Regina Zeh - Der schicksalhafte Kuss

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In meinem Buch berichte ich zunächst kurz von der Lebenssituation meiner Eltern, die sich nach dem Krieg in einer für sie neuen Umwelt zurechtfinden und einleben mussten, dann von meiner Erkrankung an Polio und der Traumatisierung durch Krankenhausaufenthalte und wie meine Familie mit meiner Behinderung zurecht kam. Es folgen Eindrücke, die ich vom achten Lebensjahr an im Krankenhaus machte; wie ich schließlich den Weg ins Leben fand und wieder – auch als Erwachsene – problematische Erfahrungen in Krankenhäusern machen musste.
Ich berichte, welche Möglichkeiten ich nutzte, um die Folgen meiner Erlebnisse zu verarbeiten und schließlich lernte, aus «Stroh Gold zu spinnen».

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Wochen und Monate hatte ich in einem 14-Betten-Saal zugebracht, die Räume waren hoch und die Flure breit und lang. Die ganze Wohnung meiner Eltern war nur etwa so groß wie dieser Saal, mit den dazugehörigen Wänden zwischen den einzelnen Räumen. Ich fand sie winzig.

Angeblich hatte ich auch immer Extrawünsche. Im Krankenhaus wurden „Futterzettel“ geschrieben. Auf denen stand, welches Getränk morgens zum Frühstück gewünscht wurde, ob Brot oder Brötchen mit Butter, Honig, Marmelade oder Wurst und Käse und in welcher Menge. Für die Abendmahlzeit war es genauso. Und in dieser Gewohnheit bestellte ich mir bei meiner Mutter dann auch morgens Kakao und Brötchen – was es zu der Zeit in unserer Familie nur sonntags gab.

Nach den Krankenhausaufenthalten spielte ich mit meinen Geschwistern und Puppen „Krankenhaus“. Dazu gehörten ein Arzt (das war ich), eine Krankenschwester, ein oder zwei Patienten (das waren Puppen oder jüngere Geschwister) und Betten, Verbandszeug und ein roter Stift. Den Puppen und den jüngeren Geschwistern wurden mit dem roten Stift Narben und die dazugehörigen Stiche aufgemalt, und dann wurden Verbände angelegt. Die jüngeren Geschwister wurden sehr gerne als Patienten genommen. Sie durften auch jammern und nach „Pabette“ (Tablette) fragen. Diese bekamen sie dann in Form einer Rosine, Mandel oder selten als Stück Schokolade.

1956 bekamen wir ein Klavier. Von da an wurde bei Familienfesten Klavier gespielt, und es wurden Lieder in schlesischer Mundart gesungen. Ein Onkel, der sehr gerne und gut sang, kannte immer wieder für uns neue hochdeutsche, lustige Lieder.

Unsere Mutter spielte gern Brett- und Kartenspiele, die sie uns sehr früh beibrachte. Bei gutem Wetter gingen wir sonntags spazieren, manchmal in den Wald, aber sehr häufig in unseren Garten, selten auch zu Verwandten oder Bekannten. Die besuchten uns häufiger, denn eine acht- und später neunköpfige Familie sprengte die Kapazität normaler Wohnzimmer. Sonntagnachmittag, nach dem Kaffee wurde gespielt. Unser Vater spielte nicht mit, kannte aber alle Regeln und kiebitzte gerne. Neben dem Spiel gab es Säfte und Kekse oder andere Knabbereien, manchmal wurde auch eine Schokolade „geschlachtet“.

Unser Vater hörte gerne Opern, Operetten und Hörspiele, anfangs am Radio und später von Schallplatten. In der Herkunftsfamilie meines Vaters wurde musiziert. Beide Eltern sangen im Kirchenchor, und mein Großvater wurde als Solosänger gern zu Familienfeiern eingeladen. Mein Vater hatte als Kind Geigenunterricht. Aber schon als Kind hatte er große kräftige Hände, die zum Geigenspiel nicht wirklich geeignet waren. Dazu kam, dass er weder das Instrument noch den Geigenlehrer, einen Bruder seiner Mutter, gern hatte.

In der Familie meiner Mutter wurde in der knappen Freizeit viel gelesen und gespielt. Von ihrer Mutter Rosa hatte sie oft gehört: „Die Mutter muss die Familie zusammenhalten!“ Dafür seien Spiele und Vorlesen im Familienkreis bestens geeignet.

Gerne erinnere ich mich an den Vater meiner Mutter, meinen Opa Joseph. Er erzählte uns Kindern oft Geschichten, mit Vorliebe von Joseph und seinen Brüdern, in Anlehnung an die biblische Geschichte. War unsere Mutter häufig gestresst und überlastet, strahlte Opa Ruhe aus. Noch heute wirken Erinnerungen an ihn beruhigend auf mich.

Durch eine Verletzung im Ersten Weltkrieg hatte er ein steifes Bein. Er beaufsichtigte mich, wenn meine Mutter mit meinen anderen Geschwistern Besorgungen oder Arztbesuche zu machen hatte. Wenn meine Mutter wiederkam, schliefen wir oft, Opa auf seinem Stuhl und ich auf einem Sofakissen zu seinen Füßen. Opa war fast immer etwas stachelig im Gesicht. Wenn wir über die Stacheln strichen, schnappte er mit seinem Mund nach unseren Fingern, ein Spiel, das uns allen große Freude machte.

Wir großen Geschwister, Theresia und ich, waren im Wettstreit, wer die kleinen Geschwister am besten beruhigen konnte. Wir durften ihnen die Flasche geben, sie füttern.

Ein Ereignis überraschte und bestürzte unsere Eltern sehr. Es war Sonntag und sie waren beide zur Frühmesse in die Kirche gegangen. Als sie zurückkamen, waren meine Schwester Theresia (4 Jahre) und ich (5 Jahre) dabei, unsere Schwester Monika – acht Monate alt – trocken zu legen. Weil sie weinte, hatten wir sie mit vereinten Kräften aus ihrem Gitterbettchen gehoben, in die Küche zum Sofa getragen und ihre Windeln gewechselt. Wie das gemacht wird, hatten wir oft genug gesehen. Mama vollendete die Aktion, und von da an gingen unsere Eltern – bis wir verständiger waren – nacheinander zum Sonntagsgottesdienst.

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