Helmut Lauschke - Der Arzt Björn Baródin

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Vom Werdegang und der Persönlichkeit eines Arztes in seiner vielseitigen Tätigkeit im Spannungsfeld zwischen Seele und äußerer Wirklichkeit. Die Gesellschaft befindet sich im Umbruch. Auf die Zunahme der Streepsychosen hat die Psychiatrie im besonderen Maße einzugehen.

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Während Björn mit seiner “Schlüssel”-Psychologie über den letzten Nebensatz mit dem “kein anderes Geschenk brauche” nachdachte, wo er eine weitere Bestätigung ihres Unglücklichseins herauszuhören glaubte, nahm Jasmin die Antwort von Mutter mit der angeborenen Grundpsychologie eines Kinderherzens wörtlich, achtete nicht auf das Nebensätzliche als nur auf das Hauptsätzliche und gab der Mutter einen kräftigen Kuss auf die Wange, dass sie von ihrer Spontaneität völlig überrascht, aber auch sehr erfreut war, als sie lachend sagte: “Das war aber stürmisch”. Jasmin konterte mit der ihr von der Natur mitgegebenen Psychologie des ganz unverbildeten Herzens mit der Gegenfrage: “Ist es in der Liebe nicht immer stürmisch?” Mit dieser Gegenfrage hatte die Mutter nicht gerechnet. Sie war völlig verblüfft und schaute Jasmin mit den weit geöffneten, großen Augen und dem Lächeln der herzlichen Zustimmung an. “Ich meine”, sagte Jasmin weiter, als gehörte es bei ihr zur größten Selbverständlichkeit “wenn der Sturm nicht mehr geht und sich die Windrose nicht mehr dreht, dann liegt auch die Liebe am Boden.” Nun schaute die Mutter den Sohn an und fragte ihn, ob dieser “Erklärungs”-Satz aus ihrem Kopf komme, oder ob er da mitgeholfen habe. Björn verneinte die Mithilfe bei der Satzformulierung. Nun war die Mutter noch mehr erstaunt. Sie fragte Jasmin, wie sie auf den Satz gekommen sei, in dem es den Sturm und die Windrose gibt, die sie mit der Liebe verknüpft. Jasmin schaute nun zu Björn und sagte, dass Liebe doch etwas sehr Lebendiges sei, wo große Kräfte freigesetzt werden, die bildlich doch mit einem Sturm und einer Windrose verglichen werden können. Björn schaute zur Mutter, und die Mutter schaute zu Björn, denn beide waren sprachlos, weil sie es nicht fassten, dass Jasmin solche Sätze sprechen konnte.

Der Tag mit Mutters Geburtstag klang damit aus, dass Jasmin auf der Blockflöte einige Lieder spielte, die sie beim letzten Schulkonzert vor knapp einem Monat sauber und klangvoll vorgetragen hatte. Björn begleitete sie am Flügel. Das erste Lied war eine irische Weise zu dem irischen Märchen vom kleinen Prinzen, der nach jahrelangem Suchen seine versteckte Prinzessin fand. Das zweite Lied war ein polnisches Heidelied, das die Mutter so gern hörte. Beide trugen die Lieder in wunderbarem Zusammenspiel und sehr gefühlvoll vor. Auf dem Gesicht der Mutter lag das lang ersehnte Strahlen, als sie sich für den schönen Musikvortrag bedankte. Daraufhin spielte Björn, wie schon am Morgen, den “Liebestraum” von Liszt, und schließlich spielten beide einen Satz aus der Sonatine für Flöte und Klavier von Georg Philipp Telemann. Mit dem “Statement” der unerschütterlichen Liebe zur Mutter verabschiedeten sich die Kinder mit der Umarmung und dem Gutenachtkuss, den Vera dem Töchterchen erst auf linke, dann auf die rechte Wange drückte und Björn auf den Mund gab, so wie einst Boris ihr den Gutenachtkuss auf den Mund gegeben hatte. Erst bei diesem Kuss war Björn aufgefallen, dass sich Mutter die silberne Halskette umgehängt hatte, eine Tatsache, die Jasmin schon festgestellt hatte, als sie kurz nach fünf nach der Mittagsruhe zum Kaffeetisch herunter gekommen war. Jasmin lachte, als Björn nach dem Lösen aus der mütterlichen Umarmung diese verspätete Feststellung aussprach.

Die Kinder hatten sich in ihre Zimmer im Obergeschoss zur Nachtruhe zurückgezogen, als sich Vera an den Flügel setzte und nun auch den “Liebestraum” von Franz Liszt spielte, den Björn schon zweimal an diesem Tage gespielt hatte. Der Bedeutung des Spielens dieses Liedes war ein unterschiedlicher. Während Björn es für seine Mutter spielte, spielte Vera es für Boris. Björn lag im Bett und hörte von oben ihrem Spiel aufmerksam zu, so wie er überhaupt über den Ablauf des Tages, der Mutters 46. Geburtstag war, nachdachte und den Empfindungen und Gefühlen nachsann, die da gewechselt oder, und das vorwiegend von Mutters Seite, unterdrückt wurden. Noch im Bett dachte Björn, dass es besser gewesen wäre, wenn der Stiefvater aus New York gar nicht angerufen hätte, dieser ichbezogene Mensch das Telefon in New York gar nicht angefasst und Mutters Geburtstag einfach vergessen hätte. War doch ihre Stimmung nach dem transkontinentalen Kurzgespräch wesentlich gedrückter, als sie vor dem Gespräch gewesen war. Nach dem Telefonat konnte Mutter die Enttäuschung, so einen Mann geheiratet zu haben, kaum noch unterdrücken. Da ging ihr seelisch doch die “Luft aus dem Reifen des Wagenrades”, die zum Fahren auf der Straße des Lebens gebraucht wird. “Wer hat ihr nur das Liszt’sche Liebeslied beigebracht, das sie so großartig spielt?”, besser als er es am Morgen und am Abend gespielt hatte. Die Antwort lag auf der Hand, mit der sich Björn über die Stirn fuhr: niemand hat es ihr beigebracht; sie selbst war ihr Lehrer und ein sehr guter dazu. Doch nach der musikalisch so großartigen Vollendung des von Boris unvollendet hinterlassenen dritten Satzes der “russischen” Sonate und ihres nicht weniger großartigen Spiels der von ihr vollendeten Sonate und ihres so weitsichtigen Vortrages über das Leben und die Erkennung seiner Grundprinzipien am Morgen, die ein junger Mensch bei der Berufswahl zu begreifen und zu treffen hat, der einen tiefen Eindruck in ihm hinterlassen hatte, bewunderte Björn seine Mutter um so mehr über ihre außerordentlichen Fähigkeiten. Ihm war, als hätte er mit seiner Mutter nicht Schritt gehalten, wäre er hinter ihrem erstaunlichen Größergewordensein zurückgeblieben. Das verwunderte ihn, sollte er doch aufgrund der Jugend und des Studiums schneller wachsen als es die Mutter in ihrem Alter tat, die nie eine Universität besucht oder einen systematischen Klavierunterricht mit den Tonleiterübungen, dem gegenläufigen Tonleiterspiel beider Hände und schließlich den “fingerbrechenden” Etüden absolviert hatte. Mit diesen wunderlichen Dingen im Kopf hörte Björn dem großartigen Flügelspiel seiner Mutter zu. Er entschloss sich, sie unten zu besuchen, ihr Spiel vom Sessel aus zu verfolgen, zog sich den Bademantel an und ging nach unten. Er ging leise nur in Socken, dass ihn die Mutter nicht bemerken sollte. Sie spielte Bach, sie spielte Beethoven, sie spielte Boris Baródin, und Björn konnte es nicht fassen, wie wunderbar sie spielte. Das Foto von Boris hatte sich Mutter von der Vitrine geholt und auf den Flügel gestellt. Beim Spielen sah sie weniger auf die Tasten als mehr in das von ihr geliebte jugendliche Gesicht von Boris, dem sie beim Spiel zulächelte, als gelte nur ihm ihr Spiel.

“Mutter”, sagte er, als sie ihn im Sessel sitzend bemerkte, “du bist ja eine große Pianistin. Gib doch mal einen Musikabend in der Volkshochschule oder in einem der Gymnasien. Die Menschen werden von deinem Spiel begeistert sein.” “Sie werden so begeistert sein, dass sie mich auslachen werden”, erwiderte die Mutter, “und sie werden sich vor Lachen nicht mehr halten können, wenn sie erfahren, dass ich nie einen richtigen Unterricht hatte.” “Das glaube ich nicht”, widersprach Björn, “denn wer dein Spiel hört, wird ergriffen und begeistert sein. Da wird dich keiner auslachen, und keiner wird dich fragen, ob du einen Unterricht hattest oder nicht, weil sie über deinen Vortrag staunen werden, so wie ich über die Großartigkeit deines Spiels staune und fassungslos bin.” Mutter Vera: “Nun übertreibe mal nicht. Leider hast du nicht erlebt, wenn Boris spielte. Da hättest du das Gefühl bekommen, dass der Himmel die Erde berührt. Dieses Gefühl habe ich bei meinem Spiel nicht. Nein, mein lieber Junge, da fehlt mir das Rüstzeug und die große Begabung, wie sie Boris hatte, um mit meinem Spiel, das gegenüber seinem Spiel nicht mehr als ein Geklimper ist, einen Klavierabend öffentlich zu geben.” Björn: “Überleg es dir und leg endlich deinen Minderwertigkeitskomplex ab. Der steht dir nun wirklich nicht, und ich finde es nicht gut, dass Du dir das von deinem Sohn sagen lassen musst, der viele Gründe hat, um stolz auf dich zu sein. Nimm dir das bitte endlich zu Herzen, sonst wirst du noch depressiv und verlierst dich ganz! Denn depressiv darfst du schon deiner Kinder wegen nicht werden. Dem Berthold solltest du mal öfters deine Meinung sagen und, wenn nötig, bei seiner pathologischen Ichsucht und den widerlichen cholerischen Anfällen die Leviten lesen. Du weißt, dass wir Kinder fest zu dir stehen und dich unterstützen werden, wenn du unsere Hilfe brauchst.” Mutter Vera: “Nun mal nicht gleich so ein düsteres Bild. Ich nehme meine Kraft schon zusammen, damit ich nicht depressiv werde und das “Schiff” der Familie auf Kurs bleibt. Dass ich mich in meinem Bemühen auf euch verlassen kann, das weiß ich und ist mir ein ungeheurer Trost.”

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