremden Völker gegen uns in den Krieg ziehen, werden wir sie rasch besiegen. Du brauchst keine Angst zu haben. Ich werde bald wieder bei dir sein und dich beschützen.“

Teje ist überzeugt, dass Eje die Feinde besiegen wird. Dass er in der Schlacht sein Leben verlieren könnte, denkt sie keinen Augenblick. In ihren Augen ist Eje ein Held, der unsterblich ist.

„Vergiss nie“, beschwört Eje das Mädchen, „dass du jetzt mein Blut in deinem Körper hast, so wie dein Blut in mir fließt. Wir gehören zusammen in diesem Leben, und unsere Kas sind auch unzertrennlich im jenseitigen Leben.“

Auch Eje denkt nicht, dass er im Krieg umkommen könnte. Trotzdem hat er natürlich wie Teje als Kind einer Familie, die nicht wie die Bauern und Handwerker dem niederen Volk, sondern einer bevorzugten Oberschicht angehört, bereits in der Schule gelernt, dass der Tod nicht das Ende bedeutet. Auch er hat schon erlebt, dass verstorbene Nachbarn einbalsamiert wurden, und hat dieses Geschehen mit dem in der Schule Gelernten in Verbindung gebracht. Ka, Ba und Ach, wurde den Kindern beigebracht, seien unsichtbare und unzerstörbare Bestandteile des Menschen.

Beide, Eje und Teje gehen gerne in die Schule. Sie haben auch gelernt, dass das Ach eine schöpferische Kraft ist, die man täglich erneuern und vermehren muss. Dazu dient auch die Schule. Das Wissen, das einem hier vermittelt wird, vermehrt diese Energie, die dem Ach innewohnt. Wenn es ihnen einmal in der Schule doch nicht so gut gefällt, weil sie lieber draußen spielen oder schwimmen gehen möchten, dann denken sie einfach an ihr Ach, das sie auf keinen Fall vernachlässigen oder gar verkümmern lassen wollen. Nur mit einem starken Ach können sie es im Leben zu etwas bringen. Und das wollen beide.

Auch über die andern beiden unsterblichen Elemente im Menschen wissen sie Bescheid. Der Ba, so wissen sie, könne, wenn die Mumie im Grab eingeschlossen sei, aus ihr entweichen und wie ein Vogel das Grab verlassen und alle Mauern durchdringen, müsse aber immer wieder zu ihr zurückkehren.

In seiner kindlichen Fantasie stellt sich Eje in den kommenden Tagen und Wochen immer wieder vor, dass er, wenn er doch einmal in einer Schlacht umkommen sollte, als bunter Eisvogel zu Teje fliegen und sich auf ihre Schulter setzen würde. So könnte er jeden Tag bei ihr sein und müsste sie nur des Nachts verlassen, um in sein Grab zurückzukehren. Und wenn auch Teje einmal tot sein würde, so malte er sich aus, dann könnten sie zusammen als zwei verliebte Vögel über ganz Ägypten hinwegfliegen und die Welt erkunden.

Heute, an diesem Tag jedoch, sind beide glücklich und verbringen noch viel Zeit mit Spielen am Ufer. Doch noch ehe Re am Horizont hinter den Felsen verschwindet und vom Mund der Göttin Nut verschlungen wird, um am Morgen erneut aus ihren Lenden geboren zu werden, hört Teje ihren Namen rufen. Es ist Tuja, ihre Mutter, die sie ruft.

Nur ungern trennt sie sich von Eje. Erst als er ihr verspricht, dass er sie jeden Tag nach der Schule hierher an den Nil begleitet und sie noch eine Weile zusammen bleiben, verabschiedet sie sich und eilt barfüßig nach Hause.

Teje drückt ihre Hand auf die kleine Wunde an ihrem nackten Arm. Doch lange kann sie sie nicht verbergen. Auf Mutters besorgte Frage weicht sie aus. Sie habe sich an einem Strauch die Haut aufgekratzt. Etwas ungläubig schaut die Mutter das Mädchen an, das mit einem verlegenen Lächeln die kleine Lüge zu vertuschen sucht. Doch weil die Wunde zu bluten aufgehört hat, bohrt Tuja nicht weiter, sondern holt aus ihrer Schlafkammer eine kleine Dose und reibt ihrem Kind die Wunde mit einer heilkräftigen Salbe ein.

Aanen, Tejes älterer Bruder, hat seine Schwester durchschaut. Er zwinkert ihr zu. Er vermutet, dass ein kleines Geheimnis dahinter steckt und möchte sich gerne zum Komplizen und Mitwisser machen. Sobald sie allein sind, bohrt er mit Fragen nach. Doch vergeblich. Teje gibt ihr Geheimnis nicht preis, auch nicht in den folgenden Tagen, in denen Aanen sie immer wieder zu bedrängen sucht.

Es dauert noch einige Monate, bis Juja mit seiner Frau und den beiden Kindern und mit Hab und Gut nach Memphis zieht.

An dem Tag, da die Familie das Schiff besteigt, das, nachdem es abgehoben hat, langsam von der Strömung weggetragen wird, steht Eje am Ufer und winkt seiner Freundin nach, bis das Schiff seinen Augen entschwindet. Die beiden Kinder haben ihr mit Blut besiegeltes Versprechen nicht vergessen. Noch ein letztes Mal hatten sie sich gegenseitig daran erinnert und es erneut bekräftigt, ehe sie sich umarmt und Eje die Abschiedstränen Tejes an seiner Wange gespürt hatte. Er aber, wie es einem angehenden Soldaten ansteht, hatte tapfer gegen die Rührung in seinem Ka gekämpft und Haltung bewahrt.

Eje, der Soldat

Beinahe zehn Jahre sind vergangen seit dem Tag, als Eje jenem Schiff nachwinkte, das Teje mit ihren Eltern nach Memphis entführte. Aus dem Knaben ist ein junger Mann geworden. Er ist den gleichen Weg gegangen wie vor ihm Teje. In Memphis hat er das Boot verlassen. Er hat sich in der Kaserne gemeldet und ist als Soldat angenommen worden. Man hat ihn nicht nach Sile geschickt. Auf dem Kasernenhof und draußen in der Wüste ist er gedrillt worden. Man hat ihm das Schießen mit Pfeil und Bogen, das Speerwerfen beigebracht, und weil er sich so geschickt angestellt hat, durfte er auch schon bald mit den Pferden umgehen und Streitwagen lenken. Schon bald wurde er zum Anführer eines Trupps ernannt.

Abends im Ausgang oder an den leider wenigen freien Tagen schlenderte er oft durch die Stadt, die ihm am Anfang so fremd und im Gegensatz zu Ipu viel lebendiger und abenteuerlicher vorkam. Kein Wunder, war Memphis doch um ein Vielfaches grösser als Ipu. Doch nicht nur am Tag war die Stadt voller Leben, auf den Märkten, wo die Menschen kamen und gingen, wo sie verkauften oder kauften und tauschten, wo sich schwer bepackte Esel und ihre Treiber durch die Menge drängten, oder am Hafen, wo Boote mit Zedernholz aus dem Libanon ankamen, wo Waren ein- und ausgeladen wurden, oder in den Vierteln der Handwerker, wo auf den Straßen Tische und Stühle und Särge gezimmert wurden, wo gehämmert, gesägt und geleimt wurde, bei Schlachthäusern, wo es nach Blut roch, oder anderswo nach frischem Brot, und wieder an andern Orten nach fein duftenden Ölen und parfümierten Wässerchen. In manchen Gassen stank es vom verfaulenden Abfall. Auch das war Memphis, die stolze Stadt, in der Teje lebte und die gleiche Luft atmete wie er.

Auch abends war die Stadt nicht tot. Da gab es Schenken, in denen bei Bier und Spiel gelärmt und gelacht, auch manchmal gestritten wurde. In düsteren Gassen boten sich lockere Frauen an. Solche Orte mied er, obwohl sich manche Frau nach ihm umsah oder dem schönen jungen Mann mit den kräftigen Armen, den breiten Schultern und der muskulösen Brust schöne Augen machte.

Eje wollte die Viertel der Armen ebenso kennen lernen wie jene der Reichen. Tagsüber hielt er oft Ausschau nach Teje, hoffend auf ein zufälliges Zusammentreffen. Doch nie begegnete er ihr. Solange er noch ein unausgebildeter Soldat gewesen war, scheute er sich, nach ihr zu fragen. Doch jetzt, als Truppenführer durfte er es wagen. Wie Teje wohl aussah? Sicher hatte sie sich in der Zwischenzeit zu einer schönen jungen Frau entwickelt. Er erfuhr, dass ihr Vater ein hoher Beamter schon am Hofe des Pharaos Thutmosis IV. geworden war und sein Amt auch unter Amenhotep III., der nach dem Tode seines Vaters vor drei Jahren König geworden war, ausübte. Auch Tejes Mutter und sie selbst wohnten im Palast.

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