Claudia Rimkus - Geraubtes Leben

Здесь есть возможность читать онлайн «Claudia Rimkus - Geraubtes Leben» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Geraubtes Leben: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Geraubtes Leben»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Die Ärztin Constance Meves wacht, an eine Eisenkette gefesselt, in einer Holzhütte auf. Zunächst kann sie sich an nichts erinnern, doch dann vermutet sie, dass ihre Tante Elsbeth mit den Entführern gemeinsame Sache macht. Die Kidnapper würden Lösegeld von ihrem Vater erpressen – und sie dann freilassen. Oder nicht? Sie ahnt nicht, welch teuflischer Plan wirklich hinter ihrer Entführung steckt – und dass ihr Tod bereits beschlossene Sache ist.

Geraubtes Leben — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Geraubtes Leben», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

„Ich will nicht sterben!“, rief sie gequält und riss so lange an der Eisenkette, bis sie entkräftet zurück auf die Pritsche sank.

Was nützte ihr noch das Wissen, dass sie sich irgendwo in einem Wald befand? Das ständige Rauschen der Bäume, das Vogelgezwitscher und die Eulenschreie in der Nacht hatten ihr verraten, in welcher Umgebung man sie gefangen hielt. Wahrscheinlich stand diese Hütte so einsam, dass man sie nicht zufällig finden würde. Constance wurde plötzlich bewusst, wie hoffnungslos ihre Lage wirklich war. Sie musste sich damit abfinden, bald zu sterben – einsam und allein.

Fröstelnd kauerte sie sich zusammen, zog die Wolldecke um ihren Körper und schloss die Augen auf der Suche nach wärmenden Erinnerungen an glückliche Tage.

Kapitel 6

August 2012

Adrian Herzog saß in seinem Arbeitszimmer in der Klinik am Stadtpark vor dem Computer.

Professor Kronenburg war gerade bei ihm gewesen und hatte ihn mehr oder weniger dazu verdonnert, am Abend an einer Informationsveranstaltung teilzunehmen. Derartige Veranstaltungen gehörten zum Klinikalltag, und als Verwaltungsdirektor sei seine Anwesenheit Pflicht, hatte der Professor argumentiert.

Da alle größeren Veranstaltungen in einem Hotel unweit der Klinik stattfanden, war dort anschließend regelmäßig ein ausgesuchter Kreis von Kollegen und Freunden zu einem Sektempfang eingeladen. Wenig begeistert hatte Adrian sein Kommen zugesagt. Ursprünglich hatte er am frühen Abend zum Therapie-Zentrum fahren wollen, um die Frau wiederzusehen, die ihm seit Tagen nicht mehr aus dem Sinn ging. Schon zum zweiten Mal hatte er ihr heute Rosen geschickt, und war zuversichtlich, dass sie seine Einladung zum Abendessen nicht ausgeschlagen hätte. Nun würde er den Abend statt in der Gesellschaft einer begehrenswerten Frau bei langweiligen Vorträgen verbringen müssen, was nicht gerade seine Stimmung hob. Dementsprechend lustlos saß er vor dem Monitor und sah sich die Aufstellung der Personalkosten an, als ein Kollege hereinkam.

„Sie wollten eine Liste der Firmen für Medizin-Technik, Herr Herzog", sagte Benno Gerlach. „Ich habe hier eine Aufstellung der deutschen und der ausländischen Betriebe. Die preisgünstigsten sind mit einem Stern markiert."

„Danke. Damit befasse ich mich später." Nachdenklich blickte er seinen Mitarbeiter dann an. „Sie sind hier doch schon länger an Bord: Was wissen Sie über das Therapie-Zentrum? Wie ist die Zusammenarbeit mit der Klinik entstanden?"

„Wahrscheinlich hat Frau Dr. Meves schon bei der Eröffnung des Zentrums darauf spekuliert, möglichst viele Patienten von uns zu übernehmen. Zuerst hat sie Ihren Vorgänger und dann den gesamten Aufsichts­rat der Klinik zur Zusammenarbeit überredet. Vorläufig handelt es sich aber um einen auf ein Jahr begrenzten Modellversuch. Ich muss zugeben, dass das recht gut funktioniert. Trotzdem bin ich der Meinung, es wäre nicht nur kosten­günstiger für die Patienten und die Krankenkassen, sondern auf längere Sicht auch einträglicher für die Klinik, wenn wir unsere Physiotherapieabteilung erweitern würden."

„Sollten unsere Patienten wegfallen, würde das Therapie-Zentrum dann nicht in finanzielle Schwierigkeiten geraten?"

„Sollten wir uns nicht in erster Linie um die Finanzen der Klinik kümmern?", antwortete Gerlach mit einer Gegenfrage. „Wenn sich Frau Dr. Meves mit dem Bau des Zentrums übernommen haben sollte, ist das ihr Risiko. Man sollte eben nicht nach den Sternen greifen."

„Irre ich mich, oder mögen Sie diese Frau Dr. Meves nicht?", fragte Adrian, da die Worte seines Mitarbeiters ziemlich hart klangen. „Was stört Sie an ihr?"

„In meinen Augen ist sie eine verwöhnte Person, die sich rücksichtslos nimmt, was sie will", entgegnete Benno Gerlach geringschätzig. „Und zwar in jeder Hinsicht. Sie tut immer überaus freundlich, aber das ist nur Fassade. Tatsächlich ist sie so kalt und berechnend, dass sie Men­schen, die ihr nicht mehr nützlich sein können, unbarmherzig einen Tritt versetzt."

Das passte mit dem zusammen, was ihm ihre Mitarbeiterin anvertraut hatte, überlegte Adrian. Sie sagte, ihre Chefin hätte Haare auf den Zähnen.

„In den nächsten Tagen werde ich mich in der Klinik umhören", beschloss er. „Sollte ich überwiegend Negatives über die Zusammenarbeit mit dem Zentrum erfahren, sorge ich dafür, dass dieser Vertrag nicht ver­längert wird."

„So einfach wird das nicht werden."

„Warum nicht?"

„Frau Dr. Meves hat gute Beziehungen zu Professor Kronenburg und zum Aufsichtsrat. Insbesondere zu Herrn Ellerbrook, unserem Vorsitzenden. Wenn man sich so nahe steht wie die beiden ..."

„Schläft sie etwa mit ihm?", mutmaßte Adrian Herzog missbilligend. „Allmählich verstehe ich: Eine Hand wäscht die andere, nicht wahr? Sie lässt sich von ihm protegieren und bereitet dem alten Knaben dafür einen zweiten Frühling."

Mit vielsagender Miene hob Benno Gerlach nur die Schultern.

Zum Informationsabend fanden sich im Hotel unweit der Klinik viele interessierte Zuhörer ein. Unter ihnen junge Ärzte sowie Mit­arbeiter des Pflegepersonals, aber auch Angehörige und Freunde un­mittelbar betroffener Schlaganfallpatienten.

Nachdem Professor Kronenburg einige Begrüßungsworte gesprochen hatte, bat er die Vorsitzende der Schlaganfall-Stiftung auf das Podium.

„Sehr verehrte Damen und Herren", ergriff Constance Meves das Wort. „Ich wurde gebeten, Ihnen heute Abend etwas über die Rehabilitation nach einem Schlaganfall zu erzählen. Ich möchte versuchen, dies nicht nur aus der Sicht des Therapeuten, sondern auch aus der des Betroffenen zu tun ..." Ihr ernster Blick umfasste den fast vollbesetzten Saal. „Ein überstandener Schlaganfall kann viel­fältige Behinderungen zurücklassen: Lähmungen beeinträchtigen die Muskelfunktion und somit den Gebrauch der Extremitäten, Sprachstörungen erschweren die Kommunikation und somit den Umgang mit den Mitmenschen. Endgültig und unbeeinflussbar sind jedoch nicht alle Beeinträchtigungen, die ein Schlaganfall auslöst ..."

Ohne ihren Vortrag zu unterbrechen, registrierte sie den Mann, der den Saal mit einiger Verspätung betrat und in der letzten Sitzreihe Platz nahm.

Während sie näher auf spezielle Übungen einging, war Adrian Herzog angenehm überrascht, sie hier zu sehen. Interessiert betrachtete er die Rednerin, die nur gelegentlich auf ihre Notizen blickte, an­sonsten aber frei sprach. Ihre Ausführungen waren informativ und präzise. Dadurch blieb es nicht aus, dass er ihren Ausführungen interessiert lauschte, obwohl er einen eher langweiligen Abend befürchtet hatte. Nun aber lernte er etwas über Ergotherapie, Bewegungsabläufe und Koordination von Muskeln und Gelenken.

„Besonders wichtig ist hierbei auch, dass Freunde und Verwandte durch den richtigen Umgang mit dem Patienten das Sprachvermögen fördern. Gespräche sollten nicht über seinen Kopf hinweg, sondern mit ihm geführt werden.– Auch wenn das oft mühsam ist. Eine weitere Ebene der Verständigung schafft der Blickkontakt. Bitte, denken Sie daran: Nur Geduld und Verständnis helfen einem Betroffenen, seine Sprache wiederzufinden."

Fasziniert hingen die Augen des Verwaltungsdirektors am Gesicht der Frau, von der er kaum mehr wusste, als dass sie im Therapie-Zentrum von Frau Dr. Meves arbeitete und anscheinend eine Vorliebe für Ohrringe besaß. Heute trug sie schimmernde Perlen, die zu der Kette an ihrem Hals passten.

„Bitte, vergessen Sie eines nicht", sagte Constance abschließend. „Das Erleben der eigenen Hilflosigkeit führt bei vielen Patienten zu Angst­gefühlen, Traurigkeit, depressiven Verstimmungen bis hin zu echten Depressionen. Nach dem Schlaganfall ist das Überwinden von Isolation und Resignation für den Betroffenen von großer Bedeutung. Wir alle, ob nun Ärzte, Therapeuten, Pflegepersonal oder Angehörige müssen uns bemühen, dem Patienten das Gefühl zu vermitteln, nicht allein gelassen zu werden. – Ich danke Ihnen."

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Geraubtes Leben»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Geraubtes Leben» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Geraubtes Leben»

Обсуждение, отзывы о книге «Geraubtes Leben» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x