Ben Worthmann - Leben für Fortgeschrittene

Здесь есть возможность читать онлайн «Ben Worthmann - Leben für Fortgeschrittene» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Leben für Fortgeschrittene: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Leben für Fortgeschrittene»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

"Leben für Fortgeschrittene" ist der dritte und letzte Teil der Familien-Trilogie von Ben Worthmann. Teil 2: "Meine Frau, der Osten und ich, Teil 1: «Etwas ist immer». Alle drei Teile können auch abhängig von einander gelesen werden.
Die Jahre vergehen, doch das Dasein bleibt turbulent. Im Job gibt es nur Stress, die Kinder wollen nicht erwachsen werden, die Verwandten sind anstrengend, die Nachbarn nerven, der Hausarzt schwört auf amouröse Abenteuer als beste Medizin und es wird gestorben. Und dann kommt es auch noch zu verwirrenden Enthüllungen über das Doppelleben eines Paares im vorgerückten Alter. Die große Frage bei all dem lautet, ob es ein Leben nach dem Tode gibt, wenn auch nicht gleich unbedingt nach dem eigenen…
******Witzig, nachdenklich, selbstironisch und ziemlich ehrlich schreibt der Autor von «Etwas ist immer» auch diesmal über sich und seine Generation.***********
Außerdem von Ben Worthmann im Handel: Die Thriller «Die Frau am Tor», «Nocturno», «In einer Nacht am Straßenrand», «Tödlicher Besuch» sowie, als neuestes Werk, «Auf gute Nachbarschaft»

Leben für Fortgeschrittene — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Leben für Fortgeschrittene», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

„Korrupt, Hunde sind korrupt, da siehst du es wieder, sie sind nur auf die Nahrungsaufnahme fixiert, und dieser Hund ist keinen Deut besser als alle anderen“, sagte ich zu Anna, während Frieda gerade wieder die Essensreste unserer Nachbarn verschlang. Wir genossen in unseren Liegestühlen die späte Sonne dieses Maitages. Immerhin musste ich nicht länger als bis gegen achtzehn Uhr in meinem Büro ausharren, bevor ich mich aus dem Staube machen konnte, um wenigstens für ein paar Stunden und die anschließende Nacht dem Irrsinn zu entfliehen. So gefragt waren meine Routine und Erfahrung zum Glück auch wieder nicht, ich nutzte jede Gelegenheit, mich sobald wie möglich zu verdrücken.

„Dieser Hund hat einen Namen“, entgegnete mir Anna mit leichtem Tadel. „Dass Frieda gern frisst, ist nur ein Zeichen ihrer Vitalität. Sie nimmt sich eben, was sie kriegen kann.“

„Genau wie die Knoops“, ergänzte ich und dachte dabei nicht nur an an das Essen, sondern das Leben überhaupt, aber obwohl ich leise sprach, zischte mir Anna sogleich zu, ich solle - „bitte!“ - damit aufhören. Man verstehe dort drüben jedes Wort. Das stimmte natürlich nicht. Überall in der Nachbarschaft saßen die Leute in ihren Gärten, das war eine Art grüner Gesamtkomplex über die Zäune und Hecken hinweg, und was in der Luft hing, war neben den Düften des Frühlings ein allgemeines Stimmengewirr, aus dem kein normaler Mensch irgendetwas hätte heraushören können. Aber „die Leute“ waren seit jeher ein beliebtes Argument von Anna, wenn es darum ging, Diskussionen über unliebsame Themen abrupt zu beenden. Selbst wenn wir im Winter bei geschlossenen Fenstern in der Küche saßen, konnte es vorkommen, dass bei entsprechendem Anlass auf einmal angeblich die Leute mithören konnten. Abfällige Bemerkungen über den Charakter Friedas stießen bei Anna grundsätzlich auf taube Ohren, selbst dann, wenn sie in Wirklichkeit gar nicht direkt Frieda galten, sondern anderen, beispielsweise den Knoops. Für Frieda war Anna das Alpha-Tier, und das wurde mir von beiden nur allzu gern demonstriert. Ich war nicht mal Beta, allenfalls Gamma. Es mochte irgendeine Sünde geben, die Frieda hätte begehen müssen, um es sich mit Anna zu verscherzen, doch in den knapp sieben Jahren Familienzugehörigkeit unseres Hundes war es mir nicht gelungen, auch nur eine leise Ahnung von der Beschaffenheit dieses theoretischen Fehltritts zu erlangen. Frieda hatte sogar den anderen der beiden italienischen Korbsessel okkupiert, und Annas einzige Reaktion bestand darin, ein altes Handtuch über die Leinenpolster zu legen, um das Schlimmste zu verhüten. Als Frieda einmal zu probieren versuchte, wie die geflochtenen Armlehnen wohl schmecken mochten, waren seitens des Alpha-Tiers lediglich ein paar freundlich-mahnende Worte zu hören. Dass die Armlehnen dem Hund letztlich dann doch wohl nicht schmeckten, war wieder eine andere Sache.

Was nun abfällige Bemerkungen über die Knoops anging, so stellten sich die Dinge kaum weniger heikel dar als in Bezug auf Frieda, wenn auch aus anderen Gründen. Dass es sich bei den Knoops um Nachbarn handelte, deren bloßes Vorhandensein für das Empfinden arbeitender Menschen starke Züge des Unzumutbaren aufwies, war nur die eine Hälfte der Wahrheit. Die andere sah so aus: Es gab auch noch Beziehungen zwischen ihnen und uns, die, wenn auch nur indirekt, über das rein Nachbarschaftliche hinausgingen. Der Onkel von Herrn Knoop, ein Herr Lossau, war nämlich mit meiner Mutter liiert. Die beiden hatten sich vor einigen Jahren über den Zaun hinweg kennengelernt, als meine Mutter bei uns zu Besuch war. Meine Mutter lebte „in Westdeutschland“, wie viele in Berlin immer noch sagten, genauer, in Mellingen, jenem kleinen Nest in Westfalen, aus dem ich stamme. Sie bewohnte dort mein sogenanntes Elternhaus, das sie von meinem Großvater geerbt hatte und das für mich immer „sogenannt“ geblieben war, weil es nach dem sehr frühen Tod meines Vaters nie ein Elternhaus im eigentlichen Wortsinn hatte sein können.

Herr Lossau – oder Hans-Gerd, wie wir ihn inzwischen nannten – wohnte ein paar Straßen von uns und den Knoops entfernt. Seit meine Mutter und er ihre Gefühl für einander entdeckt hatten, war es zu einer regen Reisetätigkeit gekommen. Mal wohnten sie bei ihr, mal bei ihm, ein Haus stand jedenfalls immer leer, was sich ohne weiteres als Fall von Wohnraumverschwendung bezeichnen ließ. Ganz objektiv hätte nichts dagegen gesprochen, wenn die beiden geheiratet hätten und eines der beiden Häuser beziehungsweise das Geld, das der Verkauf erbracht hätte, jemandem vermacht hätten, der es gut gebrauchen konnte, also beispielsweise uns. Denn so hübsch unser Haus war, so hatte es doch einen entscheidenden Nachteil. Es gehörte nicht uns, sondern einer Frau Kempfer, die in Stuttgart lebte und von uns Monat für Monat eine ziemlich hohe Miete überwiesen bekam, genug jedenfalls, um ihr ein auskömmliches Dasein zu garantieren; manch einer musste für solche Beträge täglich zur Arbeit gehen.

Subjektiv betrachtet hätte gegen einen Eintritt Hans-Gerd Lossaus und meiner Mutter in den Stand der Ehe allerdings dann doch so einiges gesprochen, und das Alter der beiden – sie Ende siebzig, er hoch in die achtzig – wäre noch das schwächste Gegenargument gewesen. Aber wir wären dadurch nicht nur mit Lossau, sondern auch mit den Knoops in verwandtschaftliche Beziehungen geraten, wenn auch nur um drei Ecken – eine Vorstellung, die ich einigermaßen unerträglich fand. Rententechnisch passten die beiden ohnehin nicht zusammen. Meine Mutter bekam nur eine bescheidene Witwenrente, während Lossau als ehemaliger Finanzbeamter im gehobenen Dienst eine stattliche Pension bezog. Obendrein hatte ihm seine Frau einiges hinterlassen. Sie war gerade rechtzeitig gestorben, bevor er meine Mutter kennenlernte. Kinder hatte er nicht. Wenn man ihn so sah, schlank und hochgewachsen mit eisgrauem Haar, wirkte er ein wenig wie der Typ des Grandseigneurs. Um genau so zu wirken, hätte er allerdings entschieden mehr Wert auf seine Kleidung legen müssen. Doch dem stand eine übertriebene Neigung zur Sparsamkeit im Weg, um es zurückhaltend auszudrücken. Hans-Gerd Lossau lief nicht nur meistens wie ein Stadtstreicher herum, sondern konnte auch nichts wegwerfen. Demgemäß sah es in seinem Haus aus. Von einem richtigen Messi-Haushalt zu reden, wäre vielleicht etwas übertrieben gewesen, aber sehr viel fehlte nicht, und der Begriff hätte exakt gepasst.

Für meine Mutter aber hieß dies, dass auf ihrem späten Glück so etwas wie ein Schatten lag. Sie scheute davor zurück, sich zu eng an ihren Hans-Gerd zu binden – und das aus absolut nachvollziehbaren Gründen. So groß konnte auch ein spätes Glück schwerlich sein, als dass sich ein Schatten wie dieser einfach hätte ignorieren lassen. Manchmal schüttete meine Mutter ihr Herz aus angesichts ihrer Beziehungsprobleme, und zwar bei Anna. Gegenüber mir, ihrem Sohn, hätte sie das nie gewagt. Mein Verhältnis zu meiner Mutter war nämlich ein wenig problematisch. Es glich dem, das andere Männer normalerweise zu ihrer Schwiegermutter haben. Mein Verhältnis zu Annas Mutter entsprach ziemlich genau diesem Klischee. Es gab, wenn man es genau betrachtete, überhaupt nicht allzu viele Menschen, zu denen ich richtig gute Beziehungen unterhielt, abgesehen höchstens von Anna, und selbst dies galt nur mit gewissen Einschränkungen. Beispielsweise machte mir meine Frau häufig Vorhaltungen, dass ich ein schlechter Sohn sei, der zu wenig Interesse am Schicksal seiner Mutter habe.

Das konnte man durchaus so sehen. Tatsache war allerdings, dass ich einfach festgestellt hatte: meine Mutter und ich, wir konnten nicht viel miteinander anfangen – und das, obschon sie ähnliche politische Ansichten vertrat wie ich, teilweise die gleichen Bücher las und sich, genau wie ich, gern mit Leuten anlegte, die anderer Meinung waren als sie. Außerdem war sie manchmal ein bisschen lebensfremd, „wenig alltagstauglich“, wie Anna es formulierte. Wahrscheinlich waren wir einander schlichtweg zu ähnlich, um einander viel zu sagen zu haben. Doch das hieß beileibe nicht, dass sie mir gleichgültig gewesen wäre. Sie ging mir lediglich dann und wann auf die Nerven, mal mehr, mal weniger. Und ihren Hans-Gerd Lossau konnte ich einfach nicht leiden.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Leben für Fortgeschrittene»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Leben für Fortgeschrittene» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Leben für Fortgeschrittene»

Обсуждение, отзывы о книге «Leben für Fortgeschrittene» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x