Helmut Lauschke - Der Arzt Björn Baródin
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Es war spät geworden. Die Mutter spielte noch das Präludium und die Fuge in Es-Dur aus dem “Wohltemperierten Klavier”, ohne dabei groß in die Noten zu sehen. Danach sagte sie, dass Boris das ganze “Wohltemperierte Klavier” im Kopf hatte. “Welch ein Genie er war”, fügte sie leise hinzu. Damit ging der Abend endgültig zu Ende. Björn erhob sich, wünschte der Mutter zum zweiten Mal eine gute Nacht und ging auf sein Zimmer zurück, während Vera dass Foto von Boris wieder auf die Vitrine neben den Strauß mit den fünf roten Roten stellte. Sie knipste das Licht aus, ließ die Wohnzimmertür offen, ging hoch in ihr Schlafzimmer und knipste das Licht im Flur und über dem Treppengang aus. Sie lehnte die Schlafzimmertür, wie sie es immer tat, nur an.
Auch am Sonntagmorgen nach Mutters Geburtstag hatte Jasmin den Frühstückstisch gedeckt, als gegen neun erst die Mutter und eine halbe Stunde später Björn von oben runter kamen. Nach dem Morgenkuss, den Jasmin von der Mutter auf die linke, dann auf die rechte Wange bekam, lobte Vera ihr Töchterchen für ihren Fleiß. “Du bist ja schon eine richtige Hausfrau”, sagte sie, und Jasmin lachte. Sie meinte, dass sie von einer richtigen Hausfrau noch weit entfernt sein. “Hast Du denn gut geschlafen”?, fragte sie Vera. “Ich habe dich spielen gehört. Du hast so schön gespielt, dass ich von dir geträumt habe, wie Du ein Konzert in einem großen, hell erleuchteten Saal gegeben hast. Dort hast Du wie ein Engel gespielt. Zuerst spieltest du Bach, dann spieltest du Beethoven und dann Boris Baródin. Die Menschen waren von deinem Spiel begeistert. Sie gaben dir einen langen stehenden Applaus. Als Zugabe spieltest Du den “Liebestraum” von Liszt. Da bekamen die Zuhörer Tränen in die Augen. Die Menschen warfen dir Blumen der Verehrung zu und klatschten. Der Applaus wollte nicht enden. Du und der Flügel standen in einem Blumenmeer, als Du dann etwas spieltest, was du dir selbst ausgedacht hattest. Da hatte ich das Bild vor mir, wie du mit dem Flügel in den Himmel stiegst, wo Boris auf dich wartete, um mit dir vierhändig weiterzuspielen. Bei dem gemeinsamen Spiel wurdet ihr immer größer, und die Welt wurde immer heller. Es wurde so hell, dass schließlich die ganze Welt in einem riesigen Lichtmeer versank. So verzaubert hat euer Spiel die Welt. Dann wurde es still, und ich bekam einen Schreck, ob du im Himmel oder in deinem Schlafzimmer warst. Ich stand auf und schaute nach dir. Ich war erleichtert, als ich dich in deinem Bett schlafen sah. Dann ging ich in mein Bett zurück und schlief fest ein.”
Mutter Vera umarmte Jasmin: “Das war aber ein schöner Traum. Besonders gut gefällt mir die Himmelfahrt mit dem Flügel und wie sich die Welt erhellt beim vierhändigen Spiel mit Boris. Dass du an meiner Tür warst, das habe ich gar nicht bemerkt.” Nun kam auch Björn von oben runter, und Mutter erzählte ihm vom Traum, den Jasmin gehabt hatte. Darauf meinte er, dass es ein glücklicher und zugleich ein Schlüsseltraum war, der der Mutter hoffentlich die Tür aufschließt und ihr die Richtung weist, welchen Weg sie mit ihrem wunderbaren Spiel auf dem Flügel zu gehen hat. Die Mutter lächelte, entließ Jasmin aus ihren Armen und ging in die Küche. Es war ein lustiges Frühstücken, bei dem Björn weitere Anekdoten zum Besten gab, die zum herzhaften Lachen Anlass gaben. Nach dem Frühstück unternahmen sie noch einen gemeinsamen Spaziergang durch den Park. Dann verabschiedete sich Björn, um sich auf sein Examen vorzubereiten. Die Mutter hatte ihm einige Kuchenstücke eingepackt und steckte ihm noch einen Umschlag mit größeren Banknoten in die Jackentasche, dass er genug zum Leben habe, wenn er sich auf die Prüfungen vorbereitet. “Lass dich mal wiedersehen”, ermahnte ihn die Mutter und küsste ihn mit einer herzlichen Umarmung auf den Mund. Björn verabschiedete sich von Jasmin, die Abschiedstränen in den Augen hatte. “Sei du auch fleißig in der Schule”, sagte er zu Jasmin und umarmte sie, “dass aus dir später etwas wird, worauf Mutter stolz sein kann.”
Das Examen
Seine Gruppe mit Eberhard Kurz, Vera Lang und Ingrid Standfuß gehörte zu den ersten Gruppen, die sich für die Prüfungen angemeldet hatten. Für sie begann das Examen an einem regnerischen Montagvormittag elf Uhr mit der Prüfung in der allgemeinen und speziellen Pathologie. Die Gruppe hatte sich über eine Woche auf die Prüfung vorbereitet.
Frau Blaufuß, die Sekretärin, nahm die Examinanden in Empfang, prüfte ihre Namen auf ihrer Prüfungsliste und schickte sie mit den Worten, dass sie den Herrn Professor von ihrer Ankunft in Kenntnis setzen werde, wieder vor die Tür. Dort warteten sie fast eine halbe Stunde, als Frau Blaufuß, eine hagere Frau, die etwa in der Mitte ihrer vierziger Jahre war, eine Brille mit dunkler Einfassung der Gläser trug, ihr dunkles Haar mit einem Mittelscheitel zurückgekämmt hatte, aus der Tür trat. Ihr folgte ein jüngerer Mann im weißen offenen Kittel, der einen Dia-Kasten in der linken Hand hielt und ein Papier mit der rechten Hand in die rechte Kitteltasche steckte. Sein Gesicht mit den hell-blauen Augen und der hohen Stirn über der Nase mit dem schmalen Nasensteg war gerötet, als sei ihm bei der Besprechung mit dem Professor das Blut in den Kopf geschossen. Er musste in den Gedanken der Lehre von der Pathologie gewesen sein, denn er passierte die Prüfungsgruppe mit dem Blick der Abwesenheit, ohne sie zu grüßen oder ihr Glück für die Prüfung zu wünschen, ein Vorgang, den Björn später bei jungen Akademikern öfter antreffen sollte. Frau Blaufuß bat die Gruppe, ihr ins Sekretariat zu folgen. Sie klopfte an der Tür des Direktors, wartete auf das Kommando “Herein!” und sagte beim Türöffnen, “Herr Professor, die Studenten für die Prüfung sind da.” Zu den Examinanden sagte sie: “Gehen sie hinein.” Ingrid Standfuß öffnete die Tür weiter und trat als erste in den Raum. Ihr folgten Vera Lang, Eberhard Kurz und Björn Baródin, der die Tür zum Sekretariat wieder schloss. “Nehmen sie Platz, ich bin gleich bei ihnen”, sagte der Professor, der an seinem Schreibtisch saß, in einem dicken Buch der Pathologie blätterte und auf die vier Stühle neben einem kleinen Tisch wies, die rechts an der Wand neben dem Schreibtisch standen. Er tätigte noch ein Telefonat, das über zehn Minuten dauerte. Danach ließ der Professor über die Sprechanlage die Sekretärin wissen, dass er für die nächsten anderthalb Stunden nicht gestört sein möchte. “Jawohl, Herr Professor, ich habe verstanden”, parierte Frau Blaufuß ohne ein weiteres Wort, und der Professor drückte auf den “Aus”-Knopf der Sprechanlage. Die Examinanden, denen die Blässe vor dem Ungewissen im Gesicht stand, hatten sich auf die Stühle verteilt, die ihnen der Professor zugewiesen hatte. Auf der großen Schreibtischplatte lagen angeschriebene Papiere mit aufgelegten histologischen Präparaten zur Begutachtung unter dem Mikroskop. Auf der linken Schreibtischseite, die der Fensterseite des Raumes entsprach, waren Mappen mit unterschiedlich gefärbten Präparaten zu einem dünnen Stoß gestapelt, und auf der rechten Schreibtischseite lagen dicke Bücher der Pathologie und pathologischen Histologie zu einem Stapel von etwa zwanzig Zentimetern Höhe übereinandergelegt. Auf dem kleinen Tisch neben den vier besetzten Stühlen stand ein Mikroskop, dem in dieser Prüfung sicherlich eine herausragende Bedeutung zuzuschreiben war.
Der Professor war den Studenten von der Hauptvorlesung gut bekannt. Er trug den Nachnamen Schmirgel. Da ihm die Pingeligkeit beim Prüfen nachgesagt wurde, eilte ihm der Name ‘der pingelige Schmirgel’ voraus, was bei den auf das Examen zugehenden Studenten das erhöhte Unbehagen der Ungewissheit auslöste, wie die Prüfung beim Schmirgel ablaufen wird. So war Professor Schmirgel ein gefürchteter Prüfer, den die Studenten, wenn es zur Prüfung kam, viel lieber von hinten als von vorne sahen. Denn bei ihm war es so gut wie ausgeschlossen, dass ein Examinand etwas so richtig machte, dass Professor Schmirgel nichts auszusetzen hatte. Der Student konnte brillant im Fach Pathologie sein, der Professor fand die Lücke, in der er dann mit immer enger werdenden Detailfragen nachstocherte. Dagegen wurde seinem Oberarzt, Professor Stampf, der die Vorlesungen in der pathologischen Histologie, den sogenannten Histo-Kurs gab, bei der Prüfung die Menschenfreundlichkeit nachgesagt, weil er in der Prüfung leichter mit sich reden ließ und zufrieden war, wenn der Examinand das Wesentliche erkannte und nannte. Kleine “Versprecher” legte dieser menschenfreundliche Prüfer nicht gleich auf die Goldwaage, so dass bei ihm alles großzügiger tariert ablief. Vom “schmirgelschen” Rum- und Nachstochern hielt dieser junge hochgewachsene Professor nichts. Das Glück, von diesem Professor geprüft zu werden, bei dem es im Schnitt mehr gute als schlechte Noten gab, war jedoch gleich ins kalte Wasser gefallen, als die Sekretärin, Frau Blaufuß, der Gruppe mitgeteilt hatte, dass Professor Schmirgel sie prüfen werde.
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